Fake-Produkte für Diabetiker und Herzpatienten im Netz
Seit Anfang des Jahres mehren sich Meldungen über Fake-Angebote und gefährliche Online-Empfehlungen für Diabetiker/innen und chronisch Kranke wie Herzpatienten. Verbraucherzentralen und Diabetes-Verbände warnen inzwischen vor falschen Webseiten und Online-Shops, die in sozialen Netzwerken beworben werden. Oft findet man hier neben gefälschten Logos auch Fake-Videos von Prominenten, die die Wirkung der scheinbaren Wundermitteln propagieren. Aktuell geht es dabei insbesondere um die Werbung für Mikronadelpflaster zur Blutzuckerregulierung. Auch neue angeblich unblutige Blutzuckermessgeräte werden angeboten, die sich bei Lieferung meist als herkömmliche Pulsoximeter herausstellen.
Gefakte Promi-Statements
Gar nicht so leicht zu erkennen sind Fakes, wenn gefälschte Logos von Verbänden und Institutionen verwendet werden. Die DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) bemängelt, dass Facebook, Instagram und TikTok inzwischen quasi als rechtsfreier Raum missbraucht würde. Prominente TV-Talker, Journalisten/innen und Mediziner/innen und sogar Politiker/innen wie Ex-Kanzlerin Angela Merkel wehren sich oft juristisch gegen derlei Video-Fakes, in denen man ihnen falsche Statements in den Mund legt.
Vorsicht vor Wundermitteln
Typische Kennzeichen von Fake-Produkten und -Shops sind übertrieben dargestellte Heilsversprechen sogenannter Wundermittel. Dahinter stecken oftmals Anbieter aus dem Ausland ohne eine Zulassung für medizinische Produkte und mit nur einem einzigen Interesse: kranken Menschen mit falschen Versprechungen zu Bestellungen zu bringen. Und hierfür sind alle Mittel recht. Besonders indem vorgetäuscht wird, dass andere hiermit bereits gesund wurden. Wer bei derlei Fake-Shops bestellt, bekommt entweder gar keine oder minderwertige Ware. Ein wichtiges Kennzeichen für Fake-Shops oder -Webseiten ist ein fehlendes oder unvollständiges Impressum sowie nicht vorhandene Kontaktmöglichkeiten, auch Rücksendungen sind meist nicht möglich. Fragen Sie im Zweifelsfall vor einer Bestellung bei Ihrer Hausarztpraxis oder auch bei uns nach.




Die mitunter lebensrettende Darmkrebsvorsorge wird trotz vieler Prominenten-Aktionen und diverser Werbekampagnen noch immer nicht ausreichend in Anspruch genommen. Aktuell nutzt nur jeder 5. die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen. Allerdings wurden 2024 so viele Darmspiegelungen durchgeführt wie noch nie, auch die Stuhltests zur Früherkennung (FIT) steigen zahlenmäßig. Da hier aber noch viel Luft nach oben ist und um die Hemmschwelle zu reduzieren wurden neue Testverfahren entwickelt, die zuhause gemacht und per Smartphone-App kontrolliert werden können. Heimtests gibt es schon seit längerem in der Apotheke, allerdings war mit dem Kauf immer der Versand und die Stuhlkontrolle im Labor einbezogen. Dies entfällt bei den neuen Schnelltests.

erienzeit ist Reisezeit und an so manchem Urlaubsort ist die Trinkwasserqualität mit einem großen Fragezeichen versehen. Während man hierzulande überwiegend sicher sein kann, den Durst auch aus dem Wasserhahn gefahrlos stillen zu können, gilt das nicht für alle europäischen Länder. Der Geruch ist dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Das für manche unangenehme Chloraroma ist eher ein positiver Hinweis darauf, dass hier keine Keime zu finden sind und das Waschen und Zähneputzen unbedenklich ist. Die Trinkwasser-Qualität wird EU-weit durch einheitliche Richtlinien festgelegt. Trinkwasser sollte „genusstauglich und rein“ sein, aber nicht alle europäischen Länder erfüllen diese Kriterien. Und auch in Ländern die offiziell eine gute Wasserqualität haben, sollte man bei Ferienwohnungen auf Färbung, Trübung und Geruch achten, denn auch alte Leitungen und Armaturen können die Wasserqualität negativ beeinflussen. Schließlich gehen noch immer 80 Prozent aller Reiseerkrankungen auf verunreinigtes Trinkwasser zurück.



