Spät-Akne mit Bedacht behandeln!

Akne ist auch nach der Pubertät keine Seltenheit. Akne tarda, die Spät-Akne trifft etwa 8 Prozent aller Erwachsenen – Frauen häufiger als Männer. Insbesondere, weil neben Stress vor allem Hormonschwankungen eine wichtige Ursache sein können. Etwa in bzw. nach der Schwangerschaft oder auch Stillzeit, nach Absetzen der Anti-Baby-Pille oder in Verbindung mit der Menopause. Wenn also zwischen 25 und 45 plötzlich Pickel und Mitesser sprießen und sich mit einfachen Mitteln nicht in den Griff kriegen lassen, liegt es nahe an eine Spätakne zu denken. In schweren Fällen ist der/die Hautarzt/ärztin gefragt, die zusätzlich zu äußerlichen Mitteln, mit Medikamenten die Talgproduktion und Entzündungen drosseln können. Daneben ist eine zuckerarme vitaminreiche Ernährung mit wenig Fast-Food, dunklem Fleisch, Milchprodukten und Alkohol sinnvoll. Der Rat vom Profi hilft in jedem Fall Narben und langfristige Probleme zu vermeiden.

Nicht T- sondern U-Zone
Anders als im Teenager-Alter verteilen sich die Hautunreinheiten nicht in der üblichen T-Zone, sondern meist U-förmig auf Wangen, Kinn und am seitlichen Unterkiefer. Was die Haut jetzt gar nicht gebrauchen kann, sind stark entfettende Lotionen und Waschgels wie sie oft für Jüngere angeboten werden. Eine sanfte fettfreie Pflege ist dagegen bei der Akne tarda gefragt, mit viel Feuchtigkeit und Inhaltsstoffen, die Entzündungen bremsen oder vorbeugen. Unbedingt vermeiden sollte man es Pickel selbst auszudrücken. Das ist bei der Kosmetikerin besser aufgehoben, um eine Verbreitung und Vermehrung der Bakterien zu vermeiden. Sie kann auch bei der Suche nach der richtigen Pflege helfen und checken, ob neben den Anti-Pickel-Mitteln die gewohnte Anti-Aging-Pflege noch sinnvoll ist. Bei Akne ist ein Überpflegen unbedingt zu vermeiden. Um die nötige Balance und Hautbarriere wiederherzustellen gilt „weniger ist mehr“.

Sanfte Pflege und leichte Tönung
Eine pH-neutrale Reinigung und eine leichte Pflege mit entzündungshemmender Wirkung eignen sich am besten – regelmäßig morgens und abends angewendet. Einige Kosmetikhersteller haben spezielle Produkte gegen die Spätakne entwickelt wie Avène, Dermasence, SkinCeuticals und La Roche-Posay. Hierunter findet man auch hautklärende Seren, die die Talgproduktion aktiv regulieren. Um größere entzündete Pusteln zu behandeln eignen sich Pimple Patches, die durch Salicylsäure und Retinoide die Entzündung reduzieren und verhindern, dass man selbst Hand anlegt. Hydrocolloidpflaster nehmen außerdem überschüssigen Talg auf und fördern den Heilungsprozess. Sanfte entzündungshemmende Gesichtsmasken wie z. B. aus Heilerde wirken Pickeln entgegen. Auch bei Concealern und Foundations auf eine leichte Textur achten, die die Poren nicht verstopft und die Haut nicht am Atmen hindert. Bei Akne als Make-up besonders geeignet sind Mineralpuder, da diese hautverbesserndes Zink und Magnesium enthalten.

Entspannung statt Stress
Auch wenn Pickel und Pusteln psychisch eine Belastung sind und den Stresslevel noch erhöhen, ist es gerade jetzt wichtig sich regelmäßig zu entspannen um den Cortisolpegel zu reduzieren. Ein zu viel an Stresshormonen – hierzu gehören bei Akne vor allem Androgene, sorgt nur für mehr Hautfett und somit neue Pickel. Deshalb sind gerade jetzt ausreichend Schlaf, Achtsamkeits- und Atemübungen, Yoga oder ein Waldspaziergang hilfreich. Gerade bei Akne tarda ist eine ganzheitliche Behandlung, die Psyche, Ernährung und Pflege einschließt, wichtig. Grundsätzlich wirken Tiefenpeelings mit Fruchtsäuren, Vitamin A oder Kräutern wie Green Peel von Dr. Schrammek sowohl Unreinheiten als auch Fältchen und mögliche Narben entgegen. Sie gelten als Multitalente und ideale Better-Aging-Produkte. Lassen Sie sich von unserer KosmetikPraxis Tübingen entsprechend beraten.

Skin-Purging oder wie man Erstverschlimmerung erkennt

Man kauft sich ein neues klärendes Hautpflegeprodukt und nach kurzer Zeit sprießen Pickel und Hautunreinheiten. Dabei hatte man genau das Gegenteil erhofft. Eine wirksame Hautpflege, insbesondere Peelings oder Seren, die in der Tiefe arbeiten und die Haut von Grund auf helfen sich zu erneuern, können im ersten Schritt zu einem Skin Purging führen, einer Erstverschlimmerung. Nicht zu verwechseln mit Unverträglichkeiten oder gar allergischen Reaktionen – auch wenn mitunter ähnliche Symptome auftreten können. In der Regel kommt es bei Unverträglichkeiten eher zu Rötungen, Brennen oder auch Juckreiz. Unerwünschte Unreinheiten bedeuten dagegen, dass die Haut und die Wirkstoffe arbeiten, Verstopfungen, Talg und abgestorbene Hautzellen nach oben befördern und dadurch vorrübergehend neue Pickel und vor allem Mitesser auftreten.

Purging vs. Unverträglichkeit
Bei einer Unverträglichkeit spürt man nach erneutem Auftragen eine Wiederholung der Reizung. Manchmal tritt diese auch erstmals nach einigen Tagen auf, aber garantiert bei erneuter Behandlung. Beim Purging verändert sich die Hautreaktion fortlaufend und ist zeitlich begrenzt. „Klärende“ Unreinheiten treten außerdem meist in den hierfür gewohnten Gesichtsregionen auf. Bleiben die Hautirritationen dagegen über Wochen bestehen, wäre der Gang zum/r Dermatologen/in und ein Allergietest ratsam. In jedem Fall sollte man das Produkt absetzen.

Tiefenwirksame Peelings und Seren
Skin Purging beobachtet man besonders häufig bei bestimmten Wirkstoffen wie AHA (Alpha-Hydroxysäuren), BHA (Beta-Hydroxysäuren, Retinol (eine synthetische Form von Vitamin A) und Vitamin C. Ein BHA-Peeling dringt bei unreiner Haut tief in verstopfte Poren ein und hilft den Talg abzutragen. AHA-Peelings wirken dagegen mehr an der Hautoberfläche und sind auch für trockene und reife Haut geeignet. Retinol-Seren beschleunigen vor allem die Zellerneuerung, unterstützen aber auch die Klärung der Haut. Bei empfindlicher Haut sollte man mit Retinol vorsichtig sein, sie könnte dadurch gereizt werden.

Doch ein hormoneller Akne-Schub?
Schwieriger ist die Abgrenzung zu einem möglichen Akne-Schub. Treten vermehrt Pusteln und Mitesser, aber weniger entzündete Knoten direkt nach der Erstanwendung eines neuen Produktes auf, handelt es sich eher um Skin-Purging. Akne-Schübe sind oftmals hormonell bedingt. Will man diese unerwünschte Überschneidung ausschließen, ist es sinnvoll ein neues Produkt auf den Menstruationszyklus abzustimmen und nicht gerade dann damit zu beginnen, wenn die Talgproduktion hormonell ohnehin angeheizt wird. Eine Akne-Behandlung durch chemische BHA-Peelings mit Salicylsäure oder auch Retinoide ist für Skin Purging prädestiniert. Diese Substanzen haben neben der reinigenden Wirkung auch einen schälenden Effekt. Bei Akne kann es allerdings zusätzlich zu Rötungen oder Brennen kommen, die aber bald zurückgehen sollten. Ein nachhaltig verbessertes Hautbild braucht meist diese anfängliche Durststrecke. Beruhigende pflegende Lotionen mit Panthenol oder Allantoin kann ein unangenehmes Spannungsgefühl reduzieren.

Rund vier Wochen einkalkulieren
Tritt Skin Purging auf, muss man sich oftmals auf eine Dauer von mehreren Wochen einstellen bis die Haut sich vollständig gereinigt und das Hautbild verbessert ist. Die Anregung der Zellerneuerung wirkt nicht nur Unreinheiten, sondern auch zunehmender Faltenbildung entgegen. Der Zyklus der Hauterneuerung ist individuell verschieden, braucht aber durchschnittlich ca. vier Wochen. Ist diese Zeit überstanden, sollte eine Verbesserung erkennbar sein. Nicht jeder hat übrigens diese Phase der Erstverschlimmerung zu überstehen. Warum es die/den eine/n trifft und andere nicht, ist bislang unklar.

Selbstbräuner bieten keinen Sonnenschutz!

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne lacht, wünschen sich viele möglichst schnell und passend zum sommerlichen Wetter eine leichte Bräunung. Die einen zieht es ins Sonnenstudio und auf die Bräunungsliege, wohl wissend, dass die konzentrierte UV-Strahlung riskant ist und neben vorzeitiger Hautalterung auch Hautkrebs verursachen kann. Außer den professionellen Airbrush-Tanning Shops, die durch einen Spraynebel eine gleichmäßige Hollywood-Tönung erreichen, greifen die meisten im Frühjahr zur Bräunung aus der Tube. Selbstbräunungscremes und -lotionen sind effektiv und ungefährlich, brauchen aber für das gewünschte gleichmäßige Ergebnis ein wenig Vorbereitung.

Zur Vorbereitung Peelen und Pflegen
Mittels Hautpeeling oder einem feuchten Luffa-Schwamm sowie einer anschließenden Feuchtigkeitspflege wird die Haut optimal vorbereitet. Trockene schuppige Stellen und abgestorbene Hautzellen, die das Ergebnis negativ beeinflussen, sollten so verschwinden. Unbedingt zu vermeiden ist die Rasur direkt vor der Bräunungsbehandlung. Besser 12 bis 24 Stunden Abstand beachten. Damit verhindert man dunkle Flecken und Entzündungen, falls die Rasur unbemerkt kleine Verletzungen hinterlassen hat. Für das Gesicht eignet sich besonders flüssiger Selbstbräuner, den man mit der Gesichtscreme mischt. Aber immer nur soviel anmischen, wie man für eine einzelne Behandlung benötigt. Wenn man erstmals einen neuen Selbstbräuner probiert, ist es sinnvoll ihn erst an einer kleinen Stelle auszuprobieren, um eine großflächige allergische Reaktion zu vermeiden.

Besser dünn auftragen
Etwas geduldig muss man bei der Bräunung aus der Tube schon sein, denn es dauert mindestens 30 bis 60 Minuten, bei manchen Produkten auch noch länger bis die Tönung sichtbar ist und dann für mehrere Tage hält. Nachcremen wenn die Farbe noch nicht überzeugt, ist besser als zu dick aufzutragen, damit riskiert man unnötige Streifen oder Flecken. Regelmäßig alle paar Tage erneut zu cremen um das Ergebnis zu halten, ist dagegen kein Problem. Im Produkttest von 2023 haben in Sachen Textur die Bräunungsmousse am besten abgeschnitten, aber auch Milch und Lotionen wurden gut bewertet. Der leicht süßliche Geruch ist aufgrund der Inhaltsstoffe kaum zu vermeiden bzw. nur durch Duftstoffe zu übertönen. Wird dieser bei einer angebrochenen Flasche als muffig wahrgenommen und stammt diese noch vom letzten Jahr, empfiehlt es sich sie besser zu entsorgen, denn der Inhaltsstoff DHA (Dihydroxyaceton) kann sich langfristig in Formaldehyd verwandeln, ein Stoff, der als krebserregend eingestuft wird.

Sonnenschutz nicht vergessen
Eine ganz schlechte Idee ist es nach dem Auftragen direkt in die Sonne zu gehen. Die DHA-Bräunung ist nicht zu vergleichen mit der natürlichen Sonnenbräune, die die Haut durch die Bildung vom Melanin widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung macht. Aber auch die direkte Kombination von Selbstbräunern und Sonnenschutzmittel ist nicht zu empfehlen. Das DHA verhindert den UV-Schutz. Das Ergebnis wäre also ein möglicherweise heftiger Sonnenbrand. Man sollte deshalb den Selbstbräuner besser am Abend vor dem geplanten Sonnenbad auftragen. Solange der Bräunungsprozess aktiv ist, ist ein chemischer UV-Schutz tabu. Am nächsten Tag sollte man dann wie gewohnt vor dem Sonnenbad einen Sonnenschutz auftragen. Ölige Produkte aber meiden, da die DHA-Bräune sich sonst auflöst und verschwindet.

Ungefährlicher als Sonnenbräune
Ein Selbstbräuner schützt nicht vor UV-Strahlung, aber die sonnige Bräune aus der Tube schützt vor Hautkrebs, wenn auch nicht vor Hautalterung. Je nach Produkt können durch Selbstbräuner vermehrt freie Radikale produziert werden. Dies kann man ausgleichen, indem man ein Produkt mit Antioxidantien wählt. Bei empfindlicher Haut sollte man außerdem darauf achten, dass das Produkt möglichst wenig reizende Zusatzstoffe wie Parfüm oder Alkohol enthält.

Vitamin-C-Serum – für jeden geeignet?

Hochkonzentrierte Seren gehören inzwischen für viele zur Basishautpflege – von Hyaluron, über Retinol bis zu Fruchtsäuren. Die meisten gelten als Anti-Aging-Booster und Wundermittel gegen viele Hautprobleme. Vitamin-C wird dabei als klassischer Tausendsassa egal in welchem Alter eingestuft. Es führte 2023 mit Abstand die Google-Hitliste der meist gesuchten Skincare-Wirkstoffe an. Seine Vorteile: es klärt und erfrischt die Haut, macht den Teint rosig, regt die Hauterneuerung an und hellt störende Pigmentflecke oder Narben auf. Gleichzeitig fördert es die Kollagenbildung, was Falten reduziert und freie Radikale unschädlich macht. Somit werden nebenbei auch Entzündungen reduziert. Bei jüngerer unreiner Haut können Vitamin-C-Seren also ebenfalls  helfen. Theoretisch beheben Vitamin-C-Seren somit zahlreiche Hautprobleme. Woher kommen dann immer öfter Berichte über Hautirritationen wie Rötungen und Schwellungen?

Erstverschlimmerung oder Unverträglichkeit?
Grundsätzlich muss man zwischen einer Erstverschlimmerung – Hautspezialisten sprechen dann vom Skin-Purgíng, und einer echten Unverträglichkeit unterscheiden. Bei Akne und entzündeten Unreinheiten kommt es gerade durch die Behandlung mit Vitamin-C-Seren und einer beschleunigten Zellerneuerung oftmals anfangs zu einer Zunahme der Pickel. Bis die Haut sich sichtbar zu regenerieren beginnt und Unreinheiten zurückgehen, können Wochen vergehen. Rötungen und Hautirritationen, die sich hartnäckig halten sind dagegen eher ein Zeichen für eine Unverträglichkeit und sollten ärztlich überprüft werden.

Zahlreiche Wirkstoffvarianten
Etwas komplizierter ist die Bestimmung der optimal bzw. individuell verträglichen Konzentration an Vitamin C sowie nicht zuletzt die unterschiedlichen Wirkstoffvarianten. Bei reinem Vitamin C handelt es sich um Ascorbinsäure, das in Seren oftmals als L-Ascorbinsäure auftaucht. Je nach Höhe der Konzentration ist dies für die Haut häufig zu sauer und reizt empfindliche Haut. Außerdem ist es sehr instabil und deshalb nicht lange haltbar. Wenn es sich gelb, orange oder gar braun verfärbt ist der Wirkstoff zerfallen bzw. durch Wärme, Licht oder Sauerstoff oxidiert. Das Serum kann dann zu Hautreizungen führen und sollte nicht mehr verwendet werden. Vitamin-C-Seren deshalb immer gut verschließen und am besten kühl und dunkel aufbewahren.

Langsam herantasten
In der Hautpflege kommt Vitamin C häufig als Ascorbyl Glucosid zum Einsatz, das erst in der Haut zum Vitamin umgewandelt wird. Viele Seren enthalten sehr unterschiedliche Konzentrationen des Wirkstoffes von 5 bis zu 30 Prozent. Unabhängig vom Preis von nur wenigen Euros bis zu teuren Produkten für über Hundert Euro, findet man eine große Bandbreite an Wirkstoffkonzentrationen. Empfohlen wird eine Konzentration zwischen 10 und 20 Prozent, die selten Probleme verursacht. Mehr als 25 Prozent sind nicht empfehlenswert. Anfangs immer wieder einige Tage Pause machen bis sich die Haut an das Serum gewöhnt hat und es langfristig abends oder morgens in die Pflegeroutine einbinden.

Vorsicht bei Säure-Kombinationen
Achten sollte man auf eine Kombination mit weiteren säurehaltigen Wirkstoffen. Zusätzliche Fruchtsäuren gilt es besser zu meiden (z. B. in Peelings), aber auch bei Milch- und Salicylsäure sowie Retinol (Vitamin A) ist Vorsicht geboten. Bestimmten Hauttypen wie bei Rosazea und sensibler Haut mit gestörter Hautschutzbarriere raten Dermatologen*innen aufgrund der Gefahr für Reizungen häufig von Vitamin-C-Seren ab. Zumindest sollte man hier vorsichtig vorgehen oder sich besser für eine Vitamin-C-Creme entscheiden, die i. d. R. eine geringere Wirkstoffkonzentration aufweist. Und wer unsicher ist, kann sich natürlich immer Rat bei Petra Klein holen.

Neue und alte Beautytrends 2025!

Folgt man namhaften Visagisten wird 2025 ein hautfreundliches Jahr, in dem die Hautgesundheit im Fokus steht. Angepasste Pflege nach Maß ist das Wesentliche. Aber vor der Pflege steht die Individuelle Analyse – dieser Trend hat sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet und wird weiter fortgesetzt. Immer genauere Analysesoftware unterstützt dabei die Kosmetikstudios. Nicht unwesentlich ist auch die Nachhaltigkeit, die sich vor allem durch natürliche Inhaltsstoffe und recyclebare Verpackungen auszeichnet. Aber auch das Stichwort „Weniger ist mehr“ gehört hierzu. Besser wenige effektive Produkte wählen anstelle vieler und auch die Pflege von innen durch hautfreundliche Probiotika nimmt weiter zu.

No-Make-up vs. Neon-Akzente
Auffällig ist, dass die Grenze zwischen Hautpflege und Make-up immer fließender wird, d.h. Skincare-Produkte mit dekorativen Effekten wird man künftig ebenso vermehrt finden, wie Make-up mit pflegenden Eigenschaften. Wer sich traut, kann aber auch einen aktuellen Trend der internationalen Laufstege in Form von kreativen Akzenten, hellen Highlights und mutigen Farben auf Lidern, Wimpern und Lippen aufgreifen. Farbtrends für 2025 sind beispielsweise Neon Red, Deep Cherry oder auch Cherry Cola und Future Dusk, eine Mischung aus Blau und Lila. Der Gegentrend dazu ist das puristisch minimalistische No-Make-up, das weiterhin auf einen natürlichen Glow setzt. Die gut gepflegte strahlende Haut ist hierfür Basis und Hingucker.

Multifunktionale Produkte
Fortgesetzt wird auch der Trend zu multifunktionalen Produkten – ebenfalls ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, die mit etwas Übung farbliche Akzente ins Gesicht zaubern, z. B. ein Multi-Purpose-Balm für Lider, Wangen und Lippen. Ähnliches gilt für Pflegeprodukte, die gleichermaßen für einen spröden Teint, rissige Lippen und trockene Nagelhaut konzipiert sind. Vieles ist 2025 erlaubt, solange es individuell angepasst und nachhaltig ist. Nicht zu vergessen der Blush- und Glossy-Trend der letzten Jahre. Rouge darf weiterhin 2025 beim Make-up nicht fehlen und auch pinkfarbene Apfelbäckchen sind wieder zurück.

Was bringt der Dopamin Beauty-Glam?

Dopamin-Glam: ein Trend, der 2024 ins Auge fiel und unter Umständen auch 2025 anhält. Hattet ihr euch schon über so manchen Promi im quietschgelben oder neon-orangen Outfit oder blauen Schuhe mit roten Socken gewundert? Oft kamen dann noch passender Lidschatten, Fingernägel oder Lippenstift in Schreifarben dazu und fertig ist der Dopamin-Beauty-Glam. Ein Trend, der seit Ende der Pandemie mit jedem Jahr stärker aus Asien, genauer gesagt aus China und Südkorea zu uns herüber schwappt. Knallige Bonbonfarben bringen angeblich mehr Spaß und Power und machen glücklicher. Dopamin ist dafür das Zauberwort, denn Styling und Outfit sollen sich positiv auf unsere Glückshormone auswirken. Wer in Knallfarben einkaufen geht oder durchs Büro läuft, bekommt zusätzlich positive Vibes zurückgespiegelt. Make-up funktioniert dabei auch als Statement. In eher grauen Zeiten setzt man bewusst auf die Gegenbewegung: feel happy – jetzt erst recht.

Kleckern oder Klotzen
Studien, die einen Anstieg des Dopaminspiegels bestätigen würden, gibt es nicht, aber das Risiko, falls es nicht funktioniert wie gedacht, ist überschaubar. Also den pinken Nagellack, blauen Lidschatten oder den signalroten Lippenstift reaktivieren und sich einfach trauen. Und wer‘s noch bunter mag, legt gelbe Mascara oder neongrünen Eyeliner auf. Für nicht ganz so Mutige genügen auch einzelne kleine Farbakzente um im Trend zu bleiben. Die Technik lässt sich dabei von der Fantasie lenken, erlaubt ist, was gefällt, z. B. Augenlider in Regenbogenfarben, weißer Eyeliner zu knalligen Lidschatten oder Blue-Lips? Allerdings sollte man präzise und exakt wie ein Profi arbeiten, bei den Linien und Wischeffekten. Der neue Look zeigt klare Kante – sowohl beim Augenlid als auch auf zweifarbigen Lippen.

Bonbon-Styling gegen Winterblues
Vielleicht ist die Silvesterparty ein passender Anlass um sich an den Dopamin-Trend kombiniert mit reichlich Glitzer heranzutasten? Ob es den eigenen Optimismus ankurbelt und glücklicher macht, kann dann jeder selbst ausprobieren. Naheliegend ist aber auch die Vermutung, dass, wer sich ein auffälliges Bonbon-Styling traut, ohnehin über reichlich positives Lebensgefühl und genug Selbstbewusstsein verfügt. Allen anderen lässt sich aber raten das neue Jahr und den tristen Winter vielleicht zum Ausprobieren zu nutzen, auch wenn der stimmungsaufhellende Trend medizinisch nicht bewiesen ist. Belegt ist aber: wer öfter lächelt, ohne, dass ihm oder ihr wirklich danach zumute ist, vertreibt schlechte Laune.

Pilling-Effekte beim Schminken vermeiden!

Wohl die meisten haben das schon erlebt: obwohl man beim morgendlichen Schminken immer dieselben Produkte benutzt, gibt es Tage, an denen sich plötzlich Krümel auf der Haut bilden. Meist passiert dies vor dem Finish oder Abpudern, manchmal aber auch erst im Laufe des Tages. Höchste Zeit diesem Problem auf den Grund zu gehen. Warum und wann entsteht dieser Pilling-Effekt? Visagisten kennen hierfür mehrere mögliche Ursachen. Grundsätzlich entstehen diese meist durch die Kombination der Produkte oder die Art ihrer Anwendung.

Genug Zeit oder weniger Creme nehmen
Steht man bei der Morgenroutine immer wieder unter Zeitdruck, sollte man eine leichte Feuchtigkeitscreme oder ein -fluid als Make-up-Unterlage nutzen. Aber auch diese braucht einige Minuten bis sie von der Haut vollständig aufgenommen wurde. Trägt man zu früh Concealer oder Make-up auf, ist dies eine der Hauptursachen für unschöne Röllchen oder Kügelchen auf der Hautoberfläche. Und für ein ebenmäßiges Make-up besser nicht zu viel Creme auftragen. Weniger ist hier mehr. Möglich wäre auch, dass die Haut zu trocken ist und sich trockene Schüppchen mit dem Make-up verbinden. Da hilft nur regelmäßiges Peeling und ausreichende Pflege. Für ein makelloses Make-up ist ein sanftes Peeling ein bis zwei Mal pro Woche für jeden Hauttyp ohnehin sinnvoll.

Gleiches verbindet sich besser mit Gleichem
Der Pilling-Effekt kann auch als eine chemische Reaktion durch Produkte entstehen, die nicht miteinander harmonieren, wie wasser- und ölbasierte Produkte. Besser ist es Gleiches mit Gleichem zu verbinden oder aber einem Ölhaltigen Serum genug Zeit zu geben, von der Haut vollständig aufgenommen zu werden. Problematisch können auch in den Pflegeprodukten enthaltene Silikone sein, die auf der Haut verklumpen. Wer also die oben genannten Ursachen ausschließen kann, sollte sich die Liste der Inhaltsstoffe der Creme oder des Primers genauer ansehen. Tauchen hier Bezeichnungen wie Polydimethylsiloxan bzw. Cyclo- oder Dimethicone auf, wäre es einen Versuch wert, diese wegzulassen. Besser sind organische Stoffe, die von der Haut komplett aufgenommen werden.

Morgens gründlich reinigen
Die morgendliche gründliche Reinigung der Gesichtshaut ist die wichtigste Basis um krümeliges Make-up zu verhindern, vor allem wenn man zuvor am Abend eine reichhaltige Pflege aufgetragen hat. Der erste Schritt wäre also die individuelle Pflegeroutine und die Produkte genau unter die Lupe zu nehmen und notwendige Wartezeiten einzuplanen. Grundsätzlich kann man sich beim Make-up an zwei Regeln orientieren: weniger ist mehr und gut Ding will Weile, dann matchen meist auch die Make-up-Schichten.

Geheimwaffe Rizinusöl bei Haut- und Haarproblemen!

Für viele gilt es vor allem als traditionelles Abführmittel, dabei hat es auch äußerlich angewendet viel zu bieten. Es versorgt z. B. Haut und Haare mit fehlender Feuchtigkeit, regt die Kollagenbildung an, reduziert Pigmentflecken, verringert Mitesser und glättet Falten. Was sich wie eine Wunderwaffe gegen die unterschiedlichsten Hautprobleme anhört, hat eine lange Tradition. Schon die alten Ägypter nutzten es zur Wundheilung und Hautpflege. Das Rizinusöl erlebt durch die sozialen Medien gerade einen neuen Hype, der auch an den Regalen der Drogeriemärkte erkennbar ist. Das tropische Pflanzenöl hilft gegen sprödes Haar, ebenso wie trockene aber auch fettige Haut und verhilft gleichzeitig zu voluminösen Wimpern und Augenbrauen. Außerdem wirkt es Entzündungen entgegen und hat einen Anti-Aging-Effekt. Gezielt eingesetzt wirkt es in jungen Jahren ebenso wie im höheren Alter.

Kaltgepresst oder raffiniert?
Der Kosmetik-Allrounder sollte äußerlich als kaltgepresstes Bio-Öl verwendet werden, das kein giftiges Rizin mehr enthält. Die raffinierte Variante findet man in Medikamenten sowie in Hautlotionen, Badeölen und in Haarpflegeprodukten. Hier hilft Rizinusöl dem Wachstum, indem es die Durchblutung anregt und für eine gesunde Kopfhaut sorgt. Es stärkt dünnes Haar, reduziert Spliss und gibt dem Haar seinen Glanz zurück. Zur Haarpflege kann man wenige Tropfen des reinen Öls über Nacht anwenden. Gegen Spliss einfach einen Tropfen in den Händen verreiben und regelmäßig in die Haarspitzen massieren. Alternativ kann man ein paar Tropfen auch in die gewohnten Pflegeprodukte geben. Wer darauf achtet, wird Rizinusöl in vielen Produkten gegen strapaziertes Haar oder Schuppen wiederfinden.

Stärkt Wimpern und Brauen
Wimpern, Augenbrauen und Barthaare werden durch das Öl des tropischen Zauberbaums kräftiger, voller, länger und widerstandsfähiger. Auch Kosmetikhersteller haben seine positive Wirkung für stärkende Wimpernseren erkannt. Man kann aber auch das reine Rizinusöl mit einem Wattestäbchen direkt aufgetragen. Sogar mancher Mascara wird es zur Wachstumsförderung beigemischt und auch brüchige Fingernägel bekommen mit Hilfe des Öls wieder Festigkeit. Einfach ein oder zwei Tropfen einmassieren und 30 Minuten wirken lassen.

Egal ob trocken oder fettig
In der Pflege wird es häufig gegen sehr trockene Haut z. B. als Gesichtsmaske oder Serum verwendet. Als nächtliche DIY-Maske lässt sich das Öl im Verhältnis 1:3 mit anderen pflegenden Ölen wie Mandel- oder Jojobaöl mischen und auftragen. Es macht die Haut nicht nur geschmeidig, es mindert auch Falten, Altersflecken und reduziert negative Umwelteinflüsse. Gegen Pickel und bakterielle Entzündungen wirkt Rizinusöl am besten punktuell aufgetragen. Das reine Öl ist kaum komedogen und kann deshalb auch mit der täglichen Hautpflege gegen fettige Haut kombiniert werden. Es verstopft nicht die Poren, beruhigt Entzündungen und stärkt die Hautbarriere. Als Allround-Beautyprodukt kann man auf Rizinusöl immer wieder zurückgreifen. Aber Vorsicht beim täglichen Einsatz: trockene Haut kann hierdurch noch trockener werden und als Make-up-Unterlage ist es wenig geeignet, da es lange braucht bis es vollständig von der Haut aufgenommen ist. Und dran denken: kaltgepresstes Rizinusöl hält sich nur etwa 6 bis 8 Monate.

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Lassen sich UV-Schäden der Haut reparieren?

Eine Überdosis Sonne wird jetzt zum Herbstanfang meist deutlich sichtbar. Die Spuren der UV-Strahlung tauchen vor allem im Gesicht und an den Händen als Pigmentflecken, trockene Haut und ab einem gewissen Alter auch als vermehrte Knitterfalten auf. Hautalterung geht zu 90 Prozent auf Sonnenstrahlung zurück, das sogenannte Photoaging. Deshalb gilt es jetzt der Haut zurückzugeben, was sie durch die Sonnenstrahlen dieses Sommers an Feuchtigkeit und Elastizität verloren hat. Oft geht es auch darum in die tieferen Hautschichten vorzudringen, wo UVA-Strahlen Veränderungen an der DNA verursachen. Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für langfristige Schäden. Die Haut ist aber mit Hilfe der richtigen Pflege in der Lage viele Zellen selbst zu reparieren.

Feuchtigkeit und Wasser zuführen
Direkt nach dem Sonnenbad ist es wichtig der Haut Feuchtigkeit zurückzugeben, ob mit oder ohne Sonnenbrand. Lotionen mit zusätzlichen Wirkstoffen wie Aloe Vera, Glycerin, Panthenol und nicht zu vergessen Hyaluronsäure sind dafür besser geeignet als schwere fetthaltige Texturen. Und am besten auch die Wasserspeicher von innen auffüllen. Tiefer gehende UV-Strahlung macht sich erst einige Zeit später durch erschlaffendes Bindegewebe und Rückgang der Kollagenproduktion bemerkbar. Manche Aftersun-Produkte enthalten hierfür das Algenenyzm Photolyase, das die zelleigene Reparatur anregt.

Pigmentflecke wieder loswerden
Eine vermehrte Melanin-Produktion, die sich durch Pigmentflecke bemerkbar macht, ist meist harmlos aber oft störend. Aufmerksam sollte man allerdings werden, wenn sich ältere Flecken vergrößern oder verdicken. Solche Veränderungen sollte der/die Hautarzt/ärztin kontrollieren. Um harmlose Pigmentflecke wieder los zu werden, helfen vor allem Antioxidatien wie konzentrierte Vitaminseren, in der Tiefe wirkende Fruchtsäurepeelings oder auch eine IPL-Lichttherapie. Letztere helfen meist sogar bei älteren Sonnensünden, ebenso wie eine Microneedling-Behandlung oder eine dermatologische Lasertherapie.

Reparier-Booster für die Haut
Wer lieber auf kosmetische Mittel zurückgreift, sollte wissen welche Wirkstoffe wofür geeignet sind. Der Tausendsassa Vitamin C fängt freie Radikale in der Haut, kurbelt die Kollagenproduktion an und mindert Pigmentflecken. Eine 5-prozentige Wirkstoffkonzentration sollte in einem Pflegemittel allerdings enthalten sein, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Ein weiterer Allrounder im Kampf gegen UV-Schäden ist Vitamin A auch Retinol genannt. Es regt als Anti-Aging Mittel vor allem die Zellerneuerung an und lässt ebenfalls dunkle Flecken verschwinden. Vorsicht ist allerdings in einem besonders sonnigen Herbst geboten. Retinol verträgt sich nicht mit Sonnenstrahlen, deshalb den Sonnenschutz nicht vergessen.

Tiefenpeelings zur Zellerneuerung
Jüngere fettige Haut kann man eher mit Niacinamiden helfen, da sie nicht nur unerwünschte Pigmentierungen verblassen lassen, sondern auch die Talgproduktion regulieren und die Poren verfeinern. Sie eignen sich auch gut für Hauttypen, die im Sommer vermehrt zu Pickeln neigen. Ceramide stärken außerdem die Hautbarriere und wirken so Entzündungen entgegen. Chemische oder Kräuterpeelings sind je nach Zusammensetzung für verschiedene Hauttypen geeignet. Im Oktober 24 gibt es auf unsere beliebte GreenPeel Kräuterschälkur Classic in der KosmetikPraxis Tübingen 20 % Preisnachlass. Peelings und Schälkuren können gleichermaßen in der Tiefe wirken und langfristige Schäden reduzieren, die Zellerneuerung anregen und unerwünschte Hautveränderungen verschwinden lassen. Die Bandbreite ist groß, deshalb ist hierbei eine Beratung vom Profi sinnvoll. Sprechen Sie unsere KosmetikPraxis Tübingen über der Pflegehotline 0160-7676701 an.

Rosazea – mehr als nur ein paar Pusteln!

Die meisten Menschen verstehen unter der Rosazea eine leichte Gesichtsrötung, die man mit einer Creme oder dermatologischen Behandlung leicht in den Griff bekommt. Das sieht für Betroffene oft anders aus. Neben der Tatsache, dass man sie im Gesicht schwer übersehen bzw. kaschieren kann, tritt die chronische-entzündliche Hauterkrankung ähnlich wie eine Neurodermitis in Schüben auf. Sie gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen und trifft zumeist Frauen mit heller Haut und hellen Augen, immer öfter aber auch Männer. Man geht davon aus, dass sie teilweise genetisch bedingt ist. Weitere konkrete Auslöser sind derzeit noch unklar. Um eine zunehmende Verschlechterung zu verhindern, ist vor allem eine geeignete Hautpflege sowie die Identifikation und Vermeidung persönlicher Trigger entscheidend. Ignoriert man diese und bleibt die Rosazea unbehandelt entwickelt sie sich in mehreren Krankheitsstadien weiter.

Häufige Fehldiagnosen
Die ersten Gesichtsrötungen zeigen sich meist zwischen 30 und 40 Jahren – auf den Wangen, der Stirn oder der Nase, begleitet von leichtem Brennen oder Jucken. In diesem ersten Stadium handelt es sich i. d. R. um eine Couperose, einer Vorform der Rosazea. Sie kann sich mitunter wieder zurückziehen und findet oft wenig Beachtung. In der Regel tauchen die Symptome später erneut auf. Nicht selten kommen zur Rötung Pusteln und Knötchen dazu, die mitunter zu der Fehldiagnose einer Akne führen. Auch unverträgliche Pflegeprodukte oder eine allergische Reaktion werden dann als Ursache angenommen, so dass die Rosazea häufig erst verspätet von Arzt oder Ärztin diagnostiziert wird. Dabei kann man einiges tun, um die Schübe und ihren Verlauf zu mildern. Für eine hautärztliche Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe und Methoden zur Verfügung, je nach Schweregrad auch Antíbiotika und Betablocker. Kortison ist inzwischen als bei Rosazea ungeeignet bekannt. Ziehen sich die erweiterten Äderchen auf den Wangen oder der Nase nicht mehr zurück, helfen Laser- oder Lichtbehandlungen mit denen man diese verödet bzw. verschließt.

Persönliche Trigger finden
Wesentlich für eine erfolgreiche Behandlung ist die individuelle Ursachenforschung, denn hierfür kommen Lebensmittel ebenso in Frage wie Hautpflegeprodukte und emotionaler Stress. Nicht selten kann auch eine Schwangerschaft Auslöser einer Rosazea sein. Mit Hilfe eines Ernährungstagebuchs lassen sich kritische Lebensmittel identifizieren. Generell gilt es alles zu meiden, was die Durchblutung ankurbelt wie Alkohol, Kaffee, scharfes Essen und Gewürze. Aber auch sehr histaminhaltige Produkte wie reifer Käse, Schokolade und geräuchertes Fleisch können einen Schub auslösen, außerdem nicht zu vergessen Nikotin. Vor allem jetzt im Spätsommer heißt es Vorsicht vor UV-Strahlung. Täglicher Sonnenschutz sollte bei Rosazea zum Standard gehören. Sonnenbäder sind ein ähnlicher Trigger wie Hitze, Kälte, Wind, heiße Bäder, Duschen sowie Saunagänge, also jegliche extreme Temperatur.

Reduzierte milde Pflege
Bei der täglichen Hautpflege gilt: weniger ist mehr und bestimmte Inhaltsstoffe unbedingt vermeiden. Dazu zählen z. B. Hamamelis, Menthol, Minze und ätherisches Eukalyptusöl. Aggressiv reinigende Akne-Produkte sind ebenfalls ungeeignet und verschlimmern das Hautbild. Bei Rosazea ist eine milde parfümfreie Pflege gefragt, wie sie auch von Produktherstellern wie Avène, La Roche-Posay und Dermasence angeboten werden. Eine geeignete Gesichtsreinigung ist das A und O. Danach ist ein Antioxidans oder Serum sinnvoll um die Zellen und Gefäße zu schützen und zu stärken. Die tägliche feuchtigkeitsspende beruhigende Pflegecreme sollte unbedingt einen LSF enthalten und zwar das ganze Jahr. Im Anfangsstadium können auch gefäßverengende Inhaltsstoffe gegen die ersten Rötungen helfen. Make-up Produkte am besten peu à peu auf Verträglichkeit testen. Die KosmetikPraxis Tübingen berät Sie gern ausführlich zu Couperose und einer diagnostizierten Rosazea.