Schützt die MIND-Diät vor Demenz

Die Ernährung spielt bei vielen Krankheiten eine wichtige Rolle. Neue Studien belegen, dass diese auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns im Alter steigern kann. Je früher man damit beginnt, desto größer ist der Nutzen. Hinter der Abkürzung MIND (Verstand) steckt eine spezielle mediterrane Ernährung, die den Verlust neurodegenerativer Fähigkeiten beeinflusst, deren Abbau mit zunehmendem Alter die allermeisten trifft. Entscheidend ist dabei die tägliche Kombination aus Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten, Olivenöl, Fisch oder Geflügel sowie Nüssen und Beerenobst. Sogar das Gläschen Wein steht bei MIND mit auf dem Speiseplan. Für den Schutz des Gehirns und der Nervenzellen sollte man den Verzehr bestimmter Lebensmittel allerdings stark einschränken. Dazu gehören neben rotem Fleisch vom Rind und Schwein, Butter, Margarine, fetter Käse, Frittiertes, Gebäck und Süßigkeiten sowie Fastfood. Insbesondere Fett und Zucker reduzieren die Leistungsfähigkeit des Gehirns und erhöhen das Alzheimer-Risiko erheblich.

Ausnahmen sind unkritisch
Wichtig sind dagegen drei Portionen Vollkorngetreide täglich wie z. B. Vollkornpasta, -reis, -brötchen, Hirse oder Haferflocken. Dazu kommen zwei Portionen grünes Blattgemüse beispielsweise Spinat, Mangold oder Salat und mindestens ein weiteres Gemüse nach Wahl. Als Snack zwischendurch eignen sich Nüsse. Einmal pro Woche gehört Fisch auf den Speiseplan und zweimal Geflügel. Wichtig sind Hülsenfrüchte, insbesondere Bohnen und Kichererbsen, am besten alle zwei Tage sowie Beeren mehrmals pro Woche. Hin und wieder Ausnahmen an besonderen Tagen stellen kein großes Problem dar, solange man sich überwiegend an die Regeln hält. Auch die Mengen sind unerheblich, weshalb man es eher als Ernährungsweise statt als Diät bezeichnet. Entscheidend ist die Wirkung der Mikronährstoffe, die in Gemüse, Beeren, Fisch und Olivenöl stecken, wie Vitamin A + B, Omega-3-Fettsäuren sowie Pflanzenstoffe mit antioxydativer Wirkung. Diese wirken sich nebenbei positiv auf Gefäße und Blutdruck aus.

Wie gefährlich ist das RS-Virus für Kinder?

Im letzten Jahr hat neben Corona das RS-Virus viele Eltern von Kleinkindern und Säuglingen beunruhigt. RS steht für Respiratorisches-Syncytial-Virus, das die Atemwege befällt und für eine Keuchatmung bekannt ist. Es taucht regelmäßig im Herbst/Winter auf und gehört zu den häufigsten Auslösern von Atemwegserkrankungen. In der Regel kommt es durch RSV-Infektionen selten zu Krankenhauseinweisungen. Doch 2021 mussten hieran erkrankte Kinder häufig in Kliniken behandelt werden, da das Immunsystem aufgrund der Pandemie- und Hygienemaßnahmen zu wenig trainiert war. Im September 2021 warnten Kinderärzte vor einem Anstieg der Infektionen bei unter Dreijährigen. In diesem Alter sind die Abwehrkräfte noch nicht voll ausgebildet und die noch unreife Lunge kann zu einem absteigenden Infekt mit krampfartigem Husten führen. Die Bronchien sind oft stark verschleimt oder entzündet und erschweren die Atmung. Nicht selten ist dann eine Atemunterstützung mit Sauerstoff und eine stationäre Behandlung nötig. In den ersten zwei Lebensjahren stecken sich fast alle Kinder mit dem RS-Virus an und bilden Antikörper.

Rechtzeitig mit Antikörpern vorbeugen
Kinder mit Vorerkrankungen und einem geschwächten oder unterdrückten Immunsystem werden deshalb i. d. R. rechtzeitig vor der Erkältungssaison mit Antikörpern behandelt. 2021 war es in vielen Fällen durch den frühen Begin der RSV-Saison hierfür zu spät. 2020 war diese quasi ausgefallen. Für die meisten größeren Kinder bedeutet das Virus nur eine gewöhnliche Erkältung. Für Säuglinge birgt es dagegen die erhöhte Gefahr einer Lungenentzündung. Ein schneller pfeifender Atem verbunden mit schlechtem Trinken können Hinweise auf eine RSV-Infektion sein. Durch einen Rachenabstrich und Schnelltest lässt sich das Virus in wenigen Stunden nachweisen. Man sollte deshalb mit einer Klärung der Symptome nicht lange warten und Risikokinder in der Erkältungssaison vor Ansteckungsquellen schützen. Von Antibiotika wird oft abgeraten, da es Kinder anfälliger für weitere Atemwegserkrankungen macht. 

Gibt es negative Kalorien wirklich?

Das Frühjahr ist für viele die beste Zeit um das Gewicht zu reduzieren. Dass einseitige Diäten nur kurzfristig geeignet und gesundheitlich wenig sinnvoll sind, ist bekannt. Aber noch immer kursieren in den Medien und im Netz zahlreiche Mythen. Eiskaltes Wasser zu trinken gehört ebenso zu den sinnlosen Kalorienkillern wie ständiges Kaugummikauen. Beides verbraucht verschwindend wenig Kalorien. Auch die sogenannten negativen Kalorien gelten seit Jahren als Abnehm-Geheimtipp. Grundsätzlich klingt es verlockend, nur Lebensmittel zu essen, die sehr wenige Kalorien enthalten und für deren Verdauung und Verstoffwechselung der Körper mehr Kalorien verbraucht als diese u. U. mitbringen. Von diesen dürfte man dann so viel essen, wie man will und nehme dabei in jedem Fall ab. Daher stammt die These von den negativen Kalorien. Aber ist das vielleicht nur ein Rechenfehler? Irrtümlich geht man davon aus, dass die angegebene Kalorienmenge in den Tabellen einen Grundwert darstellen. Dabei wurden jene Kalorien, die der Körper für die Aufnahme von Karotten, Melone & Co. benötigt, bereits abgezogen. Sellerie beispielsweise wird in allen Auflistungen mit 8 Kalorien pro Stange geführt, dabei müssten es eigentlich 10 Kalorien sein.

Die Mischung machts
Man geht auch irrtümlich davon aus, dass der Körper immer alle Kalorien verbraucht, die man zu sich nimmt. Dabei gibt es je nach Ernährungsweise einige Mitläufer, die unverwertet den Darm passieren, wie Ballaststoffe, die aber sehr sinnvoll sind, da sie den Stoffwechsel ankurbeln. Wie so oft, macht es die gesunde Mischung aus. Also nicht mehr Kalorien zu sich nehmen als man braucht und zu vielen vollwertigen und ballaststoffreichen Lebensmitteln kombiniert mit hochwertigen Fetten greifen. Zu den kalorienärmsten Lebensmitteln gehören neben Sellerie z. B. Karotten, Zucchini, Spinat, Gurken, Radieschen, Blattsalate, grüne Bohnen, Tomaten und Champignons. Beim Obst enthalten Wassermelonen, Erdbeeren, Orangen, Grapefruit und Äpfel die geringste Menge an Kalorien.

Was regt die Selbstheilungskräfte an?

Man nennt sie auch unsere inneren Ärzte, die sich mit Verletzungen, Krankheiten und Eindringlingen eigenständig auseinandersetzen. Knochenbrüche, Schnitte, Hämatome oder kleinere Entzündungen erledigt der Körper meist selber. Unterstützend wirken hierbei vor allem positive Gedanken und Gefühle, denn unsere Selbstheilungskräfte hängen direkt zusammen mit dem seelischen Gleichgewicht und der Psyche. Sind wir schlecht aufgestellt, überfordert und gestresst, wirkt sich das negativ aus. Man weiß inzwischen, dass Depressionen die Entstehung schwerer Erkrankungen begünstigen. Da die Medizin diesen Zusammenhang erkannt hat, gibt es inzwischen das Fachgebiet der Psychoneuro-Immunologie. Eine positive Einstellung macht letztlich auch ein Placebo zu einer wirksamen Therapie. Im Gegensatz dazu blockieren negative Gedanken und Stress die Heilung. Ein geschulter Geist kann dagegen mittels positiver Empfindungen die Selbstheilung anregen. Dabei handelt es sich nicht etwa um Esoterik oder gar Wunderheilung, sondern um ein biologisches Prinzip im Zusammenspiel von Hormonen und Immunsystem.

Entschleunigung, Ernährung und Schlaf
Jede Form medizinischer Unterstützung dient letztlich auch als Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn man Medikamente einnimmt oder sich operieren lässt, endet damit nicht die eigene Selbstheilung. Die Abwehr von Stress durch Entspannung, Entschleunigung und Achtsamkeit ist das wichtigste Mittel diese inneren Kräfte zu stärken. Auch über den Schlaf, die Ernährung, die Gewichtskontrolle, regelmäßige Bewegung und das Atemtraining lässt sich viel bewirken. All diese Faktoren greifen ineinander und verstärken den positiven Effekt auf die Selbstheilung. Entspannungstechniken, Meditation oder Yoga sorgen für eine Konzentration auf die Atmung, ähnlich wie beim Ausdauersport. Es entsteht eine positive Stimmung mittels Ausschüttung von Serotonin und Melatonin. Stress heizt dagegen die Produktion von Adrenalin und Dopamin an. Es gilt deshalb, nie die Eigenverantwortung für unsere Selbstheilungskräfte zu vergessen.

Kann man sein Mikrobiom aktiv verändern?

Früher nannte man es Darmsanierung oder Symbioselenkung, wenn man die Darmflora als Teil unserer Verdauung und des Immunsystems durch Probiotika stärken wollte. Seit einiger Zeit hat sich dieser Forschungsbereich grundlegend verändert. Heute spricht man von Mikrobiomtherapie, auch das Stichwort Míkrobiomdiäten findet man oft. Dabei sind die Details des riesigen Mikrobioms im Darm noch gar nicht vollständig bekannt. Erschwerend kommt hinzu, dass seine Zusammensetzung aus Bakterien, Viren und Pilzen individuell sehr verschieden ist. Und doch ist es für die Gesundheit so wertvoll – je vielfältiger, desto gesünder. An unserem Mikrobiom lässt sich ablesen, wie wir uns ernähren, ob wir rauchen, viel Alkohol trinken, ob Antibiotika oder andere Medikamente wie Säureblocker oder Psychopharmaka eingenommen werden. Auch wenn die Forschung noch am Anfang steht, ist man sich sicher, dass man viele Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Übergewicht, Depressionen und Asthma direkt durch eine Veränderung des Mikrobioms hierdurch beeinflussen kann. Ziel ist es individuelle Therapien zu entwickeln. Die sogenannte Stuhltransplantation (FMT) ist ein erster Schritt, der aber noch einige Risiken birgt und derzeit noch durch Studien abgesichert wird.

Einfluss von Lebensweise und Ernährung

So kompliziert es ist unser Mikrobiom bewusst zu verändern, so leicht lässt es sich durch Infektionen, Fehlernährung, Medikamente, Stress und Krankheiten aus dem Gleichgewicht bringen. Nur durch eine Veränderung der Lebensweise und Ernährung können wir es selbst aktiv beeinflussen. Rund 80 Prozent hiervon müssen aber noch entschlüsselt werden und auch die Frage ob man wirklich lebende Mikroorganismen oder aber deren Stoffwechselprodukte benötigt um seine Zusammensetzung zu beeinflussen, ist offen. Viele Forschungsinstitute arbeiten an all diesen Fragen, bevor man hieraus neue sichere Therapien entwickeln kann. Bis dahin können wir mit weniger Fastfood und einer ausgewogenen ballaststoffreichen Ernährung mit viel Obst und Gemüse, ungesättigten Fetten, Joghurt und Kefir negativen Veränderungen vorbeugen.

Was macht Myrrhe zur Arzneipflanze 2021?

Die meisten kennen Myrrhe als wertvolle Gabe der Heiligen Drei Könige aus der Weihnachtsgeschichte. Doch schon im alten Ägypten, im antiken Griechenland und bei den Römern wusste man Bescheid über die heilende Kraft des rot bis gelbbraunen Harzes, das aus der Rinde des Myrrhe-Strauchs austritt, gleichzeitig galt es als Luxusgut. Heute verbindet man mit der Myrrhe eher religiöse Feste. Das getrocknete Gummiharz war als Arzneimittel vor allem gegen Husten und zur Wundbehandlung bekannt und verbreitet. Hildegard von Bingen nannte sie in ihren mittelalterlichen Schriften wirksam bei Gelbsucht, Verdauungsproblemen sowie Fieber. Heute nutzt man Myrrhetinktur vor allem zur Spülung bei Beschwerden im Mund- und Rachenraum sowie bei Zahnfleischentzündungen. Auch Schürfwunden oder Entzündungen der Haut lassen sich hiermit behandeln. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe des Harzes bekämpfen auch unerwünschte Bakterien. Außerdem ist seine Wirkung zur Behandlung entzündlicher Darmbeschwerden wie Colitis ulcerosa, bei Durchfall und als krampflösendes Mittel bekannt.

Der knorrige kleine Baum mit den spitzen Dornen gibt nach Ritzen der Rinde den Milchsaft frei. Allerdings sagt man diesem mehr Heilkraft und Wirkung nach, wenn er von selbst fließt, ohne dass der Mensch nachhilft. Das flüssige Harz trocknet an der Luft ein und bildet kleine Klumpen an der Rinde. Pro Baum können so bis zu 4 kg gesammelt werden. Neuere Studien belegen, dass das Harz der Myrrhe schmerzstillende und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und außerdem den Cholesterinspiegel senkt. Als Salbe nutzt man es äußerlich bei kleineren Wunden oder Entzündungen. Daneben wird Myrrhe auch zur Aromatherapie und aufgrund seines frischen erdigen Duftes als Basis für Parfums eingesetzt. In vielen Kulturen nutzte man das Harz für Salböl bei religiösen Salbungen und zum Weihräuchern. Durch das Lösen in Alkohol macht man die mystische Myrrhe für Tinkturen nutzbar. Als Arzneipflanze des Jahres bekam die Heilkraft der Myrrhe jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit.

Wächst Superfood auch bei uns?

Bei gesundheitsfördernden Superfoods denkt man beispielsweise an Gojibeeren, Chiasamen oder auch Matchatee. Je exotischer desto besser und gesünder? Dabei vergisst man oft die zahlreichen heimischen Gemüse-, Obst- und Getreidesorten, die durchaus in ihrem Vitaminreichtum und der Nährstoffdichte mit den Exoten mithalten können. Auch im Hinblick auf den Klimaindex ist es ratsam auf regionale Superfoods umzusteigen und nebenbei freut sich auch der Geldbeutel. Heimische Sorten kann man außerdem meist frisch genießen und sie müssen aufgrund der langen Transportwege aus Asien oder Südamerika nicht getrocknet werden. Für Smoothies kann man statt dem beliebten Matcha-Pulver z. B. heimische Wildkräuter wie Gundermann, Brunnenkresse oder Vogelmiere nehmen. Und wer seinen Smoothie gern mit Farbe aufpeppt, braucht dazu keine Açaí-Beeren, sondern kann Blau- oder Holunderbeeren und sogar Rotkohl nehmen. All dies enthält ebenfalls viel vom gesunden Farbstoff Anthocyan, der die Açaí-Beere zum Superstar unter den Superfoods macht. Die beliebten Chiasamen lassen sich leicht durch Leinsamen ersetzen, Quinoa durch Hirse und wer auf Goji-Beeren schwört, sollte es mal mit dunklen Johannisbeeren probieren. Es gibt für vieles eine echte Alternative, meist weniger durch Pestizide belastet und nicht wie die Exoten aufgrund der steigenden Nachfrage überteuert.

Hinzukommen gerade jetzt im Herbst einige unserer stärksten heimischen Nährstoffwunderwaffen wie Grünkohl, Feldsalat, rote Beete, Sauerkraut, Sanddorn, rote Trauben und Kürbiskerne, der ideale Snack für zwischendurch, mit viel Tryptophan, das die Produktion von Serotonin anregt. Nicht zu vergessen frische Nüsse, vor allem Wallnüsse, die jetzt wieder geerntet werden. Es lohnt sich in jedem Fall genauer auf die Inhaltsstoffe der bekannten Superfoods zu achten und nicht auf Werbeparolen zu vertrauen. Antioxidantien für den Zellschutz, wertvolle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe findet man in unseren heimischen Sorten oft sogar in größeren Mengen.

Wie sich die Psyche auf die Haut auswirkt!

Gerade nach dem Sommer braucht die Haut Unterstützung um sich zu regenerieren. Sonne Salz, Sand, Sonnenschutzmittel und oft auch Chlor haben ihr einiges abverlangt. Einerseits will man die erlangte Bräune möglichst lang erhalten, andererseits die Haut aber auch wieder geschmeidig machen. Bräune bedeutet in erster Linie mehr Melanin. Die dunklen Hautpigmente bilden sich um uns vor UV-Strahlung zu schützen. Sonnengebräunte Haut ist also auch gestresste Haut. Nicht selten bilden sich nach einem sonnenreichen Sommer deshalb verstärkt Pigmentflecken. Die gebräunte obere Schicht verdickt sich, wird trockener und weniger elastisch. Im Urlaub wirkte die Haut noch prall und jugendlich, doch zu Hause eher fahl und müde. Es zeigt sich das, was man beim Wunsch nach sonnengebräunter Haut nur allzu gern vergisst: die vorzeitige Hautalterung durch Photoaging mittels UV-A-Strahlung.

Wichtig ist es jetzt ihr je nach Hauttyp viel Feuchtigkeit zu geben. Allzweckwaffen wie Mandelöl und Sheabutter sind nicht für jeden geeignet und vor allem bei zu Unreinheiten neigender Haut oft zu viel des Guten. Ein Feuchtigkeitsbooster, der gleichzeitig freie Radikale durch die UV-Strahlung in der Haut reduziert, ist dagegen die Aloe Vera. In südlichen Ländern ist sie schon lange bei Sonnenbrand kein Geheimtipp mehr. Dabei hilft sie nebenbei auch gegen Pickel und Akne und nicht nur der sonnengestressten Haut. Um die Haut jetzt wieder aufnahmefähig und elastisch zu machen, sollte man regelmäßig milde Peelings benutzen. Fruchtsäurepeelings eignen sich besonders zum Regenerieren, um abgestorbene Hautschüppchen loszuwerden, die Durchblutung anzuregen und auch leichte Hyperpigmentierungen zu reduzieren. So wird die Hautstruktur geglättet und der Teint wieder frisch. Nach dem Peelen wirken konzentrierte Seren mit Hyaluronsäure, Vitamin C oder E besonders intensiv – bei uns z. B. von SkinCeuticals erhältlich. Auch tiefenwirksame Feuchtigkeitsmasken sorgen nach dem Urlaub für einen entspannteren Teint. Häufen sich trotz allem die „Bad Skin Days“, ist es vielleicht an der Zeit sich einem Hautprofi anzuvertrauen oder zumindest beraten lassen.

Kann Autophagie die Selbstheilung anregen?

Seit den 1980er Jahren ist das Selbstreinigungssystem der körpereigenen Zellen bekannt. Sein Entdecker wurde 2016 hierfür mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Das sogenannte Zellrecycling sorgt für ein natürliches Anti-Aging-Programm, durch das sich der Körper von Zellmüll befreit und die Produktion neuer Zellen wie Aminosäuren und Lipide anregt. Die Zellalterung kann so verlangsamt und Krankheiten bekämpft werden. Abbauprodukte werden als Abfall identifiziert und ausgeschieden, andere zur Energiegewinnung genutzt. Der Körper zerlegt alte oder abgestorbene Zellbestandteile um sich Energie und Nährstoffe zu sparen. Im Alter nimmt die Effektivität leider ab. Funktioniert die Zellreinigung nicht mehr zuverlässig, scheint dies Krankheiten wie z. B. Krebs, Alzheimer und Parkinson zu begünstigen. Je öfter diese abläuft, desto gesünder altert man.

Man kann diesen Prozess, der gewöhnlich tagtäglich stattfindet, aber auch selbst anschieben und beeinflussen. Die Autophagie wird immer dann gestartet, wenn der Körper in Nährstoffmangel gerät, wie beispielsweise beim Fasten oder wenn er positivem Stress ausgesetzt ist wie beim Sport. Der Organismus wird demnach von Mangelsituationen positiv angeregt. Einzelne Lebensmittel haben einen ähnlichen Effekt wie die Polyphenole im Kaffee, Spermidin in Natto, Pilzen, Hülsenfrüchten sowie reifen Käsesorten und auch Sirtuinhaltige Lebensmittel, wie Kurkuma, Blau- und Erdbeeren, Grünkohl, Wallnüssen, Bitterschokolade, Chicoree, Zwiebeln, Rucola, Grüntee und Rotwein. Der stärkste Aktivator ist allerdings das Fasten, denn nach 12 Stunden ohne Nahrung wird die Selbstreinigung des   Körpers verstärkt. Mediziner empfehlen deshalb als Grundlage ein Intervallfasten um die Autophagie in Gang zu halten. Regelmäßige Darmreinigungskuren verstärken diesen Effekt zusätzlich. Die Autophagie spielt auch bei der Bekämpfung von Infektionen und bei der Stressbewältigung eine Rolle.

Mit Vitaminen gegen Covid-19?

Schon früh hat man erkannt, dass bestimmte Vitamine das Immunsystem gezielt gegen das neue Coronavirus stärken können. Studien aus dem chinesischen Wuhan der ersten Monate der Pandemie zeigten Parallelen bei Intensivpatienten wie z. B. einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Seither wurde diese Erkenntnis regelmäßig in Frage gestellt. Ähnlich ergeht es Medizinern, die die Wirkung von hochdosiertem Vitamin C bei Virusinfektionen betonen. Beide Vitamine sind gerade in Phasen wichtig in denen die Abwehrkräfte permanent gefordert sind. Schon eine gewöhnliche Erkältung lässt sich mit ausreichend Vitaminen verkürzen. Unstrittig ist auch die Tatsache, dass die Ernährung und der Nährstoffstatus einen Einfluss auf den Verlauf einer Covid-19-Infektion haben kann. Bei einer einseitigen Ernährung oder gar Nährstoffmangel hat eine Infektion leichtes Spiel. Ob für einen positiven Vitamin- und Mineralstoffpegel allein eine gesunde ausgewogene Ernährung ausreicht, ist individuell verschieden. Bei Vorerkrankungen, einem stressigen Vollzeitjob mit Mehrfachbelastung oder im hohen Alter ist der Vitaminstatus oft unbemerkt zu niedrig. Natürlich sind auch Faktoren wie Schlaf und Bewegung wichtig fürs Immunsystem. Idealerweise sollte man auf all diese Faktoren achten.

Bei vielen Corona-Risikopatienten, z. B. mit Adipositas und Diabetes, ist aber gerade die Ernährung eine Schwachstelle. Theoretisch ist eine überwiegend pflanzliche, ausgewogene vollwertige und zuckerarme Ernährung möglich, praktisch aber gerade bei älteren Patienten und chronisch Kranken schwer umsetzbar. Immer mehr Experten raten deshalb inzwischen zu einer Prävention auch durch Nahrungsergänzungsmittel. Die regelmäßige Einnahme von Vitamin D (in Kombination mit Vitamin K) sowie Vitamin C, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren unterstützt im normalen Dosisbereich die Abwehrkräfte und stellt kein Risiko dar. Wer zu höheren Dosen greifen will, sollte den Vitaminstatus bestimmen lassen. Fragen Sie gern auch uns zur passenden Dosierung.