Besondere Pflege fürs Dekolleté?
Die tägliche Pflegeroutine endet für viele schon beim Hals. Dabei gehört das Dekolleté zu den Bereichen, die täglich Umwelteinflüssen und oft auch UV-Strahlung ausgesetzt sind. Wird dieser vernachlässigt, bekommt man das schnell zu spüren, denn die Haut ist hier dünner und ebenso pflegebedürftig wie im Gesicht. Gleichzeitig kann sie wie diese, ähnliche Probleme durch Unreinheiten, trockene Stellen oder Falten entwickeln. Jetzt im Sommer entstehen hier auch öfter Pusteln durch falschen UV-Schutz oder sogar Mallorca-Akne. Dabei ist Sonnenschutz die ideale Anti-Aging-Pflege gegen Falten und Pigmentflecke (z. B. die Anti-Aging Sonnenpflege von ISDIN oder Vichy). Hautspezialisten/innen weisen regelmäßig darauf hin, dass Sonnenstrahlen der größte Feind des Kollagens sei, was den UV-Schutz eigentlich weiterlesen… zu einem wichtigen Teil der täglichen Pflegeroutine macht. Beginnen sollte man die Pflege mit einer milden Waschlotion, die man auch für das Gesicht nutzt. Sie ist die perfekte Basis für die Dekolleté-Pflege. Ähnliches gilt für die ohnehin genutzte Gesichtscreme, die sich bestens für das Dekolletés eignet.
Peeling und Kollagen-Booster
Ein wöchentliches Peeling beseitigt trockene Hautschüppchen und sorgt für ein ebenmäßiges Hautbild – gerade, wenn man hier zu Unreinheiten oder Pickeln neigt. Auch eine Peeling-Maske aus Heilerde hilft die Haut zu klären. Vorsichtig kreisend auftragen und abwaschen, denn die Haut besitzt hier weniger Unterfettgewebe und neigt deshalb zu frühzeitiger Faltenbildung. Auch ein Konjac-Schwamm kann anstelle des Peelings gute Dienste tun. Für eine Extra-Portion Pflege sollte man sich ein reichhaltiges Serum wie den Natu Collagen Boost von Annemarie Börlind gönnen. Eine Anti-Aging-Pflege mit viel Feuchtigkeit, Antioxidantien und Hyaluron führt der Haut fehlendes Kollagen und Elastin zu und sorgt so für mehr Elastizität.
Wechselduschen gegen Falten
Um die Durchblutung des Dekolletés anzukurbeln helfen auch regelmäßige Wechselduschen. Eine optimale Durchblutung kann die Haut besser mit Nährstoffen versorgen und unnötige Schlackenstoffe abtransportieren. Wechselwarme Duschen helfen außerdem die Haut zu straffen. Hat die Haut bereits reichlich Kollagen verloren, kann auch eine mechanische Microneedling-Behandlung sinnvoll sein, um die natürliche Kollagenproduktion anzuregen. Nicht zu vergessen: gerade am Dekolleté erkennt man, wie gesund man lebt, sich ernährt, ausreichend trinkt und wie es um den Alkohol- und Nikotingenuss steht. Auch eine schlechte Körperhaltung und ungünstige BHs können Faltenbildungen hier begünstigen.

Chafing bedeutet beim Sport oder auch beim alltäglichen Laufen das Wundscheuern zwischen den Oberschenkeln. Fast jede/r Zweite leidet im Sommer bei Hitze, Schweiß und Reibung von Haut auf Haut unter diesem sogenannten Hautwolf – Frauen wie Männer. Sportler nennen es auch „sich einen Wolf laufen“. Verhindern lässt er sich indem die Haut immer schön trocken bleibt, was bei hohen sommerlichen Temperaturen aber kaum möglich ist. Läufer greifen deshalb zu kurzen Radlerhosen oder Chafing-Sticks. Aber auch unter so manchem Rock verbergen sich dünne enganliegende Shapewear-Hosen oder Bandelettes, eine Art elastische Strumpfbänder. Sie verhindern die Reibung zwischen den Oberschenkeln. Immer beliebter werden auch Skorts, die vom Tennis bekannte Kombination aus Short und Minirock.
In den letzten Jahren haben sich Selftanning-Produkte stark verändert. Es gibt sie noch, die gewohnten DHA-Produkte mit dem klassischen zuckerhaltigen Wirkstoff und süßlichen Geruch. Aber selbst diese haben inzwischen angenehmere leichtere Texturen, die weniger anfällig sind für unerwünschte Streifen. Vom Spray, über das Mousse bis zu Seren und Tüchern hat sich das Angebotsspektrum erweitert. Gerade wenn die Haut noch blass ist, greifen viele zu Selbstbräunern, nicht selten in der Annahme, dass die Haut danach schneller bräunt oder auch vor UV-Strahlung besser geschützt ist. Beides stimmt allerdings nicht. Der UV-Schutz ist danach umso wichtiger, da man Rötungen nicht mehr so schnell registriert und manche Produkte sogar die Licht-Empfindlichkeit verstärken.

Immer wieder tauchen kritische Stimmen oder gar Warnungen vor Glycerin als Inhaltsstoff in der Hautpflege auf. Sogar den Hinweis „ohne Glycerin“ findet man auf einzelnen Produkten. Dabei ist es seit langem fester Bestandteil der Haut- und Haarpflege. Woher also kommt diese zwiespältige Bewertung und was sollte man wissen über die Wirkweise des Glycerins? Grundsätzlich handelt es sich chemisch gesehen um einen dreiwertigen Zuckeralkohol, der sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein kann. Es findet aufgrund seiner Fähigkeit Wassermoleküle zu binden, nicht nur in der Kosmetik, sondern auch in der Industrie Verwendung. Synthetisches Glycerin auf Erdölbasis findet man vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Kosmetisches Glycerin wird dagegen meist aus Rapsöl, Sonnenblumenöl oder auch Palmöl hergestellt. Rein aus ökologisch angebauten Pflanzen gewonnenes Bio-Glycerin wird vor allem in der Naturkosmetik genutzt und gilt als besonders hautfreundlich.
Bienenwachs ist in der Kosmetik ein wahres Multitalent. Es schützt vorm Austrocknen, bewahrt vor schädlichen Umwelteinflüssen und das ohne die Poren zu verstopfen. Es legt sich wie ein atmendes Pflaster auf die Haut und hilft der ihr Feuchtigkeit zu speichern. Daneben verfügt es über reichlich Vitamin A, das die Zellregeneration anregt und so vor Falten schützt. Die Haut bleibt geschmeidig und elastisch und bewahrt ihre natürliche Schutzbarriere, was sie zusätzlich gesund erhält. Es eignet sich für trockene spröde Haut ebenso wie für gereizte oder empfindliche Haut, sogar bei Neurodermitis und zu Akne neigender Haut. Hierbei kommen vor allem die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften zum Tragen, die auch bei kleineren Verletzungen oder auch einem Sonnenbrand helfen.
Geht es um die Stärkung der Hautbarriere und die nötige Widerstandskraft einer gesunden Haut, stößt man schnell auf Ceramide. Man trifft sie in vielen Pflegeprodukten und Feuchtigkeitscremes für jedes Alter. Auffällig ist ihr vielfältiger Einsatz für unterschiedlichste Hauttypen und -probleme. Ceramide gehören zu den Lipiden, den natürlichen Fettbausteinen der obersten Hautschicht. Sie halten die äußeren Zellen wie eine Art Mörtel zusammen und verhindern das Austrocknen. Ist dieser Schutz nicht mehr intakt, wie durch hohen Wasserverlust bei einem Sonnenbrand oder durch Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis, ist die Hautbarriere gestört. Die Haut wird anfällig für äußere Reize und Keime und verliert noch mehr Feuchtigkeit.


