Queenager oder Klimakterium?

Immer öfter taucht in den sozialen Medien und bei Influencerinnen das Stichwort „Queenager“ auf. Die Zusammensetzung aus Queen und Teenager nimmt den Zeitraum zwischen 45 und 65, also die weiblichen Wechsel- oder auch gern Wandeljahre in den Fokus. Offenbar will man so dem negativ besetzten Klimakterium, das sich meist um unangenehme Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen dreht eine positive Bedeutung entgegenstellen. Diese Queenager-Zeit soll vielmehr von Selbstvertrauen, Souveränität und Unabhängigkeit bestimmt sein um wegzukommen von der überwiegend negativen körperlich und hormonell betonten Menopause.

Zwischen Empty-Nest und Rente
Während manche Frauen um die 50 noch in der Empty-Nest-Phase stecken, haben andere bereits den Neuanfang vor Augen mit neuen Zielen und Projekten. Um die Wechseljahre zum Queenaging zu machen sollte ein anderes Selbstbewusstsein gepflegt werden, ohne den täglichen Spagat zwischen Karriere, Küche und Kindern. Dafür mit mehr Zeit und Aufmerksamkeit für sich selbst, einem mentalen Gleichgewicht und weniger Alltagsstress. Der Rückgang der Östrogene fordert mehr Bewegung, eine ausgewogene und kontrollierte Ernährung sowie einem insgesamt achtsamen Lebensstil, der sich immer öfter draußen oder im Fitnessstudie abspielt.

Selbstbewusste Neuorientierung
Je früher diese besondere Phase beginnt, desto besser lässt sich eine Neuorientierung umsetzen. Statt der alternden Frau, die sich hauptsächlich für die Enkel und den Lebensabend interessiert, steht für viele heute Aktivität und Neuanfang im Fokus. Die finanzielle Unabhängigkeit ist dabei ein nicht unwichtiger Motor. Reife und Lebenserfahrung geben Sicherheit, während Neugier und Freiheit – ähnlich wie im Teenageralter, den geistigen Fokus bestimmen. Queenager entdecken ihre Selbstbestimmtheit und sagen Ciao zum verbrauchten Motto es immer allen recht machen zu wollen.

Optimistisch altern
Nicht selten verbindet sich mit der Menopause die Frage nach der individuellen Aussicht im zunehmenden Alter. Auch hierfür zeigen Studien: wer positiv und mit neuen Plänen nach vorne blickt, bleibt langfristig fit. Ab 60 droht nicht zwingend der oft erwartete geistige und körperliche Abstieg. Wer positiv in die Zukunft und aufs Altern schaut, lebt nicht nur länger, sondern auch besser.

Vorsicht giftige Adventspflanzen!

Überall werden derzeit Weihnachtssterne, Amaryllis & Co. angeboten. Für viele gehört die Pflanzendeko im Advent einfach dazu. Dabei ist die Liste giftiger Winterpflanzen lang und sollte besser auf ihre Risiken gecheckt werden. Verführerisch rote Beeren und Blätter, aber auch glasig klebrige Mistelbeeren gehören weder in den Mund noch die Schnauze von Vierbeinern. Beim Weihnachtsstern steckt das Gift dagegen in der Milch von Blättern und Stängeln. Beim Pflanzen oder Beschneiden deshalb Handschuhe tragen. Dasselbe gilt fürs Stecken von Adventskränzen, da auch die Nadeln von Eibe, Scheinzypresse, Thuja und Stechpalme juckende Hautreizungen durch die enthaltenen ätherischen Öle hervorrufen. Schlimmer als äußerliche Beschwerden ist aber das Verschlucken von Früchten,  Stängeln oder Wurzeln. Neben Übelkeit, Erbrechen und Koliken kann es bei Kindern zu Benommenheit, Schwindel, sowie Herz- oder Kreislaufproblemen kommen.

Hochgiftig oder harmlos?
Als stark giftig gelten Pflanzenteile von Christrose und Amaryllis – hier vor allem die Zwiebel. Beide sollten unbedingt außer Reichweite von Kindern und Haustieren stehen, denn sie können zu schweren Vergiftungen führen. Schon der Blütenstaub ist für Vierbeiner gefährlich. Im Vergleich dazu sind Weihnachtsstern und -kaktus mäßig giftig. Auch die Beeren der Stechpalme (Ilex) und der Mistel sind zum Spielen verlockend aber giftig. Wird letztere wie üblich erhöht aufgehängt, sollte man abfallende Beeren beachten. Beim Adventsgesteck lieber auf Ilex Zweige mit roten Beeren verzichten.

Rechtzeitig den Notruf wählen
Was tun, wenn es doch passiert? Von Hausmitteln wie Milch oder Salzwasser trinken ist unbedingt abzuraten. Bei Kontakt vom Pflanzensaft mit Haut oder Augen gründlich mit Wasser spülen. Meist verlaufen leichte Vergiftungen bei Kindern glimpflich, bei Bewusstlosigkeit oder Atemnot aber unbedingt den Notruf wählen. (Giftnotruf 0761-19240). Hund und Katze umgehend zum Tierarzt bringen und Pflanzenreste aus der Schnauze entfernen. Für sie können Vergiftungen durch Pflanzen tödlich enden.

 

Matcha zur Pflege – nicht nur zum Trinken

Ob als Latte oder kombiniert mit Fruchtsäften – Matcha liegt in Kaffeebars ob heiß oder kalt voll im Trend und sogar in Cocktails findet man das grüne Pulver. Da wundert es kaum, dass es auch in zahlreichen Kosmetikprodukten auftaucht. Von der Handcreme, über den Lip-Balm oder das Peeling, bis zu Seren, Cremes und Detoxmasken: Matcha hat sich in der Hautpflege als Power-Wirkstoff breit gemacht, was nicht verwundert gehört doch auch Grüner Tee schon lange zu den häufig eingesetzten Wirkstoffen. Matcha hat im Vergleich hierzu aufgrund seiner hochkonzentrierten Inhaltsstoffe aber mehr zu bieten. Die spezielle Herstellungsweise von Matcha sorgt für einen starken oxidativen Schutz gegen UV-Schäden und weitere Umweltbelastungen und verbessert die Hautbarriere um äußere und innere Schadstoffe abzuwehren.

Entzündungshemmende Tiefenreinigung
Er kann als Tee oder Latte getrunken auch der Haut von innen helfen. Aufgrund der antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung hilft Matcha besonders zu Akne neigender oder entzündeter Haut, wie bei Rosazea oder Neurodermitis. Aber auch als Anti-Aging-Booster sollte man sich Matcha-Pflegeprodukte regelmäßig gönnen. Eine Maske mit dem grünen Superfood gegen freie Radikale und Hautalterung kann man schnell selbst herstellen: ein TL Matcha in etwas Wasser auflösen und bei Bedarf mit etwas Quark oder Honig ergänzen, fertig ist eine effektive DIY-Maske. Auftragen, zehn Minuten wirken lassen und dann abspülen. Die Wirkung ist belebend, klärend und beruhigend. Sie hilft vor allem bei gestresster, sensibler und/oder unreiner Haut.

Detox- und Vitamin-Booster
All diese Eigenschaften vereint Matcha und macht ihn gerade als Detox-Produkt so wertvoll, sowohl für die tägliche Pflege, als auch für den Frische-Kick zwischendurch oder den regelmäßigen Vitamin-Booster. Es wirkt nicht nur in jungen Jahren regulierend gegen Hautunreinheiten, sondern auch im Alter gegen Pigmentflecke, Trockenheit und erste Falten. Er bewahrt vorbeugend vor Schäden und hilft durch seine konzentrierten Wirkstoffe bereits bestehende Hautprobleme zu beheben. Matcha hat sich in der Kosmetik von einem Trend-Naturprodukt hin zu einem wissenschaftlich fundierten Wirkstoff entwickelt, der das Hautbild nachhaltig verbessern kann. Es ist also für alle einen Versuch wert Matcha in die Pflegeroutine zu integrieren

 

Unsere Impfsaison hat begonnen!

Zum 23. Oktober sind wir mit unserem Herrenberger Impfzentrum in die neue Impfsaison gestartet. Wie in den vergangenen Jahren wird dies von der langjährigen Mitarbeiterin Yeliz Cecin geleitet. Geimpft wird hier aktuell gegen Grippe und Corona. Aber auch weitere Impfungen – wie z. B. gegen Zecken (FSME) und Gürtelrose sollen ab Anfang 2027 möglich sein. Wir informieren Sie durch die BärenPost oder Sie schauen auf unsere Webseite unter www.pillenbringer.de, wo man wie gewohnt Impftermine buchen kann. In der Regel bieten wir Termine am Freitag oder Samstag an. Die Impfungen übernimmt oft Dr. Jochen Vetter, der Inhaber der Bären-Apotheken. In den letzten Jahren wurden auch Doppelimpfungen gegen Corona und Grippe verstärkt nachgefragt. Diese sind auch weiterhin möglich. Neue Studien zeigen allerdings, dass mögliche Impfreaktionen wie Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber und Müdigkeit häufiger und stärker auftreten können. Das RKI empfiehlt grundsätzlich die Coronaimpfung eher im Frühherbst und die Grippeimpfung zum Winterbeginn vorzunehmen.

Zunehmende Essstörungen bei Jugendlichen

Essstörungen wie Bulimie, Binge-Eating und Magersucht betreffen vor allem junge Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren. Das statistische Bundesamt hat dazu neue Zahlen erhoben, demnach treten Essstörungen inzwischen doppelt so häufig auf wie noch zu Beginn unseres Jahrhunderts. Knapp 93% der diagnostizierten Fälle von Magersucht betreffen Mädchen und Frauen. Laut RKI sind allerdings auch Jungen von gestörtem Essverhalten betroffen, bislang allerdings nur halb so oft wie Mädchen. Die Angst zu dick zu sein kann jeden treffen. Ein überzogener Schlankheitswahn wird nach wie vor durch Social Media und zahlreichen Influencern gepusht.

Warnsignale beachten
Neben der Reduzierung des täglichen Essens gibt es noch weitere Auffälligkeiten, die die Eltern aufhorchen lassen sollten, wie ständige Gewichtskontrolle, hohes Sportpensum und wechselnde Ernährungsstrategien. Häufige Toilettengänge können auf Bulimie hinweisen, ebenso wie Haarausfall, Blässe, Schwindel und häufiges Frieren. Krankhafter Gewichtsverlust führt bei Mädchen oft auch zum Ausbleiben der Monatsblutungen. Auffällig können auch der Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit sowie abfallende Schulnoten sein.

Verschiedene Auslöser
Auslöser von Essstörungen sind bei Kids und Teens meist unterschiedliche Risikofaktoren. Neben dem Schlankheits- oder Fitnesswahn gehören hierzu auch Persönlichkeitsmerkmale, familiäre Belastungen und Konflikte sowie belastende Ereignisse. Auffällig sind meist Häufungen von Essstörungen innerhalb der Familie, wenn also bereits ein Elternteil oder Geschwisterkind dagegen kämpft. Je früher eine Therapie begonnen wird, desto effektiver sind die Heilungschancen.

Trend zum Picky Eating
Auch besonders wählerische Kinder, die plötzlich nur noch ganz bestimmte Lebensmittel essen und oftmals Gemüse und Obst ablehnen, können in eine Essstörung rutschen. Das häufig auftretende Picky Eating zählt für Kinderpsychologen/innen bereits zu den selektiven Essstörungen, die spätestens bei beginnenden gesundheitlichen Problemen und Wachstumsverzögerungen genauer untersucht werden sollen. Der ständig schwelende Streit ums Essen kann außerdem zu einer Totalverweigerung oder psychosozialen Störungen in und auch außerhalb der Familie führen.

Wenn Essen Ekel erregt
Bei einem völligen Desinteresse am Essen oder einem Ekel vor vielen Lebensmitteln kann es sich auch um die Essstörung Arfid handeln. Hierbei werden Geschmack, Geruch oder die Konsistenz bestimmter Lebensmittel abgelehnt und die Auswahl deshalb immer weiter eingeschränkt. Mitunter brauchen Arfid-Kinder Trinknahrung oder Sonderernährung um eine gefährliche Mangelernährung zu verhindern. Arfid entwickelt sich meist durch eine Kombination aus einer genetischen Veranlagung und ungünstigen Entwicklungsverläufen.

Konfliktherd Esstisch
Gerade wenn Kinder in einer Altersphase sind, in der sie um Autonomie kämpfen und die täglichen Dinge selbst entscheiden wollen, kommt es beim Essen häufig zu Konflikten. Die möglichen Ursachen und Verläufe sind aber so vielfältig, dass Eltern gerade hier genauer hinschauen sollten. Erste Anlaufstelle um passende Therapeuten für die Kinder oder auch Elterntrainings zu finden ist immer der/die Kinderarzt/ärztin. Wird das Essen komplett verweigert, ist es u. U. bereits ein Fall für den Notarzt und eine stationäre Behandlung.

Gefährliche Schlafzimmer-Beleuchtung

Schon lange ist bekannt wie sich die Strahlung von Bildschirmen und Handys, sogenanntes Blaulicht auf den Schlaf auswirken. Aber auch normales nächtliches Licht bringt unsere innere Uhr aus dem Takt und irritiert die notwendige Ausschüttung vom Melatonin. Wie sehr auch Herz- und Kreislauf durch mangelnde Lichthygiene belastet sind, zeigen aktuelle Studien. Nicht mal das beliebte Nachlicht in der Steckdose ist unproblematisch. Ganz zu schweigen von der Leselampe, die man nicht mehr ausschalten konnte. Nächtliches Licht auf der Netzhaut irritiert unseren Schlaf und führt in Folge der Veränderungen des autonomen Nervensystems zu einer erhöhten Belastung der Gefäße sowie zu Auffälligkeiten am Herzmuskel

Verdickter Herzmuskel
Nächtlicher Lichtstress durch Standby-Dioden von Elektrogeräten und sogar Kinder-Nachleuchten scheinen die Ursache für koronare Veränderungen sein. Hierzu zählen laut der Studienergebnisse eine Verdickung des Herzmuskels und eine Vergrößerung der linken Herzkammer, die die Pumpfunktion beeinträchtigt. Dies ergaben MRTs im Rahmen der Studien durch ungesunde nächtliche Schlafzimmerbeleuchtung. Insbesondere Menschen mit bereits bestehender Herzschwäche wird geraten auf nächtliche Lichtquellen zu achten. Nicht zu vergessen die nächtliche Dauerbeleuchtung in den Städten, die abgedunkelte Schlafzimmerfenster notwendig macht. Manche Kardiologen beurteilen mangelnde Lichthygiene inzwischen als ähnlich riskant wie Rauchen, Bewegungsmangel und Bluthochdruck.

Lichtstress drosselt Melatonin
Weniger natürliches Melatonin bedeutet also direkt mehr nächtlichen Stress und einen Anstieg des Risikos für Herzerkrankungen, Vorhofflimmern und Schlaganfall. Je höher die Werte der nächtlichen Lichtexposition während der Studien waren, desto stärker stieg der Wert des Risikos für einen möglichen Schlaganfall oder Myokardinfarkt. Dieser Zusammenhang war bei Frauen gegenüber Männern ebenso auffällig wie bei den jüngeren Teilnehmern gegenüber Älteren. Auch wer sich tagsüber viel draußen aufhält ist vor den Auswirkungen mangelnder nächtlicher Lichthygiene nicht geschützt. Sie kann offenbar auch entzündliche Prozesse an den Gelenken begünstigen.