Warum bekommen Frauen Haarausfall?
Fast jede dritte Frau hat irgendwann mit diffusem Haarausfall zu kämpfen – meist unter erheblichem Leidensdruck. Auslöser sind neben einer genetischen Veranlagung vor allem Hormonschwankungen, Stress sowie Vitamin- oder Nährstoffmangel. Er entsteht oft in den Wechseljahren, wenn das Östrogen abnimmt und Androgene die Oberhand bekommen. Doch auch in jüngeren Jahren können schlechte Ernährung, Essstörungen oder Eisenmangel den Haarwurzeln zuzusetzen, nicht zu vergessen Hormonschwankungen in der Schwangerschaft, Pubertät oder durch die Pille und letztlich Schilddrüsenprobleme. Eine Überprüfung des Hormon- und Vitaminstatus ist deshalb ebenso sinnvoll wie ein Checkup der Medikamente, die man einnimmt, denn eine Reihe von Wirkstoffen kann langfristig zu Haarausfall führen wie z. B. Beta-Blocker, Ibuprofen, Blutverdünner, Antidepressiva, Retinoide in Akne-Mitteln und nicht zuletzt Zytostatika. Selbst ein straffer Dutt oder Zopf kann langfristig die Haarwurzeln einer empfindlichen Kopfhaut schädigen.
Mehr Vitamine und weniger Stress
Diffuser Haarausfall lässt sich bei Frauen meist gut behandeln, wenn die Ursache erkannt ist und der Stresslevel reduziert werden kann. Eine vitaminreiche vollwertige Ernährung mit ausreichend Biotin, Vitamin B12, Vitamin A und D sowie Zink und Selen schafft die Basis für gesundes Haarwachstum. Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel sind selten nötig und können insbesondere in der Schwangerschaft sogar gefährlich werden. Hormonprobleme lassen sich oft durch Phytohormone in den Griff bekommen. Hierbei hilft eine Beratung durch den/die Hautarzt/ärztin oder Gynäkologen/in. Koffeinhaltige Shampoos oder Lotionen mit Minoxidil sowie regelmäßige Kopfmassagen regen die Durchblutung der Kopfhaut an und fördern das Haarwachstum. Bei der Haarpflege gilt: weniger ist mehr. Also seltener waschen, nur einmal shampoonieren, lauwarm spülen, wenig rubbeln und auf heißes Föhnen möglichst verzichten. Und besser nicht alles glauben, was die zahlreichen Produkte gegen Haarausfall versprechen.

Ein gesunder Schlaf ist wesentlich für Regeneration, Stressabbau und Entspannung. Der Leidensdruck ist bei Menschen mit Ein- oder Durchschlafstörungen entsprechend hoch. Während der Pandemie haben diese noch zugenommen. Betroffene greifen gern zu frei verkäuflichen Präparaten, die weniger Probleme wie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Abhängigkeit signalisieren als verschreibungspflichtige Mittel. Doch wie sieht es bei Melatonin als Spray, Drink oder Kapseln aus, die seit einigen Jahren immer mehr genutzt werden? Meist sind sie als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und so weder geprüft noch zugelassen. Laut Studien hilft es vor allem bei Jetlags und häufigen Schichtwechseln. Bei chronischen Schlafstörungen ist die Wirkung unklar, grundsätzlich hilft es nur etwa bei jedem Zweiten. Vorsicht ist auch bei Kindern und Jugendlichen geboten, denn Melatonin sollte erst ab 18 Jahren eingenommen werden. Wie Melatonin sich auf die Hormonlage in der Pubertät auswirkt, ist nicht sicher. Auch Studien zur langfristigen Einnahme gibt es bisher nicht. Höher dosierte Präparate mit mehr als 1 mg sind verschreibungspflichtig
Algen spielen seit alters her in der asiatischen Küche eine wichtige Rolle. Sushi wäre z. B. ohne Nori-Algenblätter nicht denkbar und auch hierzulande tauchen Makroalgen in der gehobenen Küche immer öfter auf. Bei Spirulina oder auch Blaualge genannt, handelt es sich um Mikroalgen, die in Tabletten- und Pulverform als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Schon in den 80er-Jahren begann der Hype um die Blaualgen, vor allem als Mittel zum Abnehmen. Stammten sie damals noch überwiegend aus Asien, kommt Spirulina inzwischen als Zuchtalgen auch aus Aquakulturen in Europa und sogar Deutschland. Durch hiesige Produkte lässt sich das Risiko der früher öfter auftretenden Schwermetall- und Schadstoffbelastung minimieren. Als natürliches Nahrungsergänzungsmittel unterliegt es hinsichtlich seiner Inhalts- und Nährstoffe allerdings starken Schwankungen.
Derzeit liest man oft von der Sirtfood-Diät, die Sirtuine aktivieren und den Stoffwechsel anregen soll. Diese Proteine bzw. Enzyme kommen in fast allen Organismen vor und helfen dem Körper beim Aufbau von Muskelmasse, der Fettverbrennung sowie der Zellreparatur. Sie machen also nicht nur schlanker, sondern auch gesünder. Dies behaupten zumindest die Entdecker der neuen Trenddiät. Über das Zusammenspiel der 7 bisher identifizierten Sirtuine im Körper gibt es aber noch Forschungsbedarf. Studien an Tieren bescheinigen diesen eine lebensverlängernde Wirkung. Weltweit ist man dabei diese Erkenntnisse weiterlesen… auch für Erkrankungen mit beschleunigter Zellalterung wie Alzheimer und Parkinson zu nutzen. Bekannt ist schon lange, dass sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen auch Sirtuine gehören, wesentlich für die Gesunderhaltung sind.
Man sagt, die Augen seien der Spiegel der Seele. Aber lassen sich hier auch Erkrankungen ablesen? Grundsätzlich kann eine Irisdiagnose keine medizinische Diagnose ersetzen. Sie gehört zu den Verfahren der Alternativmedizin und wird von Heilpraktikern und Homöopathen durchgeführt. Irisdiagnosen wurden schon in der Antike angewendet und 1886 von einem ungarischen Arzt mittels einer detaillierten Iriskarte wiederbelebt. Irisdiagnostiker gehen davon aus, dass sich organische Erkrankungen auf der Regenbogenhaut durch farbliche und strukturelle Veränderungen wie Flecke, Muster und Trübungen zeigen. Iriskarten teilen das Auge in insgesamt 60 Sektoren auf. Innere Organe sind hier nahe der Pupille angesiedelt und die Haut am Rand. Die linke Körperseite spiegelt sich angeblich im linken Auge sowie die rechte im rechten Auge. In dieser Zuordnung liegt einer der Kritikpunkte, da diese nach der Schulmedizin keinen Sinn macht. Nur rund 60 Prozent der Organe haben über Nervenbahnen eine direkte Verbindung zum Auge. Außerdem überkreuzen sich diese beim Eintritt ins Gehirn, so dass die Aufteilung nicht passt. Insgesamt 20 verschiedene Iriskarten kommen bei Therapeuten zum Einsatz.
Ohne sie läuft in unserem Stoffwechsel fast nichts. Die meisten stellt der Körper in Kombination mit Vitaminen und Mineralien selbst her, aber acht essentielle Aminosäuren müssen täglich zugeführt werden. Bei einseitiger Ernährung bleiben Mangelerscheinungen häufig unentdeckt. Es ist deshalb sinnvoll die wichtigsten Aminosäuren zu kennen und zu wissen wie man sich hiermit versorgt. Aktiven Sportlern wird oft empfohlen einzelne Aminosäuren zusätzlich zuzuführen. Dies ist aber meist nur unter Kontrolle ratsam, denn einzelne Aminosäuren können im Überfluss negative Folgen haben. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit pflanzlichem oder tierischem Eiweiß ist ausreichend. Gute Quellen sind Rindfleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse, Vollkorngetreide und vor allem Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen.
Durch die Kraft der Gedanken und einem Headset mit integrierten Elektroden bringt man ein Computerspiel in Bewegung. So funktioniert die computergestützte Therapie mittels Neurofeedback gegen ADHS, Suchtverhalten, Phobien und Angststörungen. Durch die Darstellung der Hirnströme per EEG bekommt die Trainingsperson die eigene Gehirnaktivität visualisiert und gewinnt von Sitzung zu Sitzung immer mehr an Sicherheit, wie man diese steuert, verstärkt oder abschwächt. Was hierbei genau im Gehirn abläuft, ist noch unklar. Dass etwas passiert, kann man aber an den Ergebnissen ablesen. Durch eine Reduzierung lassen sich vor allem Beschwerden, die von übermäßiger Aktivität oder mangelnder Fähigkeit zur Entspannung geprägt sind, besser in den Griff bekommen. Bisher aber nur als Zusatztherapie, da noch zu wenige Studien vorliegen. Daneben entwickelt es sich aufgrund der Einsatzbreite gerade zu einer Lifestyle-Therapie, um individuelle Fähigkeiten zu optimieren, z. B. bei Leistungssportlern, zur Steigerung der mentalen Fitness oder zur Stressreduzierung. Immer mehr Home-Geräte werden speziell hierfür entwickelt.
Ob im grünen Smoothie oder im trendigen Chlorophyll-Wasser, überall steckt reichlich Chlorophyll drin, das als ultimatives Beauty- und Fitness-Elixier vor allem in den Online-Netzwerken propagiert wird. Glaubt man Influencern soll es die Haut jung erhalten und gleichzeitig gegen Pickel und Akne helfen. Dabei handelt es sich schlicht um das Blattgrün aus grünem Gemüse. So wie viele Pflanzenstoffe ist es gesund und gehört ohnehin auf den täglichen Speiseplan. Besonders viel Chlorophyll findet man in Grünkohl, Petersilie und Spinat, etwas weniger in Brokkoli, Erbsen, grünen Bohnen, Rosenkohl und grünem Spargel. Ein Wundermittel ist also nicht, zumal man davon ausgehen kann, dass es auf dem Teller gesünder ist, als in Form von Pillen, Tropfen oder Pulver. So wie er in den Pflanzen für die Versorgung mit Sauerstoff zuständig ist, wirkt er sich auch im menschlichen Organismus positiv auf den Sauerstoffgehalt im Blut aus, stärkt die Blutbildung und -entgiftung. Es hat chemisch gesehen einen ähnlichen Aufbau wie das Hämoglobin, mit dem kleinen Unterschied, dass es nicht rot, sondern grün ist.
Die Ernährung spielt bei vielen Krankheiten eine wichtige Rolle. Neue Studien belegen, dass diese auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns im Alter steigern kann. Je früher man damit beginnt, desto größer ist der Nutzen. Hinter der Abkürzung MIND (Verstand) steckt eine spezielle mediterrane Ernährung, die den Verlust neurodegenerativer Fähigkeiten beeinflusst, deren Abbau mit zunehmendem Alter die allermeisten trifft. Entscheidend ist dabei die tägliche Kombination aus Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten, Olivenöl, Fisch oder Geflügel sowie Nüssen und Beerenobst. Sogar das Gläschen Wein steht bei MIND mit auf dem Speiseplan. Für den Schutz des Gehirns und der Nervenzellen sollte man den Verzehr bestimmter Lebensmittel allerdings stark einschränken. Dazu gehören neben rotem Fleisch vom Rind und Schwein, Butter, Margarine, fetter Käse, Frittiertes, Gebäck und Süßigkeiten sowie Fastfood. Insbesondere Fett und Zucker reduzieren die Leistungsfähigkeit des Gehirns und erhöhen das Alzheimer-Risiko erheblich.
Im letzten Jahr hat neben Corona das RS-Virus viele Eltern von Kleinkindern und Säuglingen beunruhigt. RS steht für Respiratorisches-Syncytial-Virus, das die Atemwege befällt und für eine Keuchatmung bekannt ist. Es taucht regelmäßig im Herbst/Winter auf und gehört zu den häufigsten Auslösern von Atemwegserkrankungen. In der Regel kommt es durch RSV-Infektionen selten zu Krankenhauseinweisungen. Doch 2021 mussten hieran erkrankte Kinder häufig in Kliniken behandelt werden, da das Immunsystem aufgrund der Pandemie- und Hygienemaßnahmen zu wenig trainiert war. Im September 2021 warnten Kinderärzte vor einem Anstieg der Infektionen bei unter Dreijährigen. In diesem Alter sind die Abwehrkräfte noch nicht voll ausgebildet und die noch unreife Lunge kann zu einem absteigenden Infekt mit krampfartigem Husten führen. Die Bronchien sind oft stark verschleimt oder entzündet und erschweren die Atmung. Nicht selten ist dann eine Atemunterstützung mit Sauerstoff und eine stationäre Behandlung nötig. In den ersten zwei Lebensjahren stecken sich fast alle Kinder mit dem RS-Virus an und bilden Antikörper.

