Luftig leichte Selbstbräuner 2.0
In den letzten Jahren haben sich Selftanning-Produkte stark verändert. Es gibt sie noch, die gewohnten DHA-Produkte mit dem klassischen zuckerhaltigen Wirkstoff und süßlichen Geruch. Aber selbst diese haben inzwischen angenehmere leichtere Texturen, die weniger anfällig sind für unerwünschte Streifen. Vom Spray, über das Mousse bis zu Seren und Tüchern hat sich das Angebotsspektrum erweitert. Gerade wenn die Haut noch blass ist, greifen viele zu Selbstbräunern, nicht selten in der Annahme, dass die Haut danach schneller bräunt oder auch vor UV-Strahlung besser geschützt ist. Beides stimmt allerdings nicht. Der UV-Schutz ist danach umso wichtiger, da man Rötungen nicht mehr so schnell registriert und manche Produkte sogar die Licht-Empfindlichkeit verstärken.
Schneller bräunen?
Für eine schnellere Bräune werden inzwischen spezielle Bräunungsbeschleuniger angeboten, die anders als Selbstbräuner nur mit Sonnenlicht funktionieren. Der enthaltene Wirkstoff Tyrosin regt die Melatonin-Produktion der Haut an und erreicht so den gewünschten Bräunungseffekt. Es gibt sie auch als Öle mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Karotte, Kakao, Kokosnuss oder Walnuss. Ohne einen guten Sonnenschutz mit hohem LSF geht es hierbei nicht, da die Haut durch das Tyrosin empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert. Unter DermatologInnen sind Bräunungsbeschleuniger umstritten, da sie wie ein Brennglas wirken, die Haut schneller altern lassen und auch das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Mit oder ohne DHA
Bei Selbstbräunern kann man zwischen verschiedenen Varianten wählen: mit oder ohne das altbekannte DHA oder einer Kombination. Der Klassiker DHA bräunt schneller und dunkler in max. zwei bis sechs Stunden, riecht intensiver und hält ca. eine Woche. Selbstbräuner mit Erythrulose brauchen bis zur gewünschten Färbung 24 – 48 Stunden. Das Ergebnis ist heller und natürlicher und die Textur weniger anfällig für eine fleckige oder orange Tönung. Sie eignen sich vor allem für hellere Haut, sind pflegender, weniger geruchsintensiv und mitunter auch länger haltbar.
Bräunungsseren zur Pflege
In vielen neuen Self-Tanning-Produkten findet man eine Kombination aus beiden Wirkstoffen. Für das Gesicht sind vor allem Seren und Drops interessant, die sich mit der gewohnten Hautpflege mischen und je nach Menge an die gewünschte Bräunung anpassen lassen (z. B. Self-Tan Drops von Caudalie). Ein Bronzer Serum sorgt dagegen ohne zusätzliche Creme für einen schnellen Glow. Self-Tanning-Seren werden oft mit Feuchtigkeit, Anti-Aging-Wirkstoffen, Ölen oder auch Duftstoffen angeboten. Bei vielen neuen Produkten steht nicht mehr die Bräune allein, sondern insgesamt die Hautpflege im Fokus. Man findet sogar Sprays mit bräunendem Effekt als Make-up-Finisher.
Bequem und gleichmäßig
Für den Körper sind neben Sprays vor allem schaumige Texturen beliebt, die sich leicht und gleichmäßig verteilen lassen. Selbstbräuner-Mousse bekommt man mitunter mit speziellen Handschuhen, die das Verteilen erleichtern und die Handfläche vorm Verfärben schützen. Handliche Selbstbräuner-Tücher sind bequem für zuhause und unterwegs. Zum Schluss noch ein Tipp zum Peelen vor dem Bräunen: „gebräunt“ werden letztlich nur die abgestorbenen Hautzellen. Das empfohlene Peeling ist direkt vor dem künstlichen Bräunen also wenig sinnvoll. Idealerweise sollte man dies ein bis zwei Tage früher erledigen. Und wer glaubt, die Bräunungs-Lotion vom letzten Jahr sei noch ausreichend, sollte bedenken, das DHA in angebrochenen Flaschen oder Tuben nach sechs Monaten nicht mehr verwendet werden soll. Durch Sauerstoff und Wärme kann daraus Formaldehyd entstehen, das als u. U. krebserregend bekannt ist. Deshalb Bräunungsprodukte innerhalb einer Saison verbrauchen oder 6 Monate nach dem Öffnen entsorgen.



Immer wieder tauchen kritische Stimmen oder gar Warnungen vor Glycerin als Inhaltsstoff in der Hautpflege auf. Sogar den Hinweis „ohne Glycerin“ findet man auf einzelnen Produkten. Dabei ist es seit langem fester Bestandteil der Haut- und Haarpflege. Woher also kommt diese zwiespältige Bewertung und was sollte man wissen über die Wirkweise des Glycerins? Grundsätzlich handelt es sich chemisch gesehen um einen dreiwertigen Zuckeralkohol, der sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein kann. Es findet aufgrund seiner Fähigkeit Wassermoleküle zu binden, nicht nur in der Kosmetik, sondern auch in der Industrie Verwendung. Synthetisches Glycerin auf Erdölbasis findet man vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Kosmetisches Glycerin wird dagegen meist aus Rapsöl, Sonnenblumenöl oder auch Palmöl hergestellt. Rein aus ökologisch angebauten Pflanzen gewonnenes Bio-Glycerin wird vor allem in der Naturkosmetik genutzt und gilt als besonders hautfreundlich.
Bienenwachs ist in der Kosmetik ein wahres Multitalent. Es schützt vorm Austrocknen, bewahrt vor schädlichen Umwelteinflüssen und das ohne die Poren zu verstopfen. Es legt sich wie ein atmendes Pflaster auf die Haut und hilft der ihr Feuchtigkeit zu speichern. Daneben verfügt es über reichlich Vitamin A, das die Zellregeneration anregt und so vor Falten schützt. Die Haut bleibt geschmeidig und elastisch und bewahrt ihre natürliche Schutzbarriere, was sie zusätzlich gesund erhält. Es eignet sich für trockene spröde Haut ebenso wie für gereizte oder empfindliche Haut, sogar bei Neurodermitis und zu Akne neigender Haut. Hierbei kommen vor allem die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften zum Tragen, die auch bei kleineren Verletzungen oder auch einem Sonnenbrand helfen.
Geht es um die Stärkung der Hautbarriere und die nötige Widerstandskraft einer gesunden Haut, stößt man schnell auf Ceramide. Man trifft sie in vielen Pflegeprodukten und Feuchtigkeitscremes für jedes Alter. Auffällig ist ihr vielfältiger Einsatz für unterschiedlichste Hauttypen und -probleme. Ceramide gehören zu den Lipiden, den natürlichen Fettbausteinen der obersten Hautschicht. Sie halten die äußeren Zellen wie eine Art Mörtel zusammen und verhindern das Austrocknen. Ist dieser Schutz nicht mehr intakt, wie durch hohen Wasserverlust bei einem Sonnenbrand oder durch Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis, ist die Hautbarriere gestört. Die Haut wird anfällig für äußere Reize und Keime und verliert noch mehr Feuchtigkeit.
Wenn es draußen kalt wird, zieht es nicht nur Saunafans in die feuchte Schwitzstube. Neben dem positiven Effekt für Abwehrkräfte und Immunsystem, hilft Saunieren dem allgemeinen Wohlbefinden und oftmals auch zu einer gesünderen Haut. Viele schwören auf die Anti-Aging-Wirkung durch starkes Schwitzen, das sanft aber effektiv die Poren reinigt, die Durchblutung anregt und die Zellerneuerung der äußeren Hautschicht aktiviert. Aber fühlt sich wirklich jede Haut nach mehreren Saunagängen wie neu geboren und wie reagiert sensible angegriffene Haut auf die Hitze?
Als Facelifting ohne Nadeln – so könnte man es auch bezeichnen. Die Technik nannte man früher Schröpfen oder auch Ansaugen, doch anders als am Körper arbeitet man im Gesicht nicht mit Gläsern und Vakuumpumpe, sondern mit hautfreundlichen Cups aus Silikon, die durch einen leichten Unterdruck an Gesicht oder Hals angesetzt werden. Ähnlich wie mit Jaderoller oder GuaSha Steinen will man so Lymphe und Durchblutung der Haut anregen. Schon seit einiger Zeit demonstrieren Beauty-Fans mit Vorher-Nachher-Videos auf TikTok wie das Gesichtsschröpfen funktioniert. Bewirken soll es eine glattere straffere Haut mit weniger Schwelllungen und Falten. Face-Cupping funktioniert wie ein natürliches Facelifting. .


