Macht Empathie glücklicher?

Während der Winterolympiade in Norditalien konnte man beobachten, wie sehr manche Zuschauer aber auch Reporter mit den Sportler/innen mitleiden. Während die einen beim Anblick jubelnder Medaillengewinner/innen zu Tränen gerührt waren oder mit den tief enttäuschten Verlierern mitlitten, lassen andere solch emotionalen Momente eher unberührt. Aber Empathie lässt sich nur schwer verstecken, auch wenn manche/r sich wünscht, nicht ganz so nah am Wasser gebaut zu haben. Freud und Leid anderer mitzuerleben bereichert das eigene Leben. Studien zeigen, dass mitfühlende Menschen sogar zufriedener sind und hierdurch mehr Freude erleben. Wer mitfühlt, sieht auch meist schneller, wo Hilfe gebraucht wird und bietet diese ohne Zögern an. Oftmals ist auch nur ein offenes Ohr oder etwas Zeit gefragt, um anderen aus einer schwierigen Situation zu helfen.
Empathie ist trainierbar
Der Gegenspieler der Empathie ist ganz klar der Egoismus, bei dem sich alles um die eigene Person dreht. Gerade in Zeiten von „Me first“, sollte man sich die Fähigkeit des Mitgefühls bewahren. Nicht das vorgespielte Verständnis, weil man sich dadurch mehr Sympathie erhofft, sondern das Mitgefühl mit jemandem, der einem weder nützt noch nahesteht. Die gute Nachricht: Empathie kann man trainieren, sie wird nicht etwa als starre Charaktereigenschaft vererbt. Das Gehirn lernt sich gut zu fühlen, wenn jemand anderes glücklich ist und belohnt sich mit positiven Emotionen. Aber auch die Einfühlsamkeit anderer Menschen wirkt motivierend. Das hat eine aktuelle US-Studie gezeigt. Wer sich leichter in andere hineinversetzen kann, hat auch ganz praktische Vorteile und hat weniger Probleme bei der Wahl von Geschenken. Wer mitfühlt, kann meist Vorlieben oder Abneigungen besser einschätzen.
Mitgefühl erzeugt Hilfsbereitschaft
Empathie entwickelt sich laut der Studie vor allem in Klassenzimmern, Familien und Teams mit gleichen Zielen und weniger in einem Umfeld, in dem Egoismus und Ellenbogen im Vordergrund stehen. Wobei Studien belegen, dass Empathie langfristig auch die berufliche Karriere fördert. Ausschließlich die eigenen Ziele zu fokussieren, bringt einen nur vordergründig weiter. Katastrophen wie die Überschwemmung im Ahrtal zeigen, dass viele Menschen in Krisenzeiten zusammenstehen und sich gegenseitig helfen, auch und gerade, wenn sie nicht selbst betroffen sind. Auf die mitfühlende erste Reaktion folgt oft die aktive Hilfsbereitschaft, die wiederum die Gemeinschaft stärkt. Und wer anderen hilft, fühlt sich selbst besser, leidet weniger an Isolation und Stress, fördert die eigene Gesundheit und Zufriedenheit – solange alles in einem vertretbaren Umfang bleibt und Mitgefühl und Hilfe nicht zum Selbstzweck werden.

Früher nannte man es Gehirnjogging, heute heißt es Neuroplastizität. Dabei geht es um die Fähigkeit des Gehirns sich ständig zu verändern und anzupassen – selbst nach Verletzungen oder funktionellen Hirnschäden. Eine neue Sprache, ein neues Hobby oder die Nutzung der linken Hand (bei Rechtshändern) sorgt für zusätzliche Synapsen-Verknüpfungen oder die Bildung neuer Nervenzellen. Unser Gehirn bleibt wie ein Muskel ein Leben lang form- und wandelbar, wenn man es entsprechend trainiert. Ist eine Strecke z. B. nach einem Schlaganfall blockiert, suchen die Nervenzellen einen anderen Weg – nicht automatisch, aber durch optimiertes Training wie beispielsweise in der Reha. Wie eine Art Physiotherapie für das Gehirn, werden hier die Gehirn- und Nervenzellen stimuliert.
Immer wieder tauchen kritische Stimmen oder gar Warnungen vor Glycerin als Inhaltsstoff in der Hautpflege auf. Sogar den Hinweis „ohne Glycerin“ findet man auf einzelnen Produkten. Dabei ist es seit langem fester Bestandteil der Haut- und Haarpflege. Woher also kommt diese zwiespältige Bewertung und was sollte man wissen über die Wirkweise des Glycerins? Grundsätzlich handelt es sich chemisch gesehen um einen dreiwertigen Zuckeralkohol, der sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein kann. Es findet aufgrund seiner Fähigkeit Wassermoleküle zu binden, nicht nur in der Kosmetik, sondern auch in der Industrie Verwendung. Synthetisches Glycerin auf Erdölbasis findet man vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Kosmetisches Glycerin wird dagegen meist aus Rapsöl, Sonnenblumenöl oder auch Palmöl hergestellt. Rein aus ökologisch angebauten Pflanzen gewonnenes Bio-Glycerin wird vor allem in der Naturkosmetik genutzt und gilt als besonders hautfreundlich.
Warnungen vor Rezeptfälschungen tauchen aktuell meist nur in der Apotheken-Presse auf. Deshalb möchten wir an dieser Stelle erklären, warum manche Prüfung von alten „Papier-Rezepten“ länger dauern kann. Die Kosten für nicht entdeckte Fälschungen, die erst von den Krankenkassen erkannt werden, müssen die Apotheken selbst tragen. Und das können im Einzelfall mehrere Tausend Euro sein. Trotz E-Rezept werden für einzelne Bereiche und Medikamente weiterhin Papierrezepte akzeptiert – natürlich auch für den Fall eines Technikproblems in den Praxen. Meist geht es bei Fälschungen um sogenannte Hochpreiser wie Krebsmedikamente und starke Schmerz- bzw. Betäubungsmittel, aber auch Life-Style-Präparate wie Abnehmspritzen, für die es einen umfangreichen Online-Schwarzmarkt gibt.
Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind gerade im Winter, in Erkältungszeiten oder anspruchsvollen Lebensphasen, die den Körper stärker fordern sinnvoll und gesunderhaltend. Immer wieder liest man, dass diese bei einer gesunden Ernährung und einem ausgewogenen Lebensstil unnötig wären. Oft folgen darauf die Reaktionen von Fachleuten, die das Gegenteil behaupten. Warum also jetzt wieder ein erneuter Angriff auf die tägliche Dosis Vitamine und Mineralstoffe? Wer daneben regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte wissen, dass es in Kombination mit NEM-Produkten gefährliche oder unerwünschte Wechselwirkungen geben kann. Die meisten sind eher unbekannt und verschreibende Ärzte wissen oft gar nicht, dass der Patient zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe nimmt. Dabei haben NEM-Produkte auch Einfluss auf Laborwerte, den Hormonstatus, Blutzuckerspiegel sowie die Blutgerinnung.


