Digitaler Impfnachweis auch bei uns!

Vor dem Start am 14.6.21 hatten viele Bedenken, ob die neue Plattform beim RKI rechtzeitig fertig sein würde. Doch die ersten Stunden liefen ziemlich reibungslos und auch der Ansturm hielt sich in den drei Bären-Apotheken in Grenzen. Alle Mitarbeiter/innen wussten, worauf sie zu achten hatten und waren informiert, was zu tun ist, wenn die Leitungen heiß laufen und der QR-Code nicht planmäßig auf dem Smartphone erscheint. Für diesen Fall hatten wir vorgesorgt und der Code würde später per Post an den Kunden bzw. die Kundin versendet. Nur wenige Kunden/innen hatten keinen Ausweis dabei und mussten vertröstet werden.

Insgesamt waren am Montag mehr als 10.000 Apotheken bundesweit beteiligt und bis zum Mittag wurden 140.000 kostenlose digitale Zertifikate ausgestellt. Um den QR-Code auf das eigene Handy laden zu können, benötigt man die speziell hierfür entwickelte App CovPass, die Corona-Warn-App oder die Luca-App. Der gelbe Impfpass behält aber weiter seine Gültigkeit und kann auch bei Auslands-Urlauben benutzt werden. Wer kein Smartphone besitzt, kann sich den ausgedruckten Code alternativ auch in den Impfpass legen. Den digitalen Impfnachweis bekommt man übrigens auch in unserem Schnelltestzentrum in Herrenberg. Künftig soll der digitale Impfnachweis standardmäßig auch direkt nach der zweiten Impfung in Impfzentren und Praxen ausgegeben werden.

Impfstoffversorgung durch die Bären-Apotheke!

Neben den Impfzentren spielen inzwischen die Arztpraxen eine wichtige Rolle bei der Corona-Impfkampagne. Während die Zentren allerdings direkt mit Impfstoff beliefert werden, übernehmen bei der Versorgung der impfenden Praxen die Apotheken diese Funktion. Das Zusammenspiel zwischen Ärzten, Apotheken und Großhandel ist wesentlich für einen reibungslose Abwicklung und das Zeitfenster indem sich alle bewegen, ist immens klein. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis einer Umfrage vom Mai unter Apotheken. Rund 94 Prozent aller befragten Apothekenleiter/innen gaben an mit der Abwicklung mit dem Großhandel zufrieden zu sein. Was natürlich nichts damit zu tun hat, dass mehr Impfstoff zur Verfügung stehen sollte. Die Impfstoffversorgung sehen 77 Prozent der befragten Apotheken kritisch, denn man kann die Anfragen aus den Praxen bei weitem nicht erfüllen. Auch die Digitalisierung ist beim Bestellvorgang noch nicht angekommen. Hier werden nach wie vor Telefon und Fax genutzt, obwohl alle Vorgänge und Lieferungen digital dokumentiert werden müssen. Der Verbleib jeder einzelnen Impfdosis muss eindeutig nachvollziehbar ist.

Dienstagsmittags müssen die Bestellungen der Praxen, vor allem der Hausarzt-, aber auch zunehmend der Facharztpraxen und Betriebsärzte, in der Bären-Apotheke eingehen. Wenige Stunden später werden diese an den Großhandel weitergeben. Bereits am Mittwoch geht dann die Rückmeldung an die Apotheke, wie viel davon geliefert werden kann. Donnerstags bekommen die Praxen dazu eine Ankündigung per Fax, was und wie viel sie am kommenden Dienstag inkl. Impfzubehör bekommen. Die Mengen, die die Boten der Bären-Apotheke verteilen, differieren von Woche zu Woche stark. Mitunter geht nur die Hälfte raus, in anderen Wochen fast die komplette Bestellung.

Vor allem beim mRNA-Impfstoff von BioNTech, stellt auch die Kühlkette eine Herausforderung dar. Beim Hersteller muss er bei -60 bis -90 Grad für maximal 6 Monate gelagert werden bis er seine Reise in die einzelnen Länder antritt. Wird er dann sonntags beim Großhandel aus der Tiefkühlung von -70 Grad genommen, sollte er 4 Wochen später verimpft sein und bis dahin wie alle anderen Vakzine bei 2 bis 8 Gard gelagert werden. Bestellt wird zurzeit vor allem BioNTech, aber auch AstraZeneka und lediglich wenige Dosen von Johnson & Johnson, der nur einmalig geimpft werden muss. Ein kompliziertes Prozedere von dem man nur hoffen kann, dass es sich bei ausreichenden Impfstoffmengen künftig vereinfachen lässt, schließlich stehen in den kommenden Jahren noch einige Auffrischungsimpfungen an.

Vorsicht vor Anti-Corona-Globuli!

Schon am Anfang der Pandemie konnte man im Internet Angebote für homöopathische Globuli finden, die angeblich bei einer Infektion mit Covid-19 helfen. Selbst der Deutsche Homöopathen-Verband warnte 2020 davor, solche Mittel gegen Corona zu empfehlen. Es sei dagegen „Zurückhaltung hinsichtlich jeglicher Art von homöopathischen Vorsorge- und Therapieempfehlungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus“ angeraten. Gut ein Jahr später tauchen nun homöopathische Corona-Impfalternativen im Netz auf. Einzelne deutsche und auch österreichische Apotheken bieten Globuli an, die angeblich eine Impfung ersetzen oder deren Nebenwirkungen abschwächen würden. In einem Fall soll es sich hierbei um radionische, also energetisch aufgeladene Bioglobuli handeln, andere vertreiben Impfstoffnosoden auf Basis des Pfizer/Biontech-Impfstoffs und wiederum andere sammeln angeblich Reste von nicht verimpften Dosen, die zur Potenzierung homöopathischer Globuli verwendet würden. Nachdem diverse Verfahren und Anzeigen anhängig sind, betonen die Vertreiber, dass die Wirkung dieser Mittel nicht wissenschaftlich belegt sei und diese nur unterstützend wirken. Solch fragwürdige Coronamittel helfen nur jenen, die Homöopathie ohne kritisch sehen.

Schnelltests online oder lieber im Testzentrum vor Ort?

Je mehr Geschäfte, Restaurants und Veranstaltungen wieder öffnen, desto mehr Covid-19-Tests werden nötig. In manchen Testzentren werden aktuell bis zu 5000 Schnelltests wöchentlich abgewickelt und nicht wenige müssen feststellen: Mehr geht nicht! Die Kapazitäten sind rein personell oftmals ausgeschöpft. Deshalb macht man sich schon länger Gedanken, wie sich das bestehende System durch Onlinetests sinnvoll ergänzen lässt. In Schleswig-Hollstein hat man in der Modellregion Eckernförde ein solches System bereits eingebunden und auch das Bundesgesundheitsministerium unterstützt den neuen Ansatz. Man kauft einen zugelassenen Selbsttest und führt diesen live im Online-Chat mit einem Call-Center-Mitarbeiter zu Hause durch. Ist dieser negativ, erhält man den Testnachweis kurze Zeit später per Smartphone oder falls nötig per Post als Papierdokument. Dieser Online-Test eignet sich vor allem für geplante Termine wie Reisen, Theaterbesuche o. Ä. Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung sowie ein Smartphone, PC oder Tablet mit Kamerafunktion. Mehr Infos zur Abwicklung und Kosten findet man auf www.covidtestonline.de

Geimpft, getestet, genesen – mehr Freiheit ohne Risiko?

Bei dieser Frage treibt es viele Fachleute gleichermaßen um. Kann man diese drei Gruppen überhaupt so einfach vergleichen? Der Teufel steckt wie so oft im Detail und macht eine eindeutige Antwort schwer. So mancher fragt sich zu Recht, wie man laut der neuen Corona-Verordnung dann allen dieselben Rechte einräumen kann. Grundsätzlich geht es hierbei um drei unterschiedliche Kategorien, wie eine Immunität nachgewiesen wird und noch immer ist nicht eindeutig geklärt, ob Geimpfte das Virus nicht mehr übertragen können oder wie lange Geimpfte und Genesene wirklich vor einer erneuten Infektion geschützt sind. Es gibt keine absolute Sicherheit, aber das Risiko sinkt so weit, dass manche Einschränkungen nicht mehr zu rechtfertigen sind. Deshalb müssen sich alle drei Gruppen auch weiterhin an Abstands- und Maskenregeln halten.

Je nach Impfstoff gelten Geimpfte zwischen 70 und 95 Prozent als geschützt vor einer Covid-19-Infektion. Die Ständige Impfkommission (StiKo) geht deshalb davon aus, dass vollständig Geimpfte beim Infektionsgeschehen nur eine geringe Rolle spielen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist es übrigens, dass Geimpfte, die sich testen lassen ein positives Testergebnis haben müssten. Die PCR- und Antigentests testen auf andere Teile des Virus als in den Impfungen enthalten sind.

Genesene sind zunächst durch die eigenen Antikörper vor einer erneuten Erkrankung geschützt. Die Menge hängt allerdings stark von der Schwere der Erkrankung ab. Man hat festgestellt, dass diese bei nur leichten Symptomen stark reduziert sein kann. Hat sich das Immunsystem eines Infizierten nicht ausreichend mit dem Virus auseinandergesetzt, kann er sich weiterhin anstecken und die Viren verbreiten. Und wenn die Erkrankung bereits mehr als ein halbes Jahr zurückliegt, hat sich die Anzahl der Antikörper u. U. schon wieder halbiert. Die Gruppe der Genesenen kann man also nur als sehr uneinheitlich bezeichnen, wenn man auf das Risiko einer erneuten Infektion schaut. Die Regel für einen Nachweis lautet derzeit: als Genesen gilt, wer die Infektion überstanden hat und einen positiven PCR-Test aus dem Labor vorlegt, der mindestens 28 Tage aber höchsten 6 Monate alt ist.

Bei Getesteten muss man wiederum zwischen PCR-Tests aus dem Labor und Schnelltests für Zuhause unterscheiden. Antigen-Selbsttests gelten nur bei einer höheren Viruslast des Getesteten als zuverlässig. Die größte Unsicherheit bleibt durch symptomlos Infizierte bestehen. Bei einer aktuellen Untersuchung durch das Cochrane-Netzwerk wurde herausgefunden, dass im Durchschnitt 72 Prozent der verschiedenen Schnelltests solche Patienten mit Symptomen auch positiv erkannt haben, bei Symptomlosen jedoch nur 58 Prozent. Bei allen Schnelltests darf man nie vergessen, dass die Ergebnisse nur eine kurzfristige Momentaufnahme sind.

Vor Long-Covid ist kaum jemand geschützt!

Die reine Infektionsphase ist bei Covid-19 in der Regel nach zwei Wochen vorbei. Doch viele Patienten sind dann noch lange nicht gesund oder voll belastbar. Die Spätfolgen bemerken manche erst Monate später. Die Bezeichnung Long-Covid stammt von Medizinern, die rund ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie bei immer mehr Genesenen ähnliche Symptome feststellten. Und dies selbst bei Patienten, die während der Infektion nur sehr leichte Beschwerden hatten und nicht nur bei jenen, die auf den Intensivstationen behandelt werden mussten. Man geht inzwischen davon aus, dass Post-Covid oder Long-Covid 10 bis 20 Prozent aller Corona-Patienten treffen kann. Dieses spezielle Krankheitsbild ist Folge einer umfassenden Systemerkrankung, die jede Zelle und jedes Organ betrifft, wie man sie beispielsweise auch bei einer schweren Blutvergiftung kennt.

Je mehr Symptome während der akuten Infektionsphase aufgetreten sind, desto höher ist das Risiko später Long-Covid-Beschwerden zu entwickeln, so der aktuelle Forschungsstand. Eine chinesische Studie vom Februar 2021 zeigt, dass Schwersterkrankte sogar zu 50 Prozent auch sechs Monate nach ihrer Genesung nicht Vollzeit arbeiten konnten. 22 Prozent waren sogar als arbeitsunfähig einzustufen. Diese Patienten litten vor allem an Müdigkeit, Muskelschwäche und Atemnot, was auch durch die lange intensivmedizinische Behandlung zu erklären ist. Dazu kommen Berichte von langfristigen Problemen mit Lunge, Nieren, Herz, Gehirn und Nervenzellen. Trat die Infektion bei mehreren Personen innerhalb einer Familie auf, findet man bei den Long-Covid-Symptomen komplett unterschiedliche Ausprägungen und Symptome, von nur vorrübergehend leichten Beschwerden bis zu schwersten Belastungsstörungen.

Noch immer kann man die Ursache der häufig auftretenden neurologischen Probleme nicht wirklich identifizieren. Die Suche bleibt in der Regel ohne konkretes Ergebnis, so dass Betroffene meist nicht wissen, wie sie mit ihrer bleiernen Müdigkeit, der Watte im Kopf, dem plötzlichen Schwindel und den Konzentrationsstörungen umgehen sollen. Die Beschwerden ähneln teilweise denen einer frühen Demenz. Bei manchen können diese nach einigen Wochen oder Monaten wieder verschwinden, bei einigen werden sie aber auch chronisch. Im besten Fall wenden sich betroffene Patienten an ihren Hausarzt und werden an eine Reha-Kliniken oder -Ambulanz vermittelt. Es ist aber zu befürchten, dass viele unerkannt oder unbehandelt bleiben. So kann sich auch ein langfristig schwer behandelbares chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS) ausbilden.

Bei vorrübergehenden Störungen der Belastungsintoleranz empfiehlt es sich besser nicht über die aktuellen körperlichen Grenzen hinauszugehen. Mediziner nennen dies Vorgehen Pacing. Symptome wie der sogenannte Brainfog, wenn die Patienten sich im Kopf wie vernebelt fühlen, können ebenso auftreten wie anhaltende Depressionen. Selbst Gelenkschmerzen, Bluthochdruck oder verstärkter Herzschlag können noch Monate nach der Genesung vorkommen. Manche Patienten fühlen sich wie in einer ständigen Achterbahnfahrt, andere beschreiben Long-Covid ironisch auch als Adventskalender, der täglich neue Symptome bereithält.

Immer mehr Reha-Kliniken begleiten inzwischen Long-Covid-Patienten auf dem Weg in ein normales Leben. Hier setzt man vor allem auf Atem-, Koordinations- und Kraftübungen kombiniert mit Entspannungstherapien und Hirnleistungstraining. Gerade jüngere Patienten zwischen 20 und 50 können aber sogar nach erfolgter Reha nicht in ihre alten Jobs zurück und müssen sich beruflich umorientieren. Manche Mediziner stufen Long-Covid auch als Autoimmunstörung ein, die vor allem bei jüngeren Frauen und im mittleren Alter auftrete. Als Begründung wird hier ein bei Frauen oft aktiveres Immunsystem angeführt, das gleichzeitig auch schneller überreagiert. Laut RKI galten Ende März 2021 ca. 2,4 Mio. Menschen in Deutschland als von der Infektion genesen, von denen leiden derzeit etwa 10 Prozent, also 240.000 Menschen an den Spätfolgen.

Wie sinnvoll sind Entschlackungskuren?

Im Frühjahr wollen viele sich durch Entschlackungskuren etwas Gutes tun. Aber was bedeutet Entschlacken eigentlich? Ziel ist es den Körper zu entgiften und von ungesunden Altlasten zu befreien indem Stoffwechsel und Verdauung angeregt werden. Es ist aber auch umstritten, da man wirkliche Schlacke im Körper nicht nachweisen kann. Unstrittig ist dagegen, dass wir über die Ernährung und die Umwelt jede Menge Giftstoffe aufnehmen. Auch ein Übermaß an Fetten und Genussmitteln überfordert das natürliche Entgiftungsprogramm von Leber, Nieren, Darm und Lymphe. Es endet nicht selten bei Fettleber und Darmträgheit. Eine Entschlackung soll hier durch eine Selbstreinigung abhelfen. Noch vor wenigen Jahren wurde die Autophagie entdeckt, eine Selbstreinigungsprogramm unserer Zellen, die den anfallenden Zellmüll beseitigt und gleichzeitig die Zellerneuerung anregt. Es gibt hierzu also immer neue Erkenntnisse.

Für eine Ausleitung und Entgiftung sind viel Obst und Gemüse, Kräutertees und Wasser nötig. Manche vertrauen auch auf die tägliche Gemüsebrühe. Ebenso können eine Säure-Basenkur oder eine Darmreinigung helfen. Aus der Natur unterstützen z. B. die Mariendistel die Leber, Schöllkraut und Löwenzahn den Gallenfluss und die Brennnessel den Harnfluss und die Blutbildung. Bitterstoffe aus Artischocke, Radicchio, Rucola und Chicoree unterstützen und gleichen eine Übersäuerung aus. Ein wichtiger Startschuss ist eine kurzzeitige Fastenkur, die den Körper zur Selbstreinigung anhält. Ob dafür auch ein Intervallfasten von 14 bis 16 Stunden ausreicht, ist unklar. Wichtig ist in jedem Fall Weißmehl, Zucker, Alkohol und Nikotin weitestgehend zu reduzieren und auf verarbeitete Lebensmittel zu verzichten. Dagegen gehören hochwertige Öle und Fette sowie zuckerfreie Gemüse- und Fruchtsäfte auf den Speiseplan. Eine erfolgreiche Entschlackung bewirkt oft ein grundsätzliches Umdenken in der Ernährung. Eine Wochenend-Detoxkur mit Superfoodshakes und Entgiftungs-Fußpflastern kann dagegen nicht denselben Erfolg haben.

Peelings – nachhaltig, pflegend und umweltbewusst!

 

Bei kosmetischen Peelings will man möglichst auf umweltschädliche Zusätze wie Mikroplastik und unnötige Chemie verzichten. Gerade Peelings mit problematischen Inhaltsstoffen können nicht nur der Umwelt, sondern auch der Haut nachhaltig schaden. Da beim Peelen die oberste Hautschicht abgetragen bzw. -geschmirgelt wird, können die verwendeten Wirkstoffe tiefer in die Haut eindringen. Es lohnt sich also hier genau auf die Inhaltsstoffe zu achten. Auf der sicheren Seite ist man mit hochwertigen pflanzlichen Peelings z. B. dem prämierten Duschpeeling von Börlind oder den Körperpeelings von L’Occitane. Hier werden Peelingzusätze aus Mandel- oder Nussschalen oder gemahlene Kerne von Oliven, Pfirsichen oder Aprikosen verwendet. Bei Gesichtspeelings kommen feinere Schleifsubstanzen zum Einsatz als bei Körperpeelings. Vorsicht ist bei unreiner Haut mit Pickeln geboten. Damit es durch das Peelen nicht zu einer Schmierinfektion kommt, besser kein Rubbelpeeling, sondern ein Enzympeeling nutzen. Peelings lassen die Haut besser durchbluten und regen die Zellerneuerung sowie die Produktion von Collagen und Elastin an. Mit ein bis zwei Anwendungen pro Woche wird die Haut glatter, rosiger und der Grauschleier vom Winter ist schnell vertrieben. Danach freut sich die Haut über eine Extraportion Feuchtigkeit oder auch ein Anti-Aging-Serum.

Gesunde, nachhaltige und effektive Peelings kann man sehr leicht selbst herstellen, sogar aus der Alltagsküche. Bekannte und beliebte DIY-Peelings enthalten vor allem Salz oder Zucker. Man sollte hierbei aber unterscheiden, wofür man es einsetzen will. Ein Peeling aus grobem Meersalz ist besonders für Füße, Ellenbogen und Fersen geeignet, überall da, wo die Haut dicker ist. Hierfür braucht man 100 ml Sonnenblumen- oder Olivenöl und mischt es mit 100 g Meersalz. Einige Tropfen Zitronen- oder Lavendelöl machen es auch für die Nase attraktiv. Auch ein Sugar-Scrub aus 100 ml Kokosöl und 50 g braunem Bio-Zucker ist schnell fertig. Wer es etwas cremiger mag, gibt noch einen Löffel Honig dazu.

Für ein Gesichtspeeling benutzt man am besten Obst- oder Nusskernmehl (bei trockener Haut) sowie Heil- oder Mineralerden (bei fettiger oder unreiner Haut). Man kann auch neue Kombinationen ausprobieren, z. B. mit verschiedenen Ölen wie Mandel oder Avocadoöl, (besonders bei trockener Haut) sowie unterschiedlichen Zuckersorten, am besten in Bioqualität. Vorsicht ist bei ätherischen Ölen geboten, zu viel kann Entzündungen oder Hautirritationen zur Folge haben. Bei empfindlicher trockener Haut eignet sich für das Gesicht ein DIY-Enzympeelingaus dem Fruchtfleisch der Papaya. Kombiniert mit einer zerdrückten reifen Banane und einem Löffel Honig kommt dies ganz ohne Rubbeln aus. Einfach für 10 Minuten auftragen und dann mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Ein kurzer Leitfaden durch den Testdschungel!

Nach den aufwendigen PCR-Tests sind inzwischen Antigen-Schnelltests für symptomlose Testwillige die erste Wahl. Nach nur 15 Minuten hat man einen negativen oder auch positiven Nachweis. Je nach Region und Landkreis sind die Schnelltestzentren inzwischen engmaschig verbreitet. Anders sieht es mit den Selbsttests aus, die man ohne Anleitung allein zuhause machen kann. Ob Spuck-, Gurgel- oder Nasenabstrich – Selbsttests für den Hausgebrauch sind nicht leicht zu bekommen. Manche Super- und Drogeriemärkte verkaufen sie bisher nur online, bei anderen sind sie nach kurzer Zeit wieder ausverkauft. Im Zweifelsfall werden Schulen und Kitas außerdem bevorzugt beliefert. Einige Hersteller liefern ihre Laientests auch nur an Apotheken und wer im Internet bestellt, bekommt mitunter Schnelltests, die nur für geübte Fachkräfte bestimmt sind. Es ist also bislang sicherer sich für einen Gratistest im Schnelltestzentrum zu entscheiden. Bei einem positiven Ergebnis wird hier direkt das Gesundheitsamt verständigt und man bekommt die nötigen Infos, was zu tun ist.

Möchte man sich lieber mit Selbsttests bevorraten – sofern verfügbar, bekommt man anders als im Supermarkt in der Apotheke die nötige Beratung wie sie anzuwenden sind. Mehr als unsicher ist die anschließende Bestätigung über negative Tests. Teilweise versuchen die Hersteller diese Lücke über Apps zu schließen. Wie effektiv die Testzentren inzwischen funktionieren, erkennt man, wenn man sich die Ergebnisse anschaut. In Testzentrum der Bären-Apotheke in Herrenberg wurden bis Anfang März gut 5000 Tests vorgenommen, davon waren 39 positiv. Die Infizierten sind i. d. R. sehr erstaunt und die wenigsten – nur etwa 10 %, hatten wissentlich direkten Kontakt zu einem Coronapatienten. Nach einem positiven Testergebnis ist ein anschließender PCR-Test Pflicht um ein falsches Ergebnis auszuschließen. Die meisten Personen lassen sich derzeit testen, weil sie selbst einfach Klarheit haben wollen oder weil ein Besuch bei Freunden oder der Familie geplant ist. Im Testzentrum der Bären-Apotheke in Tübingen bekommt man bei einem negativen Test inzwischen auch das Tübinger Tagesticket für die Innenstadt – zum Shoppen, für den Besuch von Kunst- und Kulturbetrieben sowie der Außengastronomie.

Mythen und Falschmeldungen zu Corona-Impfstoffen!

Die allermeisten waren wohl froh darüber, dass die neuen Impfstoffe gegen Covid-19 schneller verfügbar waren als gedacht. Nun wird aber gerade diese Geschwindigkeit oft zum Anlass genommen, sich nicht impfen lassen zu wollen, da der Impfstoff noch nicht sicher sei. Dabei muss sich kein Impfling als Versuchskaninchen fühlen. Alle Impfstoffe haben bisher dieselben Zulassungsverfahren durchlaufen wie schon lange genutzte Impfstoffe, sowohl auf nationaler Ebene im Paul-Ehrlich-Institut, als auch auf europäischer Ebene bei der EMA. Zeit wurde nur durch parallel ablaufende, statt nacheinander folgende Stufen der klinischen Prüfung gespart. Sonst übliche Pausen bei der Entwicklung, die oft durch die Beschaffung von Forschungsgeldern nötig werden, sind bei den Corona-Impfstoffen nicht aufgetreten, da von staatlicher Seite die Forschung massiv unterstützt wurden. Insgesamt sind sich die Virologen einig, dass die Vorteile einer Covid-19-Impfung die möglichen Risiken und Nebenwirkungen bei weitem übertreffen.

Kaum wurde mit den ersten Coronaimpfungen begonnen, startete weltweit eine Welle an Falschinformationen und Verschwörungsmythen. Facebook, YouTube und Twitter haben sehr schnell reagiert und bereits Ende Dezember Posts, Tweets und Videos mit fragwürdigen Inhalten zu dem Thema gelöscht oder davor gewarnt. Aber sie waren nun einmal in der Welt und das Internet vergisst ja bekanntlich nichts. Anders als hier gern behauptet wird, sind die neuen m(essenger)RNA-Impfstoffe so ausgerichtet, dass sie keine Möglichkeit haben sich in die menschliche DNA einzuschleusen oder diese zu verändern, auch wenn diese erbgutbasiert entwickelt wurden. Ob und wenn ja welche Reaktionen außer den gewünschten diese neue Generation an Impfstoffen im Körper auslösen könnten, wurde schon lange vor Ausbruch der Coronapandemie getestet und erforscht. Auch bei einem neuen Impfstoff gegen Tollwut handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff und auch in der Krebstherapie sollen ähnliche Impfstoffe eines Tages zum Einsatz kommen.

Ein weiteres Gerücht hält sich hartnäckig, nämlich dass mRNA-Impfstoffe unfruchtbar machen würden. Grund hierfür sei das Spike-Protein, das die Zellen nach der Impfung herstellten. Dieses ähnele einem Protein, das für den Aufbau der Plazenta in der Schwangerschaft benötigt wird. Die durch die Impfung aktivierten Antikörper würden nun auch dieses körpereigene Eiweiß angreifen und verhindere so eine Schwangerschaft – eine Vermutung ohne jeglichen Beweis, zumal die Ähnlichkeit nur in einem sehr geringen Teil liegt. Bereits erfolgte weltweite Impfungen an Schwangeren haben diese Befürchtung widerlegt.

Das Internet ist die ideale Plattform für Fakenews. Das wissen wir nicht erst seit Donald Trump und seinen vielen fragwürdigen Tweets. Absolute Impfgegner, die sich nur wenig für wissenschaftliche Argumente interessieren und in ihrer Haltung meist ideologisch oder auch religiös geprägt sind, machen in Deutschland einen Anteil von 3 – 5 % aus. Sie versuchen durch ihre Aktionen vor allem Impfskeptiker zu erreichen, die sich meist leicht durch Negativschlagzeilen beeinflussen lassen. All jene, die hier korrigierend eingreifen wollen, haben gerade auf den Internet-Plattformen keinen leichten Stand. Ständig aktualisierte und sichere Informationen zu Themen und Fragen rund um die Coronaimpfungen liefert z. B. der ARD-faktenfinder und auch die Apothekenseite aponet.de