Ist Matcha-Tee besser als Kaffee?

Fans des grünen Power-Pulvers schwören auf seine anhaltend belebende Wirkung ohne unerwünschtes Herzrasen, innere Unruhe oder Sodbrennen. Eiskalt eignet er sich auch für heiße Sommertag. Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen hat er sich inzwischen nicht nur in Kaffeebars etabliert. Die gemahlenen Grüntee-Blätter sind reich an Antioxidantien, regen den Stoffwechsel an und wirken durch das grüne Chlorophyll entgiftend. Herz und Kreislauf werden durch den hohen Anteil an Catechinen aus der Familie der Polyphenole – den wichtigen pflanzlichen Radikalfängern unterstützt, Blutgefäße und Zellen geschützt und der Cholesterinspiegel gesenkt. Dazu kommen eine Reihe von B-Vitaminen, Vitamin C und E sowie Mineralien und reichlich Beta-Carotin.

Grasgrün und erdig
Sein Geschmack ist bei einer guten Qualität erdig und nussig mit einer süßlichen Note. Schmeckt er bitter und ist seine Farbe eher gelblich braun als grün, handelt es sich um schlechte Qualität statt gesunder Bio-Qualität. Das Ursprungsland Japan kann mit seinen wenigen Anbaugebieten die Nachfrage kaum noch decken, was inzwischen chinesische Massenware auf den Plan ruft. Matcha-Pulver sollte luftdicht am besten im Kühlschrank gelagert und innerhalb von 3 bis 4 Wochen verbraucht werden.

Länger anhaltende Wirkung
Seine anregende Wirkung zieht das grüne Powergetränk aus dem natürlichen Koffein der Gerbstoffe sowie der Aminosäure L-Theanin. Eine Portion von 1 bis 2 g enthält etwa 35 bis 70 mg Koffein, so viel wie ein Espresso. Anders als dieser sorgt Matcha aber für eine sanfte und bis zu sechs Stunden anhaltende anregende Wirkung, da das Koffein langsamer aufgenommen und ans Blut abgegeben wird. So tritt kein plötzlicher Leistungsabfall wie beim Kaffee ein. Die tägliche Maximaldosis liegt bei ca. 4 g, also zwei bis drei Tassen. Schwangeren, Stillenden und Kindern wird von Matcha-Tee abgeraten. Ihn als Fatburner zu bezeichnen, wie man dies in den sozialen Medien immer wieder liest, ist ebenso wenig belegbar, wie ihn als Schönheitselixier oder Immunbooster zu propagieren.