Zusätzliche Gesundheits-Dienstleistungen in Apotheken (pDL)

Die Abkürzung pDL steht für neue Gesundheits-Dienstleistungen, die man künftig in der Apotheke in Anspruch nehmen kann. Die im Juni beschlossene Apothekenreform sieht u. A. hierbei eine zusätzliche Ausweitung vor. Damit sollen überfüllte Hausarztpraxen entlastet und die Versorgung der Patienten/innen flächendeckend gewährleistet werden. Einzelne pDLs existieren schon seit Mitte 2022, ihre Bekanntheit lässt aber noch zu wünschen übrig. Von den Bären-Apotheken wird seither vor allem das Medikationsmanagement angeboten. Aktuell geht es um die Ergänzung neuer Impfangebote und ein erweitertes Medikationsmanagement, aber auch die regelmäßige Kontrolle einzelner Blutwerte und des Blutdrucks sowie die kontinuierliche Messung und Überwachung bei Diabetes, Bluthochdruck oder Adipositas.

Detailplanung bis September
Daneben soll künftig auch die Schulung der Patienten/innen im Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln wie Asthma-Sprays oder Pens, die bei Diabetes oder Adipositas zum Einsatz kommen, durchgeführt werden. Das pharmazeutische Medikationsmanagement könnte künftig allen Patienten/innen mit einer komplexen Dauermedikation, egal ob neu oder alt, zu Gute kommen. Für die Umsetzung und die Detailplanung der neuen Angebote hat die Bundesapothekerkammer bis September Zeit. Dann erst können auch die einzelnen Apotheken mit der Schulung der Mitarbeiter/innen beginnen. Vor allem für die geplanten Blutentnahmen sind entsprechende Schulungen der Apotheken-Mitarbeiter/innen nötig