Anti-Chafing-Pflege verhindert Wundscheuern

Chafing bedeutet beim Sport oder auch beim alltäglichen Laufen das Wundscheuern zwischen den Oberschenkeln. Fast jede/r Zweite leidet im Sommer bei Hitze, Schweiß und Reibung von Haut auf Haut unter diesem sogenannten Hautwolf – Frauen wie Männer. Sportler nennen es auch „sich einen Wolf laufen“. Verhindern lässt er sich indem die Haut immer schön trocken bleibt, was bei hohen sommerlichen Temperaturen aber kaum möglich ist. Läufer greifen deshalb zu kurzen Radlerhosen oder Chafing-Sticks. Aber auch unter so manchem Rock verbergen sich dünne enganliegende Shapewear-Hosen oder Bandelettes, eine Art elastische Strumpfbänder. Sie verhindern die Reibung zwischen den Oberschenkeln. Immer beliebter werden auch Skorts, die vom Tennis bekannte Kombination aus Short und Minirock.

Babypuder, Vaseline oder Deo?
Daneben findet man im Netz zahlreiche Tipps, wie sich das schmerzhafte Problem mittels Babypuder, Vaseline oder Antitranspirant-Creme verhindern lassen soll. Der Umfang der Oberschenkel spielt dabei übrigens meist keine Rolle. Aber was ist von diesen Tipps sowie den zahlreichen Anti-Shafing-Produkten aus den Drogeriemärkten zu halten? Was hilft wirklich beim Stadtbummel in Shorts unter sengender Sonne? Die berühmte Vaseline wirkt als Fettfilm nur kurzzeitig und bei moderaten Temperaturen, da sie bei Hitze schmilzt und dann ihre Wirkung verliert. Babypuder trocknet die Haut, aber sobald man schwitzt wird sie klumpig und verschlimmert die Situation eher noch.

Body Glide beim Sport
Der Antitranspirant-Deo-Stick hält die Haut trocken und kann als Gleitschicht in der Tat ein Scheuern verhindern. Ähnlich, aber dauerhafter und zusätzlich pflegend funktioniert ein Anti-Wundreib-Stick auch Body Glide genannt. Er verhindert ein Scheuern durch einen Film auf Wachsbasis und ist oft ergänzt mit pflegenden Ölen. Morgens aufgetragen hält der Film rotz Schweiß und Feuchtigkeit für mehrere Stunden und verhindert so den Reibungseffekt. Entwickelt wurden Anti-Chafing-Sticks für Marathonläufer bzw. Triathleten und sind entsprechend hart getestet.

Offene Stellen abheilen lassen
Und was tun, wenn diese Ratschläge zu spät kommen und der Hautwolf schon da ist? Dann hilft nur die Wunde zu trocknen und mehrere Tage eine beruhigende und schmerzlindernde Wund-, Zink-Creme oder ein Combuderon-Gel (z. B. von Weleda) aufzutragen. Rötungen verschwinden so meist nach ein bis zwei Tagen, offene Wunden brauchen etwas länger und oft zusätzlich eine desinfizierende Pflege. Bis zur vollständigen Abheilung ist eine sterile Abdeckung und Fixierung durch eine dünne Radlerhose sinnvoll.