Vorsicht vor Slugging – dem neuen Pflegetrend aus Korea!

Seit Anfang des Jahres schwappt ein neuer Beautytrend aus Süd-Korea zu uns. Viele Blogs feiern im Netz diese merkwürdige Methode. Zusätzlich zu Nachtcremes und Seren soll jetzt ein altbekanntes Mittel die Haut jugendlich und faltenfrei erhalten: Vaseline. Sie versorgt die Haut zwar nicht mit Nährstoffen, soll aber gegen Feuchtigkeitsverlust helfen. Die Haut wird beim Slugging unter einer dicken Vaselineschicht geradezu eingeschlossen. Nichts kann über Nacht raus, nichts kann rein. Dies blockiert zwar effektiv den Feuchtigkeitsverlust, aber auch die Regeneration der Haut. Angeblich soll so das erreicht werden, was man vor allem von Asiatinnen kennt: eine glatte faltenfreie Haut und dies mit einer Pflege-Routine, die mehr als gewöhnungsbedürftig klingt. Die Slugging-Methode hat ihren Namen von denunbeliebten Nacktschnecken, die immer eine Schleimspur hinterlassen. Auch diese bleibt hartnäckig am Untergrund haften.
Das Auftragen der Vaseline erzeugt auf der Haut einen sogenannten Okklusionseffekt. Alles darunter liegende wird eingeschlossen, bis man die Vaseline am nächsten Morgen durch einen Wattepad komplett entfernt. Wie die Haut sich so aber durch die Nachtpflege regenerieren kann, bleibt ein Geheimnis. Sie soll ideal sein für trockene spröde Haut, die nicht mehr ausreichend Fett produziert. Die Fette, die die Vaseline mitbringt sind es aber gerade, die der Haut die Chance nehmen sich zu erholen. Vaseline wird aus Mineralöl gewonnen und als günstiger Rohstoff noch immer häufig und gern zur Produktion von Cremes und Lotionen verwendet. Die enthaltenen Paraffine stehen aber nicht nur im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein, täglich eingesetzt verstopfen sie die Poren und trocknen die Haut immer weiter aus. Der Effekt ist also langfristig genau das Gegenteil von dem, was man sich erhofft und gerade im Anti-Aging-Bereich wenig sinnvoll.
Besonders schädlich ist die nächtliche Vaselineschicht für fettige, unreine oder zu Akne neigende Haut. Hier kann das Slugging die bestehenden Probleme verstärken, insbesondere durch die komedogenen Eigenschaften der Vaseline. Unreinheiten und verstopfte Poren werden gefördert und die durch die Vaseline eingeschlossenen Bakterien können sich weiter vermehren. Ähnliches gilt für Mischhaut mit der zu fettiger Haut neigenden T-Zone. Und auch bei sensibler oder zu allergischer Reaktion neigender Haut heißt es, Finger weg von Vaseline. Aufgrund der Wärme, die sich unter der Vaseline bildet, scheint das Slugging gerade im Winter besonders geeignet. Dabei kann man den gewünschten Effekt auch mit anderen Stoffen wie Sheabutter, Kokosöl und Bio-Melkfett erreichen. Und nicht vergessen: vor allem ein gesunder Schlaf ist wichtig für die Regeneration und Zellerneuerung unserer Haut.




Gerade im Sommer werden reichlich Deos benutzt – ob als Spray, Roll-on, Stick oder immer öfter auch als Creme. Ziel ist es den Schweißfluss zu reduzieren oder zumindest unangenehmen Geruch zu verhindern. Seit Verbraucher/innen bedenkliche Stoffe wie Aluminiumsalze und Parabene dabei lieber umgehen, wird verstärkt nach Alternativen gesucht. Neben Naturkosmetik-Deos, die eine gewissen Gewöhnungsphase benötigen, werden inzwischen Deos mit Zinkoxid als Alternative zu Aluminiumverbindungen angeboten. Zink ist schon lange bekannt als entzündungshemmend und antibakteriell. Gerade das feuchte Achselklima ist ein idealer Nährboden für Keime bzw. Bakterien und die Ursache für Schweißgeruch. Zinkoxid ist eine Verbindung von Zink und Sauerstoff und setzt genau hier an. Als traditioneller Bestandteil des Babypuders wirkt es gleichermaßen gegen Feuchtigkeit, Geruch und Entzündungen. In Tests wurde nun untersucht, ob die Wirkung in der Achsel ähnlich ist.
Unsere Haut freut sich über eine Extraportion weißes Gold – wie es in der Antike genannt wurde, besonders wenn es aus dem Meer stammt. Es hilft gegen unreine Haut und bei der Wundheilung. Auch diverse Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis oder allergische Hautreaktionen verbessern sich durch eine Sole-Therapie. Ein Meersalzpeeling oder Salzdampfbad ist besonders bei unreiner Haut und Pickeln effektiv. Die im Salz enthaltenen Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Jod und Kalium unterstützen die Zellerneuerung, wirken durchblutungsfördernd und antiseptisch und bekämpfen auch kleine Entzündungen. Salz ist dabei oft milder als viele aggressive Anti-Pickel-Produkte, die die Talgproduktion noch weiter anregen. Normales Kochsalz ist allerdings ungeeignet. Die meisten Anwendungen für zuhause basieren auf Salz aus dem Toten Meer, dass mit 28 Prozent einen sehr viel höheren Salzgehalt aufweist als das Mittelmeer mit seinen 5 Prozent oder die Ostsee mit nur 0.2 bis 2 Prozent. In erster Linie dient es der milden Hautreinigung: Schlacke werden aus der Haut gespült, abgestorbene Hautzellen abgetragen und überschüssige Fette ausgewaschen. Danach ist eine Feuchtigkeitspflege gefragt, damit die Haut sich wieder entspannt.
Sich schön essen klingt gut, verlangt aber einiges Wissen um das Zusammenspiel von Vitaminen, Mineralstoffen und dem Stoffwechsel. Ein allgemeines Geheimrezept hierzu wird wohl ein Traum bleiben. Viele Faktoren spielen eine Rolle wie Schlaf, Stress, Verdauung, Bewegung, Hygienegewohnheiten und schließlich unser täglich Quantum Wasser. Aber nichts desto trotz gibt es immer wieder neue Studien, die auf der Suche nach den wichtigen Stellschrauben einzelne Stoffe genauer unter die Lupe nehmen. Vieles was im Zuge der aktuellen Covid-19-Forschung das Immunsystem stärkt, hilft auch der Haut ihre Jugendlichkeit länger zu erhalten. Pflanzliche Extrakte gehören zentral hierzu. Was der Ausleitung und der Verdauung hilft, nützt ganz generell auch der Haut. Im Frühjahr kann man dies sehr günstig mit einer Teekur aus jungen Brennnesseln, Löwenzahn oder auch Vogelmiere probieren. Junge Kräuter aus dem Garten, Wald und Wiesen sind ein altes Mittel um Gefäße zu reinigen und den Stoffwechsel anzukurbeln, am besten kombiniert mit wichtigen Bitterstoffen um den Darm aufzuräumen und die Verdauung zu unterstützen.
Silikone kennen die meisten vor allem von Haarpflegeprodukten. Daneben findet man sie in täglichen Haushaltshelfern wie Wasch- und Reinigungsmitteln, aber auch in Bodylotions, Hautcremes, Lippenstiften, Duschgel, im Sonnenschutz oder der Mascara. Auch wenn sie keinerlei pflegende Wirkung haben, nutzt sie die Kosmetikindustrie gern, um Produkte geschmeidig, besser deckend und leichter auftragbar zu machen. Dieser Kunststoff, der aus Erdöl gewonnen wird, wirkt beispielsweise im Haar wie ein Füllstoff zum Kitten um die Haare voller und glänzender zu machen. Silikone sind rein synthetische Polymere, leicht herzustellen, kostengünstig und lange haltbar, aber schwer abbaubar, umweltbelastend und gerade aus den Haaren schwer wieder heraus zu bekommen. Sie sind meist nicht wasserlöslich. Dann braucht man spezielle Shampoos um sie wieder los zu werden. Leicht vorstellbar, wenn man bedenkt, wo Silikon im Haushalt sonst eingesetzt wird. Jeder kennt es als Fugendichtmittel in Bädern und Küchen oder als Antihaft-Backformen. Nichts bleibt haften, Hitze kann ihm nichts anhaben und es ist so ziemlich unkaputtbar. Man findet es übrigens auch häufig in den inzwischen beliebten Menstruationstassen.
