Entwickelt wurde er in den 80er Jahren als Nasenspray, um lichtempfindliche Menschen vor UV-Strahlung zu schützen. Die Melaninproduktion wurde angeregt und der Körper so besser vor Sonnenbrand geschützt. Schon einmal wurde Melanotan unter dem Namen Barbie- oder Ken-Droge als Bräunungs- und Schlankheitsmittel auf Social-Media-Plattformen gehypt. Verschwiegen wurde damals wie heute, dass es sich um ein Medikament handelt, das für kosmetische Zwecke nicht zugelassen ist. Derzeit wird Melanotan I nur zur Behandlung einer seltenen genetischen Erkrankung verordnet. Ärzte/innen warnen vor der Einnahme als Nasenspray, Pulver, Implantat oder Injektionslösung. Wer es über den Online-Handel erwirbt, bekommt ein ungeprüftes illegales Hormonpräparat, das Verunreinigungen und toxische Stoffe enthalten kann. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Herzprobleme sowie gefährliches Nierenversagen.