Pflegetipps

Wie gut wirken natürliche Deos?

Gerade im Sommer werden reichlich Deos benutzt – ob als Spray, Roll-on, Stick oder immer öfter auch als Creme. Ziel ist es den Schweißfluss zu reduzieren oder zumindest unangenehmen Geruch zu verhindern. Seit Verbraucher/innen bedenkliche Stoffe wie Aluminiumsalze und Parabene dabei lieber umgehen, wird verstärkt nach Alternativen gesucht. Neben Naturkosmetik-Deos, die eine gewissen Gewöhnungsphase benötigen, werden inzwischen Deos mit Zinkoxid als Alternative zu Aluminiumverbindungen angeboten. Zink ist schon lange bekannt als entzündungshemmend und antibakteriell. Gerade das feuchte Achselklima ist ein idealer Nährboden für Keime bzw. Bakterien und die Ursache für Schweißgeruch. Zinkoxid ist eine Verbindung von Zink und Sauerstoff und setzt genau hier an. Als traditioneller Bestandteil des Babypuders wirkt es gleichermaßen gegen Feuchtigkeit, Geruch und Entzündungen. In Tests wurde nun untersucht, ob die Wirkung in der Achsel ähnlich ist.

Tatsächlich verhindert Zinkoxid miefigen Achselgeruch indem es die Bakterienentwicklung hemmt. Bei Probanden, die sich vorher noch rasiert hatten, half das Zinkoxid auch bei der Heilung kleiner Wunden. Inzwischen findet man im Netz Rezepturen für Deocreme mit Zinkoxid, das als Pulver erhältlich ist. Hier wird gern Natron und Salbeiöl zugefügt, das ähnlich antibakteriell und schweißreduzierend ist. Wer sehr unter Schweißbildung leidet, sollte mal eine Kur mit Salbeitee von innen probieren.

Immer mehr Naturkosmetikdeos werden inzwischen angeboten. Sie verzichten auf kritische Inhaltsstoffe und nutzen neben Natron und Zink Naturstoffe wie Salbei, Minze, Lavendel, Kokos, Grüntee oder Fruchtessenzen. Auch bei Annemarie Börlind, Weleda, Dr. Hauschka und l’Occitane findet man natürliche Roll-ons, Deocremes und Deo-Sticks. Noch ein Tipp für all jene, die bisher auf Antitranspirante gesetzt haben. Bei der Umstellung sollte man einem neuen Produkt ohne Aluminiumsalze etwas Zeit geben. Die Haut muss erst entwöhnt werden und die Schweißdrüsen wieder „normal“ arbeiten. Das kann einige Tage dauern

Salz – ein Allroundtalent für die Haut!

Unsere Haut freut sich über eine Extraportion weißes Gold – wie es in der Antike genannt wurde, besonders wenn es aus dem Meer stammt. Es hilft gegen unreine Haut und bei der Wundheilung. Auch diverse Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis oder allergische Hautreaktionen verbessern sich durch eine Sole-Therapie. Ein Meersalzpeeling oder Salzdampfbad ist besonders bei unreiner Haut und Pickeln effektiv. Die im Salz enthaltenen Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Jod und Kalium unterstützen die Zellerneuerung, wirken durchblutungsfördernd und antiseptisch und bekämpfen auch kleine Entzündungen. Salz ist dabei oft milder als viele aggressive Anti-Pickel-Produkte, die die Talgproduktion noch weiter anregen. Normales Kochsalz ist allerdings ungeeignet. Die meisten Anwendungen für zuhause basieren auf Salz aus dem Toten Meer, dass mit 28 Prozent einen sehr viel höheren Salzgehalt aufweist als das Mittelmeer mit seinen 5 Prozent oder die Ostsee mit nur 0.2 bis 2 Prozent. In erster Linie dient es der milden Hautreinigung: Schlacke werden aus der Haut gespült, abgestorbene Hautzellen abgetragen und überschüssige Fette ausgewaschen. Danach ist eine Feuchtigkeitspflege gefragt, damit die Haut sich wieder entspannt.

Salz kann aber mehr als reinigen, nämlich beruhigen, heilen und Wunden schließen. Und dass sogar obwohl man bei einem Bad in Meerwasser bei kleinen offenen Stellen meist ein Brennen verspürt. Es kommt hierbei aber auf den individuellen Zustand der Haut an. Nicht für jeden eignet sich eine Salzbehandlung. Im Zweifelsfall besser den Hautarzt fragen. Für eine gründliche Reinigung der Gesichtshaut eignet sich außer einem Peeling auch ein Salzdampfbad oder in Salzwasser getauchte Handtücher. Hierfür etwa 50 g Meersalz in einem Liter warmen nicht zu heißem Wasser auflösen. Mit einem ähnlichen Body-Wrap wird man auch die Pickel auf dem Rücken los. Statt eines Handtuchs taucht man ein Baumwoll-T-Shirt in das Salzwasser und zieht es an. Anschließend in ein großes Handtuch wickeln (wrappen) und 60 Minuten wirken lassen. Ein effektives Bodypeeling ist schnell selbstgemacht aus grobem Meersalz gemischt mit Olivenöl oder Honig. Auch hartnäckige Kopfhautschuppen lassen sich mit einer wöchentlichen Salzmassage behandeln.

Da Salz die Haut austrocknet, ist es auch so wichtig die Haut nach einem Tag am Strand gründlich mit klarem Wasser abzuspülen und nicht zusätzlich noch alkalische Waschprodukte zu verwenden. Besser pH-neutrale Produkte nehmen und anschließend eine rückfettende Pflege auftragen. Für einen positiven Effekt reicht eine Salzbehandlung pro Woche. Auf hochwertiges Meersalz achten, das keine künstlichen Zusatzstoffe enthält und für Hautbehandlungen geeignet ist, wie z. B. Totes-Meersalz. Im Essen sollte man übrigens lieber aufs Nachsalzen verzichten, denn zu viel Salz führt zu einem Ungleichgewicht des Flüssigkeitshaushalts, trocknet den Körper und somit die Haut eher aus und fördert so die Faltenbildung. Auch dicke Augenringe und Hautunreinheiten können auf den täglichen Salzkonsum zurückgehen.

Nahrung als Anti-Aging für die Haut!

Sich schön essen klingt gut, verlangt aber einiges Wissen um das Zusammenspiel von Vitaminen, Mineralstoffen und dem Stoffwechsel. Ein allgemeines Geheimrezept hierzu wird wohl ein Traum bleiben. Viele Faktoren spielen eine Rolle wie Schlaf, Stress, Verdauung, Bewegung, Hygienegewohnheiten und schließlich unser täglich Quantum Wasser. Aber nichts desto trotz gibt es immer wieder neue Studien, die auf der Suche nach den wichtigen Stellschrauben einzelne Stoffe genauer unter die Lupe nehmen. Vieles was im Zuge der aktuellen Covid-19-Forschung das Immunsystem stärkt, hilft auch der Haut ihre Jugendlichkeit länger zu erhalten. Pflanzliche Extrakte gehören zentral hierzu. Was der Ausleitung und der Verdauung hilft, nützt ganz generell auch der Haut. Im Frühjahr kann man dies sehr günstig mit einer Teekur aus jungen Brennnesseln, Löwenzahn oder auch Vogelmiere probieren. Junge Kräuter aus dem Garten, Wald und Wiesen sind ein altes Mittel um Gefäße zu reinigen und den Stoffwechsel anzukurbeln, am besten kombiniert mit wichtigen Bitterstoffen um den Darm aufzuräumen und die Verdauung zu unterstützen.

Von Biotin bis zu Omega-3-Fetten
Es lassen sich daneben aber auch Lebensmittel finden, die speziell Haut und Haare mit den wichtigsten Nährstoffen versorgen. Das Beta-Karotin in Karotten ist wichtig für ihren Aufbau und die Funktion, wirkt antioxidativ und optimiert den Eisenstoffwechsel. Auch Wallnüsse sind inzwischen als Powerfood bekannt und liefern Omega-3-Fettsäuren und Biotin, ebenfalls verantwortlich für gesunde Haut, Haare und Nägel. Das enthaltene Vitamin E schützt Zellen und Haut vor vorzeitiger Alterung. Frischer, junger Spinat, den man ab Mai bekommt, hilft nicht nur Kindern beim Wachstum, sondern bewahrt mit viel Vitamin C und A sowie Biotin später vor frühzeitiger Zellalterung. Wenn es um gesunde Proteine geht, sind Haferflocken unschlagbar. Haferbrei liefert somit reichlich Zink, Eisen, Kalzium, Magnesium und außerdem Biotin. Wenn man noch einige Wallnüsse, ein paar Kürbiskerne und schwarze Johannisbeeren dazugibt, hat man einen optimalen Start in den Tag. Kürbiskerne enthalten viel Zink und Eisen, schwarze Johannisbeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben und versorgen außerdem unseren Kalium-Haushalt. Eisen und Kalium sind verantwortlich für den Wasserhaushalt und damit für die Gewebespannung. Grundsätzlich ist es für Frauen wichtig auf ausreichend Eiweiß zu achten, da sie für die Kollagene und das Elastin in der Haut zuständig sind. Eine gute Eiweißversorgung kann kombiniert mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3-Fette die Hautalterung reduzieren.

Morgens, mittags, abends?
Der Haferbrei am Morgen ist das ideale vollwertige Frühstück nicht nur für die Haut. Mit einer Portion Vollkornnudeln mit Linsen-Bolognese zum Mittag versorgt man sich neben Biotin, Vitamin E, Zink, Magnesium und Eisen auch mit genügend Eiweiß. Bereitet man sich sein Essen selber zu, ist es sinnvoll auf Bioqualität zu achten, um unerwünschte Schadstoffe zu vermeiden. Jetzt mit dem Beginn des Sommers sollte man sich regelmäßig Beeren gönnen, denn ob Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren oder Stachelbeeren, alle enthalten reichlich sekundäre Pflanzenstoffe. Sind sie nicht verfügbar, hilft auch das Lycopin aus Tomaten, Hagebutten und Aprikosen. Es gilt als starker Radikalfänger und schützt vor Zellschäden – auch bei Sonnenbrand und Hautverletzungen. Aktuell gilt auch der Granatapfel als Anti-Aging-Frucht schlechthin. Insgesamt gilt für die Haut die Regel, eine natürliche abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Fisch hilft dem Hautbild letztlich mehr als nur auf Cremes zurückzugreifen ohne darauf zu achten, was man ihr täglich über das Essen und Trinken anbietet.

Silikone in der Kosmetik und ihre Wirkung!

Silikone kennen die meisten vor allem von Haarpflegeprodukten. Daneben findet man sie in täglichen Haushaltshelfern wie Wasch- und Reinigungsmitteln, aber auch in Bodylotions, Hautcremes, Lippenstiften, Duschgel, im Sonnenschutz oder der Mascara. Auch wenn sie keinerlei pflegende Wirkung haben, nutzt sie die Kosmetikindustrie gern, um Produkte geschmeidig, besser deckend und leichter auftragbar zu machen. Dieser Kunststoff, der aus Erdöl gewonnen wird, wirkt beispielsweise im Haar wie ein Füllstoff zum Kitten um die Haare voller und glänzender zu machen. Silikone sind rein synthetische Polymere, leicht herzustellen, kostengünstig und lange haltbar, aber schwer abbaubar, umweltbelastend und gerade aus den Haaren schwer wieder heraus zu bekommen. Sie sind meist nicht wasserlöslich. Dann braucht man spezielle Shampoos um sie wieder los zu werden. Leicht vorstellbar, wenn man bedenkt, wo Silikon im Haushalt sonst eingesetzt wird. Jeder kennt es als Fugendichtmittel in Bädern und Küchen oder als Antihaft-Backformen. Nichts bleibt haften, Hitze kann ihm nichts anhaben und es ist so ziemlich unkaputtbar. Man findet es übrigens auch häufig in den inzwischen beliebten Menstruationstassen.

Aber was soll es auf der Haut? In Lippenstiften ist Silikonöl oft für den Long-Lasting-Effekt zuständig, in der wasserfesten Mascara fürs Abperlen und bei Anti-Falten-Cremes nutz man den Fülleffekt. Die Oberfläche wird glatter, geschmeidiger und wirkt jünger, denn es zieht nicht ein, sondern verbleibt auf der Oberfläche. Der erste Eindruck ist dadurch natürlich positiv, aber langfristig schadet es mehr, als dass es hilft. Basis-Silikonöle oder Dimethicone sind es vor allem, die in der Kritik stehen. Sie legen sich wie ein Film auf die Haut, behindern den Sauerstoff- und Wasseraustausch und stören die hauteigenen Regenerationsprozesse. Auch Pflegewirkstoffe können nicht mehr ungehindert in die Haut eindringen.

Als Gesundheitsrisiko wurden sie bisher nicht eingestuft, für die Umwelt sind sie jedoch ein echtes Problem, denn sie sind nicht biologisch abbaubar. Große Mengen gelangen in die Abwässer. Kläranlagen können sie nicht herausfiltern und so belasten sie langfristig Grund- und Trinkwasser und somit auch unsere natürlichen Lebensmittel. Allerdings wurde die Silikonverbindung D4, die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflusst sowie D5 in der Kosmetik inzwischen in der EU ab bestimmten Mengen verboten. Was sie jedoch in unserem Nahrungskreislauf anrichten, ist noch nicht geklärt.

Wer auf all das verzichten will, greift zu Naturkosmetikprodukten mit Zertifikat und dem Hinweis „Silikonfrei“. Die Alternativen zu Silikon sind hier pflanzliche Öle und Extrakte. Wer Produkte mit Silikonen vermeiden will, sollte auf Inhaltsstoffe achten, die auf -icone und -iloxane enden. Bei einigen Kosmetikbloggern und Influencern findet man im Web Statements, die den Ruf der Silikone retten wollen. Sogar heilen, schützen und pflegen sollen sie. Letztlich gilt auch hier vermutlich das Prinzip „Die Menge macht das Gift“. Ein zu viel an Kunststoff auf der Haut, im Haar, in Nahrungsmitteln, im Wasser und in der Umwelt kann nun mal nicht gut sein. Grundsätzlich gilt: Silikone sind zwar nicht giftig, aber schwer abbaubar und haben nur einen kurzfristigen Effekt. Schon der Umwelt zuliebe sollte man ihren Gebrauch reduzieren und besonders bei problematischer Haut auf Naturkosmetikprodukte umsteigen.

Peelings – nachhaltig, pflegend und umweltbewusst!

Bei kosmetischen Peelings will man möglichst auf umweltschädliche Zusätze wie Mikroplastik und unnötige Chemie verzichten. Gerade Peelings mit problematischen Inhaltsstoffen können nicht nur der Umwelt, sondern auch der Haut nachhaltig schaden. Da beim Peelen die oberste Hautschicht abgetragen bzw. -geschmirgelt wird, können die verwendeten Wirkstoffe tiefer in die Haut eindringen. Es lohnt sich also hier genau auf die Inhaltsstoffe zu achten. Auf der sicheren Seite ist man mit hochwertigen pflanzlichen Peelings z. B. dem prämierten Duschpeeling von Börlind oder den Körperpeelings von L’Occitane. Hier werden Peelingzusätze aus Mandel- oder Nussschalen oder gemahlene Kerne von Oliven, Pfirsichen oder Aprikosen verwendet. Bei Gesichtspeelings kommen feinere Schleifsubstanzen zum Einsatz als bei Körperpeelings. Vorsicht ist bei unreiner Haut mit Pickeln geboten. Damit es durch das Peelen nicht zu einer Schmierinfektion kommt, besser kein Rubbelpeeling, sondern ein Enzympeeling nutzen. Peelings lassen die Haut besser durchbluten und regen die Zellerneuerung sowie die Produktion von Collagen und Elastin an. Mit ein bis zwei Anwendungen pro Woche wird die Haut glatter, rosiger und der Grauschleier vom Winter ist schnell vertrieben. Danach freut sich die Haut über eine Extraportion Feuchtigkeit oder auch ein Anti-Aging-Serum.

Gesunde, nachhaltige und effektive Peelings kann man sehr leicht selbst herstellen, sogar aus der Alltagsküche. Bekannte und beliebte DIY-Peelings enthalten vor allem Salz oder Zucker. Man sollte hierbei aber unterscheiden, wofür man es einsetzen will. Ein Peeling aus grobem Meersalz ist besonders für Füße, Ellenbogen und Fersen geeignet, überall da, wo die Haut dicker ist. Hierfür braucht man 100 ml Sonnenblumen- oder Olivenöl und mischt es mit 100 g Meersalz. Einige Tropfen Zitronen- oder Lavendelöl machen es auch für die Nase attraktiv. Auch ein Sugar-Scrub aus 100 ml Kokosöl und 50 g braunem Bio-Zucker ist schnell fertig. Wer es etwas cremiger mag, gibt noch einen Löffel Honig dazu.

Für ein Gesichtspeeling benutzt man am besten Obst- oder Nusskernmehl (bei trockener Haut) sowie Heil- oder Mineralerden (bei fettiger oder unreiner Haut). Man kann auch neue Kombinationen ausprobieren, z. B. mit verschiedenen Ölen wie Mandel oder Avocadoöl, (besonders bei trockener Haut) sowie unterschiedlichen Zuckersorten, am besten in Bioqualität. Vorsicht ist bei ätherischen Ölen geboten, zu viel kann Entzündungen oder Hautirritationen zur Folge haben. Bei empfindlicher trockener Haut eignet sich für das Gesicht ein DIY-Enzympeelingaus dem Fruchtfleisch der Papaya. Kombiniert mit einer zerdrückten reifen Banane und einem Löffel Honig kommt dies ganz ohne Rubbeln aus. Einfach für 10 Minuten auftragen und dann mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Intensive Pflege bei trockener und gereizter Kopfhaut!

Intensive Kälte draußen und Heizungsluft drinnen setzt der stärksten Kopfhaut zu. Auch Mützen bremsen die natürliche Sauerstoffversorgung und damit eine gesunde Durchblutung.  Selbst wer sonst wenig Probleme mit trockener Kopfhaut hat, sollte jetzt zu milden Shampoos oder auch mal einer Ölkur greifen. Wird eine trockene Kopfhaut ignoriert, riskiert man langfristig hartnäckige Schuppenbildung. Grundsätzlich hilft es der Kopfhaut, die Haarwäschen zu reduzieren, nur mit lauwarmem Wasser zu waschen und auf das Föhnen sowie Bürsten, die die Kopfhaut reizen, zu verzichten. Natürliche Pflegemittel mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen wie das Kur-Shampoo Apaisant von Phyto oder ganz Tensidfreie Shampoos wie das rückfettende Extroderm Shampoo von Dado Sens eignen sich besonders gut.

Eine regelmäßige Ölkur ist eine einfache und effektive Methode das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen. Für dieses simple Hausmittel eigenen sich vor allem Oliven-, Kokos-, Avocado- oder Jojobaöl in Bio-Qualität oder die Neem Ölkur von Dr. Hauschka. Einige Tropfen auftragen, einmassieren und am besten für einige Stunden oder über Nacht einwirken lassen. Danach die Haare mit einem milden Shampoo auswaschen. Als reizlindernde Leave-On-Spülung hilft ein Lavendelwasser für Haaransatz und Haarlängen. Beim Essen auf ausreichend Omega-3-Fettsäuren durch Fisch, Rapsöl und Paranüsse achten und wie bei allen Hautproblemen immer auch den Zink- und Eisenhaushalt im Auge behalten. Gute Feuchtigkeitslieferanten sind Urea, Aloe Vera und Linolsäuren in Sensitiv-Shampoos wie zum Beispiel von Linola. Bei stark juckender Kopfhaut hilft auch die DermoCappilaireUrea-Pflege von Eucerin als Shampoo und Tonikum. Der aktuelle Coronatrend die Haare einfach ausfetten zu lassen, hilft der Kopfhaut übrigens wenig, man nährt damit eher Pilze oder fettige Schuppen. Dermatologen raten deshalb als Allheilmittel davon ab.

Eine gesunde Kopfhaut ist die Basis für schöne glänzende Haare. Leidet diese, sieht man dies auch bald den Haaren an. Eine sinnvolle Kopfhautpflege hilft deshalb auch einer gesunden Haarsubstanz. Übrigens sind nicht nur schwankende Temperaturen im Winter, sondern auch Stress und Hormonschwankungen Auslöser für einen gestörten pH-Wert der Kopfhaut und bremsen die Neubildung der Hautzellen. Auch allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten oder Lebensmitteln können natürlich die Ursache sein.