Pflegetipps
Wie sinnvoll sind Onlinetests zur Hautanalyse?

Das Internet ist voll von ihnen und fast jeder Kosmetikhersteller bietet eigene an: Online-Hautanalysen, mit deren Hilfe man feststellen soll, welche Produkte geeignet seien. Bei manchen Tools kann man außerdem ein Selfie hochladen. Oft handelt es sich aber lediglich um einen Lifestyle-Test, bei dem der Zustand der Haut analysiert und einem Hauttyp zugeordnet wird. Zusätzlich wird dann meist hinterfragt, was man mit neuen Pflegeprodukten erreichen will. Die Option ein Selfie hochzuladen, bietet zumindest eine individualisierte Analyse. Dabei sollte man darauf achten, dass das Gesicht gut ausgeleuchtet ist und kein Make-up verwendet wurde. KI-gestützte Analyse-Apps greifen bei der Bewertung auf viele klinische Vergleichsbilder und weitere Selfies zurück. Bei individuellen Problemen bleibt aber meist vieles ungeklärt.
Individuelle Analysen?
Die Anzahl unterschiedlicher Analysetools, wie die genannten kostenlosen Online-Apps oder auch Handy-Apps mit Zusatzausstattung zum regelmäßigen Selbsttesten für zuhause, ist inzwischen sehr unübersichtlich. Typische Analyse-Geräte sind beispielsweise SkinScope, das von SkinCeuticals bei Beratungstagen in Apotheken eingesetzt wird. In manchen Kosmetikstudios findet man auch Visia, bei dem die Haut mittels einer 180-Grad-Kamera in dreidimensionalen Aufnahmen und einer speziellen Software analysiert wird. Hiermit lassen sich zusätzlich die bestehende UV-Belastung, Problemzonen und die Hautalterung beurteilen. Es ersetzt oder ergänzt das Auge des Profis und misst den Feuchtigkeitsgehalt – auch in den tieferen Hautschichten. Bei sensibler oder sehr trockener Haut kann das ein Kriterium sein, um die Hautgesundheit effektiv beurteilen zu können. Meist wird dazu der Lipid- und Wassergehalt gemessen.
Technik vs. Erfahrung
Für eine gründliche Analyse braucht es vor allem entsprechende Erfahrung. Hautprofis benötigen für das Erkennen von Elastizität, Pigmentierung, Feuchtigkeit und Porengröße ein geschultes Auge und eine beleuchtete Lupe. Und sie können anhand individueller Fragen weit mehr bewerten als ein standardisiertes Analysetool. Hierzu gehören wichtige Infos wie z. B., wann und womit die Haut das letzte Mal gepflegt wurde, wie die Pflegeroutine grundsätzlich aussieht oder auch wie es um den UV-Schutz steht. Spezielle Hautprobleme wie Rosazea, Neurodermitis, Akne oder auch eine Hyperpigmentierung gehören ohnehin in Profihände. Bei ungeklärten Unverträglichkeiten wird eine erfahrene Kosmetikerin die Kunden zur/m Dermatologe/in schicken, um Allergien auszuschließen oder auch den Hormonstatus zu analysieren. Dieser kann speziell bei Hautproblemen während der Wechseljahre hilfreich sein.
Beständiger Hauttyp
Kosmetikbehandlungen und auch eine gründliche Hautanalyse sind reines Handwerk, das nicht durch Geräte ersetzt, sondern lediglich nach Bedarf ergänzt werden sollte. Wenig sinnvoll ist eine häufigere Analyse mehrmals im Jahr, wie von den Herstellern einiger Apps empfohlen. Der Hauttyp bleibt ein Leben lang bestehen, lediglich der Zustand der Haut verändert sich übers Jahr und mit dem Alter. Petra Klein kann hierzu in der KosmetikPraxis Tübingen auf ihre Ausbildung und langjährige Erfahrung zurückgreifen und würde eine Analyse nie allein der Technik überlassen.
Pigmentflecken wieder loswerden!
Alle Frauen kennen sie, die kleine braunen Flecken im Gesicht, auf den Handrücken und überall dort am Körper, wo die UV-Strahlung während der Sommermonate für Bräunung gesorgt hat. Je älter wir werden, desto häufiger wundert man sich über sie. So manches Mal stellt sich auch die Frage, ob es sich angesichts des steigenden Hautkrebsrisikos, wirklich nur um Pigmentflecke handelt. Sie entstehen immer dann, wenn die Haut versucht sich durch die partielle Bildung von Melanin vor zu viel Sonnenlicht zu schützen. Es ist also ein ganz natürlicher Vorgang, der Hautschäden verhindern soll. Während der Menopause, durch die Anti-Baby-Pille, aber auch in der Schwangerschaft produziert der Körper durch die wechselnde Hormonlage mehr Melanin. In dieser Zeit entstandene dunkle Flecken (Melasma) bilden sich häufig im Anschluss wieder zurück. Um derartige Hyperpigmentierungen zu vermeiden, sollten Schwangere auf ausreichend Sonnenschutz achten.
Altersflecken schon ab 40
Neben Falten sind Altersflecken unerwünschte Zeichen der Hautalterung. Man findet sie ab 40 gut sichtbar vor allem an den Händen und im Gesicht, Männer übrigens eher selten. Wirklich verhindern kann man sie nur durch täglich konsequent aufgetragenen Sonnenschutz mit LSF 50. Es gibt inzwischen aber eine Vielzahl an Möglichkeiten Altersflecke wieder loszuwerden. Neben teuren Laserbehandlungen gibt es zahlreiche chemische und oberflächlich mechanisch wirkende Methoden wie z. B. Schäl-Peelings. Ziel ist es dabei die oberste Hautschicht, in der sich das Melanin gebildet hat, abzutragen und gleichzeitig die Bildung neuer Hautzellen anzuregen.
Fragwürdige Hausmittel
Von den bekannten Haus- und Bleichmitteln wie Backpulver, Natron, Essig oder Zitrone raten Hautspezialisten ab, da die enthaltenen Säuren die Haut zu sehr reizen und Folgeschäden verursachen können. Sinnvoll sind dagegen die Klassiker Fruchtsäuren und auch Zink. Vitamin-C-Serum wird als antioxidativer Alleskönner eingesetzt und ist auch beim gezielten Entfernen von Pigmentflecken sehr wirksam. Kombiniert mit einem Frucht- oder Milchsäurepeeling kann man den störenden Flecken zu Leibe rücken. Die Kombination mit heilungsfördernder Zinksalbe kann mögliche Reizungen weiter reduzieren. Aber Vorsicht bei hoher UV-Belastung während der Sommermonate. Die meisten Methoden eignen sich besser für Herbst und Winter.
Fruchtsäuren und Microneedling
Profis benutzen in Kosmetikstudios höher konzentrierte Fruchtsäuren und Seren oder Vitamin-A-Säure-Peelings, mit denen man erfolgreich auch gegen hartnäckige Altersflecke ankommt. Chemische Peelings wie Kräuterschälkuren und auch Microneedling-Behandlungen wirken ebenfalls effektiv gegen unerwünschte Pigmentveränderungen. Die Wintermonate sind hierfür der ideale Zeitpunkt, da die Haut anschließend keine UV-Strahlung verträgt. Bei großen Muttermalen oder auch weißen Pigmentflecken sollte unbedingt vor einer Behandlung ein/e Hautärztin/-arzt befragt werden. Unsere KosmetikPraxis Tübingen berät gern zu den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten wie den Fruchtsäurepeelings, die Kräuterschälkur GreenPeel und das Microneedling. Für alle drei Methoden gibt es gerade jetzt im Januar 2024 bei uns einen Preisnachlass von 15 Prozent. Mehr Infos zu den verschiedenen Behandlungen auch unter www.pillenbringer.de/wellness/kosmetikpraxis/ und direkt bei Petra Klein telefonisch über die Hautpflegehotline 0160-7676701
Was hilft gegen Skin-Picking?

Oft taucht mit der beginnenden Pubertät bei jungen Frauen ein Phänomen auf, das Betroffene am liebsten verbergen. Doch das regelmäßige Kratzen, Knibbeln und Quetschen an der Haut – auch Skin Picking genannt, hinterlässt irgendwann seine Spuren. Rötungen, Verkrustungen, Entzündungen und oft auch Narben sind die Folge des Skin Pickings, das erst seit einigen Jahren öffentlich einen Namen bekommen hat. Dermatologen*innen kennen es auch unter dem Fachbegriff Dermatillomanie, der zwanghaften täglichen Suche mit den Fingern nach Hautuneben- oder Unreinheiten im Gesicht, an den Armen oder am Dekolleté. Auch das Zupfen an der Lippe oder das Abkneifen der Nagelhaut gehören in diese Kategorie. Vor allem in stressigen Situationen oder Lebensphasen nimmt es bei Betroffenen zu. Durch das Knibbeln folgt danach stets eine kurze Phase der Entspannung und Stresslinderung. So entsteht ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist. Offiziell betrifft es vor allem Frauen. Man geht aber davon aus, dass die Dunkelziffer bei Männern hoch ist.
Picking als festes Ritual im Tagesablauf
Wer regelmäßig knibbelt, erlebt dabei eine innere Auszeit von den Tagesproblemen. Betroffene empfinden es sogar als Trance, in der man die Umgebung nicht mehr wahrnimmt und vor Belastendem flüchtet. Und die meisten haben massive Probleme hiervon wegzukommen. Auch wenn die Folgen irgendwann kaum noch zu verbergen sind, ist das Gefühl es einfach tun zu müssen zu stark. Häufig wird es aber auch zu einem festen Ritual, vor dem Schminken am Morgen, beim Fernsehen oder wenn man aus der Schule oder dem Büro kommt. Erst seit 2013 ist Skin Picking als psychische Zwangsstörung und somit als Therapie bedürftig anerkannt. Da im familiären Umfeld Betroffener häufig weitere „Picker“ zu finden sind, geht man von einer genetischen Veranlagung aus. Nicht selten führt Picking auch zu einer sozialen Isolation, wenn man die optischen Folgen nicht mehr verbergen kann. Manche outen sich inzwischen in öffentlichen Blogs um anderen Betroffenen zu helfen und zu zeigen, dass Picking mehr ist als ein Tick oder eine schlechte Angewohnheit.
Selbstakzeptanz lernen
Was also tun gegen diesen inneren Drang die Haut zu malträtieren? Grundsätzlich funktioniert hier ein Habit-Reversal-Training, also der Einsatz einer Alternativ-Handlung, immer dann, wenn der Drang zum Knibbeln zunimmt, z. B. mit Antistressbällen oder Handarbeiten. Die Ursache für diese Störung, unter der so viele Frauen leiden, liegt meist tief. Oft sind es Perfektionisten*innen, die einen äußeren Makel nicht ertragen und sich eine perfekte Haut wünschen. Meist setzen sie sich massiv unter Druck und nutzen Skin Picking als Möglichkeit zur Selbstregulation und -kontrolle. Aber auch Angstzustände und sogar Depressionen kommen als Auslöser in Frage. Nur die Haut zu behandeln genügt dann nicht. Hilfe gibt es beim Psychotherapeuten*in durch eine kognitive Verhaltenstherapie. In vielen Städten findet man inzwischen auch Selbsthilfegruppen um sich mit anderen auszutauschen. Neben einer Verhaltenstherapie helfen Entspannungsübungen, um Stressphasen leichter zu überstehen.
Alternativen trainieren
Einige Tipps, wie man sich selbst davon abhalten kann sind: als erstes die Auslöser erkennen und am besten vermeiden, so lange wie möglich gegen den Knibbelzwang angehen und dann möglichst eine Hautcreme auftragen. Die Hände in ruhigen kritischen Phasen möglichst mit etwas anderem beschäftigen wie einem Stressball oder Stricken, Häkeln etc. Um Verletzungen und Infektionen zu vermeiden, die Nägel möglichst kurz und sauber halten. Ohnehin ist die Infektionsgefahr bei regelmäßigem Picking groß, denn an den Fingern findet man zahlreiche Keime und Bakterien. An infizierten Wunden, die immer wieder verletzt werden, können sich Hautgeschwüre bilden und auch Narben, die nie wieder ganz verschwinden.
Verständnis statt guter Ratschläge
Angehörige oder Freunde von Skin Pickern sollten wissen, dass ein Satz wie „Lass es doch einfach mal!“ genau das Gegenteil bewirkt. Verständnis, Unterstützung und ein offenes Ohr für mögliche weitere Probleme sind wichtig um die fehlende Eigenliebe wieder aufzubauen. Bestehende oder beginnende Akne – oft ein Auslöser für Skin Picking Disorder, sollte man frühzeitig vom Profi behandeln lassen, wie auch bei uns in der KosmetikPraxis Tübingen.
Die richtige Ernährung für gesundes Haar!
Für die äußere Pflege der Haare sorgen viele regelmäßig durch Shampoos, Pflegespülungen und Kuren. Vergessen wird dabei oft, dass die Pflege von innen mindestens ebenso wichtig ist, denn ohne die nötigen Vitamine und Mineralstoffe können Kopfhaut und Haarwurzeln schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Gesundes glänzendes Haar lebt von einer ausreichenden Menge an Nährstoffen, die wir täglich zuführen. Neben einer mangelhaften Ernährung können aber auch Stress, Schlafmangel und negative Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung oder UV-Strahlung dem Haar schaden und auch zu vorzeitigem Haarausfall führen. Mit der richtigen Zusammenstellung unserer Ernährung schaffen wir dagegen die Basis für gesundes volles Haar. Industriell vorgefertigte Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Zucker sowie schlechten Fetten können das Gegenteil bewirken und unserem Haar die Nährstoffe entziehen, die es so nötig braucht.
Vitamine A, B, C und D
Das Haarwachstum wird vor allem durch Vitamin A gefördert, das als Retinol und Beta-Carotin vorkommt. Wir nehmen es durch Leber, Eier und Milch sowie oranges Gemüse wie Karotten, Süßkartoffeln und Kürbis zu uns. Wer auf Fleisch verzichtet, kann auf Paprika, Brokkoli und Trockenobstsorten ausweichen. Auch B-Vitamine und besonders das Biotin sind ein Muss für schönes Haar. Es findet sich im Eigelb, in Vollkornprodukten und Nüssen, besonders Erdnüssen sowie in Hülsenfrüchten, Hefe und Spinat. Nicht vergessen sollte man die Vitamine C und D, die antioxidativ wirken und so vorzeitigem Haarausfall entgegenwirken. Vitamin C ist außerdem für die Kollagenbildung und die Festigkeit der Kapillare zuständig. Ist die Kopfhaut gesund, ist für den Haarwuchs gesorgt. Fastfood dagegen kann Vitaminmangel fördern und langfristig zu Haarausfall führen.
Eiweiß, Fette und Spurenelemente
Außer Vitaminen benötigen Kopfhaut und Haare vor allem Proteine wie Eiweiß aus Eiern, Milch und Milchprodukten, Fisch, Geflügel, Linsen, Samen oder Nüssen. Empfohlen werden täglich 1,5 g pro Kilogramm Körpergewicht. Nüsse enthalten außerdem die wichtigen Spurenelemente Zink und Selen. Sie bringen das Haar zum Glänzen. Auch ein bei Frauen häufiger Eisenmangel schädigt das Haar und kann Haarausfall verursachen. Es steckt im Fleisch, in grünem Gemüse und Sojabohnen. Als wichtigstes Fett wären die essenziellen Omega-3-Fettsäuren zu nennen, die wir über fetten Fisch wie Lachs, Makrelen und Kabeljau, aber auch Avocados, Leinsamen und Walnüssen zu uns nehmen. Sie machen das Haar widerstandsfähig und geben ihm Elastizität. Wer unter dünnen brüchigen Haaren leidet, kommt um Silizium nicht herum. Auch als Kieselsäure bekannt gibt es dem Haar mehr Kraft. Es findet sich in Haferflocken, Topinambur und Erdnüssen.
Sind Pillen die Lösung?
Eine insgesamt ausgewogene und vollwertige ev. auch vegane Ernährung fördert also die Haargesundheit und das Wachstum. Besonders bei wiederkehrenden Haarproblemen sollte man die individuelle Ernährung genauer unter die Lupe nehmen, diese gezielt umstellen oder falls nötig zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Aber Vorsicht! Gerade bei zusätzlichen Vitaminen hilft viel eben nicht viel und kann bei einzelnen Vitaminen wie A, D, E und K sogar gefährlich werden. Deshalb lassen Sie sich von uns beraten oder suchen Sie sich eine/n erfahrene/n Ernährungsberater*in.
Skinimalism – der Trend zu weniger ist mehr

Schon seit 2021 machen Beauty-Spezialisten einen weltweiten Trend aus, den man kurz mit „Weniger ist mehr“ umschreiben kann. Während der Corona-Pandemie herrschte bei vielen das große Ausmisten und irgendwann war das Bad mit all den vielen Kosmetikartikeln dran. Unnötigen Ballast loszuwerden ist oftmals eine Erleichterung und beim Skinimalism gilt das besonders für die Haut. Dermatologen raten oft zu einer Reduzierung der Pflegemittel, denn überpflegte Haut ist häufig ein Problem. Auch Hautirritationen werden häufig durch zu viele oder wechselnde Pflegeprodukte ausgelöst. Hinter Skinimalism steckt aber mehr als das große Aufräumen. Es ist der Trend zu mehr Natürlichkeit, Transparenz und nicht zuletzt auch Nachhaltigkeit. Ein natürliches Make-up betont aber versteckt nicht.
Make-up light
Skinimalism ist nicht nur für Beautymuffel ideal. Es ist für jeden im hektischen Alltag super umsetzbar. Für ein leichtes Make-up ist die pflegende Grundlage mit reichlich Feuchtigkeit sowie eine gute Augencreme wichtig. Auch ein leichtes Vitamin- oder Hyaluron-Serum passt zum Skinimalism. Ein wenig Concealer gegen die Augenringe darf es trotzdem sein und auch ein transparenter Puder zum Schluss ist akzeptiert, aber nicht zwingend nötig. Die stark betonten Augenbrauen der letzten Jahre sind verschwunden, korrigieren und bürsten ist aber erlaubt. Auch bei der Mascara ist weniger mehr und lässt das Make-up weicher wirken.
Qualität vor Quantität
Nicht Makellosigkeit ist also jetzt gefragt, sondern Transparenz und Body Positivity. Dies ist auch ein gravierender Unterschied zum vergangenen No-Make-up-Look, der meist nur vorgab „nude“ also nackt zu sein. Neben dem reduzierten Make-up gehört zum Skinimalism auch die gesunde (pflanzliche) Ernährung, Bewegung und ökologische Nachhaltigkeit. Qualität geht bei den Produkten vor Quantität. Durch eine reichhaltige Aloe-Vera-Maske und anschließend ein paar Minuten Gesichtsyoga einen rosigen Teint erzielen – das entspricht dem Skinimalism. Ziel ist es die Kosmetikprodukte gezielter auf die Bedürfnisse der Haut abzustimmen. Ein besseres Hautbild braucht einfach weniger Kaschierung. Die passenden Produkte zu finden, dabei hilft ein Termin in unserer KosmetikPraxis Tübingen.
Narben brauchen Pflege und Sonnenschutz!

Jeder hat sie, keiner mag sie und doch gehören Narben irgendwie zum Leben dazu – ob durch kleinere oder größere Unfälle und durch chirurgische Eingriffe verursacht. Entstehen sie schon im Kindesalter wie z. B. Brandnarben, können sie sogar mitwachsen. Schürf- oder Schnittwunden verheilen meist ohne sichtbare Spuren. Muss aber genäht werden, bleibt oft eine farblich auffällige Narbe zurück. Je nach Lage und Tiefe kann es auch zu unschönen Hautverdickungen kommen, die über Monate spür- und sichtbar bleiben. Der Grund sind Verklumpungen des weniger elastischen Ersatzgewebes. Gezielte Narbenpflege und -massage machen das Gewebe geschmeidig und helfen Rötungen zu reduzieren. Bei größeren oder gelenkübergreifenden Narben kann auch eine professionelle Massage durch Physiotherapeuten*innen nötig sein. Bei der äußeren Narbenpflege kommen verschiedene Substanzen zum Einsatz wie Dexpanthenol, Silikon, Allantoin, Heparin, Pflanzenöle oder auch Zwiebelextrakt. In Narbensalben meist nicht enthalten ist ein besonders in den Sommermonaten notwendiger UV-Schutz. Frische Narben können sich durch Sonneneinstrahlung entzünden oder dunkel verfärben, deshalb nie abdeckende Kleidung oder den Sunblocker vergessen.
Schnell die Lücke schließen
Was aber unterscheidet Narbengewebe von gesundem Bindegewebe? Bei tieferen Verletzungen oder auch chirurgischen Schnitten, die bis ins durchblutete Bindegewebe reichen, bildet die Haut Kollagenfasern um die Lücke zu schließen, die nicht dieselben sind wie die der übrigen Haut. Die Kollagenstruktur ist dicker und fester und dadurch weniger elastisch. Deshalb ist, wenn die Fäden gezogen sind und kein Wundsekret mehr austritt, eine vorsichtige Massage wichtig um das Gewebe zu lockern. Belastet man Narben aber zu stark oder zu früh oder bildet sich zu viel Kollagen, können hypertrophe Narben oder auch Wulstnarben vor allem im Bereich des Oberkörpers entstehen. Schließt sich die Lücke nicht ausreichend bzw. wird kein Kollagen gebildet, spricht man von atrophen, tieferliegenden Narben.
Frühzeitig schützen und pflegen
Narbengewebe ist meist weniger gut durchblutet. Haarfollikel sowie Schweiß- und Talgdrüsen fehlen und auch Pigmente zum Schutz vor UV-Strahlen können sich kaum noch bilden. Der Bereich der Narbe ist also weniger gut geschützt und versorgt. Eine gute Narbenpflege kann mögliche Komplikationen verringern. Aber nicht jeder Wirkstoff passt zu jeder Narbe. Silikone eignen sich z. B. nicht für die atrophe Variante, während entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Stoffe für alle Narben sinnvoll sind. Früher riet man Patienten erst einmal abzuwarten, wie sich eine Narbe entwickelt. Inzwischen gilt die Regel: je früher man mit der Narbenpflege beginnt, desto besser. Dazu gehört ebenso sie vor Kälte, Hitze, Sonne und Dehnung zu schützen. Bei der Ernährung sollte man auf ausreichend Vitamine achten, z. B. auf Vitamin E, das für die Kollagenbildung zuständig ist. Auch Narbensalben enthalten neben Vitamin A und C häufig Vitamin E. In Narbenölen findet man meist eine Mischung aus ätherischen Ölen wie Lavendel, Myrrhe, Rosmarin, Rose oder Ringelblume.
Sichtbare Veränderung braucht Zeit
Egal für welches Mittel man sich entscheidet, man muss Geduld aufbringen und sich Zeit für die Pflege nehmen – mindestens zwei bis drei Mal täglich. Je nach Art der Narbe dauert es mitunter Monate bis sich eine Besserung in Haptik und Farbe zeigt. Eine tiefe Wunde benötigt bis zu zwei Jahren bis sich das neue Gewebe fertig ausgebildet hat. In dieser Phase wird sie meist heller als die umliegende Haut. Spannt und juckt die Narbenhaut und reagiert empfindlich auf Berührung, ist das meist ein Zeichen für die sogenannte Narbenreifung. Sie sind eher unkritisch und gelten als Heilungssignale. Entwickelt die Narbe allerdings Hitze und ist stark gerötet unbedingt medizinischen Rat einholen.
Mit Technik vom Profi
Neben der klassischen äußeren Narbenpflege gibt es aber auch die Möglichkeit per Laser, Microneedling oder Fruchtsäuren das tiefere Gewebe, aber auch die Narbenoberfläche positiv zu beeinflussen. Farbe und Struktur lassen sich so sogar bei älteren Narben im Kosmetikstudio korrigieren. Die Kollagenbildung wird gezielt angeregt, der Regenerationsprozess beschleunigt oder über bestimmte Vitamine wie Vit. A die Farbe aufgehellt. Je nach Narbe empfehlen sich unterschiedliche Varianten. Petra Klein, die Leiterin unserer KosmetikPraxis Tübingen, berät hierzu gern. Termine für kostenlose Erstgespräche gibt es unter www.terminland.de/Baeren_Apotheke/
