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	<title>Newsletter &#8211; Bären Apotheke</title>
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		<title>Vorteile einer Süßgetränke-Abgabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 09:43:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Für die einen ist sie längst überfällig, andere sehen in der sogenannten Zuckersteuer eher einen Eingriff in Einkaufswagen und Portemonnai der VerbraucherInnen. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zögert noch den Staaten diese grundsätzlich zu empfehlen, dabei sprechen die weltweit steigende Anzahl an Adipositas- und Typ-2-Diabetes-Fälle für sich. Die Fettleibigkeit hat sich seit den 70er Jahren verdreifacht, [&#8230;]]]></description>
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<p>Für die einen ist sie längst überfällig, andere sehen in der sogenannten Zuckersteuer eher einen Eingriff in Einkaufswagen und Portemonnai der VerbraucherInnen. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zögert noch den Staaten diese grundsätzlich zu empfehlen, dabei sprechen die weltweit steigende Anzahl an Adipositas- und Typ-2-Diabetes-Fälle für sich. Die Fettleibigkeit hat sich seit den 70er Jahren verdreifacht, weshalb die WHO schon von einer Epidemie spricht. Beide haben den Status von Volkskrankheiten, die immer öfter bereits im Kindesalter auftreten. Bis zu 18 Stück Würfelzucker stecken in einem halben Liter Limonade und der Pro-Kopf-Verbrauch an Zucker steigt weiter. Empfohlen werden von der WHO 25 bis 50 Gramm pro Tag. Konsumiert werden aber hierzulande von Männern durchschnittlich 78 Gramm und von Frauen 61 Gramm.</p>
<p><strong>Zweckgebundene Abgabe<br />
</strong>Ab 2028 plant die Bundesregierung nun eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke einzuführen &#8211; je höher der Zuckeranteil, desto höher die Abgabe, also der Preis. Warum nennt man es hierzulande dann nicht einfach Steuer? Steuereinnahmen fließen in den allgemeinen Staatshaushalt und geplant ist, die Zuckerabgabe zweckgebunden für weitere Präventions- und gesundheitsfördernde Maßnahmen einzusetzen.</p>
<p><strong>Ausland macht es vor<br />
</strong>Verschiedene Länder haben gezeigt, dass man ernährungsbedingte Erkrankungen vor allem durch Verteuerung gesüßter Softdrinks eingrenzt. Bisher hat die Politik in Deutschland vergeblich auf die Freiwilligkeit der Lebensmittelkonzerne gesetzt. Vor allem Kinder werden durch stark übersüßte Lebensmittel von Klein auf hieran gewöhnt, so dass der Wunsch nach möglichst viel Zucker oft ein Leben lang erhalten bleibt. Dabei gäbe es bei industriell hergestellten Convenience-Produkten im Grunde keine Notwendigkeit so viel Zucker zuzusetzen.</p>
<p><strong>Zusätzlich mehr Aufklärung<br />
</strong>Die Beurteilung einer Softdrink-Steuer fällt in den über 100 Ländern, die diese bereits eingeführt haben unterschiedlich aus. Es zeigt sich, dass die Steuer allein selten den erhofften Effekt erzielt, sondern dass es flankierende Maßnahmen braucht wie Aufklärungskampagnen und Bewegungsprogramme – vor allem bei Erwachsenen. Bei Kindern und Jugendlichen greift eine Softdrink-Abgabe dagegen am schnellsten und effektivsten. Eine Studie der TU München zeigt, dass durch eine solche Steuer gleichermaßen der Pro-Kopf-Zuckerkonsum als auch die Kosten für das Gesundheitssystem gesenkt werden. In Großbritannien wurde seit Einführung der Softdrink-Steuer 2018 der Zuckergehalt in süßen Getränken durch die Getränkeindustrie um bis zu 30% reduziert.</p>
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		<title>Der Hype um pflanzliche Bitterstoffe</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/der-hype-um-pflanzliche-bitterstoffe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 09:15:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Bitterstoffe gelten derzeit als wahres Superfood, von dem man gar nicht genug kriegen könne. Hervorgehoben wird dabei vor allem die Wirkung von Chicorée, Artischocke, Radicchio &#38; Co. auf Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse. Sie wirken gleichermaßen appetitanregend und verdauungsfördernd. Der Hype wird insbesondere durch InfluencerInnen auf Social-Media angeheizt, die Bitterstoffe vor allem als Abnehmwunder anpreisen. Höchste [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-19024" src="/wp-content/uploads/2026/05/DasWichtigste_Bitterstoffe.jpg" alt="" width="270" height="200" />Bitterstoffe gelten derzeit als wahres Superfood, von dem man gar nicht genug kriegen könne. Hervorgehoben wird dabei vor allem die Wirkung von Chicorée, Artischocke, Radicchio &amp; Co. auf Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse. Sie wirken gleichermaßen appetitanregend und verdauungsfördernd. Der Hype wird insbesondere durch InfluencerInnen auf Social-Media angeheizt, die Bitterstoffe vor allem als Abnehmwunder anpreisen. Höchste Zeit die neuen Nahrungsergänzungsmittel und ihre Werbebotschaften genauer zu hinterfragen.</p>
<p><strong>Über 1000 Bitterstoffe<br />
</strong>Bitterstoffe findet man in vielen Lebensmitteln. Seit einigen Jahren wurden sie aber gemäß den Verbraucherwünschen gezielt weggezüchtet bzw. reduziert wie beim Chicorée oder Rosenkohl. Ein bitterer Beigeschmack gilt eigentlich als Warnung, dass etwas eventuell giftig oder ungenießbar sein könnte. Aber bedeutet das, dass man heute automatisch zu wenig davon zu sich nimmt? Mehr als 1000 natürliche Bitterstoffe sind derzeit bekannt, die im Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielen. Im Verdauungstrakt sorgen Sie für die Hormonproduktion und für die Ausschüttung von Insulin, das den Blutzuckerspiegel senkt. Die generelle Aussage, alle Bitterstoffe würden beim Abnehmen helfen, ist kaum haltbar. Viele Bitterstoff sind dagegen für unterschiedliche Reaktionen und Bereiche zuständig.</p>
<p><strong>Vorsicht bei Gallensteinen<br />
</strong>Forschende gehen davon aus, dass natürliche Bitterstoffe gegenüber Tropfen oder Sprays die bessere Alternative sind. Außerdem ist bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht sicher, was hier in welcher Konzentration enthalten ist, da sie weder getestet noch kontrolliert werden und die Deklarierungen nicht immer stimmen. Von einzelnen Bitterstoffen ist sogar bekannt, dass hohe Konzentrationen bei Magengeschwüren oder Gallensteinen gefährlich werden können, wenn zu viel Gallensaft produziert wird. Auch bei der Neigung zu Sodbrennen sollte man Bitterpräparate eher meiden. Unklar ist außerdem, wie viele Bitterstoffe in welchen Mengen einfach zu viel sind. dasselbe gilt für die gesundheitlichen Folgen von Wermutkraut und Artemisia, die beide häufig in Bittertropfen enthalten sind. Insgesamt warnen Verbraucherzentralen vor dem regelmäßigen Einsatz der neuen bitteren Nahrungsergänzungsmittel – ob als Kapseln, Tropfen, Pulver, Brausetabletten oder Spray. Sie halten sie gar für unnötig bis bedenklich. Bei den Tests hat sich herausgestellt, dass in vielen Produkten vor allem Löwenzahn, Enzianwurzel, Artischocke, Wermut, Kurkuma und Ingwer verwendet wird.</p>
<p><strong>Widersprüchliche Wirkungen<br />
</strong>Die Wirkweisen natürlicher Bitterstoffe sind teilweise durchaus widersprüchlich. Manche sollen Hungergefühle unterdrücken, andere wiederum den Appetit anregen. Auch zu einer angeblich entsäuernden Wirkung gibt es keine eindeutigen Ergebnisse. Derartige Werbeversprechungen sind schon deshalb unseriös, da es bislang keine wissenschaftlichen Angaben zum täglichen Bedarf gibt. Belegbar sind derzeit nur wenige Vorteile wie die Anregung der Darmtätigkeit und der Gallenflüssigkeit. Aussagen, es gäbe weniger Blähungen oder Heißhunger auf Süßes, es komme zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels oder hätte eine entsäuernde Wirkung sind bisher nicht belegt. Bittertropfen als gezielte Verdauungshilfe vor oder nach dem Essen einzusetzen, vergleichbar mit einem Magenbitter, ist genauso unsicher. Als mögliche Ursache für unerwünschte Nebenwirkungen führen Hersteller gern erste Entgiftungsreaktionen an.</p>
<p><strong>Bitterstoffe in der Ernährung<br />
</strong>Natürliche Bitterstoffe sind in Kaffee, grünem und schwarzen Tee sowie zahlreichen Kräutern wie Minze, Salbei, Rosmarin, Thymian, Pfeffer und Chile enthalten. Auch in Erbsen, Sojabohnen, Nüssen und zahlreichen weiterem Gemüsesorten findet man sie &#8211; in allen Kohlsorten und Spargel, Sellerie, Tomaten, Rucola, Rote Bete, Oliven und roten Zwiebeln. Sogar Beeren, Trauben, Zitrusfrüchte, Pflaumen, Kirschen, Äpfel und Birnen enthalten Bitterstoffe. Grundsätzlich kann ein Mangel an Bitterstoffen in der Ernährung zu Verdauungsproblemen wie Blähungen, Völlegefühl oder Verstopfung führen. Was in kleinen Mengen den Stoffwechsel unterstützt kann aber in größeren Mengen zu Vergiftungen führen. Manche Gemüsesorten können übrigens je nach Reifegrad einen bitteren Geschmack entwickeln, die man dann keinesfalls mehr essen sollte wie Zucchini, Kürbis und Gurken.</p>
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		<title>L-Thyroxin oft unnötig?</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/l-thyroxin-oft-unnoetig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 08:25:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Hormonersatztherapie wird bei einer leichten Schilddrüsenunterfunktion heute häufig L-Thyroxin verschrieben. Seit geraumer Zeit schon gehört es zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Es ersetzt das natürliche Schilddrüsenhormon und gleicht die fehlende Menge aus. Da diese aber nur schwer exakt bestimmbar ist, braucht es für eine angepasste Dosierung oft mehrere Wochen oder auch Monate. Ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-square wp-image-18918" src="/wp-content/uploads/2026/04/DasWichtigste_L-Thyroxin-180x180.jpg" alt="" width="180" height="180" srcset="https://www.pillenbringer.de/wp-content/uploads/2026/04/DasWichtigste_L-Thyroxin-180x180.jpg 180w, https://www.pillenbringer.de/wp-content/uploads/2026/04/DasWichtigste_L-Thyroxin-80x80.jpg 80w, https://www.pillenbringer.de/wp-content/uploads/2026/04/DasWichtigste_L-Thyroxin-36x36.jpg 36w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" />Als Hormonersatztherapie wird bei einer leichten Schilddrüsenunterfunktion heute häufig L-Thyroxin verschrieben. Seit geraumer Zeit schon gehört es zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Es ersetzt das natürliche Schilddrüsenhormon und gleicht die fehlende Menge aus. Da diese aber nur schwer exakt bestimmbar ist, braucht es für eine angepasste Dosierung oft mehrere Wochen oder auch Monate. Ist sie zu gering werden die anfänglichen Unterfunktions-Symptome nicht abgefangen, ist sie zu hoch rutscht man schnell in eine Überfunktion mit Unruhe, Herzrasen und Schlafstörungen. Immer öfter wird L-Thyroxin auch bei Knoten an der Schilddrüse oder leicht erhöhten TSH-Werten verschrieben. Dabei weist der Verband der Endokrinologen darauf hin, dass Knoten so nicht verhindert werden und grundsätzlich eine gründliche Diagnose nötig ist.</p>
<p><strong>Altersabhängiger TSH-Wert<br />
</strong>Außerdem kann es ab ca. 70 Jahren zu einem grundsätzlichen Ansteigen des TSH-Wertes kommen auch ohne, dass eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt. Dies gilt vor allem dann, wenn keine typischen Symptome wie ständige Müdigkeit, Gewichtszunahme bei träger Verdauung und Niedergeschlagenheit erkennbar sind. Auffällig ist, dass die Verordnung der Ersatzhormone nicht im Verhältnis zu den diagnostizierten Fällen einer Unterfunktion steht. Während die Häufigkeit einer Schilddrüsenerkrankung in den letzten 15 Jahren gleichgeblieben ist, stieg die Verordnung von L-Thyroxin um über 30 Prozent. Man geht deshalb davon aus, dass der TSH-Wert zwar erhöht, aber die eigentlichen Schilddrüsenwerte (FT3 / FT4) noch im Normbereich lagen.</p>
<p><strong>Steigendes Osteoporose-Risiko<br />
</strong>Gerade bei älteren Patienten wäre eine längere Beobachtung der Werte im Hinblick auf ein sonst steigendes Osteoporose-Risiko sinnvoll. Laut aktueller Studien leidet bei Senioren die Knochendichte durch die Einnahme von L-Thyroxin. Die Folge sind zunehmend durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche. Ein niedrigdosiertes L-Thyroxin konnte in Studien bei einem Viertel der Teilnehmer unter ärztlicher Begleitung abgesetzt werden. Die mit einer Unterfunktion oft verbundene Hashimoto Thyreoditis tritt aufgrund besserer Diagnostik, belastender Umweltfaktoren sowie Stress weltweit immer häufiger auf.</p>
<p><strong>Überversorgung mit L-Thyroxin<br />
</strong>Man vermutet, dass in den Industrieländern auch eine erhöhte Jodzufuhr z. B. durch jodiertes Speisesalz oder Trinkwasser weitere Auslöser sein könnten. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hatte schon 2024 daraufhin gewiesen, dass medizinische Labore für den TSH-Wert altersabhängige Referenzbereiche in ihren Laborberichten angeben sollten. 2025 sprach man in Fachkreisen schon von einer Überversorgung mit L-Thyroxin. Ein eigenmächtiges Absetzen ist allerdings nicht zu empfehlen und sollte mit dem/der Arzt/Ärztin besprochen werden.</p>
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		<item>
		<title>Apotheken-Protesttag Ende März</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/apotheken-protesttag-ende-maerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 14:11:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wir wollten uns am 23.3.26, dem bundesweiten Streiktag beteiligen. Doch anders als ursprünglich geplant durften die Bären-Apotheken nur eingeschränkt schließen. Das baden-württembergische Sozialministerium hatte der hiesigen Apothekerkammer die Genehmigung für ganztägige Protestschließungen bzw. Streiks zur Teilnahme an den Großkundgebungen untersagt. Das allgemein gültige deutsche Streikrecht endete somit am Eingang zur Apotheke. Anders als bei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18838" src="/wp-content/uploads/2026/03/Baerige_Info_Apo-Protesttag.jpg" alt="" width="270" height="200" />Auch wir wollten uns am 23.3.26, dem bundesweiten Streiktag beteiligen. Doch anders als ursprünglich geplant durften die Bären-Apotheken nur eingeschränkt schließen. Das baden-württembergische Sozialministerium hatte der hiesigen Apothekerkammer die Genehmigung für ganztägige Protestschließungen bzw. Streiks zur Teilnahme an den Großkundgebungen untersagt. Das allgemein gültige deutsche Streikrecht endete somit am Eingang zur Apotheke. Anders als bei den Streiks 2023, die mittwochs stattfanden, wurde ein Montag im Ländle nicht gestattet. Zumindest die Bären-Apotheken in Herrenberg und Rottenburg blieben während der Kundgebungszeit zwischen 12 und 15 Uhr geschlossen. Außerdem blieb das Licht aus und alle Mitarbeiter/innen trugen Schwarz um auf den Niedergang der Apotheken hinzuweisen. Es ist fünf vor Zwölf, aber die Politik handelt noch immer nicht. Deshalb war der 23.3. ein zwingend notwendiges Signal an die Politik, endlich tätig zu werden und die im Koalitionsvertrag zugesicherte Erhöhung des Apothekenhonorars in die Tat umzusetzen. Da unsere Tübinger Apotheke an diesem Tag Notdienst hatte, musste sie allerdings geöffnet bleiben.</p>
<p><strong>Apotheken-Schließungen nehmen zu<br />
</strong>Eine Folge der finanziellen Probleme durch das politische Nichthandeln sind seit Jahren zunehmende Apotheken-Schließungen in den Städten, aber vor allem im ländlichen Raum, wo der Weg zur nächsten Apotheke immer länger wird. Nachfolger sind für Apotheken kaum noch zu finden, da die finanziellen Risiken einfach zu groß sind, wie ein zu geringer Ertrag bei weiter steigenden Anforderungen sowie immer geringeren Chancen auf notwendige neue Mitarbeiter/innen bei immer schlechteren Arbeitsbedingungen. Der Druck durch ausländische Versandapotheken, die sich nicht an hiesige Regeln halten müssen, tut ein Übriges dazu. Die Politik scheint genau dies aber in Kauf zu nehmen: weniger Apotheken, mit immer mehr Aufgaben bei rückläufiger Entlohnung zu belasten. Das ist inakzeptabel und spart eine ganze Berufssparte kaputt. Deshalb: sprechen Sie uns jederzeit an und zögern Sie nicht Ihre Fragen zu stellen!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie umgehen mit medizinischem Gaslighting?</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/wie-umgehen-mit-medizinischem-gaslighting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 14:08:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff Gaslighting steht für Fremdbestimmung und psychische Manipulation, die vor allem in Beziehungen vorkommen. Aber auch im Verhältnis zwischen PatientIn und Arzt bzw. Ärztin taucht er öfter auf. Da Medical Gaslighting für Betroffene sehr belastend ist und oftmals zu einer Odyssee durch Arztpraxen oder schlimmstenfalls zu unbehandelten Beschwerden führt, möchten wir dies nicht ganz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18834" src="/wp-content/uploads/2026/03/Das_Wichtigste_Gaslighting.jpg" alt="" width="270" height="200" />Der Begriff Gaslighting steht für Fremdbestimmung und psychische Manipulation, die vor allem in Beziehungen vorkommen. Aber auch im Verhältnis zwischen PatientIn und Arzt bzw. Ärztin taucht er öfter auf. Da Medical Gaslighting für Betroffene sehr belastend ist und oftmals zu einer Odyssee durch Arztpraxen oder schlimmstenfalls zu unbehandelten Beschwerden führt, möchten wir dies nicht ganz neue Phänomen erklären und auch die ärztliche Perspektive nicht vergessen. Der Patient oder oftmals die Patientin kommt mit eher unspezifischen Beschwerden in die Praxis und hofft auf eine fundierte Diagnose, an Hand angemessener Untersuchungen. Doch stattdessen kommt es immer öfter zu Beurteilungen, die die Symptome abbügeln oder als nicht so schlimm bewerten. Betroffene fühlen sich dann mit ihren vorhandenen Symptomen weder ernst genommen noch angemessen behandelt, vor allem bei unspezifischen Schmerzen und Erschöpfungszuständen. Die Ursachen seien nicht belegbar und eher bei zu viel Stress oder psychosomatischen Gründen zu suchen. Man müsse nur seine Einstellung und sein Verhalten ändern, dann würden die Symptome wieder verschwinden.</p>
<p><strong>Ist man selbst schuld?<br />
</strong>Nicht selten fühlt man sich nach einer solchen „Diagnose“ wie ein Hypochonder mit eingebildeten Beschwerden und sucht die Ursachen für diese bei sich selbst. Häufig betroffen sind hiervon vor allem Frauen, was das medizinische Gaslighting nicht selten zu einem Gender-Health-Gap führt, wenn das Geschlecht über den Erfolg einer Behandlung entscheidet. Die Medizin orientiert sich noch immer überwiegend am männlichen Körper als an weiblichen Besonderheiten wie Hormonlage, geringerem Gewicht, häufig atypischen Symptomen und selten an Arzneimittel-Studien, die gleichermaßen weibliche wie männliche Probanden einschließen.</p>
<p><strong>Fehlende Gender-Medizin<br />
</strong>Gerade Frauen kommen oftmals mit unklaren Symptomen wie Schwindel, Erschöpfung und Kreislaufbeschwerden in die Praxis. Wenn dann der Blutdruck aber unauffällig ist und auch ein erstes EKG keine Besonderheiten zeigt, werden oft keine weiteren Mittel der Diagnostik eingesetzt. Beschwerden sind dann schnell „normal“ oder hormonell bedingt oder lassen sich durch mehr Sport oder eine Gewichtsreduzierung in den Griff kriegen. Häufig von medizinischem Gaslighting betroffen sind chronische Erkrankungen wie Autoimmunstörungen, Migräne, Endometriose aber auch Herzbeschwerden, die bei Nichterkennen kritisch oder durch Tipps wie „machen Sie mehr Sport“ schnell gefährlich werden können.</p>
<p><strong>Kostendruck und Zeitmangel<br />
</strong>Eine unzureichende Anamnese ist oft dem Zeitdruck und nicht zuletzt notwendiger Kostenreduzierung der Praxen insbesondere bei Kassenpatienten geschuldet. Jede/r Patient/in hat aber das Recht auf eine zweite Meinung und sollte diese bei einer Diagnose, die sich nicht an den genannten Symptomen orientiert auch nutzen. Es wäre bei einem weiteren Termin wichtig sich auf das Gespräch mit dem/der Arzt/Ärztin vorzubereiten und vorab konkrete Fragen zu formulieren.</p>
<p><strong>Sich Unterstützung holen<br />
</strong>Wenn man sich unsicher fühlt, kann auch die Begleitung durch einen Familienangehörigen oder eine Vertrauensperson sinnvoll sein. Man sollte wissen, dass es zahlreiche Krankheitsbilder gibt, bei denen bis zur endgültigen Diagnose mitunter Jahre vergehen können, denn nicht immer passt das ärztliche Profil zum Krankheitsbild. Bei der Unterleibserkrankung Endometriose z. B. haben viele Frauen eine jahrelange Praxen-Odyssee hinter sich. Ähnliches gilt für die chronischen Erschöpfungszustände bei ME/CFS und für manche seltene Autoimmunerkrankung.</p>
<p><strong>Tagebuch führen<br />
</strong>Hilfreich ist es, um eine Bagatellisierung zu verhindern, ein Krankheits- oder Schmerz-Tagebuch zu führen, wo man festhält, wann, wie oft und wie stark welche Symptome auftreten. Im Zweifelsfall sollte man konkret nach bestimmten Untersuchungen wie Langzeit- oder Belastungs-EKG, einem MRT oder tiefergehenden Blutuntersuchungen fragen. Je besser vorbereitet man in ein Arzt-Gespräch geht, desto schwieriger wird es Symptome kurzer Hand abzuwiegeln.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer Trend Fibermaxxing</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/neuer-trend-fibermaxxing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 14:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit letztem Jahr macht sich in den sozialen Medien das Fibermaxxing breit, was so viel wie „maximierte Ballaststoffe“ heißt. Erreichen wollen Influencer damit eine optimale Verdauung, weniger Gewicht und eine gesunde Haut. Auch Ernährungsfachleute und Mediziner/innen feiern Ballaststoffe als einfaches Mittel um Herz- und Kreislauf- sowie Gefäßproblemen vorzubeugen. Die unverdaulichen pflanzlichen Nahrungsbestandteile reduzieren neben den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18830" src="/wp-content/uploads/2026/03/Das_Wichtigste_Fibermaxxing.jpg" alt="" width="270" height="200" /></p>
<p>Seit letztem Jahr macht sich in den sozialen Medien das Fibermaxxing breit, was so viel wie „maximierte Ballaststoffe“ heißt. Erreichen wollen Influencer damit eine optimale Verdauung, weniger Gewicht und eine gesunde Haut. Auch Ernährungsfachleute und Mediziner/innen feiern Ballaststoffe als einfaches Mittel um Herz- und Kreislauf- sowie Gefäßproblemen vorzubeugen. Die unverdaulichen pflanzlichen Nahrungsbestandteile reduzieren neben den Cholesterinwerten allgemein das Gewicht, da sie schneller und länger satt machen und dabei Blutzucker und Hormonspiegel stabilisieren. Doch wie immer kann man es auch hiermit übertreiben. Letztlich zählt eine gesunde Mischung aus Ballaststoffen, Proteinen und Kohlenhydraten. Weizen- gegen Vollkornprodukte tauschen, in den Tag mit Haferflocken starten, mittags Gemüse mit Hülsenfrüchten kombinieren und zwischendurch zwei bis drei Portionen Obst und Nüsse essen hält gesund und fit.</p>
<p><strong>Gesunde Ballaststoffe<br />
</strong>Empfohlen werden für Erwachsene 30 g pro Tag, die man beim Fibermaxxing übertreffen sollte. Aber für wen ist dieser Ballaststoff-Boom sinnvoll und für wen gar gefährlich? Um den Regeln des Fibermaxxings zu folgen, braucht es regelmäßig hochwertige Vollkornnudeln, Hülsenfrüchte wie Linsen sowie Samen und reichlich ballaststoffreiches Gemüse wie Kohl, Fenchel, Paprika, Rote Bete oder Möhren. Eine solche Mahlzeit ist durchaus gesund. Aber was passiert mit der Verdauung, wenn sie diese Vielzahl an Ballaststoffen täglich verarbeiten muss? Grundsätzlich halten sie unsere Verdauung in Schwung, regen Darmtätigkeit und Gallensaft an und stärken nebenbei das Immunsystem.</p>
<p><strong>Zu viel hilft hier wenig<br />
</strong>Aber wie so oft hat alles seine Grenzen, die spätestens dann erreicht sind, wenn man zusätzlich Ballaststoffpulver oder andere High-Fiber-Produkte zu sich nimmt. Angepriesene Mengen von 50 bis 100 g täglich sind zu viel und können zu Verstopfung, Blähungen und Krämpfen führen. Besonders kritisch sind sie für einen Reizdarm, chronische Darmentzündungen oder auch -verengungen. Auch die Aufnahme einzelner Medikamente kann durch ein Übermaß an Ballaststoffen beeinträchtigt werden wie Cholesterinsenker, Herzglycoside und das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin. Grundsätzlich sollte man die gewohnten Ballaststoffanteile langsam steigern, darauf achten wie der Körper reagiert, auf Völlegefühl und Blähungen achten und dabei mindestens 1,5 Liter Trinken nicht vergessen.</p>
<p><strong>Überzogene Erwartungen<br />
</strong>Viele Versprechungen von Influencern wie ein flacher Bauch, reine Haut oder eine Darmsanierung sind dagegen überzogen und kaum belegbar. Auch die oft angepriesenen Flohsamen sollten als natürliche Ballaststoffe nicht im Übermaß zugeführt werden. Eine ausgewogene und pflanzenbetonte Ernährung ist dagegen sinnvoll und gesund. Und mehr Ballaststoffe sind in jedem Fall dem überzogenen Protein-Trend oder Low-Carb-Diäten vorzuziehen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Immer mehr Rezeptfälschungen</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/immer-mehr-rezeptfaelschungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Warnungen vor Rezeptfälschungen tauchen aktuell meist nur in der Apotheken-Presse auf. Deshalb möchten wir an dieser Stelle erklären, warum manche Prüfung von alten „Papier-Rezepten“ länger dauern kann. Die Kosten für nicht entdeckte Fälschungen, die erst von den Krankenkassen erkannt werden, müssen die Apotheken selbst tragen. Und das können im Einzelfall mehrere Tausend Euro sein. Trotz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18741" src="/wp-content/uploads/2026/02/Baerige_Info_Rezeptfaelschungen.jpg" alt="" width="270" height="200" />Warnungen vor Rezeptfälschungen tauchen aktuell meist nur in der Apotheken-Presse auf. Deshalb möchten wir an dieser Stelle erklären, warum manche Prüfung von alten „Papier-Rezepten“ länger dauern kann. Die Kosten für nicht entdeckte Fälschungen, die erst von den Krankenkassen erkannt werden, müssen die Apotheken selbst tragen. Und das können im Einzelfall mehrere Tausend Euro sein. Trotz E-Rezept werden für einzelne Bereiche und Medikamente weiterhin Papierrezepte akzeptiert &#8211; natürlich auch für den Fall eines Technikproblems in den Praxen. Meist geht es bei Fälschungen um sogenannte Hochpreiser wie Krebsmedikamente und starke Schmerz- bzw. Betäubungsmittel, aber auch Life-Style-Präparate wie Abnehmspritzen, für die es einen umfangreichen Online-Schwarzmarkt gibt.</p>
<p><strong>Immer schwerer erkennbar<br />
</strong>Auch nach Osteuropa werden mit falschen Rezepten erstandene Medikamente, die dort Mangelware sind, teuer weiterverkauft. Manche Apotheken sind wöchentlich damit konfrontiert. Manche Fälschung fliegt auch einfach durch die zusätzliche Vorlage der Gesundheitskarte auf. Grundsätzlich werden Rezeptfälschungen aber immer schwerer erkennbar und rücken oft erst durch die Kombination von diversen Auffälligkeiten in eine genauere Kontrolle und müssen dann in der ausstellenden Arztpraxis angefragt werden.</p>
<p><strong>Medikamente teuer weiterverkaufen<br />
</strong>Rutscht im Apothekenalltag eine solches Rezept unerkannt durch, bleibt die Apotheke auf den Kosten hierfür sitzen, da die Krankenkassen i. d. R. eine Erstattung verweigern. In früheren Jahren betraf das Problem hauptsächlich einzelne gefälschte Privatrezepte. Heute dagegen geht es bei Rezeptbetrug vor allem um Kassenrezepte, mit denen im großen Stil kostenlos Medikamente abgegriffen werden um sie dann teuer weiterzuverkaufen. Anfang Februar konnte in München eine Bande bundesweit agierender Rezeptfälscher festgenommen werden. Der Wert der sichergestellten falschen Rezepte und Medikamente lag im sechsstelligen Bereich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wechselwirkungen mit Nahrungsergänzungsmitteln</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/wechselwirkungen-mit-nahrungsergaenzungsmittel/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 18:14:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind gerade im Winter, in Erkältungszeiten oder anspruchsvollen Lebensphasen, die den Körper stärker fordern sinnvoll und gesunderhaltend. Immer wieder liest man, dass diese bei einer gesunden Ernährung und einem ausgewogenen Lebensstil unnötig wären. Oft folgen darauf die Reaktionen von Fachleuten, die das Gegenteil behaupten. Warum also jetzt wieder ein erneuter Angriff auf die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18737" src="/wp-content/uploads/2026/02/Wichtigste_Wechselwirkungen.jpg" alt="" width="270" height="200" />Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind gerade im Winter, in Erkältungszeiten oder anspruchsvollen Lebensphasen, die den Körper stärker fordern sinnvoll und gesunderhaltend. Immer wieder liest man, dass diese bei einer gesunden Ernährung und einem ausgewogenen Lebensstil unnötig wären. Oft folgen darauf die Reaktionen von Fachleuten, die das Gegenteil behaupten. Warum also jetzt wieder ein erneuter Angriff auf die tägliche Dosis Vitamine und Mineralstoffe?  Wer daneben regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte wissen, dass es in Kombination mit NEM-Produkten gefährliche oder unerwünschte Wechselwirkungen geben kann. Die meisten sind eher unbekannt und verschreibende Ärzte wissen oft gar nicht, dass der Patient zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe nimmt. Dabei haben NEM-Produkte auch Einfluss auf Laborwerte, den Hormonstatus, Blutzuckerspiegel sowie die Blutgerinnung.</p>
<p><strong>Beeinflussung von Laborwerten<br />
</strong>Fast alle Prozesse laufen im Körper unter Beteiligung von Mikronährstoffen ab, die wir im Idealfall alle durch die Nahrung zu uns nehmen. Manche werden auch erst im Organismus gebildet, wie z. B. Vitamin D. Medikamente, die nur hin und wieder genommen werden, belasten deshalb in der Regel unseren Stoffwechsel und wichtige Mikronährstoffe wenig. Bei einer regelmäßigen Einnahme sieht es dagegen anders aus, denn NEMs können die Wirksamkeit von Medikamenten und auch Laboruntersuchungen beeinflussen. Behandelnde Ärzte sollten deshalb über eine regelmäßige Einnahme Bescheid wissen. Der einfachste Weg wäre es auch Nahrungsergänzungsmittel in der E-PA der elektronischen Patientenakte, einzutragen. Auch eine zeitlich versetzte Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Medikamenten kann Wechselwirkungen verhindern.</p>
<p><strong>Im zeitlichen Abstand einnehmen<br />
</strong>Kritische Wechselwirkungen können sich z. B. bei der gleichzeitigen Einnahme von Eisen und Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol einstellen. Hier kommt es oft zu Reizungen von Magen oder Darm und entsprechender Übelkeit, Sodbrennen oder Verdauungsproblemen. Häufig treten bei Herzpatienten durch die Kombination von Kalium und ACE-Hemmern oder ASS als Blutverdünnern eine zu hohe Kaliumkonzentration im Blut auf. Auch bei Antibiotika und Schilddrüsenpräparaten gibt es einige NEMs, die die Wirkung blockieren können wie Calcium, Magnesium, Zink und Eisen. Mindestens zwei Stunden sollten deshalb zwischen den Einnahmen liegen.</p>
<p><strong>Medikationscheck reduziert Risiken<br />
</strong>Vitamin C reagiert ebenfalls in Kombination mit einigen Wirkstoffen wie z. B. Thrombosemedikamenten, gleichzeitig hilft es aber der Eisenaufnahme im Darm. Relativ bekannt ist das Problem mit Vitamin K, das man nicht mit Blutverdünnern kombinieren sollte, da es deren Wirkung hemmt. Auch das beliebte Vitamin D spielt bei einigen Medikamenten eine Rolle, weil es seine Verstoffwechselung negativ beeinflusst wie Epilepsie-Präparate, Blutdrucksenker, Kortison und sogar Krebsmedikamente. Wer diese einnimmt, sollte mehr Vitamin-D einnehmen und den Status regelmäßig kontrollieren. Bei vielen Kombinationen ist  ein gründlicher Medikationscheck bei uns zu empfehlen oder die verschreibende Praxis anzusprechen.</p>
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		<title>Risiken durch Melatonin-Einschlafsprays?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 18:08:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jahr für Jahr steigen die Angebote an Melatonin-Produkten und auch die Nachfrage nimmt stetig zu. Bei der unüberschaubaren Menge in Drogeriemärkten und Apotheken hat der Verbraucherschutz einen Teil nun genauer unter die Lupe genommen. Bei Öko-Test wurden bei 16 von 19 Sprays gravierende Mängel gefunden. Von ungenügend bis ausreichend reichten die Bewertungen, wobei letztere den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18758" src="/wp-content/uploads/2026/02/Wichtigste_Melatonin_2.jpg" alt="" width="270" height="200" /></p>
<p>Jahr für Jahr steigen die Angebote an Melatonin-Produkten und auch die Nachfrage nimmt stetig zu. Bei der unüberschaubaren Menge in Drogeriemärkten und Apotheken hat der Verbraucherschutz einen Teil nun genauer unter die Lupe genommen. Bei Öko-Test wurden bei 16 von 19 Sprays gravierende Mängel gefunden. Von ungenügend bis ausreichend reichten die Bewertungen, wobei letztere den besten Noten entsprach. Bewertet wurden Inhaltsstoffe, Wirksamkeit und Verbraucher-Informationen. Der Nutzen ist demnach sehr begrenzt und bei über der Hälfte wich die im Labor nachgewiesene Menge des enthaltenen Wirkstoffs so weit von den Angaben der Hersteller ab, dass eine Einnahme sogar gefährlich werden kann. Der Melatoningehalt lag teilweise höher als bei verschreibungspflichtigen Mitteln. Dazu kommen fehlende Hinweise auf Einnahmedauer, Risikogruppen oder zusätzliche Inhaltsstoffe.</p>
<p><strong>Risiko langfristiger Einnahme<br />
</strong>All dies ist rechtlich gesehen bei einem Nahrungsergänzungsmittel (NEM) nicht zwingend nötig. Aber viele Nutzer übersehen nur allzu oft, dass es sich bei NEMs eben nicht um geprüfte Medikamente handelt. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist auch laut BfR (Bundesamt für Risikobewertung) kaum im Sinne einer unkontrollierten oder gar langfristigen Einnahme, deren Folgen völlig im Dunkeln liegen. Oft wird bei Melatonin ausgeblendet, dass es sich um ein körpereigenes Hormon handelt, das nach Sonnenuntergang in der Zirbeldrüse im Gehirn gebildet wird. Die Produktion beginnt zur Vorbereitung auf den Schlaf und findet nachts ihren Höhepunkt. Sie beeinflusst neben unserem Schlafbedürfnis auch die Körpertemperatur und hängt zusammen mit der Ausschüttung weiterer Hormone. Jede zusätzliche Einnahme greift somit in den komplizierten und sehr individuellen Hormonhaushalt ein.</p>
<p><strong>Keine Hinweise auf Neben- und Wechselwirkungen<br />
</strong>Verschreibungspflichtige Melatonin Präparate geben deshalb das Schlafhormon über einen längeren Zeitraum in den Stoffwechsel ab und nicht auf einmal. Bei Melatonin haltigen NEM-Produkten liegen weder Studien noch wissenschaftliche Daten vor. Entsprechend riskant ist deren regelmäßige Einnahme. Typische Nebenwirkungen können laut BfR Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Tagesmüdigkeit, verlängerte Reaktionszeiten sowie Alpträume sein. Aber auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich, insbesondere wenn diese wie das Melatonin über Leber und Nieren abgebaut werden, ebenso für spezielle Risikogruppen mit entzündlichen Vorerkrankungen wie Morbus Crohn sowie Epilepsie oder Autoimmunstörungen.</p>
<p><strong>Mögliche Herzinsuffizienz<br />
</strong>Hinzu kommt das erhöhte Risiko für Herzinsuffizienz, die durch eine US-amerikanische Meta-Studie aufgedeckt wurde. Hierbei wurden die Daten von mehr als 130.000 Erwachsenen aus unterschiedlichen Ländern ausgewertet, die mindestens ein Jahr Melatonin-Präparate eingenommen hatten. Das Risiko innerhalb von wenigen Jahren danach eine Herzschwäche zu erleiden, war demnach statistisch um 89 Prozent höher als bei Menschen, die kein Melatonin einnahmen. Diese Erkenntnisse sind allerdings vorläufig und müssen noch bestätigt werden. Falls ja, könnte sich dies auf künftige ärztliche Empfehlungen bei Schlafproblemen auswirken oder auch jegliche Einnahme von Melatonin künftig eine ärztliche Kontrolle notwendig machen.</p>
<p><strong>Sinnvoll bei Jetlag<br />
</strong>In welcher Form sie angeboten werden, ob als Spray, Tropfen, Dragees oder auch Gummibärchen ist dabei unerheblich. Gerade bunte Gummidrops suggerieren am stärksten ihre Harmlosigkeit. Dabei sind es eben keine Süßigkeiten, sondern Hormone, die vor allem bei häufiger Einnahme die Körperfunktionen beeinflussen. Sinnvoll könnten sie dagegen weiterhin bei Symptomen eines Jetlags sein. Wiederkehrende Schlafprobleme benötigen dagegen eine gründliche Anamnese und meist das Üben von Entspannungstechniken, die langfristig mehr bringen als Schlafmittel.</p>
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		<title>Aktuelle PTA-Ausbildung und -Patenschaften</title>
		<link>https://www.pillenbringer.de/aktuelle-pta-ausbildung-und-patenschaften/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[coerdts@wagnercoerdts.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 19:51:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der größte Teil der Ausbildung zum/zur Pharmazeutisch Technische/n Assistenten/in findet an Berufsfachschulen statt. Es ist noch nicht lange her, da fiel für diese Zeit ein Schulgeld an. Das hat sich in den letzten Jahren verändert. Zwar gibt es neben den staatlichen Schulen noch immer einzelne private PTA-Schulen, aber auch die hier anfallenden Schulgebühren können über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-18675" src="/wp-content/uploads/2026/01/MA_PTA-Ausbildung.jpg" alt="" width="270" height="200" /></p>
<p>Der größte Teil der Ausbildung zum/zur Pharmazeutisch Technische/n Assistenten/in findet an Berufsfachschulen statt. Es ist noch nicht lange her, da fiel für diese Zeit ein Schulgeld an. Das hat sich in den letzten Jahren verändert. Zwar gibt es neben den staatlichen Schulen noch immer einzelne private PTA-Schulen, aber auch die hier anfallenden Schulgebühren können über das Land, durch BAföG oder Bildungsgutscheine gefördert werden. Zugangsvoraussetzung für angehende PTAs ist ein Real-Schul-Abschluss. Mit Abitur lässt sich allerdings die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürzen. Der schulische Teil wird bestimmt von naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie, Pflanzen- und Arzneimittelkunde, Labor und Rezepturherstellung sowie daneben von den betrieblichen Anforderungen des Apothekenalttags wie IT, Arzneimittelverwaltung inkl. Sortimentspflege. Es wundert deshalb nicht, dass bei den Abschlusszeugnissen der Bewerber/innen vor allem auf die Noten in den Naturwissenschaften und Mathematik geachtet wird.</p>
<p><strong>Tägliche Gesundheitsberatung<br />
</strong>Für PTAs stehen in der Apotheke immer die Kunden/innen und ihre Gesundheitsberatung im Mittelpunkt. Dieser Beruf verbindet naturwissenschaftliches Wissen und seine praktische Anwendung mit dem direkten Kontakt zum Menschen. Um sich diese wichtigen praktischen Kompetenzen anzueignen sind zwei Praktika während und nach der schulischen Ausbildung nötig. Der schulische Abschluss erfolgt mit dem ersten Prüfungsteil und das sich anschließende 6-monatige Praktikum schließt mit dem zweiten Prüfungsteil ab.</p>
<p><strong>Patenschaften seit 2023<br />
</strong>Um möglichst früh den Kontakt zur Apotheke zu bekommen, in der man das Praktikum absolviert, wurde in Baden-Württemberg 2023 die PTA-Patenschaft eingeführt. Schon während der schulischen Ausbildung bekommt man so den direkten Kontakt zur Apotheke und kann schon vor dem Pflichtpraktikum praktische Vor-Ort-Erfahrungen sammeln. Statt sich während der Schule durch Aushilfsjobs Geld dazu zuverdienen, wird im Rahmen einer PTA-Patenschaft das Jobben direkt in der Apotheke möglich.</p>
<p><strong>Von Anfang an Teil des Teams<br />
</strong>Aufgrund des ständigen Fachkräftemangels ist dies für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Die angehenden PTAs bekommen schon während des theoretischen Lernens praktisches Fachwissen vermittelt und die Patenschafts-Apotheke profitiert von fachnahen Aushilfskräften, die man frühzeitig an das Apotheken-Team binden kann. Die Bären-Apotheke engagiert sich von Beginn an als PTA-Patenschafts-Apotheke.</p>
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