Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei. Dabei ist die gefährliche Infektionskrankheit auf Fernreisen eine reale Bedrohung. Weltweit sterben jährlich etwa 60.000 Menschen daran – vor allem in Indien, Asien und Afrika. Und eine Infektion verläuft meist tödlich, wenn nicht rechtzeitig bei den ersten Symptomen der Impfstoff als Akut-Behandlung injiziert wird. Oftmals ist dieser aber gerade in ländlichen Gegenden nicht verfügbar. Das Tückische: Tollwut kann sich nach wenigen Tagen oder erst nach Wochen oder sogar Jahren bemerkbar machen. Wer sich durch eine Impfung schützen will, sollte sich rechtzeitig um den nötigen Impfstoff kümmern, der nicht immer sofort verfügbar ist. Ein gewisser Anteil muss für Notfälle vorgehalten werden. Fernreisende sollten sich ca. 3 Monate im Voraus um einen Impftermin kümmern und die Verfügbarkeit des Impfstoffes erfragen. Vor allem Kinder sollten durch eine Impfung geschützt werden. Das Virus nutzt in den betroffenen Regionen oft Katzen, Hunde oder auch Affen als Überträger. Es reicht schon ein kleiner Kratzer.



