Gesundheitstipps
Augen palmieren senkt Stresslevel!
Die Technik des Palmierens geht auf das englische Wort Palm für die Handinnenfläche zurück. Vor mehr als 100 Jahren hat ein englischer Augenarzt diese Entspannungsübung für die Augen empfohlen, obwohl zu der Zeit von PCs und Bildschirmen noch keine Rede sein konnte. Heute haben viele durch Büroarbeitsplätze Probleme mit trockenen müden Augen, die durch reduziertes Blinzeln und die ständige Bildschirmstrahlung nicht mehr ausreichend feucht gehalten werden. Computergestresste Augen produzieren durch helle Lichtquellen und reduziertes Blinzeln zu wenig des Sehpigments Rhodopsin. Umso wichtiger sind regelmäßige Sehpausen und bewusste Blinzel-Einheiten. Eine einfache Entspannungsübung wie das Palmieren fördert außerdem die Durchblutung, entlastet die Augenmuskulatur und beruhigt die Netzhaut. Diese Vorteile hatte man schon damals erkannt.
Die Hände dunkeln die Augen ab
Wenige Minuten genügen für die Übung des Palmierens, die man auch am Schreibtisch sitzend machen kann. Dafür reibt man die Handflächen fest gegen einander bis sie warm sind und legt diese dann wie Schalen ohne Druck auf die Augenhöhlen, so dass kein Licht hindurch scheint. Die Augen bleiben geschlossen und die Hände berühren nicht die Lider. Während man ruhig aus und ein atmet entspannen sich gestresste Augen durch die Dunkelheit und die Wärme der Hände. Visuelle Reize haben für mindestens drei Minuten Pause.
Nerven werden beruhigt und Spannung sinkt
So beruhigen sich auch die Nerven indem der Parasympathikus aktiv wird und der Puls sich senkt. Letztlich reduziert dies den Stresslevel, Muskelverspannungen lassen nach und aufziehende Kopfschmerzen werden vertrieben. Gerade der Spannungskopfschmerz resultiert oft aus verhärteten Nackenmuskeln in Kombination mit überanstrengten Augen. Die tägliche Bildschirmarbeit, die noch ergänzt wird durch die Zeit am Handy, beim Streamen oder Gamen braucht mehr Entlastung durch Entspannung oder gezieltes Augentraining. Auch Augenrollen oder in die Ferne schauen entspannt Netzhaut und Ziliarmuskel und unterstützt so die Augengesundheit.
Zunehmende Demenz bei Haustieren!
Hunde und Katzen erfreuen sich sehr zur Freude ihrer Besitzer einer weiter steigenden Lebenserwartung. Ein hohes Alter birgt für unsere vierbeinigen Begleiter aber zunehmend auch das Risiko einer Demenz, die schon ab dem fünften Lebensjahr auftreten kann. Zwischen 11 und 12 trifft sie etwa ein Drittel und ab 15 Jahren fast jeden zweiten Hund. Entscheidend ist es früh erste Anzeichen einer beginnenden Demenz zu erkennen. Die TiHo Hannover bietet auf ihrer Webseite den DISHAA-Fragebogen an, der eine Einordung erleichtert. Ähnlich wie beim Menschen lässt sie sich auch bei Vierbeinern durch weiterlesen… optimierte Ernährung, ausreichende Bewegung und geistige Förderung hinauszögern. Heilbar ist sie aber nicht.
Ängstlich und planlos
Erste Hinweise geben Verhaltensauffälligkeiten wie Desorientierung, Planlosigkeit, Wesensveränderungen und Ängstlichkeit. Wenn bekannte Kommandos nicht mehr verstanden werden, ein Tier nachts statt zu schlafen in der Wohnung herumtigert, sich der Hund zum Gassigehen auf die falsche Türseite stellt oder sein Spielzeug links liegen lässt, können das erste Hinweise sein. Auch der plötzliche Verlust der Stubenreinheit zählt dazu wie auch ein ungewohntes Sozialverhalten. Familienmitglieder oder Hundefreunde werden nicht mehr freudig begrüßt oder die gewohnten Streicheleinheiten abgelehnt.
Feste Routinen geben Halt
Für eine frühe tierärztliche Diagnose sind Videos hilfreich. Im Anfangsstadium können Nahrungsergänzungsmittel wie regelmäßige Omega-3-Fettsäuren sowie die Vitamine B, D, E und C helfen. Essensreste sind für vierbeinige Senioren dagegen ungeeignet. Gefragt ist ein ausgewogenes an das Alter und die täglichen Aktivitäten angepasstes Futter. Daneben brauchen demente Tiere sowohl viel Geduld und Einfühlungsvermögen als auch ihre tägliche Routine mit festen Gassi-, Trainings- und Fressens Zeiten sowie ein möglichst stressfreies Umfeld. Der nächtlichen Unruhe sollte man mit räumlicher Begrenzung und ev. Melatonin Tropfen begegnen. So lassen sich nächtliche Unruhe und Panik-Attacken leichter eindämmen.
PEA – das körpereigene Schmerzmittel!
Jeder Vierte leidet hierzulande unter chronischen Schmerzen, meist an Rücken, Kopf, Gelenken oder Nerven. Neben Verschleiß, Blockaden oder Verspannungen sind oft auch Entzündungen beteiligt. Medikamentöse Schmerztherapien genügen langfristig oft nicht um den Schmerz auszuschalten. Entsprechend unzufrieden sind viele Betroffene mit ihrer reduzierten Lebensqualität. Doch das körpereigene Schmerzmittel Palmitoylethanolamid, kurz PEA, kennen die Wenigsten. Es lindert akute Entzündungen des Nervengewebes und wirkt außerdem entzündungshemmend.
Dämpft Schmerz und Überreizung
Das fettlösliche Lipid dämpft Schmerz- und die Entzündungssignale und stärkt nebenbei das Immunsystem. Der Botenstoff aus der Gruppe der Fettsäureamide wird nach Bedarf bei neuronaler Überreizung produziert. Geringe Mengen dieses natürlichen Stoffes findet man auch in Eigelb, Milch, Nüssen, Erbsen und Soja. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es aus pflanzlichen Ölen und Fetten gewonnen und mikronisiert. Er wurde erstmals in den 1950er Jahren im Labor hergestellt.
Weniger Schmerzmittel nötig
In einer Metastudie hat man nun alle bisher existierenden Studien untersucht. Demnach senkt PEA die Symptome unterschiedlicher Schmerztypen wie MS, Reizdarm, Arthrose, Neuropathie, Gürtelrose sowie akuter Migräne ohne relevante Neben- und Wechselwirkungen. Ein erwünschter Nebeneffekt des körpereigenen Schmerzstillers ist die Möglichkeit der Reduzierung weiterer Schmerzmittel. Aktuelle Studien zeigen, dass PEA gerade dort anschlägt, wo andere Analgetika nicht mehr helfen.
Neue Wege in der Schmerztherapie
Viele Mediziner/innen sind aber noch skeptisch, da große Langzeit-Studien fehlen oder Studien nicht ausreichend veröffentlicht wurden. Um dies zu erreichen braucht es das Engagement der Pharmahersteller. Da es sich bei PEA um ein patentfreies Nahrungsergänzungsmittel handelt, ist das Interesse der Pharmaindustrie aber gering. Einzelne Pharmakologen/innen fordern deshalb mehr Aufmerksamkeit, um mit Hilfe von PEA künftig neue Wege in der Behandlung chronischer Schmerzen zu finden.
Ist Matcha-Tee besser als Kaffee?
Fans des grünen Power-Pulvers schwören auf seine anhaltend belebende Wirkung ohne unerwünschtes Herzrasen, innere Unruhe oder Sodbrennen. Eiskalt eignet er sich auch für heiße Sommertag. Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen hat er sich inzwischen nicht nur in Kaffeebars etabliert. Die gemahlenen Grüntee-Blätter sind reich an Antioxidantien, regen den Stoffwechsel an und wirken durch das grüne Chlorophyll entgiftend. Herz und Kreislauf werden durch den hohen Anteil an Catechinen aus der Familie der Polyphenole – den wichtigen pflanzlichen Radikalfängern unterstützt, Blutgefäße und Zellen geschützt und der Cholesterinspiegel gesenkt. Dazu kommen eine Reihe von B-Vitaminen, Vitamin C und E sowie Mineralien und reichlich Beta-Carotin.
Grasgrün und erdig
Sein Geschmack ist bei einer guten Qualität erdig und nussig mit einer süßlichen Note. Schmeckt er bitter und ist seine Farbe eher gelblich braun als grün, handelt es sich um schlechte Qualität statt gesunder Bio-Qualität. Das Ursprungsland Japan kann mit seinen wenigen Anbaugebieten die Nachfrage kaum noch decken, was inzwischen chinesische Massenware auf den Plan ruft. Matcha-Pulver sollte luftdicht am besten im Kühlschrank gelagert und innerhalb von 3 bis 4 Wochen verbraucht werden.
Länger anhaltende Wirkung
Seine anregende Wirkung zieht das grüne Powergetränk aus dem natürlichen Koffein der Gerbstoffe sowie der Aminosäure L-Theanin. Eine Portion von 1 bis 2 g enthält etwa 35 bis 70 mg Koffein, so viel wie ein Espresso. Anders als dieser sorgt Matcha aber für eine sanfte und bis zu sechs Stunden anhaltende anregende Wirkung, da das Koffein langsamer aufgenommen und ans Blut abgegeben wird. So tritt kein plötzlicher Leistungsabfall wie beim Kaffee ein. Die tägliche Maximaldosis liegt bei ca. 4 g, also zwei bis drei Tassen. Schwangeren, Stillenden und Kindern wird von Matcha-Tee abgeraten. Ihn als Fatburner zu bezeichnen, wie man dies in den sozialen Medien immer wieder liest, ist ebenso wenig belegbar, wie ihn als Schönheitselixier oder Immunbooster zu propagieren.
Betablocker gegen Prüfungsangst?

Vor allem unter Musikern, Künstlern, Rednern und Medizinern und ist es ein gut gehütetes Geheimnis, über das man ungern redet. Betablocker wirken auf extremes Lampenfieber und Prüfungsängste wie ein Beruhigungsmittel. Der Puls wird gedrosselt, Herzrasen und Schweißausbrüche lassen nach und die Hände beruhigen sich. Zitternde Hände sind vor allem bei Berufsmusikern und Medizinern in Prüfungssituationen gefürchtet und können so manche Karriere beenden. Aber auch die Psyche stabilisiert sich, Denken und Gedächtnis funktionieren wieder und Gelerntes wird abrufbar. Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin verhindern dies bei aufsteigender Panik. Sie lassen den Blutdruck hochschnellen und das Herz rasen. Alles ist bereit zur Flucht. Durch Betablocker treten Stress und Angst zurück und der Kreislauf normalisiert sich.
Was dagegen spricht
Wer mit Vortrags- und Prüfungspanik sowie Blackouts zu kämpfen hat, sollte sich dazu vom Hausarzt oder der Hausärztin beraten lassen. Er/Sie sollte entscheiden, ob ein niedrig dosierter Betablocker hilfreich sein kann. Mögliche Kontraindikationen wie Asthma, niedriger Blutdruck, Herzschwäche oder Diabetes werden hier entsprechend berücksichtigt. Mögliche Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit oder Kopfschmerzen sollte man vorab klären und die Dosis ärztlich bestimmen lassen. Wer sich online über Betablocker informiert, findet auch dubiose Kanäle, die man grundsätzlich für verschreibungspflichtige Medikamente nicht nutzen sollte.
Atem- und Mentaltraining
Durchaus empfohlen ist in manchen Fällen die Einnahme zur Vorbeugung von Migräne-Attacken oder bei Angststörungen. Vorsicht ist bei Diabetes oder Leberschäden geboten. Immer öfter kommt es auch zu Todesfällen durch Überdosierung. Die regelmäßige Einnahme führt zwar nicht zwingend zu einer körperlichen, aber durchaus zu psychischer Abhängigkeit. Entspannungs- und Atemtraining sowie eine therapeutische Begleitung sind bei Angststörungen langfristig die bessere Lösung. Musiker und Künstler finden an vielen Hochschulen inzwischen Angebote für Auftritts- und Mentaltraining.
Den Stress einfach wegzittern?
Körperliches Zittern kann von Kälte oder Fieber ausgelöst werden. Anders als der bekannte Schüttelfrost entsteht neurogenes Zittern aber nach emotionaler Anspannung oder Stress und ist Ausdruck der Entspannung. Das Zittern wirkt so der unbewussten muskulären Verkrampfung entgegen. Es ist ein angeborener Reflex, der im Laufe des Lebens durch Dauerstress immer mehr nachlässt. Therapeutisches Zittern an Hand von TRE-Übungen (Tension and Trauma Releasing Exercises) reaktiviert diese Fähigkeit und wirkt gezielt gegen stressbedingte Verspannungen. Es löst insbesondere die tiefen Muskelverspannungen z. B. des Psoas-Muskels im unteren Rücken. Gleichzeitig beruhigt sich das Nervensystem und kommt von der Kampf-oder-Flucht-Haltung in den Ruhemodus. Nebenbei werden auch Stresshormone im Körper abgebaut, die den Stoffwechsel anheizen, das Herz-Kreislauf-System belasten und zunehmende Erschöpfung verursachen.
Belastungszittern aktivieren
TRE verfolgt also diverse Ansatzpunkte um im Körper ein entspanntes Gleichgewicht herzustellen. Dabei umfasst die Methode nur wenige einfache Übungen, mit denen die Muskeln in der unteren Körperhälfte gezielt ermüden, um so das Belastungszittern bzw. Vibrieren zu aktivieren. Hierzu gehören z. B. der Wandsitz oder das Fußheben im Stehen bis sich ein entspannendes Zittern einstellt, das auch das vegetative Nervensystem positiv beeinflusst.
Entspannung der Rückenmuskulatur
Die Entspannung hilft vor allem dem Rücken und dem Psoas-Muskel, der sich bei Stress zusammenzieht. Er wird auch als Angstmuskel bezeichnet. Das neurogene Zittern sollte sich mit etwas Übung zunehmend schneller einstellen. Auch wenn Nutzer und Therapeuten vom positiven Effekt überzeugt sind, fehlen bislang Studien, die seine Wirkung belegen. Nicht geeignet sind TRE-Übungen bei bestehenden neurologischen Erkrankungen, die Krämpfe oder Zittern auslösen sowie für Menschen mit akuten psychischen Störungen, in der Schwangerschaft und bei mangelnder Belastbarkeit durch Herz-Kreislauf-Probleme. Anleitungs-Videos zu TER-Übungen findet man im Internet.



