Pflegetipps

Neue und alte Beautytrends 2025!

Folgt man namhaften Visagisten wird 2025 ein hautfreundliches Jahr, in dem die Hautgesundheit im Fokus steht. Angepasste Pflege nach Maß ist das Wesentliche. Aber vor der Pflege steht die Individuelle Analyse – dieser Trend hat sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet und wird weiter fortgesetzt. Immer genauere Analysesoftware unterstützt dabei die Kosmetikstudios. Nicht unwesentlich ist auch die Nachhaltigkeit, die sich vor allem durch natürliche Inhaltsstoffe und recyclebare Verpackungen auszeichnet. Aber auch das Stichwort „Weniger ist mehr“ gehört hierzu. Besser wenige effektive Produkte wählen anstelle vieler und auch die Pflege von innen durch hautfreundliche Probiotika nimmt weiter zu.

No-Make-up vs. Neon-Akzente
Auffällig ist, dass die Grenze zwischen Hautpflege und Make-up immer fließender wird, d.h. Skincare-Produkte mit dekorativen Effekten wird man künftig ebenso vermehrt finden, wie Make-up mit pflegenden Eigenschaften. Wer sich traut, kann aber auch einen aktuellen Trend der internationalen Laufstege in Form von kreativen Akzenten, hellen Highlights und mutigen Farben auf Lidern, Wimpern und Lippen aufgreifen. Farbtrends für 2025 sind beispielsweise Neon Red, Deep Cherry oder auch Cherry Cola und Future Dusk, eine Mischung aus Blau und Lila. Der Gegentrend dazu ist das puristisch minimalistische No-Make-up, das weiterhin auf einen natürlichen Glow setzt. Die gut gepflegte strahlende Haut ist hierfür Basis und Hingucker.

Multifunktionale Produkte
Fortgesetzt wird auch der Trend zu multifunktionalen Produkten – ebenfalls ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, die mit etwas Übung farbliche Akzente ins Gesicht zaubern, z. B. ein Multi-Purpose-Balm für Lider, Wangen und Lippen. Ähnliches gilt für Pflegeprodukte, die gleichermaßen für einen spröden Teint, rissige Lippen und trockene Nagelhaut konzipiert sind. Vieles ist 2025 erlaubt, solange es individuell angepasst und nachhaltig ist. Nicht zu vergessen der Blush- und Glossy-Trend der letzten Jahre. Rouge darf weiterhin 2025 beim Make-up nicht fehlen und auch pinkfarbene Apfelbäckchen sind wieder zurück.

Was bringt der Dopamin Beauty-Glam?

Dopamin-Glam: ein Trend, der 2024 ins Auge fiel und unter Umständen auch 2025 anhält. Hattet ihr euch schon über so manchen Promi im quietschgelben oder neon-orangen Outfit oder blauen Schuhe mit roten Socken gewundert? Oft kamen dann noch passender Lidschatten, Fingernägel oder Lippenstift in Schreifarben dazu und fertig ist der Dopamin-Beauty-Glam. Ein Trend, der seit Ende der Pandemie mit jedem Jahr stärker aus Asien, genauer gesagt aus China und Südkorea zu uns herüber schwappt. Knallige Bonbonfarben bringen angeblich mehr Spaß und Power und machen glücklicher. Dopamin ist dafür das Zauberwort, denn Styling und Outfit sollen sich positiv auf unsere Glückshormone auswirken. Wer in Knallfarben einkaufen geht oder durchs Büro läuft, bekommt zusätzlich positive Vibes zurückgespiegelt. Make-up funktioniert dabei auch als Statement. In eher grauen Zeiten setzt man bewusst auf die Gegenbewegung: feel happy – jetzt erst recht.

Kleckern oder Klotzen
Studien, die einen Anstieg des Dopaminspiegels bestätigen würden, gibt es nicht, aber das Risiko, falls es nicht funktioniert wie gedacht, ist überschaubar. Also den pinken Nagellack, blauen Lidschatten oder den signalroten Lippenstift reaktivieren und sich einfach trauen. Und wer‘s noch bunter mag, legt gelbe Mascara oder neongrünen Eyeliner auf. Für nicht ganz so Mutige genügen auch einzelne kleine Farbakzente um im Trend zu bleiben. Die Technik lässt sich dabei von der Fantasie lenken, erlaubt ist, was gefällt, z. B. Augenlider in Regenbogenfarben, weißer Eyeliner zu knalligen Lidschatten oder Blue-Lips? Allerdings sollte man präzise und exakt wie ein Profi arbeiten, bei den Linien und Wischeffekten. Der neue Look zeigt klare Kante – sowohl beim Augenlid als auch auf zweifarbigen Lippen.

Bonbon-Styling gegen Winterblues
Vielleicht ist die Silvesterparty ein passender Anlass um sich an den Dopamin-Trend kombiniert mit reichlich Glitzer heranzutasten? Ob es den eigenen Optimismus ankurbelt und glücklicher macht, kann dann jeder selbst ausprobieren. Naheliegend ist aber auch die Vermutung, dass, wer sich ein auffälliges Bonbon-Styling traut, ohnehin über reichlich positives Lebensgefühl und genug Selbstbewusstsein verfügt. Allen anderen lässt sich aber raten das neue Jahr und den tristen Winter vielleicht zum Ausprobieren zu nutzen, auch wenn der stimmungsaufhellende Trend medizinisch nicht bewiesen ist. Belegt ist aber: wer öfter lächelt, ohne, dass ihm oder ihr wirklich danach zumute ist, vertreibt schlechte Laune.

Pilling-Effekte beim Schminken vermeiden!

Wohl die meisten haben das schon erlebt: obwohl man beim morgendlichen Schminken immer dieselben Produkte benutzt, gibt es Tage, an denen sich plötzlich Krümel auf der Haut bilden. Meist passiert dies vor dem Finish oder Abpudern, manchmal aber auch erst im Laufe des Tages. Höchste Zeit diesem Problem auf den Grund zu gehen. Warum und wann entsteht dieser Pilling-Effekt? Visagisten kennen hierfür mehrere mögliche Ursachen. Grundsätzlich entstehen diese meist durch die Kombination der Produkte oder die Art ihrer Anwendung.

Genug Zeit oder weniger Creme nehmen
Steht man bei der Morgenroutine immer wieder unter Zeitdruck, sollte man eine leichte Feuchtigkeitscreme oder ein -fluid als Make-up-Unterlage nutzen. Aber auch diese braucht einige Minuten bis sie von der Haut vollständig aufgenommen wurde. Trägt man zu früh Concealer oder Make-up auf, ist dies eine der Hauptursachen für unschöne Röllchen oder Kügelchen auf der Hautoberfläche. Und für ein ebenmäßiges Make-up besser nicht zu viel Creme auftragen. Weniger ist hier mehr. Möglich wäre auch, dass die Haut zu trocken ist und sich trockene Schüppchen mit dem Make-up verbinden. Da hilft nur regelmäßiges Peeling und ausreichende Pflege. Für ein makelloses Make-up ist ein sanftes Peeling ein bis zwei Mal pro Woche für jeden Hauttyp ohnehin sinnvoll.

Gleiches verbindet sich besser mit Gleichem
Der Pilling-Effekt kann auch als eine chemische Reaktion durch Produkte entstehen, die nicht miteinander harmonieren, wie wasser- und ölbasierte Produkte. Besser ist es Gleiches mit Gleichem zu verbinden oder aber einem Ölhaltigen Serum genug Zeit zu geben, von der Haut vollständig aufgenommen zu werden. Problematisch können auch in den Pflegeprodukten enthaltene Silikone sein, die auf der Haut verklumpen. Wer also die oben genannten Ursachen ausschließen kann, sollte sich die Liste der Inhaltsstoffe der Creme oder des Primers genauer ansehen. Tauchen hier Bezeichnungen wie Polydimethylsiloxan bzw. Cyclo- oder Dimethicone auf, wäre es einen Versuch wert, diese wegzulassen. Besser sind organische Stoffe, die von der Haut komplett aufgenommen werden.

Morgens gründlich reinigen
Die morgendliche gründliche Reinigung der Gesichtshaut ist die wichtigste Basis um krümeliges Make-up zu verhindern, vor allem wenn man zuvor am Abend eine reichhaltige Pflege aufgetragen hat. Der erste Schritt wäre also die individuelle Pflegeroutine und die Produkte genau unter die Lupe zu nehmen und notwendige Wartezeiten einzuplanen. Grundsätzlich kann man sich beim Make-up an zwei Regeln orientieren: weniger ist mehr und gut Ding will Weile, dann matchen meist auch die Make-up-Schichten.

Geheimwaffe Rizinusöl bei Haut- und Haarproblemen!

Für viele gilt es vor allem als traditionelles Abführmittel, dabei hat es auch äußerlich angewendet viel zu bieten. Es versorgt z. B. Haut und Haare mit fehlender Feuchtigkeit, regt die Kollagenbildung an, reduziert Pigmentflecken, verringert Mitesser und glättet Falten. Was sich wie eine Wunderwaffe gegen die unterschiedlichsten Hautprobleme anhört, hat eine lange Tradition. Schon die alten Ägypter nutzten es zur Wundheilung und Hautpflege. Das Rizinusöl erlebt durch die sozialen Medien gerade einen neuen Hype, der auch an den Regalen der Drogeriemärkte erkennbar ist. Das tropische Pflanzenöl hilft gegen sprödes Haar, ebenso wie trockene aber auch fettige Haut und verhilft gleichzeitig zu voluminösen Wimpern und Augenbrauen. Außerdem wirkt es Entzündungen entgegen und hat einen Anti-Aging-Effekt. Gezielt eingesetzt wirkt es in jungen Jahren ebenso wie im höheren Alter.

Kaltgepresst oder raffiniert?
Der Kosmetik-Allrounder sollte äußerlich als kaltgepresstes Bio-Öl verwendet werden, das kein giftiges Rizin mehr enthält. Die raffinierte Variante findet man in Medikamenten sowie in Hautlotionen, Badeölen und in Haarpflegeprodukten. Hier hilft Rizinusöl dem Wachstum, indem es die Durchblutung anregt und für eine gesunde Kopfhaut sorgt. Es stärkt dünnes Haar, reduziert Spliss und gibt dem Haar seinen Glanz zurück. Zur Haarpflege kann man wenige Tropfen des reinen Öls über Nacht anwenden. Gegen Spliss einfach einen Tropfen in den Händen verreiben und regelmäßig in die Haarspitzen massieren. Alternativ kann man ein paar Tropfen auch in die gewohnten Pflegeprodukte geben. Wer darauf achtet, wird Rizinusöl in vielen Produkten gegen strapaziertes Haar oder Schuppen wiederfinden.

Stärkt Wimpern und Brauen
Wimpern, Augenbrauen und Barthaare werden durch das Öl des tropischen Zauberbaums kräftiger, voller, länger und widerstandsfähiger. Auch Kosmetikhersteller haben seine positive Wirkung für stärkende Wimpernseren erkannt. Man kann aber auch das reine Rizinusöl mit einem Wattestäbchen direkt aufgetragen. Sogar mancher Mascara wird es zur Wachstumsförderung beigemischt und auch brüchige Fingernägel bekommen mit Hilfe des Öls wieder Festigkeit. Einfach ein oder zwei Tropfen einmassieren und 30 Minuten wirken lassen.

Egal ob trocken oder fettig
In der Pflege wird es häufig gegen sehr trockene Haut z. B. als Gesichtsmaske oder Serum verwendet. Als nächtliche DIY-Maske lässt sich das Öl im Verhältnis 1:3 mit anderen pflegenden Ölen wie Mandel- oder Jojobaöl mischen und auftragen. Es macht die Haut nicht nur geschmeidig, es mindert auch Falten, Altersflecken und reduziert negative Umwelteinflüsse. Gegen Pickel und bakterielle Entzündungen wirkt Rizinusöl am besten punktuell aufgetragen. Das reine Öl ist kaum komedogen und kann deshalb auch mit der täglichen Hautpflege gegen fettige Haut kombiniert werden. Es verstopft nicht die Poren, beruhigt Entzündungen und stärkt die Hautbarriere. Als Allround-Beautyprodukt kann man auf Rizinusöl immer wieder zurückgreifen. Aber Vorsicht beim täglichen Einsatz: trockene Haut kann hierdurch noch trockener werden und als Make-up-Unterlage ist es wenig geeignet, da es lange braucht bis es vollständig von der Haut aufgenommen ist. Und dran denken: kaltgepresstes Rizinusöl hält sich nur etwa 6 bis 8 Monate.

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Lassen sich UV-Schäden der Haut reparieren?

Eine Überdosis Sonne wird jetzt zum Herbstanfang meist deutlich sichtbar. Die Spuren der UV-Strahlung tauchen vor allem im Gesicht und an den Händen als Pigmentflecken, trockene Haut und ab einem gewissen Alter auch als vermehrte Knitterfalten auf. Hautalterung geht zu 90 Prozent auf Sonnenstrahlung zurück, das sogenannte Photoaging. Deshalb gilt es jetzt der Haut zurückzugeben, was sie durch die Sonnenstrahlen dieses Sommers an Feuchtigkeit und Elastizität verloren hat. Oft geht es auch darum in die tieferen Hautschichten vorzudringen, wo UVA-Strahlen Veränderungen an der DNA verursachen. Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für langfristige Schäden. Die Haut ist aber mit Hilfe der richtigen Pflege in der Lage viele Zellen selbst zu reparieren.

Feuchtigkeit und Wasser zuführen
Direkt nach dem Sonnenbad ist es wichtig der Haut Feuchtigkeit zurückzugeben, ob mit oder ohne Sonnenbrand. Lotionen mit zusätzlichen Wirkstoffen wie Aloe Vera, Glycerin, Panthenol und nicht zu vergessen Hyaluronsäure sind dafür besser geeignet als schwere fetthaltige Texturen. Und am besten auch die Wasserspeicher von innen auffüllen. Tiefer gehende UV-Strahlung macht sich erst einige Zeit später durch erschlaffendes Bindegewebe und Rückgang der Kollagenproduktion bemerkbar. Manche Aftersun-Produkte enthalten hierfür das Algenenyzm Photolyase, das die zelleigene Reparatur anregt.

Pigmentflecke wieder loswerden
Eine vermehrte Melanin-Produktion, die sich durch Pigmentflecke bemerkbar macht, ist meist harmlos aber oft störend. Aufmerksam sollte man allerdings werden, wenn sich ältere Flecken vergrößern oder verdicken. Solche Veränderungen sollte der/die Hautarzt/ärztin kontrollieren. Um harmlose Pigmentflecke wieder los zu werden, helfen vor allem Antioxidatien wie konzentrierte Vitaminseren, in der Tiefe wirkende Fruchtsäurepeelings oder auch eine IPL-Lichttherapie. Letztere helfen meist sogar bei älteren Sonnensünden, ebenso wie eine Microneedling-Behandlung oder eine dermatologische Lasertherapie.

Reparier-Booster für die Haut
Wer lieber auf kosmetische Mittel zurückgreift, sollte wissen welche Wirkstoffe wofür geeignet sind. Der Tausendsassa Vitamin C fängt freie Radikale in der Haut, kurbelt die Kollagenproduktion an und mindert Pigmentflecken. Eine 5-prozentige Wirkstoffkonzentration sollte in einem Pflegemittel allerdings enthalten sein, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Ein weiterer Allrounder im Kampf gegen UV-Schäden ist Vitamin A auch Retinol genannt. Es regt als Anti-Aging Mittel vor allem die Zellerneuerung an und lässt ebenfalls dunkle Flecken verschwinden. Vorsicht ist allerdings in einem besonders sonnigen Herbst geboten. Retinol verträgt sich nicht mit Sonnenstrahlen, deshalb den Sonnenschutz nicht vergessen.

Tiefenpeelings zur Zellerneuerung
Jüngere fettige Haut kann man eher mit Niacinamiden helfen, da sie nicht nur unerwünschte Pigmentierungen verblassen lassen, sondern auch die Talgproduktion regulieren und die Poren verfeinern. Sie eignen sich auch gut für Hauttypen, die im Sommer vermehrt zu Pickeln neigen. Ceramide stärken außerdem die Hautbarriere und wirken so Entzündungen entgegen. Chemische oder Kräuterpeelings sind je nach Zusammensetzung für verschiedene Hauttypen geeignet. Im Oktober 24 gibt es auf unsere beliebte GreenPeel Kräuterschälkur Classic in der KosmetikPraxis Tübingen 20 % Preisnachlass. Peelings und Schälkuren können gleichermaßen in der Tiefe wirken und langfristige Schäden reduzieren, die Zellerneuerung anregen und unerwünschte Hautveränderungen verschwinden lassen. Die Bandbreite ist groß, deshalb ist hierbei eine Beratung vom Profi sinnvoll. Sprechen Sie unsere KosmetikPraxis Tübingen über der Pflegehotline 0160-7676701 an.

Rosazea – mehr als nur ein paar Pusteln!

Die meisten Menschen verstehen unter der Rosazea eine leichte Gesichtsrötung, die man mit einer Creme oder dermatologischen Behandlung leicht in den Griff bekommt. Das sieht für Betroffene oft anders aus. Neben der Tatsache, dass man sie im Gesicht schwer übersehen bzw. kaschieren kann, tritt die chronische-entzündliche Hauterkrankung ähnlich wie eine Neurodermitis in Schüben auf. Sie gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen und trifft zumeist Frauen mit heller Haut und hellen Augen, immer öfter aber auch Männer. Man geht davon aus, dass sie teilweise genetisch bedingt ist. Weitere konkrete Auslöser sind derzeit noch unklar. Um eine zunehmende Verschlechterung zu verhindern, ist vor allem eine geeignete Hautpflege sowie die Identifikation und Vermeidung persönlicher Trigger entscheidend. Ignoriert man diese und bleibt die Rosazea unbehandelt entwickelt sie sich in mehreren Krankheitsstadien weiter.

Häufige Fehldiagnosen
Die ersten Gesichtsrötungen zeigen sich meist zwischen 30 und 40 Jahren – auf den Wangen, der Stirn oder der Nase, begleitet von leichtem Brennen oder Jucken. In diesem ersten Stadium handelt es sich i. d. R. um eine Couperose, einer Vorform der Rosazea. Sie kann sich mitunter wieder zurückziehen und findet oft wenig Beachtung. In der Regel tauchen die Symptome später erneut auf. Nicht selten kommen zur Rötung Pusteln und Knötchen dazu, die mitunter zu der Fehldiagnose einer Akne führen. Auch unverträgliche Pflegeprodukte oder eine allergische Reaktion werden dann als Ursache angenommen, so dass die Rosazea häufig erst verspätet von Arzt oder Ärztin diagnostiziert wird. Dabei kann man einiges tun, um die Schübe und ihren Verlauf zu mildern. Für eine hautärztliche Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe und Methoden zur Verfügung, je nach Schweregrad auch Antíbiotika und Betablocker. Kortison ist inzwischen als bei Rosazea ungeeignet bekannt. Ziehen sich die erweiterten Äderchen auf den Wangen oder der Nase nicht mehr zurück, helfen Laser- oder Lichtbehandlungen mit denen man diese verödet bzw. verschließt.

Persönliche Trigger finden
Wesentlich für eine erfolgreiche Behandlung ist die individuelle Ursachenforschung, denn hierfür kommen Lebensmittel ebenso in Frage wie Hautpflegeprodukte und emotionaler Stress. Nicht selten kann auch eine Schwangerschaft Auslöser einer Rosazea sein. Mit Hilfe eines Ernährungstagebuchs lassen sich kritische Lebensmittel identifizieren. Generell gilt es alles zu meiden, was die Durchblutung ankurbelt wie Alkohol, Kaffee, scharfes Essen und Gewürze. Aber auch sehr histaminhaltige Produkte wie reifer Käse, Schokolade und geräuchertes Fleisch können einen Schub auslösen, außerdem nicht zu vergessen Nikotin. Vor allem jetzt im Spätsommer heißt es Vorsicht vor UV-Strahlung. Täglicher Sonnenschutz sollte bei Rosazea zum Standard gehören. Sonnenbäder sind ein ähnlicher Trigger wie Hitze, Kälte, Wind, heiße Bäder, Duschen sowie Saunagänge, also jegliche extreme Temperatur.

Reduzierte milde Pflege
Bei der täglichen Hautpflege gilt: weniger ist mehr und bestimmte Inhaltsstoffe unbedingt vermeiden. Dazu zählen z. B. Hamamelis, Menthol, Minze und ätherisches Eukalyptusöl. Aggressiv reinigende Akne-Produkte sind ebenfalls ungeeignet und verschlimmern das Hautbild. Bei Rosazea ist eine milde parfümfreie Pflege gefragt, wie sie auch von Produktherstellern wie Avène, La Roche-Posay und Dermasence angeboten werden. Eine geeignete Gesichtsreinigung ist das A und O. Danach ist ein Antioxidans oder Serum sinnvoll um die Zellen und Gefäße zu schützen und zu stärken. Die tägliche feuchtigkeitsspende beruhigende Pflegecreme sollte unbedingt einen LSF enthalten und zwar das ganze Jahr. Im Anfangsstadium können auch gefäßverengende Inhaltsstoffe gegen die ersten Rötungen helfen. Make-up Produkte am besten peu à peu auf Verträglichkeit testen. Die KosmetikPraxis Tübingen berät Sie gern ausführlich zu Couperose und einer diagnostizierten Rosazea.

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