Mineralstoffmangel durch Alkohol?
Die meisten erwarten einen alkoholbedingten Mineralstoff- oder Vitaminmangel erst bei einem ausgewachsenen Kater. Dabei kann selbst der abendliche Schoppen zu Lasten des Nährstoffhaushaltes gehen. Anders als lange gedacht birgt die kleinste Menge Risiken für Organe und Stoffwechsel, besonders für Leber, Herz und Blutdruck – je älter man wird, desto mehr. Vor allem der regelmäßige Konsum ist riskant. Durch die harntreibende Wirkung des Alkohols werden Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Kalzium, die für Herz, Knochen und Muskeln wesentlich sind, schneller ausgeschieden und es kann, wenn der Flüssigkeitshaushalt nicht zügig ausgeglichen wird, zu Mangelerscheinungen wie Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen kommen.
Zu wenig B-Vitamine
Studien zeigen, dass Alkohol Vorhofflimmern begünstigt und deshalb Herzpatienten besonders gefährdet. Spurenelemente wie Zink und Eisen sind bei regelmäßigen „Trinkern“ ebenfalls oft Mangelware, was sich in der Hirnleistung und einer geschwächten Immunabwehr zeigt. Bei Älteren verschlechtert der Alkoholkonsum auch die Entzündungswerte. Bekannt ist vor allem der Mangel an wichtigen B-Vitaminen, da Darm und Leber durch den Abbau des Alkohols bereits belastet sind und die nötigen Kapazitäten für die Verstoffwechselung wichtiger Vitamine wie neben B12 auch B1, B3, B7 und B9 sowie Vitamin C und Folsäure fehlen.
Schlechter Schlaf
Alkohol fördert außerdem den unerwünschten antioxidativen Stress der Zellen und erhöht so das Krebsrisiko. Auch der allabendliche entspannende Schlummertrunk fördert nicht den gesunden Schlaf, sondern belastet ihn. Der späte Alkohol regt unnötig den Stoffwechsel an, so dass man unruhiger schläft und am Morgen nicht ausgeschlafen ist. Will man trotz allem hin und wieder ein Gläschen genießen, sollte man auf gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie min. zwei bis drei alkoholfreie Tage pro Woche achten. Wer häufig einen Kater riskiert, schwächt das Immunsystem und verstärkt vorhandene Entzündungsreaktionen, vor allem in Magen und Darm.



