Hundebesitzer sind glücklicher und gesünder!

Hundehalter/innen sind ohnehin davon überzeugt, dass ihre Vierbeiner sie gesund erhalten und glücklicher machen. Wissenschaftliche Studien konnten diese rein subjektive Annahme inzwischen objektiv belegen. Luna, Nala, Milo und Balu – um ein paar der aktuell beliebtesten Hundenamen zu nennen, sind nachweislich gut für die Psyche, da sie Stress, Angst und Einsamkeit reduzieren sowie Glückshormone wie Oxytocin und Endorphine ausschütten. Wer täglich mit dem Hund Gassi geht, kann ein Lied davon singen, dass man um soziale Kontakte dabei buchstäblich kaum herumkommt. Und die regelmäßige Bewegung bei jedem Wetter hebt die Stimmung und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Gerade auch für ältere Menschen sind das echte Pluspunkte.

Positive Bakterien
Gesund machen aber auch Kleinstlebewesen, um die man im Allgemeinen gern einen Bogen macht. Laut einer neuen japanischen Studie geht es dabei vor allem um die hündischen Mikroorganismen, die im täglichen engen Kontakt den Wirt wechseln. Menschen, die unter einem Dach mit Hunden leben, weisen demnach vielfältigere Bakterien auf, die stressreduzierend und entzündungshemmend wirken. Zwei wichtige Faktoren, die Gesundheit und Wohlbefinden direkt beeinflussen. Man sollte sich also nicht vor sabbernden Hunden fürchten. Ihre Bakterien trainieren unser Immunsystem und reduzieren Allergien. Nebenbei fanden die japanischen Wissenschaftler/innen auch heraus, dass hündische Bakterien die Empathie und das Sozialverhalten erhöhten. Was die menschlichen Bakterien beim Hund auslösen, hat dagegen noch niemand erforscht.

 Mehr Oxytocin macht glücklich
Damit das Hund-Mensch-Team gut funktioniert, braucht es viel Zeit, Training und vor allem Geduld. Manche Hunde haben sich schnell an die neue Umgebung und ihre Menschen angepasst, andere brauchen dafür Monate. Ist das geschafft, kann man sich über die tägliche Portion Oxytocin, das Kuschelhormon, freuen – der Mensch ebenso wie der Hund. Selbst das Streicheln von Bürohunden stimuliert bei Kollegen/innen positive Hormone und reduziert das Burnout-Risiko.

Hund und Mensch sollten passen
Wichtig, damit der Hund zum besten Freund werden kann, ist aber die Wahl der Rasse. Geht man bei der Suche nach einem vierbeinigen Begleiter in ein Tierheim, werden hier die eigenen Erwartungen und Möglichkeiten sehr genau überprüft. Wer zu wem passt, hängt weniger von Äußerlichkeiten oder Niedlichkeitsfaktoren, als von Rasse-Eigenschaften ab. Ein Hütehund bleibt immer ein Hütehund und ein Jagdhund immer ein Jagdhund, da hilft die beste Erziehung nichts. Auch vermeintlich unkomplizierte Mischlinge weisen genetisch bedingte Rasse-Eigenheiten auf, nur eben mehrere. Und ein ängstlicher Hund aus dem Tierschutz reagiert beim Treffen auf unbekannte Menschen und Artgenossen anders als ein Hund, der nie schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Mit starken Muskeln gegen Demenz!

2023 zählte die Statistik hierzulande rund 1,8 Mio. Menschen mit Demenz. Bis 2050 wird ein Anstieg auf ca. 2,7 Mio. erwartet. Die Forschung ist nun gefordert neben neuen Medikamenten auch andere Wege der Prävention zu finden. Zahlreiche Studien der letzten Jahre zeigen sehr deutlich, dass der vermeintliche „Ruhestand“ alles andere als gesundheitsfördernd ist. Sport und Bewegung sind dagegen bis ins hohe Alter nötig und wirken sich nicht nur positiv auf Mobilität und Fitness aus, sondern fördern, wie man heute weiß, auch die Leistung des Gehirns, ja verlangsamen sogar eine beginnende Demenz. Körperliche Inaktivität ist dagegen – neben Bluthochdruck und Übergewicht, einer der Haupt-Risikofaktoren für Demenzerkrankungen.

Besseres Gedächtnis
Auch wenn noch nicht alle Mechanismen geklärt sind, verbessert die körperliche Aktivität laut Forschungsergebnissen den Stoffwechsel sowie die Hirndurchblutung, bremst Entzündungen wie Atherosklerose und senkt nebenbei das Sturzrisiko. Nicht nur soziale Kontakte, auch Muskelkraft fördert die Gedächtnisleistung und Sprachkompetenz. Laut WHO sind dafür pro Woche ca. 150 Min. moderates oder 75 Min. intensives schweißtreibendes Training nötig.

Weniger Entzündungen
Die heilende Wirkung aktiver Muskeln liegt in der Produktion hormonähnlicher Botenstoffe, die sowohl im akuten Krankheitsstadium als auch vorbeugend helfen. Die Ausschüttung des Interleukins-6, das für die Reduzierung der Entzündungen im Körper zuständig ist, wird in den Muskeln beim Training ausgeschüttet. Weitere Botenstoffe wie Myokine sind an unterschiedlichen Stellen gegen Erkrankungen bzw. Entzündungen aktiv und wirken schützend auf Organe und Gefäße. Auch Reha-Kliniken setzen aufgrund der positiven Effekte bei fast jeder Erkrankung auf sportliche Aktivitäten. Die Forschung zu muskulären Botenstoffe ist noch lange nicht abgeschlossen. Eindeutig ist schon jetzt, wie wichtig lebenslange Beweglichkeit und Muskelkraft für die Hirngesundheit sind.

Ceramide – (k)eine Geheimwaffe für schöne Haut!

Geht es um die Stärkung der Hautbarriere und die nötige Widerstandskraft einer gesunden Haut, stößt man schnell auf Ceramide. Man trifft sie in vielen Pflegeprodukten und Feuchtigkeitscremes für jedes Alter. Auffällig ist ihr vielfältiger Einsatz für unterschiedlichste Hauttypen und -probleme. Ceramide gehören zu den Lipiden, den natürlichen Fettbausteinen der obersten Hautschicht. Sie halten die äußeren Zellen wie eine Art Mörtel zusammen und verhindern das Austrocknen. Ist dieser Schutz nicht mehr intakt, wie durch hohen Wasserverlust bei einem Sonnenbrand oder durch Hauterkrankungen wie Psoriasis oder  Neurodermitis, ist die Hautbarriere gestört. Die Haut wird anfällig für äußere Reize und Keime und verliert noch mehr Feuchtigkeit.

Sie gehören zur Basispflege
Ceramide sind in zahlreichen kosmetischen Cremes und Lotionen, aber auch in medizinischen Produkten enthalten. Neben der Bezeichnung als Ceramide findet man sie hier als Hautlipide oder Sphingolipide. Sie schützen und pflegen die Haut gleichermaßen und sollten bei empfindlicher trockener Haut sowie bei Kinderhaut zu Basispflege gehören. Unsere Haut enthält neun natürliche Ceramid-Varianten. Welche Creme individuell die passende ist, entscheidet letztlich der individuelle Zustand der Haut. Die Marke CeraVe verarbeitet beispielsweise in ihren Produkten drei essenzielle Ceramide, die insgesamt ca. 50 Prozent der natürlichen Hautschutzbarriere ausmachen. Aber auch die Marken Eucerin und Dermasence setzen vor allem auf Ceramide als Inhaltsstoffe.

Für unterschiedliche Hauttypen
Neuere Studien um die Ceramide zeigen, dass viel hier nicht grundsätzlich viel hilft. Ein hoher Anteil an Ceramiden allein muss nicht die ideale Hautpflege sein. Entscheidend sind die Zusammensetzung und Kombination der Inhaltsstoffe. Gerade bei Basis-Therapeutika sind für eine rückfettende Wirkung neben den Ceramiden auch zusätzliches Glycerin, Urea oder Omega-6-Öle sinnvoll. Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut wären auch andere Kombinationen möglich. Die Ceramide sorgen in diesem Fall dafür, dass die Haut nicht noch mehr unerwünschten Talg produziert. Zugesetzte Salicylsäure klärt und beruhigt zusätzlich Unreinheiten.

Im Alter weniger Ceramide
Ab ca. 30 Jahren wird die hauseigene Ceramid-Produktion zurückgefahren. Es können sich erste Falten, schuppige Stellen und Irritationen bilden. Aber auch Pickel und Mitesser bekommen durch die gestörte Hautbarriere einen guten Nährboden. Mit 50 enthält die Gesichtshaut nur noch ca. 37 Prozent des ursprünglichen Ceramid-Anteils. Die Haut wird zunehmend trocken, neigt zu Rötungen und Spannungsgefühl. Dermatologen/innen setzen inzwischen verstärkt auf Ceramide als Anti-Aging-Waffe gegen Hautalterung und Probleme, die insbesondere mit einem Feuchtigkeitsverlust durch Ceramidmangel zusammenhängen wie Neurodermitis, Schuppenflechte aber auch Rosazea.

Was dem Ceramid-Anteil schadet
Neben dem normalen Alterungsprozess führen auch falsche Reinigungsprodukte, die zu viel Alkohol und aggressive Tenside enthalten, zu einer reduzierten Hautbarriere. Auch Retinol (Vitamin A), Vitamin C und Fruchtsäuren können zu häufig angewendet den Säureschutzmantel stören. Nicht zuletzt belasten Nikotin, Alkohol, UV-Strahlung, Fast Food sowie Stress und die hierdurch entstehenden freien Radikale die Hautbarriere. Grundsätzlich gilt: je gesünder man lebt, desto gesünder ist die Haut. Um den natürlichen Lipidverlust so gering wie möglich zu halten, sollte man das Gesicht nie mit heißem, sondern nur lauwarmen Wasser waschen, auf den täglichen UV-Schutz achten und die Hautpflege nach den Inhaltsstoffen auswählen, d.h. auf Alkohol und ätherische Öle in der Pflege besser verzichten. Welche Basispflege individuell die richtige ist, erklärt unsere Dermokosmetikerin und Fachfrau Petra Klein.  

Schnelle Hilfe bei Panik-Attacken?

Angststörungen nehmen seit der Pandemie jährlich zu. Die kritische Weltlage und die immer und überall verfügbaren Informationen über Katastrophen und Krisen steuern einiges zu psychischen Problemen bei. Gleichzeitig werden die Wartezeiten für Therapieplätze immer länger und kurzfristige Hilfe bei akuten Problemen wird zunehmend schwierig. Gerade Panik-Attacken treten bei Betroffenen regelmäßig auf, vor allem wenn sie von bestimmten Situationen oder Signalen getriggert werden. Vermeidungsstrategien übernehmen dann meist das Ruder, was dazu führt, dass man sich kaum noch aus dem Haus traut. Dabei wäre schnelle Hilfe möglich, denn auch Panik-Attacken kann man durch eine kurzfristige Konfrontationstherapie in den Griff bekommen. Man kennt diese von den Klassikern wie der Spinnenphobie sowie engen bzw. weiten Räumen oder auch Flugangst.

Konfrontation statt Vermeidung
Studien zeigen, dass auch die Angst vor der Angst auf diese Weise behandelt werden kann. Betroffenen könnte mit einer Art Blitztherapie sogar in nur wenigen Tagen geholfen werden. Just-do-it heißt die Methode, stell dich deinen Ängsten und mach es einfach. So könne man live erleben, dass das Befürchtete eben nicht eintritt: keine Ohnmacht, kein Herzinfarkt, kein Zusammenbruch. Nichts von all dem passiert, wenn man der Situation nicht aus dem Weg geht. Die Blitztherapie ist bei manchen Therapeuten allerdings umstritten, da sie Betroffene unter extremen Stress setzt und die Nachhaltigkeit unsicher sei. Die klassische Expositionstherapie lässt sich für die Konfrontation mehr Zeit. Unter Begleitung des/der Therapeuten/in lernt man Schritt für Schritt die Angst auszuhalten und erlebt, dass diese abnimmt. Hierfür gibt es inzwischen auch Online-Therapieprogramme, die den Engpass fehlender Therapieplätze auffangen sollen.

Sozialer Rückzug als Folge
Ursächlich für Panik-Störungen sind oftmals Überhand nehmende negative Gedanken und soziale Ängste. Gedanken wie: wird mir jemand helfen, wenn ich jetzt das Bewusstsein verliere oder was, wenn ich an der Kasse einfach umkippe, bestimmen den Alltag. Man zieht sich immer mehr zurück, die Probleme nehmen zu und der Allgemeinzustand verschlechtert sich. Dabei wäre es so wichtig mit Freunden und/oder der Familie zu sprechen. Viele erleben dann, dass sie nicht allein damit sind, dass es im Gegenteil vielen so geht und Angststörungen in jedem Alter auftauchen können.

Keine physischen Ursachen
Bei Angstpatienten spielen auch häufig Stress und Überforderung eine wichtige Rolle, beispielsweise in der Schule, vor dem Examen, im Job oder sogar beim häuslichen Chaos mit kleinen Kindern. Körperliche Probleme sind in der Regel nicht zu finden. Herz und Kreislauf sind in Ordnung, selbst der Blutdruck ist in Ruhephasen unauffällig – bis zur nächsten Panikattacke. Nicht selten landet man dann wieder in der Notaufnahme. Aber kaum sind Helfer da, ist der Anfall vorüber und Betroffene fühlen sich wie hysterische Simulanten. In dieser Situation vergehen oft Jahre bis man sich dem Hausarzt anvertraut oder einen Psycho-Therapeuten aufsucht. Sich dem Problem zu stellen und darüber zu reden ist der erste Schritt.

Schlechte Noten für Gesundheitsprävention

Der erste Public Health Index (PHI) sieht Deutschland auf dem vorletzten Platz von 18 untersuchten Ländern in Zentral- und Nordeuropa, knapp vor der Schweiz und hinter den Nachbarn Luxemburg und Österreich. Den Platz des Klassenprimus teilen sich das Vereinigte Königreich und Finnland, gefolgt von Irland und Norwegen. Die skandinavischen Länder so weit oben zu finden, erstaunt wohl kaum jemanden. Großbritannien dagegen zeigt, wie viel man mit den richtigen politischen Entscheidungen in wenigen Jahren für die allgemeine Gesundheit und eine höhere Lebenserwartung tun kann. Entscheidend sind vor allem die Vorgaben, die man Unternehmen in den Bereichen, Tabak- und Alkoholkonsum sowie Ernährung macht. Während Deutschland hier noch immer auf Freiwilligkeit setzt, ziehen andere Länder seit einigen Jahren die Daumenschrauben an – vor allem auch im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes.

Alkohol, Tabak und Zucker reduzieren
Neben dem Zugang zu Alkohol und Tabak wurde in den führenden Ländern der Einsatz von Zucker reduziert bzw. durch Steuererhöhungen der Verbrauch runtergefahren. Während in den meisten Ländern der Alkoholkonsum ganz klar erst ab 18 Jahren zulässig ist, diskutiert man hierzulande noch immer das begleitete Trinken ab 14 Jahren. Düster steht es auch um die Begrenzung stark zuckerhaltiger Getränke und Speisen. Nicht einmal eine eindeutige Kennzeichnung wurde festgelegt, von einer erneuten Zuckersteuer, die hierzulande 1993 abgeschafft wurde, ganz zu schweigen. Die stark zunehmenden Fälle von Adipositas könnte man so eindämmen, ebenso wie verbindliche Standards für Schul-, Mensa- und Kantinenessen schaffen. Einzelmaßnahmen bleiben stark begrenzt und ein eigentlich nötiger Maßnahmenmix liegt noch in weiter Ferne.

Vorsorgen ist billiger als heilen
Allein bei der Bewegungsförderung liegt Deutschland aufgrund zahlreicher regionaler Aktionen und einzelner in die Jahre gekommener Programme wie den Bundesjugendspielen im Mittelfeld. Auch hier gibt es also Nachholbedarf um zu Ländern wie GB, Dänemark und Frankreich aufzuschließen. Gerade in Zeiten, in denen die Kosten für das Gesundheitssystem explodieren, sollten Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge ganz oben auf der Agenda stehen. Wissenschaftlich empfohlene Maßnahmen geben hierfür eine sinnvolle Orientierung – Länder wie GB zeigen wie es gehen kann.

Geringere Lebenserwartung
Laut dem aktuellen PHI spielt mangelnde Prävention bei vier von zehn Todesfällen hierzulande eine wesentliche Rolle. Und das obwohl Deutschland mehr Geld pro Kopf für Gesundheit ausgibt als jedes andere Land in der EU. Trotzdem liegen wir bei der Lebenserwartung inzwischen unter dem EU-Mittelwert. Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Adipositas, Lungenkrebs und Fettleber sind nur eine kleine Auswahl von Erkrankungen, die durch rechtzeitige Prävention verhindert werden könnten.

PHI alle zwei Jahre wiederholen
Die Verantwortlichen der Studie betonen, dass effektive Prävention anders als angenommen, eben keine Privatsache ist. Staatliche Vorgaben wie Werbeverbote, Verkaufsbeschränkungen und zusätzliche Steuern wären zugkräftige Gegenmaßnahmen. Auch die WHO hatte in früheren Studien festgestellt, dass Deutschland internationale Empfehlungen und Richtlinien nur halbherzig umsetze. Um Fortschritte zu überprüfen soll der PHI künftig durch AOK und DKFZ alle zwei Jahre erhoben werden. Die Bereitschaft in der Bevölkerung wäre laut Umfragen im Rahmen des PHI vorhanden. 63 % sind für höhere Steuern für Tabak und Alkohol und 70 % für eine Freigabe erst ab 18. Sogar 89 % wären für eine Werbeeinschränkung für fett-, zucker- und salzhaltige Produkte und 70% plädieren für eine Extraabgabe der Hersteller von stark zuckerhaltigen Softdrinks.