PEA – das körpereigene Schmerzmittel!
Jeder Vierte leidet hierzulande unter chronischen Schmerzen, meist an Rücken, Kopf, Gelenken oder Nerven. Neben Verschleiß, Blockaden oder Verspannungen sind oft auch Entzündungen beteiligt. Medikamentöse Schmerztherapien genügen langfristig oft nicht um den Schmerz auszuschalten. Entsprechend unzufrieden sind viele Betroffene mit ihrer reduzierten Lebensqualität. Doch das körpereigene Schmerzmittel Palmitoylethanolamid, kurz PEA, kennen die Wenigsten. Es lindert akute Entzündungen des Nervengewebes und wirkt außerdem entzündungshemmend.
Dämpft Schmerz und Überreizung
Das fettlösliche Lipid dämpft Schmerz- und die Entzündungssignale und stärkt nebenbei das Immunsystem. Der Botenstoff aus der Gruppe der Fettsäureamide wird nach Bedarf bei neuronaler Überreizung produziert. Geringe Mengen dieses natürlichen Stoffes findet man auch in Eigelb, Milch, Nüssen, Erbsen und Soja. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es aus pflanzlichen Ölen und Fetten gewonnen und mikronisiert. Er wurde erstmals in den 1950er Jahren im Labor hergestellt.
Weniger Schmerzmittel nötig
In einer Metastudie hat man nun alle bisher existierenden Studien untersucht. Demnach senkt PEA die Symptome unterschiedlicher Schmerztypen wie MS, Reizdarm, Arthrose, Neuropathie, Gürtelrose sowie akuter Migräne ohne relevante Neben- und Wechselwirkungen. Ein erwünschter Nebeneffekt des körpereigenen Schmerzstillers ist die Möglichkeit der Reduzierung weiterer Schmerzmittel. Aktuelle Studien zeigen, dass PEA gerade dort anschlägt, wo andere Analgetika nicht mehr helfen.
Neue Wege in der Schmerztherapie
Viele Mediziner/innen sind aber noch skeptisch, da große Langzeit-Studien fehlen oder Studien nicht ausreichend veröffentlicht wurden. Um dies zu erreichen braucht es das Engagement der Pharmahersteller. Da es sich bei PEA um ein patentfreies Nahrungsergänzungsmittel handelt, ist das Interesse der Pharmaindustrie aber gering. Einzelne Pharmakologen/innen fordern deshalb mehr Aufmerksamkeit, um mit Hilfe von PEA künftig neue Wege in der Behandlung chronischer Schmerzen zu finden.



