Frühjahrsputz für Haut und Haar

Was Haus und Garten jetzt guttut, kann auch für Haut und Haar eine Wohltat sein. Doch während drinnen und draußen mit grobem Gerät oder viel Chemie geputzt wird, sollte man beim Peelen genau drauf achten, was man der eigenen Haut zumutet. Neben Nachhaltigkeit und Verzicht auf umweltschädliche Plastikzusätze, zählen vor allem natürliche Inhaltsstoffe zu den wirksamen und gesunden Peeling-Stoffen. Körper, Gesicht und Haare benötigen unterschiedliche Zusätze, will man nicht nur den Winterblues und abgestorbene Partikel loswerden, sondern eine anhaltend pflegende Wirkung erreichen. Grundsätzlich unterscheidet man drei Typen: mechanische, chemische und enzymatische Peelings. Doch für wen eignet sich was weiterlesen… und worauf sollten die unterschiedlichen Hauttypen achten?

Von Kopf bis Fuß
Fängt man bei der Kopfhaut an, hat man die Wahl zwischen chemischer und mechanischer Tiefenreinigung. Hier ist ein chemisches Peeling mit PH- oder AH-Säuren ohne Schleifpartikel die mildere Variante, die vor allem bei trockener, schuppiger oder auch empfindlicher Kopfhaut geeignet ist. Schuppen werden so sanft gelöst und zusätzlich je nach Inhaltsstoffen die Talgproduktion reguliert. Bei flächigen fettigen Schuppen und schnell fettenden Haaren ist ein mechanisches Peeling dagegen wirksamer. Aber auch BH-Säuren eines chemischen Peelings kommen bei starker Talgproduktion und öliger Kopfhaut in Frage. Mechanische Peelings für die Kopfhaut enthalten meist Salz, Zucker, Silica oder Aprikosenkernpulver. Das Peeling ist die Basis für gesundes Haarwachstum und kann je nach Bedarf alle paar Wochen angewendet werden, besonders bei Schuppen, fettigem Haar oder juckender Kopfhaut. Es hilft Rückstände von Pflegeprodukten gründlich zu entfernen, fördert die Durchblutung und reinigt die Haarwurzeln.

DIY-Peelings aus der Küche
Ähnlich wie bei einem Hautpeeling kann man sich hier mit Meersalz oder Rohzucker, Öl und natürlichen Zusätzen wie Lavendel- oder Teebaumöl ein Peeling einfach selbst herstellen. Bei fettiger Kopfhaut hilft auch ein Peeling aus Heilerde. Ähnliche DIY-Peelings mit Obst- und Nusskernmehl, Heil- und Mineralerden oder Papaya, Ananas und reife Banane für ein wirksames Enzympeeling kann man für Gesicht und Körper verwenden. Am besten wirken Peelings am Abend nach der Reinigung, wenn Irritationen während der Nacht abklingen können. Mit kreisenden Bewegungen vermeidet man zu starkes Rubbeln, und die porentiefe Reinigung beseitigt trockene Stellen und fördert die Regeneration.

Vorsicht bei Pickeln oder Akne
Je nach Hauttyp gilt es bestimmte Inhaltsstoffe aber besser auszuschließen. Unreine oder zu Couperose neigende Haut dürfen nicht mit einem mechanischen Peeling, sondern nur mit milden Enzympeelings behandelt werden. Bei normaler Haut kann man auch nach seinen Vorlieben entscheiden, sollte aber bei regelmäßiger Anwendung besser ein mildes Enzympeeling wählen. Und je trockener die Haut ist, desto häufiger braucht sie ein Peeling, damit man die sich ständig neu bildenden Hautschüppchen loswird und die Pflege optimal aufgenommen werden kann. Tiefgehende chemische Peelings sind für den Hausgebrauch oftmals zu aggressiv und gehören in die Hand von Kosmetikprofis.

Mikroplastik erkennen
Fertigpeelings können Mikroplastik enthalten. Da hilft nur der Blick auf die INCI-Liste: Stoffe die mit Poly- beginnen weisen oft auf Kunststoffe hin. Naturkosmetik-Peelings z. B. von Börlind, Dr. Hauschka oder Weleda, verzichten dagegen auf Mikroplastik. Auch Apps zum Scannen des Barcodes können beim hautschonenden und umweltfreundlichen Einkauf helfen (z. B. Code-Check, Yuka, ToxFox oder Inci-Beauty). Durch individuelle Einstellungen helfen sie auch individuelle allergische Stoffe zu identifizieren.