Als Hormonersatztherapie wird bei einer leichten Schilddrüsenunterfunktion häufig L-Thyroxin gegeben. Da die benötigte Menge schwer exakt bestimmbar ist, braucht eine angepasste Dosierung oft mehrere Wochen bis zu Monaten. Ist sie zu gering, werden die Unterfunktions-Symptome nicht abgefangen. Ist sie zu hoch, rutscht man in eine Überfunktion mit Unruhe, Herzrasen und Schlafstörungen. Im Alter steigt der TSH-Wert allerdings auch ohne eine echte Unterfunktion, vor allem wenn keine typischen Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme und Niedergeschlagenheit vorliegen. Die Verordnungen von L-Thyroxin nehmen seit Jahren aber stetig zu. Bei älteren Patienten wäre eine längere Beobachtung dagegen sinnvoll, denn laut aktueller Studien leidet bei ihnen die Knochendichte durch die Einnahme von L-Thyroxin. Damit kommt es immer öfter zu durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche. Ein niedrigdosiertes L-Thyroxin konnte in Studien bei einem Viertel der Teilnehmer unter ärztlicher Begleitung abgesetzt werden. Eigenmächtig ist  dies aber  nicht zu empfehlen.