Pflegetipps
Täglicher Sonnenschutz fürs Gesicht?

Der Klimawandel macht sich auch durch die steigende Dosis UV-Strahlung bemerkbar. Dermatologen warnen: nie gab es so viele neue Hautkrebsdiagnosen wie aktuell. Und dabei tauchen die in den letzten Jahren durch Sonnenbrand verursachten Hautveränderungen, die erst viel später zu Krebs führen, heute noch gar nicht auf. Angesichts dieses nicht zu übersehenden Trends sollte man eigentlich auf die Notwendigkeit des täglichen Sonnenschutzes vor allem im Gesicht nicht mehr aufmerksam machen müssen. Das UV- Risiko besteht selbst dann, wenn man mittags nur eine halbe Stunde im Freien verbringt und den restlichen Tag im Büro sitzt. Unterschätzt wird oft auch die UV-Strahlung im Auto, mit dem man häufig 30 bis 60 Minuten pro Tag unterwegs ist.
Verschiedene Texturen
Welcher UV-Schutz ist aber nötig, wenn man sich ohnehin täglich schminkt? Dazu haben sich die Hersteller in den letzten Jahren einige Gedanken gemacht und zahlreiche neue Produkte und Texturen entwickelt, die sich speziell für die Gesichtshaut und als Make-up-Unterlage eignen. Auch so manche Pflegecreme wurde inzwischen mit einem höheren UV-Schutz ausgestattet wie z. B. das Hyalu B5 Aquagel von La Roche-Posay mit einem LSF 30. Für das Gesicht genügt laut Dermatologen/innen in der Regel ein LSF 20 bis 30. Damit schützt man sich nicht nur effektiv vor Hautschäden wie Krebs, sondern auch vor altersbedingter Hautalterung. Somit ist ein konsequenter UV-Schutz die beste tägliche Anti-Aging-Pflege.
Unsichtbarer UV-Schutz
Für einen Tag, den man überwiegend drinnen verbringt oder wenn der Himmel bewölkt ist, genügt meist das einmalige morgendliche Auftragen. Hält man sich aber länger draußen auf, treibt Sport oder ist im Urlaub am Meer oder in der Bergen, dann ist ein echtes Sonnenschutzprodukt nötig, das alle 2 bis 3 Stunden nachgecremt werden sollte. Wer sich mit klassischen Sonnenlotionen nicht anfreunden kann, für den bieten sich die neuen transparenten Sonnenschutzsprays an. Für jeden Hauttyp geeignet – ob fettig oder sensibel, ist z. B. von La Roche-Posay das Anthelios Transparentes Anti-Glanz-Spray mit LSF 50, das sich als Finish einfach über dem Make-up aufsprühen lässt. Als extra mattierender Sonnenschutz ist er schnell zum Bestseller geworden.
Für jeden Hauttypen
UV-Schutz fürs Gesicht entspricht heute mehr den Anforderungen der Verbraucherinnen an eine leichte Textur, die gut zu verteilen ist, schnell einzieht und sich im besten Fall auch als Make-up-Basis eignet. Manche Hersteller bieten auch speziell an den Hauttyp angepasste Gesichtscremes an wie z. B. ISDIN. Mit Oil Controle geht man bei fettiger oder Mischhaut sicher durch den UV-Schutz keine unnötigen Pickel zu riskieren. Ein guter UV-Schutz hinterlässt ohnehin weder einen weißlichen Schleier noch einen aufdringlichen Geruch. Neue Produkte verschmelzen mit der Haut, so dass weder das Eincremen noch das Nachcremen unangenehm oder lästig sein sollte.
Nur aktuelle Tests zählen
Aktuelle Tests haben gezeigt, dass mit neu entwickelten UV-Filtern eine große Bandbreite an UVA+ B-Strahlen blockiert wird und die Textur trotzdem nahezu unsichtbar bleibt. Gut oder sehr gut bewertet wurden dieses Jahr auch einige Produkte von La-Roche-Posay, Avène und Caudalie, die alle bei uns erhältlich sind. Sie kommen teilweise ohne Duftstoffe und Alkohol aus und sind deshalb auch für empfindliche oder allergische Haut gut geeignet. Wir beraten Sie gern zu der inzwischen großen Bandbreite an Produkten. Die Stiftung Warentest, die dieses Jahr wieder Sonnenschutzprodukte unter die Lupe genommen hat, weist diesmal daraufhin, dass man sich nicht auf alte Testergebnisse verlassen sollte. Die meisten Hersteller verändern jährlich ihre Rezepturen, so dass manches Produkt, das bisher gut abgeschnitten hatte, plötzlich als mangelhaft auffällt oder auch umgekehrt.
Gesichtsmassage mit Gua-Sha Steinen!

Der Jaderoller war gestern – heute nimmt man für die Gesichtsmassage den Gua-Sha Stein, nach einer Jahrhunderte alten TCM-Tradition. Der speziell geformte glatte Stein wird aus grüner Jade oder rosa Rosenquarz angeboten. Viele sind herzförmig, andere wirken eher wie ein Fußabdruck mit einer wellenförmigen Kante. In jedem Fall müssen sie gut in der Hand liegen und sich mit den unterschiedlichen Seiten den Gesichtspartien anpassen. Man streicht über die Haut, von innen nach außen oder auch dem Kinn folgend. Das Ausstreichen soll Lymphe und die Durchblutung anregen, Schwellungen reduzieren und sogar Falten entgegenwirken. Gua-Sha verfolgt also mehrere Ansätze, die vielen am Herzen liegen, nämlich Anti-Detox, Anti-Aging und Anti-Stress. Und dabei soll er auch noch die Pflege intensivieren und Unreinheiten beseitigen. Ganz schön viel verlangt von einem kleinen Stein, den man schon für wenige Euros bekommt.
Jade oder Rosenquarz?
Die Frage der Farbe ist Typ-abhängig. Jade steht traditionell für positive Energie und Reinigung. Es soll Entzündungen und Schwellungen der Haut entgegenwirken. Beim Rosenquarz steht die Harmonie im Vordergrund. Spannungen und Stress können sich lösen und dabei auch leichte Hautirritationen lindern. Aufbewahren sollte man den Stein am besten im Kühlschrank. Gekühlt kann er seine volle Wirkung entfalten, falls man beim Aufstehen von geschwollenen Augen überrascht wird. Als Pflege- und Entspannungs-Massage eignet sich der Stein morgens ähnlich gut wie am Abend vorm Schlafengehen. Mit der Abendroutine kann man ihn zum Verteilen des Pflegeserums nutzen. In jedem Fall sollte man nicht zu fest drücken oder über die Haut streichen. Tabu ist eine Stein-Massage bei geschädigter Haut beispielweise durch UV-Strahlung oder durch eine Kortisonbehandlung. Dies gilt auch für akute Entzündungen. Neben Seren sind zum Hauttyp passende natürliche und hochwertige Öle zu empfehlen. Wichtig ist es den Stein regelmäßig zu reinigen, um keine Bakterien zu verteilen.
Hilfe bei Verspannungen
Bei Rosazea kommt es auf die Schwere an. Leichte Rötungen verkraften eine Massage, stark gerötete Partien mit Pusteln oder Pappeln eher nicht. Ebenfalls vorsichtig vorgehen sollte man bei Augenringen. Oft genügt es schon den kühlen Stein am Morgen einfach aufzulegen. Abends kann man durch eine Gua-Sha Massage auch leichte Kopfschmerzen und Verspannungen wegstreichen. Um den Lymphfluss zu unterstützen vom Hals und auch die Stirn aufwärts streichen. Im mittleren Wangen- und Nasenbereich den Stein immer von innen nach außen bewegen. Man sollte ihn beim Streichen leicht angeschrägt halten und am besten entlang des Kiefers zu den Ohren beginnen. Die Kante des Steins immer so anlegen, dass er sich an die Gesichtskonturen anschmiegt. Step-by-Step Anleitungen findet man auch im Netz.
Spät-Akne mit Bedacht behandeln!

Akne ist auch nach der Pubertät keine Seltenheit. Akne tarda, die Spät-Akne trifft etwa 8 Prozent aller Erwachsenen – Frauen häufiger als Männer. Insbesondere, weil neben Stress vor allem Hormonschwankungen eine wichtige Ursache sein können. Etwa in bzw. nach der Schwangerschaft oder auch Stillzeit, nach Absetzen der Anti-Baby-Pille oder in Verbindung mit der Menopause. Wenn also zwischen 25 und 45 plötzlich Pickel und Mitesser sprießen und sich mit einfachen Mitteln nicht in den Griff kriegen lassen, liegt es nahe an eine Spätakne zu denken. In schweren Fällen ist der/die Hautarzt/ärztin gefragt, die zusätzlich zu äußerlichen Mitteln, mit Medikamenten die Talgproduktion und Entzündungen drosseln können. Daneben ist eine zuckerarme vitaminreiche Ernährung mit wenig Fast-Food, dunklem Fleisch, Milchprodukten und Alkohol sinnvoll. Der Rat vom Profi hilft in jedem Fall Narben und langfristige Probleme zu vermeiden.
Nicht T- sondern U-Zone
Anders als im Teenager-Alter verteilen sich die Hautunreinheiten nicht in der üblichen T-Zone, sondern meist U-förmig auf Wangen, Kinn und am seitlichen Unterkiefer. Was die Haut jetzt gar nicht gebrauchen kann, sind stark entfettende Lotionen und Waschgels wie sie oft für Jüngere angeboten werden. Eine sanfte fettfreie Pflege ist dagegen bei der Akne tarda gefragt, mit viel Feuchtigkeit und Inhaltsstoffen, die Entzündungen bremsen oder vorbeugen. Unbedingt vermeiden sollte man es Pickel selbst auszudrücken. Das ist bei der Kosmetikerin besser aufgehoben, um eine Verbreitung und Vermehrung der Bakterien zu vermeiden. Sie kann auch bei der Suche nach der richtigen Pflege helfen und checken, ob neben den Anti-Pickel-Mitteln die gewohnte Anti-Aging-Pflege noch sinnvoll ist. Bei Akne ist ein Überpflegen unbedingt zu vermeiden. Um die nötige Balance und Hautbarriere wiederherzustellen gilt „weniger ist mehr“.
Sanfte Pflege und leichte Tönung
Eine pH-neutrale Reinigung und eine leichte Pflege mit entzündungshemmender Wirkung eignen sich am besten – regelmäßig morgens und abends angewendet. Einige Kosmetikhersteller haben spezielle Produkte gegen die Spätakne entwickelt wie Avène, Dermasence, SkinCeuticals und La Roche-Posay. Hierunter findet man auch hautklärende Seren, die die Talgproduktion aktiv regulieren. Um größere entzündete Pusteln zu behandeln eignen sich Pimple Patches, die durch Salicylsäure und Retinoide die Entzündung reduzieren und verhindern, dass man selbst Hand anlegt. Hydrocolloidpflaster nehmen außerdem überschüssigen Talg auf und fördern den Heilungsprozess. Sanfte entzündungshemmende Gesichtsmasken wie z. B. aus Heilerde wirken Pickeln entgegen. Auch bei Concealern und Foundations auf eine leichte Textur achten, die die Poren nicht verstopft und die Haut nicht am Atmen hindert. Bei Akne als Make-up besonders geeignet sind Mineralpuder, da diese hautverbesserndes Zink und Magnesium enthalten.
Entspannung statt Stress
Auch wenn Pickel und Pusteln psychisch eine Belastung sind und den Stresslevel noch erhöhen, ist es gerade jetzt wichtig sich regelmäßig zu entspannen um den Cortisolpegel zu reduzieren. Ein zu viel an Stresshormonen – hierzu gehören bei Akne vor allem Androgene, sorgt nur für mehr Hautfett und somit neue Pickel. Deshalb sind gerade jetzt ausreichend Schlaf, Achtsamkeits- und Atemübungen, Yoga oder ein Waldspaziergang hilfreich. Gerade bei Akne tarda ist eine ganzheitliche Behandlung, die Psyche, Ernährung und Pflege einschließt, wichtig. Grundsätzlich wirken Tiefenpeelings mit Fruchtsäuren, Vitamin A oder Kräutern wie Green Peel von Dr. Schrammek sowohl Unreinheiten als auch Fältchen und mögliche Narben entgegen. Sie gelten als Multitalente und ideale Better-Aging-Produkte. Lassen Sie sich von unserer KosmetikPraxis Tübingen entsprechend beraten.
Skin-Purging oder wie man Erstverschlimmerung erkennt

Man kauft sich ein neues klärendes Hautpflegeprodukt und nach kurzer Zeit sprießen Pickel und Hautunreinheiten. Dabei hatte man genau das Gegenteil erhofft. Eine wirksame Hautpflege, insbesondere Peelings oder Seren, die in der Tiefe arbeiten und die Haut von Grund auf helfen sich zu erneuern, können im ersten Schritt zu einem Skin Purging führen, einer Erstverschlimmerung. Nicht zu verwechseln mit Unverträglichkeiten oder gar allergischen Reaktionen – auch wenn mitunter ähnliche Symptome auftreten können. In der Regel kommt es bei Unverträglichkeiten eher zu Rötungen, Brennen oder auch Juckreiz. Unerwünschte Unreinheiten bedeuten dagegen, dass die Haut und die Wirkstoffe arbeiten, Verstopfungen, Talg und abgestorbene Hautzellen nach oben befördern und dadurch vorrübergehend neue Pickel und vor allem Mitesser auftreten.
Purging vs. Unverträglichkeit
Bei einer Unverträglichkeit spürt man nach erneutem Auftragen eine Wiederholung der Reizung. Manchmal tritt diese auch erstmals nach einigen Tagen auf, aber garantiert bei erneuter Behandlung. Beim Purging verändert sich die Hautreaktion fortlaufend und ist zeitlich begrenzt. „Klärende“ Unreinheiten treten außerdem meist in den hierfür gewohnten Gesichtsregionen auf. Bleiben die Hautirritationen dagegen über Wochen bestehen, wäre der Gang zum/r Dermatologen/in und ein Allergietest ratsam. In jedem Fall sollte man das Produkt absetzen.
Tiefenwirksame Peelings und Seren
Skin Purging beobachtet man besonders häufig bei bestimmten Wirkstoffen wie AHA (Alpha-Hydroxysäuren), BHA (Beta-Hydroxysäuren, Retinol (eine synthetische Form von Vitamin A) und Vitamin C. Ein BHA-Peeling dringt bei unreiner Haut tief in verstopfte Poren ein und hilft den Talg abzutragen. AHA-Peelings wirken dagegen mehr an der Hautoberfläche und sind auch für trockene und reife Haut geeignet. Retinol-Seren beschleunigen vor allem die Zellerneuerung, unterstützen aber auch die Klärung der Haut. Bei empfindlicher Haut sollte man mit Retinol vorsichtig sein, sie könnte dadurch gereizt werden.
Doch ein hormoneller Akne-Schub?
Schwieriger ist die Abgrenzung zu einem möglichen Akne-Schub. Treten vermehrt Pusteln und Mitesser, aber weniger entzündete Knoten direkt nach der Erstanwendung eines neuen Produktes auf, handelt es sich eher um Skin-Purging. Akne-Schübe sind oftmals hormonell bedingt. Will man diese unerwünschte Überschneidung ausschließen, ist es sinnvoll ein neues Produkt auf den Menstruationszyklus abzustimmen und nicht gerade dann damit zu beginnen, wenn die Talgproduktion hormonell ohnehin angeheizt wird. Eine Akne-Behandlung durch chemische BHA-Peelings mit Salicylsäure oder auch Retinoide ist für Skin Purging prädestiniert. Diese Substanzen haben neben der reinigenden Wirkung auch einen schälenden Effekt. Bei Akne kann es allerdings zusätzlich zu Rötungen oder Brennen kommen, die aber bald zurückgehen sollten. Ein nachhaltig verbessertes Hautbild braucht meist diese anfängliche Durststrecke. Beruhigende pflegende Lotionen mit Panthenol oder Allantoin kann ein unangenehmes Spannungsgefühl reduzieren.
Rund vier Wochen einkalkulieren
Tritt Skin Purging auf, muss man sich oftmals auf eine Dauer von mehreren Wochen einstellen bis die Haut sich vollständig gereinigt und das Hautbild verbessert ist. Die Anregung der Zellerneuerung wirkt nicht nur Unreinheiten, sondern auch zunehmender Faltenbildung entgegen. Der Zyklus der Hauterneuerung ist individuell verschieden, braucht aber durchschnittlich ca. vier Wochen. Ist diese Zeit überstanden, sollte eine Verbesserung erkennbar sein. Nicht jeder hat übrigens diese Phase der Erstverschlimmerung zu überstehen. Warum es die/den eine/n trifft und andere nicht, ist bislang unklar.
Selbstbräuner bieten keinen Sonnenschutz!
Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne lacht, wünschen sich viele möglichst schnell und passend zum sommerlichen Wetter eine leichte Bräunung. Die einen zieht es ins Sonnenstudio und auf die Bräunungsliege, wohl wissend, dass die konzentrierte UV-Strahlung riskant ist und neben vorzeitiger Hautalterung auch Hautkrebs verursachen kann. Außer den professionellen Airbrush-Tanning Shops, die durch einen Spraynebel eine gleichmäßige Hollywood-Tönung erreichen, greifen die meisten im Frühjahr zur Bräunung aus der Tube. Selbstbräunungscremes und -lotionen sind effektiv und ungefährlich, brauchen aber für das gewünschte gleichmäßige Ergebnis ein wenig Vorbereitung.
Zur Vorbereitung Peelen und Pflegen
Mittels Hautpeeling oder einem feuchten Luffa-Schwamm sowie einer anschließenden Feuchtigkeitspflege wird die Haut optimal vorbereitet. Trockene schuppige Stellen und abgestorbene Hautzellen, die das Ergebnis negativ beeinflussen, sollten so verschwinden. Unbedingt zu vermeiden ist die Rasur direkt vor der Bräunungsbehandlung. Besser 12 bis 24 Stunden Abstand beachten. Damit verhindert man dunkle Flecken und Entzündungen, falls die Rasur unbemerkt kleine Verletzungen hinterlassen hat. Für das Gesicht eignet sich besonders flüssiger Selbstbräuner, den man mit der Gesichtscreme mischt. Aber immer nur soviel anmischen, wie man für eine einzelne Behandlung benötigt. Wenn man erstmals einen neuen Selbstbräuner probiert, ist es sinnvoll ihn erst an einer kleinen Stelle auszuprobieren, um eine großflächige allergische Reaktion zu vermeiden.
Besser dünn auftragen
Etwas geduldig muss man bei der Bräunung aus der Tube schon sein, denn es dauert mindestens 30 bis 60 Minuten, bei manchen Produkten auch noch länger bis die Tönung sichtbar ist und dann für mehrere Tage hält. Nachcremen wenn die Farbe noch nicht überzeugt, ist besser als zu dick aufzutragen, damit riskiert man unnötige Streifen oder Flecken. Regelmäßig alle paar Tage erneut zu cremen um das Ergebnis zu halten, ist dagegen kein Problem. Im Produkttest von 2023 haben in Sachen Textur die Bräunungsmousse am besten abgeschnitten, aber auch Milch und Lotionen wurden gut bewertet. Der leicht süßliche Geruch ist aufgrund der Inhaltsstoffe kaum zu vermeiden bzw. nur durch Duftstoffe zu übertönen. Wird dieser bei einer angebrochenen Flasche als muffig wahrgenommen und stammt diese noch vom letzten Jahr, empfiehlt es sich sie besser zu entsorgen, denn der Inhaltsstoff DHA (Dihydroxyaceton) kann sich langfristig in Formaldehyd verwandeln, ein Stoff, der als krebserregend eingestuft wird.
Sonnenschutz nicht vergessen
Eine ganz schlechte Idee ist es nach dem Auftragen direkt in die Sonne zu gehen. Die DHA-Bräunung ist nicht zu vergleichen mit der natürlichen Sonnenbräune, die die Haut durch die Bildung vom Melanin widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung macht. Aber auch die direkte Kombination von Selbstbräunern und Sonnenschutzmittel ist nicht zu empfehlen. Das DHA verhindert den UV-Schutz. Das Ergebnis wäre also ein möglicherweise heftiger Sonnenbrand. Man sollte deshalb den Selbstbräuner besser am Abend vor dem geplanten Sonnenbad auftragen. Solange der Bräunungsprozess aktiv ist, ist ein chemischer UV-Schutz tabu. Am nächsten Tag sollte man dann wie gewohnt vor dem Sonnenbad einen Sonnenschutz auftragen. Ölige Produkte aber meiden, da die DHA-Bräune sich sonst auflöst und verschwindet.
Ungefährlicher als Sonnenbräune
Ein Selbstbräuner schützt nicht vor UV-Strahlung, aber die sonnige Bräune aus der Tube schützt vor Hautkrebs, wenn auch nicht vor Hautalterung. Je nach Produkt können durch Selbstbräuner vermehrt freie Radikale produziert werden. Dies kann man ausgleichen, indem man ein Produkt mit Antioxidantien wählt. Bei empfindlicher Haut sollte man außerdem darauf achten, dass das Produkt möglichst wenig reizende Zusatzstoffe wie Parfüm oder Alkohol enthält.
Vitamin-C-Serum – für jeden geeignet?

Hochkonzentrierte Seren gehören inzwischen für viele zur Basishautpflege – von Hyaluron, über Retinol bis zu Fruchtsäuren. Die meisten gelten als Anti-Aging-Booster und Wundermittel gegen viele Hautprobleme. Vitamin-C wird dabei als klassischer Tausendsassa egal in welchem Alter eingestuft. Es führte 2023 mit Abstand die Google-Hitliste der meist gesuchten Skincare-Wirkstoffe an. Seine Vorteile: es klärt und erfrischt die Haut, macht den Teint rosig, regt die Hauterneuerung an und hellt störende Pigmentflecke oder Narben auf. Gleichzeitig fördert es die Kollagenbildung, was Falten reduziert und freie Radikale unschädlich macht. Somit werden nebenbei auch Entzündungen reduziert. Bei jüngerer unreiner Haut können Vitamin-C-Seren also ebenfalls helfen. Theoretisch beheben Vitamin-C-Seren somit zahlreiche Hautprobleme. Woher kommen dann immer öfter Berichte über Hautirritationen wie Rötungen und Schwellungen?
Erstverschlimmerung oder Unverträglichkeit?
Grundsätzlich muss man zwischen einer Erstverschlimmerung – Hautspezialisten sprechen dann vom Skin-Purgíng, und einer echten Unverträglichkeit unterscheiden. Bei Akne und entzündeten Unreinheiten kommt es gerade durch die Behandlung mit Vitamin-C-Seren und einer beschleunigten Zellerneuerung oftmals anfangs zu einer Zunahme der Pickel. Bis die Haut sich sichtbar zu regenerieren beginnt und Unreinheiten zurückgehen, können Wochen vergehen. Rötungen und Hautirritationen, die sich hartnäckig halten sind dagegen eher ein Zeichen für eine Unverträglichkeit und sollten ärztlich überprüft werden.
Zahlreiche Wirkstoffvarianten
Etwas komplizierter ist die Bestimmung der optimal bzw. individuell verträglichen Konzentration an Vitamin C sowie nicht zuletzt die unterschiedlichen Wirkstoffvarianten. Bei reinem Vitamin C handelt es sich um Ascorbinsäure, das in Seren oftmals als L-Ascorbinsäure auftaucht. Je nach Höhe der Konzentration ist dies für die Haut häufig zu sauer und reizt empfindliche Haut. Außerdem ist es sehr instabil und deshalb nicht lange haltbar. Wenn es sich gelb, orange oder gar braun verfärbt ist der Wirkstoff zerfallen bzw. durch Wärme, Licht oder Sauerstoff oxidiert. Das Serum kann dann zu Hautreizungen führen und sollte nicht mehr verwendet werden. Vitamin-C-Seren deshalb immer gut verschließen und am besten kühl und dunkel aufbewahren.
Langsam herantasten
In der Hautpflege kommt Vitamin C häufig als Ascorbyl Glucosid zum Einsatz, das erst in der Haut zum Vitamin umgewandelt wird. Viele Seren enthalten sehr unterschiedliche Konzentrationen des Wirkstoffes von 5 bis zu 30 Prozent. Unabhängig vom Preis von nur wenigen Euros bis zu teuren Produkten für über Hundert Euro, findet man eine große Bandbreite an Wirkstoffkonzentrationen. Empfohlen wird eine Konzentration zwischen 10 und 20 Prozent, die selten Probleme verursacht. Mehr als 25 Prozent sind nicht empfehlenswert. Anfangs immer wieder einige Tage Pause machen bis sich die Haut an das Serum gewöhnt hat und es langfristig abends oder morgens in die Pflegeroutine einbinden.
Vorsicht bei Säure-Kombinationen
Achten sollte man auf eine Kombination mit weiteren säurehaltigen Wirkstoffen. Zusätzliche Fruchtsäuren gilt es besser zu meiden (z. B. in Peelings), aber auch bei Milch- und Salicylsäure sowie Retinol (Vitamin A) ist Vorsicht geboten. Bestimmten Hauttypen wie bei Rosazea und sensibler Haut mit gestörter Hautschutzbarriere raten Dermatologen*innen aufgrund der Gefahr für Reizungen häufig von Vitamin-C-Seren ab. Zumindest sollte man hier vorsichtig vorgehen oder sich besser für eine Vitamin-C-Creme entscheiden, die i. d. R. eine geringere Wirkstoffkonzentration aufweist. Und wer unsicher ist, kann sich natürlich immer Rat bei Petra Klein holen.
