Gesundheitsrisiko Vapes
Nicht zum ersten Mal nehmen wir uns der bunten hippen Vapes an, deren Dampfwolken manchen Nutzer komplett einnebeln. Als sie vor einigen Jahren als neueste E-Zigarette auf den Markt kam, dachten viele noch mit weniger Nikotin sei es die ungefährlichere Alternative. Doch immer mehr Studien belegen inzwischen die riskanten Seiten des Vapens. Erste Übersichtsstudien zeigen vor allem das Risiko für Lungen- und Mundhöhlenkrebs. Echte Langzeitstudien kann es aber noch nicht geben. Erschwert werden Studien auch durch die flankierende Nutzun von Zigaretten zusätzlich zu den E-Zigaretten. Beides verhindert, Vapes schon heute als eindeutig krebserregend zu kennzeichnen. Die Signale sind aber nicht zu übersehen, so dass jetzt hierauf aufmerksam machen sollte. Gerade das Erhitzen von Nikotin und künstlichen Aromen gefährdet Lunge und Herz-Kreislauf-System.
Reichlich künstliche Aromen
Besonders beliebt sind Vapes nach wie vor bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Über eine Millionen Abnehmer haben sie hierzulande schon gefunden. Angesichts der Vielfalt an Produkten kann man nicht sicher sein, überhaupt alle enthaltenen Stoffe zu kennen. Gerade vermeintlich fruchtige Aromen wie z. B. Mango, Himbeere oder Blaubeere verharmlosen das Risiko. E-Liquids oder Verdampfer funktionieren mit Flüssigkeiten, die teilweise ohne oder mit geringem Nikotingehalt auskommen. Aber egal wie hoch der Anteil ist, Nikotin macht immer süchtig.
Gefährliches Nikotin
Dazu kommen Kleinstpartikel aus Schwermetallen und Chemikalien wie Blei, Formaldehyd und Benzol, die beim Dampfen die Lunge passieren. Das enthaltene Nikotin fördert außerdem Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Gefäßschäden und Bluthochdruck. Hat sich bereits eine Abhängigkeit entwickelt, kommen Schlafstörungen, Reizbarkeit und Nervosität dazu. Die Hersteller spielen nach wie vor die Risiken herunter, aber immer mehr Mediziner/innen warnen vor Krebs- und Langzeitrisiken, die noch gar nicht vollständig absehbar sind.
Influencer trotzen Werbeverbot
Das bestehende Werbeverbot für E-Zigaretten wird leicht über Influencer auf den üblichen Social-Media-Kanälen umgangen. Auch in der Musikszene sind Vapes ein beliebtes Lifestyle-Produkt. Und ständig kommen neue Liquids auf den Markt mit insgesamt geschätzten 5000 teilweise nachweislich krebserregenden Substanzen. Manche davon sind zwar für die orale Aufnahme in den Verdauungstrakt zugelassen, nicht aber für Atmung und Lunge.



