Wie es mit dem TIZ Herrenberg weitergeht

Die Corona-Pandemie geht zu Ende und die meisten Test- und Impfzentren schließen nach und nach die Pforten. Unser TIZ in Herrenberg am Hasenplatz in der Nähe der Bären-Apotheke, wurde bereits im Frühjahr 2021 eröffnet. Mit einem festen Team und immer wieder erweiterten Angeboten wie PCR- und Antigentests hat es sich in der Region gut etabliert. Neben den wichtigen Corona-Schnelltests konnten wir mit Hilfe von DRK und kooperierenden Ärzten/innen sehr früh Impfungen gegen Covid-19 anbieten. Unsere 10.000. Corona-Impfkundin freute sich bereits im März 2022 über eine kleine Überraschung. Termine für Corona- und Grippe-Impfungen sind online buchbar über mein.impfomizer.de. Das TIZ wurde auch wegen der Online-Terminvergabe so gut angenommen. Wartezeiten wurden so auf ein Minimum reduziert. Das Gleiche galt für Testtermine, deren Ergebnis man außerdem via App aufs Handy bekommt. Testen und Impfen wurde so zeitlich kalkulierbar und brauchte keine unnötige Vorlaufzeiten.

Zum Herbst neue Impfungen
Testtermine gibt es noch bis Ende Februar online über https://www.corona-schnelltest-gaeu.de. Die Kosten für das Freitesten nach einer Isolation muss man bereits selber tragen und ab März fällt auch der allgemeine Anspruch auf kostenlose präventive Bürgertests weg. Nur wer sich mit Corona-Symptomen ärztlich behandeln lässt, kann dann weiterhin die Kosten hierfür über die Krankenkasse abrechnen lassen. Die saisonalen Grippeimpfungen werden wir zum Herbst 2023 über das TIZ wieder anbieten. Auch die Booster- und Erstimpfungen gegen Covid-19 müssen wahrscheinlich eine Pause einlegen, bis ein neuer Impfstoff angepasst an die aktuellen Mutationen vorliegt.

Impfung oder Antikörperspritze gegen RS-Virus

Das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial Virus) gehört zu den häufigsten aber auch sehr gefürchteten Infekten der unteren Atemwege bei Säuglingen und Kleinkindern. Es endet nicht selten in einer Lungenentzündung und mitunter sogar auf der Intensivstation. Von November bis März sind immer wieder Intensivbetten aufgrund schwerer Verläufe mit RSV-Patienten belegt. Neben den kleinen Patienten bis zu zwei Jahren trifft es aber auch Senioren. In beiden Patientengruppen ist das schwache Immunsystem das Hauptproblem, das die Erkrankung mitunter sogar tödlich enden lässt. Bislang gibt es noch keinen zugelassenen, aber einige in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe. Ein Prophylaxe-Medikament ist derzeit nur für Frühchen und Kinder mit Vorerkrankungen verfügbar.

Impfung für Senioren ab 60
Einige Pharmahersteller sind schon seit längerem mit der Entwicklung bzw. Erprobung eines RSV-Impfstoffs beschäftigt. Alle richten sich an Senioren über 60 Jahren oder Schwangere. Ähnlich wie gegen Covid-19 werden hier derzeit sowohl proteinbasierte Impfstoffe als auch Vektorimpfstoffe und mRNA-Impfstoffe entwickelt. Bereits im Zulassungsverfahren ist seit Oktober 2022 der proteinbasierte Impfstoff von GSK (GlaxoSmithKline) für Senioren ab 60. Zwei weitere Impfstoffe von Moderna (mRNA) und Janssen (Vektor), ebenfalls für Personen ab 60 bzw. 65 Jahren, sind aktuell in der letzten (III.) Testphase.

Umweg über die Mütter
Alle Impfstoffe für den Schutz von Säuglingen gehen den Weg über die schwangeren Mütter, damit diese die entwickelten Antikörper an die Babys weitergeben. Auch der proteinbasierte Impfstoff für Schwangere von GSK ist bereits in der letzten Testphase. Ähnlich sieht es bei den Herstellen Novavax und Pfizer (beide proteinbasiert) aus. Alle Hersteller berichten in den veröffentlichten Studien von nur leichten bis mittelschweren Impfnebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopf- und vereinzelten Muskelschmerzen.

Alternative Antikörperspritze
Daneben existiert aber seit einiger Zeit eine monatliche Antikörper-Behandlung für besonders gefährdete Frühgeborene, Babys und Kleinkinder, die monatlich als Injektion verabreicht wird. Durch die Antikörperspritze wird eine Infektion zwar nicht völlig ausgeschlossen, das Risiko eines schweren Verlaufs mit Intensivbehandlung aber reduziert. Frühchen, die zwischen November und April aus dem Krankenhaus entlassen werden, haben das Immunglobulin meist schon bekommen und werden anschließend entsprechend weiterbehandelt. Die Krankenkassen übernehmen i. d. R. diese Behandlung für die Dauer von 5 Monaten. Zugelassen, aber in Deutschland noch nicht eingeführt, ist eine Einmalinjektion von Sanofi und AstraZeneca, eines weiteren monoklonalen Antikörpers für Kinder und Säuglinge.

Neue Coronavariante XBB.1.5 – auch Krake genannt

Seit Jahresanfang ist die neue Omikron-Subvariante XBB.1.5 in Deutschland und allgemein in Europa angekommen. Ihre Ausbreitung beobachten Virologen im Nordosten der USA schon seit Oktober 22 mit unterschiedlich großer Sorge. Bis zum Jahreswechsel machte sie 75 Prozent aller erfassten Corona-Infektionen aus und die WHO hat XBB.1.5 inzwischen als die bisher ansteckendste Subvariante identifiziert. Trotzdem weisen viele Virologen daraufhin, dass weitere Varianten zu erwarten waren und dies zur normalen Entwicklung eines Virus gehöre. Nur wenige warnen wegen der hohen Ansteckungsgefahr hierzulande vor einer möglichen neuen Welle. Diese bedeute aber nicht automatisch, dass XBB.1.5 auch gefährlicher sein muss. Eindeutig scheint ihre Dominanz, mit der sie die älteren Virusvarianten verdrängen wird. Allein aufgrund ihrer rasanten Ausbreitung bekam sie in den USA den Spitznamen „Krake“.

Keine Panik aber Vorsicht
Die größte Gefahr steckt, wie in den letzten Vorläufern, in einer möglichen massiven Ausbreitung, die sich auf die medizinische und öffentliche Versorgung auswirken könnte. Also auch bei XBB.1.5 ist Panik unangemessen, da schwere Verläufe eher selten auftreten. Allerdings vermeldet New York seit der neuen Variante wieder so viele Krankenhauseinlieferungen wie seit einem Jahr nicht mehr. Vor allem ältere Menschen sind hier betroffen. Die nötige Vorsicht und Wachsamkeit sollte man deshalb im Interesse aller auch bei uns nicht einfach über Bord werfen. Die angepassten bivalenten Boosterimpfstoffe von Moderna und Biontech können auch XBB.1.5 abwehren, selbt wenn sie nicht perfekt auf das mutierte Spikeprotein passen. Ob wir vom Stadium der Pandemie nun endgültig in der Endemie angekommen sind, kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen und dieser Zeitpunkt lässt sich vermutlich erst rückblickend festlegen.

Wer Corona-Medikamente bekommen sollte!

Anfang 2022 bestellte die Bunderegierung nach der entsprechenden Zulassung eine Millionen Dosen des Coronamittels Paxlovid. Hiervon wurde gut die Hälfte an den Großhandel geliefert. Bis Ende September 2022 sind aber nur rund 70.000 Packungen über öffentliche Apotheken abgegeben worden. Gesundheitsminister Lauterbach rief deshalb die Praxen zur verstärkten Verordnung auf, schließlich läuft das Verfallsdatum im Februar 2023 ab. Die Abgabe durch die Hausärzte stieg seither leicht an. Weshalb geht man aber hiermit noch immer so zögerlich um? Gedacht war das Mittel vor allem für Risikopatienten sowie ungeimpfte und ältere Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf. Für Jüngere, die zu keiner Risikogruppe gehören, war das Coronamittel nicht indiziert. Alle derzeit verfügbaren Coronamittel müssen außerdem sehr früh innerhalb von 5 Tagen nach Beginn einer Infektion eingenommen werden und die Erkrankten dürfen nur leichte Symptome aufweisen.

Was dagegen spricht
Ein weiteres Problem liegt in dem Risiko möglicher Gegenanzeigen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Diese wurden in der Kürze der Zeit bis zur Zulassung nicht ausreichend geprüft. Bekannt ist, dass eine Einnahme bei Leber- und Nierenproblemen zu riskant sei. Problematisch ist auch die Paralleleinnahme von Blutdrucksenkern, Gerinnungshemmern, Beta-Blockern und Antiepileptika. Die Liste umfasst u. A. auch Antibiotika, Immunsuppressiva, Schmerzmittel wie Tramadol und Codein sowie Antidepressiva. Während der Einnahme von Paxlovid sollte man mit diesen Mitteln also besser pausieren. Zu den allgemeinen und häufigsten Nebenwirkungen gehören Geschmacksstörungen, Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen.

Mitunter mit Rebound-Effekt
Diese Problematik führt dazu, dass Ärzte/innen bei der Verordnung von Paxlovid sehr vorsichtig sind. Es fällt allerdings auf, dass bei Personen des öffentlichen Lebens wie z. B. Politikern, offensichtlich häufig Coronamittel zum Einsatz kommen und diese oft wenige Tage nach einer Infektion bereits genesen sind. Inzwischen wird auch erforscht, ob das Risiko von Long-Covid durch Paxlovid reduziert wird. Erste Studien aus den USA legen dies nahe. Die Ergebnisse müssen aber noch durch weitere Studien bestätigt werden. Hinzukommt aber auch ein öfter auftretender Rebound-Effekt bei Patienten, die Paxlovid eingenommen haben. Bei etwa sechs Prozent treten nach der Genesung erneut Symptome sowie ein positives Testergebnis auf. Betroffen war hiervon auch der US-Präsident Joe Biden.

Coronaimpfung wird 2023 Kassenleistung

Um die Coronaimpfung künftig zur Regelleistung über die Krankenkassen werden zu lassen, wurde für die kommenden Monate eine Übergangsregelung gefunden. Noch bis zum 7.   April kann man sich weiterhin in Hausarztpraxen und impfenden Apotheken kostenlos gegen Corona impfen lassen. Die Kosten werden aus den Rücklagen des Gesundheitsfonds erstattet. Dies ändert sich dann ab April, wenn Versicherte wie sonst üblich ihre Versichertenkarte vorlegen müssen. Das Impfen durch entsprechend geschulte Apotheken wird bis dahin rechtlich geregelt und eine Coronaimpfung von Personen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr hier dauerhaft möglich sein. Die von den Bundesländern getragenen Impfstützpunkte und mobilen Impfteams werden ab dem 1. Januar 2023 dann nicht mehr benötigt.Die Impfungen gehen damit in eine Regelversorgung über. Seit September gibt es für Baden-Württemberg ein zentrales Corona-Impfportal unter www.impftermin-bw.de über das Online-Termine gebucht werden können. Hier findet man auch unser TIZ-Gäu in Herrenberg. Alle weiteren Impftermine gibt es über https://tz-herrenberg.impfomizer.de/selectevent Die Arzneimittelbehörde der EU empfiehlt übrigens inzwischen die an Omikron angepassten Impfstoffe von BionTech/Pfizer und Moderna auch für Erstimpfungen und nicht nur für Boosterimpfungen.

Kinderhaut im Winter optimal schützen!

Babys und Kleinkinder brauchen in der kalten Jahreszeit eine besonders intensive Hautpflege. Ihre Haut ist noch zu dünn, das Unterhautfettgewebe, die Talg- und Schweißproduktion und damit auch die notwendige Hautbarriere müssen sich erst entwickeln. Sie frieren nicht nur schneller, Kälte und Heizungsluft trocknen die Haut außerdem rascher aus. Der häufige Wechsel zwischen warmer Innenluft und kalter Außenluft stresst die Haut zusätzlich. Besonders empfindlich sind Kinder, in deren Familie bereits Allergien und Neurodermitis auftreten. Aber auch für größere Kinder gilt: Talgdrüsen drosseln im Winter die Talgproduktion und die Haut trocknet schneller aus. Sie wird spröde und rissig und der Hautschutz leidet.

Mehr Fett statt Wasser
Anders als im Sommer braucht die junge Haut jetzt mehr Fett statt Feuchtigkeit. Lotionen mit einem hohen Wasseranteil schützen nicht vorm Austrocknen, sondern fördern bei eisigen Temperaturen sogar mögliche Erfrierungen. Das Baden sollte im Winter besser reduziert werden, weil die Haut durch schäumende seifenhaltige Badezusätze zusätzlich austrocknet.  Zweimal pro Woche für fünf Minuten mit einem Schuss pH-neutralem rückfettendem Badeöl genügen für die Kleinsten. Danach das Eincremen und vor allem Stellen, die zur Trockenheit neigen, wie Ellenbogen und Schienbeine, nicht vergessen.

Nicht zu dick eincremen
Auch mollig eingepackte Babys und Kleinkinder brauchen im Gesicht ab ca. 3 Grad Außentemperatur eine Wind-und-Wetter- oder Kältecreme als Schutzschild. Aber Vorsicht: nicht zu dick eincremen, denn viel hilft hier nicht viel. Zu viel fetthaltige Creme schafft einen Okklusionseffekt, die Haut kann dann nicht mehr genug Wärme und Feuchtigkeit abgeben. Wichtig auch: die Haut ca. 10 Minuten vor dem Spaziergang im Freien oder dem Gang zum Spielplatz eincremen. Wenn sich sehr fetthaltige Cremes schlecht verteilen lassen, kann man sie zuerst in den Händen erwärmen, um sie dadurch geschmeidiger zu machen. Ideale Cremes für draußen und auch unterwegs sind der Calendula Zauberbalsam  sowie die Wind und Wetter Creme, beides von Weleda baby.

LSF im Winter?
Gerade bei Schnee kann die Sonne sehr intensiv scheinen, dann ist es sinnvoll eine Creme mit Lichtschutzfaktor zu verwenden. Auch die Lippen brauchen grundsätzlich eine natürliche Pflege ohne Zusatzstoffe. Für alle speziellen Kinder- und Babypflegeprodukte gilt, möglichst auf künstliche Stoffe zu verzichten. Eine natürliche Pflege schützt ohne zu reizen und reduziert auch das Neurodermitisrisiko. Inhaltsstoffe wie Panthenol, Wollwachs und natürliche Öle sind ideal. Konservierungs-, sowie Duft- und Farbstoffe haben dagegen in der Kinderpflege nichts zu suchen. Und auch wenn im Winter der Durst bei Kindern häufig nicht so groß ist, viel Trinken schützt die Haut von innen.

Wenn Antibiotika knapp werden!

Die Liste, der schwer oder nicht lieferbaren Medikamente umfasst derzeit an die 300 Produkte. Dazu gehören Schmerzmittelsäfte für Kinder ebenso wie Hormonpräparate und Wirkstoffe für Krebstherapien. Manche Mittel sind hiervon schon seit etlichen Monaten betroffen. Andere kann man als Apotheke durch Herstellung in eigener Rezeptur ersetzen oder mitunter über Umwege aus dem Ausland beschaffen. Um dieses seit Jahren sich verschärfende Problem dauerhaft zu lösen, ist die Politik gefragt. Die Apotheken können nur versuchen kurzfristig Abhilfe zu schaffen, indem sie sich auf die Suche nach Alternativprodukten begeben. Was wiederum mitunter auf Unverständnis stößt, wenn es in der Apotheke zu ungewohnten Wartezeiten kommt.

Antibiotika nur noch in Einzelfällen?
Nun warnen die Pharmahersteller sogar vor drohenden Lieferschwierigkeiten bei Antibiotika. Schon seit einiger Zeit regen Mediziner verstärkt dazu an, weniger Antibiotika bei Beschwerden einzusetzen, die auch mit anderen Mitteln gut zu behandeln sind. Dies nicht zuletzt auch, um den immer öfter auftretenden Resistenzen entgegenzuwirken. Mit dem frühzeitigen Beginn der aktuellen Erkältungswelle werden seit Oktober Woche für Woche neue Lieferengpässe bei diversen Breitbandantibiotika gemeldet. Inzwischen ist nun auch das Ur-Antibiotikum Penicillin von Engpässen betroffen.

Weltweite Produktionsprobleme
Die meisten der kritischen Antibiotika werden für bakterielle Infektionen der oberen und unteren Atemwege eingesetzt wie Lungenentzündung, Bronchitis oder Mittelohrentzündung. Diese sind auch auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO zu finden. Hierbei handelt es sich meist um Engpässe, die in der Regel nicht kurzfristig behoben sind. Die Rohstoffe werden mit wenigen Ausnahmen in China und Indien hergestellt. Und die wenigen Pharmafirmen, die noch in Europa produzieren, leiden massiv unter dem Kostendruck durch die steigenden Energiekosten und dem Preisdumping der Krankenkassen. Während in den letzten zwei Jahren die Erkältungswellen quasi ausfielen und eine Vorratshaltung unrentabel und auch unerwünscht ist ist, stellen die aktuellen Infektionszahlen die Industrie vor ein massives Problem. Inzwischen wurde die Corona-Maskenpflicht so gut wie aufgehoben, was den übrigen Viren bei ihrer Verbreitung entgegenkommt. Die steigenden Infektionszahlen befeuern entsprechend die Nachfrage nach Erkältungs-Medikamenten.

Was kann man selber tun?
Häufig beginnt ein grippaler Infekt mit typischen eher leichten Erkältungssymptomen, die man auch mit einfachen Mitteln behandeln kann. Inhalate helfen sowohl der Nase als auch Rachen und Bronchien. Regelmäßiges Nasenspray zum Befeuchten oder Abschwellen verhindert meist, dass auch die Ohren angegriffen werden. Und Gurgellösungen reduzieren die Viren im Rachen und wirken gegen lästige Halsschmerzen. Antibiotika werden dagegen meist erst in einem späteren Stadium nötig, wenn sich zu einem normalen Virusinfekt zusätzlich Bakterien in den oberen oder unteren Atemwegen ansiedeln. Dies kann man mitunter verhindern, indem man frühzeitig mit der Behandlung beginnt und gleichzeitig das Immunsystem mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen stimuliert. Nicht zuletzt ist es ebenso wichtig sich ausreichend Ruhe zu nehmen, um wieder gesund zu werden.

Unerwartet frühe Grippewelle!

Nicht nur in Baden-Württemberg erkranken in dieser Herbst-Wintersaison viele früher als gewöhnlich an der Influenza, der klassischen Grippe. Schon im Oktober stiegen die Infektionszahlen in den Hausarztpraxen merklich, gut zwei Monate früher als sonst. Seither verläuft die Infektionskurve kontinuierlich ansteigend, so dass man vom Beginn einer Grippewelle sprechen kann und diese betrifft nicht nur den Süden, sondern bereits viele Bundesländer. Besonders hoch waren die Zahlen im Oktober in NRW und Bayern. Mediziner gehen davon aus, dass dies ursächlich  an den ausgefallenen letzten beiden Grippesaisons liegt. Masken, Abstandsregeln und Hygiene haben die Menschen auch vor den Grippeviren geschützt. Gleichzeitig hat sich der individuelle Immunschutz gegen die Influenza dadurch reduziert. Wer lange keine Grippe hatte, trägt irgendwann ein höheres Risiko für eine Erkrankung.

Droht eine Doppelwelle?
Auch andere Atemwegserkrankungen sind im Oktober sprunghaft angestiegen, so dass die vielen krankheitsbedingten Ausfälle sich bei Post und Bahn sowie im ÖPNV durch Verzögerungen bemerkbar machten. Wie sich die aktuelle Grippewelle weiterentwickeln wird, ist noch nicht absehbar. Die letzte heftige Grippewelle gab es 2017/18 mit rund 25.000 Todesfällen. Das RKI warnt derzeit vor einer möglichen Doppelwelle von Corona und Grippe, die die Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenze bringen könnte. Besonders Älteren, chronisch Kranken, Personen mit vielen Kontakten und Schwangeren wird deshalb dringend eine Grippeimpfung empfohlen.

Bald starten unsere Glücks-Tipps!

Es gibt inzwischen einen Weltglückstag, etliche Glücksschulungen und in manchen Ländern sogar Glücksministerien. Ein Glücksatlas listet außerdem die Nationen nach den Glücksgefühlen ihrer Einwohner. Demnach sind die Menschen derzeit in Finnland und Dänemark ganz besonders glücklich. Wie schaffen es aber die Skandinavier trotz der dunklen Wintermonate hier zum fünften Mal ganz oben zu stehen und das sogar in Coronazeiten? Für die Dänen ist es einfach „Hygge“, eine Mischung aus Wärme und Gemütlichkeit, die alles Schwere draußen lässt. Wissenschaftlich gesehen ist es das Gen mit der Bezeichnung SLC6A4, das als eine Art Glücksbote das Glückshormon Serotonin an die Zellen weiterleitet und uns so entspannt und gut gelaunt macht.

Allerorten Glücksformeln
Die Einen suchen ihr persönliches Glück im Sport, andere im Meditieren und nicht wenige suchen es allzu oft im Essen. Allein ist es erwiesenermaßen schwerer zu finden als gemeinsam mit anderen, denn wer weiß es nicht: Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt. Mathematisch gesehen eine durchaus schwierige Gleichung. Nicht vergessen sollte man die Vielzahl an Glücksformeln und -experimente, die nicht nur dem Menschen, sondern auch Hund und Katze helfen sollen – vorzugsweise im Buchhandel zu bestaunen. Dabei gilt es zu bedenken: nicht überall wo Glück draufsteht, steckt auch wirklich Glück drin, erfreut aber zumindest die Kassen der Verlage.

Schenken, teilen oder wünschen?
Unsere Glückstipps gibt es ab der nächsten BärenPost kostenlos frei Haus, wenn man den Strom für Handyakku oder PC nicht mitrechnet. Stromrechnungen sind zurzeit so ziemlich das Letzte, was einen glücklich machen könnte. Deshalb suchen wir für Sie nach den kleinen nachahmenswerten Tipps und Tricks rund um das alltägliche Glück, um sich auch in schwierigen unübersichtlichen Zeiten den Blick hierfür zu erhalten und womöglich ein wenig Glück auch seinen Mitmenschen zukommen zu lassen. Denn das Glück, das man anderen schenkt muss sich ja nicht unbedingt verdoppeln, strahlt aber in jedem Fall ganz besonders zurück.

Neue Coronaregeln seit Oktober!

Seit dem 1. Oktober 2022 gelten bundesweit aufgrund der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes wieder bestimmte Coronaregeln, die aber je nach Infektionsgeschehen durch die einzelnen Bundesländer noch ergänzt werden können. Diese Regeln sollen vor allem eine mögliche Herbst-Winter-Welle eindämmen. Hierzu gehört neben einer FFP2-Maskenpflicht in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen sowie anderen Gesundheitseinrichtungen, eine solche Pflicht auch in Fernzügen der Bahn für über 14-jährige. Bei Kindern genügt hier eine gewöhnliche OP-Maske. Diese ist ebenso für alle Nutzer des ÖPNV und für Beschäftigte in Kliniken und Arztpraxen nötig. Ein tagesaktueller Test ist beim Betreten von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen jetzt wieder für Besucher erforderlich. Die hier Beschäftigten brauchen dreimal wöchentlich einen negativen Antigentest. Diese Testpflicht gilt auch für Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sowie Erstaufnahmeeinrichtungen. Ausnahmen von dieser Regelung gelten bei Notfalleinsätzen. Weiterhin gültig ist bislang die fünftägige Quarantäne-Regelung für Positiv-Getestete.