Bienenwachs als täglicher Hautschutz

Bienenwachs ist in der Kosmetik ein wahres Multitalent. Es schützt vorm Austrocknen, bewahrt vor schädlichen Umwelteinflüssen und das ohne die Poren zu verstopfen. Es legt sich wie ein atmendes Pflaster auf die Haut und hilft der ihr Feuchtigkeit zu speichern. Daneben verfügt es über reichlich Vitamin A, das die Zellregeneration anregt und so vor Falten schützt. Die Haut bleibt geschmeidig und elastisch und bewahrt ihre natürliche Schutzbarriere, was sie zusätzlich gesund erhält. Es eignet sich für trockene spröde Haut ebenso wie für gereizte oder empfindliche Haut, sogar bei Neurodermitis und zu Akne neigender Haut. Hierbei kommen vor allem die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften zum Tragen, die auch bei kleineren Verletzungen oder auch einem Sonnenbrand helfen.

Bindet Feuchtigkeit
Bienenwachs schafft dies als kosmetischer Rohstoff durch seine zahlreichen Eigenschaften, die ihn vor allem in der Naturkosmetik so wertvoll machen. Von der gerade im Winter schützenden Cold Cream bis zur Lippenpflege, als Emulgator ebenso wie in der täglichen Hautpflege oder als beruhigendes SOS-Produkt. Es wirkt antibakteriell und schafft es gleichzeitig Wassermoleküle aus der Luft an sich zu binden und nach und nach an die Haut abzugeben. Hierdurch eignet es sich für fast jeden Hauttyp und taucht in vielen Cremes als Emulgator und somit Ersatz für unerwünschte Mineralöle auf. Ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung ist langanhaltend und nachhaltig, da es sich um ein überwiegend reines Naturprodukt handelt.

Honigduft der Waben
Bienenwachs wird von den jungen Arbeiterbienen in den Wachsdrüsen produziert, mit dem Mundwerkzeug verknetet und dabei Propolis und Blütenpollen zugefügt. Danach entstehen daraus die sechseckigen Waben, die erst die Babybienen beherbergen und anschließend als Lagerraum für den Honig dienen. Für Kosmetikprodukte werden ausschließlich die entleerten und gereinigten Waben genutzt. Zurückbleiben im Wachs der Bienenharz Propolis, Blütenpollen und Honigrückstände, die ihm den typischen Honigduft verleihen. Dieses kleine Wunder der Natur kann aber für Bienenstich- und Wespenallergiker zu unangenehmen Hautreaktionen führen. Allergiker sollten deshalb besser die/den Hautarzt/ärztin vorher befragen oder am Unterarm einen 24-stündigen Patchtest machen.

Traditionell bei Entzündungen
Neben den Kosmetik-Produkten kommt Bienenwachs auch in Heilmitteln vor. Schon in Altertum und Mittelalter verwendete man das Wachs als Kaubonbons gegen Halsschmerzen sowie als Salbe gegen Juckreiz und Entzündungen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin findet es sogar bei Magen-Darm-Beschwerden, Muskelschmerzen und Rheuma Verwendung. Heute wird es äußerlich auch gegen Dehnungsstreifen und in der Haarpflege bei trockenem störrischem Haar eingesetzt. Vor allem im Haarwachs findet man den Rohstoff wieder und auch Windelekzeme bei Babys und Kleinkindern werden durch Bienenwachspflege gelindert oder tauchen gar nicht erst auf.

Ceramide – (k)eine Geheimwaffe für schöne Haut!

Geht es um die Stärkung der Hautbarriere und die nötige Widerstandskraft einer gesunden Haut, stößt man schnell auf Ceramide. Man trifft sie in vielen Pflegeprodukten und Feuchtigkeitscremes für jedes Alter. Auffällig ist ihr vielfältiger Einsatz für unterschiedlichste Hauttypen und -probleme. Ceramide gehören zu den Lipiden, den natürlichen Fettbausteinen der obersten Hautschicht. Sie halten die äußeren Zellen wie eine Art Mörtel zusammen und verhindern das Austrocknen. Ist dieser Schutz nicht mehr intakt, wie durch hohen Wasserverlust bei einem Sonnenbrand oder durch Hauterkrankungen wie Psoriasis oder  Neurodermitis, ist die Hautbarriere gestört. Die Haut wird anfällig für äußere Reize und Keime und verliert noch mehr Feuchtigkeit.

Sie gehören zur Basispflege
Ceramide sind in zahlreichen kosmetischen Cremes und Lotionen, aber auch in medizinischen Produkten enthalten. Neben der Bezeichnung als Ceramide findet man sie hier als Hautlipide oder Sphingolipide. Sie schützen und pflegen die Haut gleichermaßen und sollten bei empfindlicher trockener Haut sowie bei Kinderhaut zu Basispflege gehören. Unsere Haut enthält neun natürliche Ceramid-Varianten. Welche Creme individuell die passende ist, entscheidet letztlich der individuelle Zustand der Haut. Die Marke CeraVe verarbeitet beispielsweise in ihren Produkten drei essenzielle Ceramide, die insgesamt ca. 50 Prozent der natürlichen Hautschutzbarriere ausmachen. Aber auch die Marken Eucerin und Dermasence setzen vor allem auf Ceramide als Inhaltsstoffe.

Für unterschiedliche Hauttypen
Neuere Studien um die Ceramide zeigen, dass viel hier nicht grundsätzlich viel hilft. Ein hoher Anteil an Ceramiden allein muss nicht die ideale Hautpflege sein. Entscheidend sind die Zusammensetzung und Kombination der Inhaltsstoffe. Gerade bei Basis-Therapeutika sind für eine rückfettende Wirkung neben den Ceramiden auch zusätzliches Glycerin, Urea oder Omega-6-Öle sinnvoll. Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut wären auch andere Kombinationen möglich. Die Ceramide sorgen in diesem Fall dafür, dass die Haut nicht noch mehr unerwünschten Talg produziert. Zugesetzte Salicylsäure klärt und beruhigt zusätzlich Unreinheiten.

Im Alter weniger Ceramide
Ab ca. 30 Jahren wird die hauseigene Ceramid-Produktion zurückgefahren. Es können sich erste Falten, schuppige Stellen und Irritationen bilden. Aber auch Pickel und Mitesser bekommen durch die gestörte Hautbarriere einen guten Nährboden. Mit 50 enthält die Gesichtshaut nur noch ca. 37 Prozent des ursprünglichen Ceramid-Anteils. Die Haut wird zunehmend trocken, neigt zu Rötungen und Spannungsgefühl. Dermatologen/innen setzen inzwischen verstärkt auf Ceramide als Anti-Aging-Waffe gegen Hautalterung und Probleme, die insbesondere mit einem Feuchtigkeitsverlust durch Ceramidmangel zusammenhängen wie Neurodermitis, Schuppenflechte aber auch Rosazea.

Was dem Ceramid-Anteil schadet
Neben dem normalen Alterungsprozess führen auch falsche Reinigungsprodukte, die zu viel Alkohol und aggressive Tenside enthalten, zu einer reduzierten Hautbarriere. Auch Retinol (Vitamin A), Vitamin C und Fruchtsäuren können zu häufig angewendet den Säureschutzmantel stören. Nicht zuletzt belasten Nikotin, Alkohol, UV-Strahlung, Fast Food sowie Stress und die hierdurch entstehenden freien Radikale die Hautbarriere. Grundsätzlich gilt: je gesünder man lebt, desto gesünder ist die Haut. Um den natürlichen Lipidverlust so gering wie möglich zu halten, sollte man das Gesicht nie mit heißem, sondern nur lauwarmen Wasser waschen, auf den täglichen UV-Schutz achten und die Hautpflege nach den Inhaltsstoffen auswählen, d.h. auf Alkohol und ätherische Öle in der Pflege besser verzichten. Welche Basispflege individuell die richtige ist, erklärt unsere Dermokosmetikerin und Fachfrau Petra Klein.  

Was macht das Schönheitsvitamin Biotin und wann liegt ein Mangel vor?

Biotin bzw. Vitamin B7 – allgemein als Schönheitsvitamin bezeichnet, spielt eine wichtige Rolle beim Zellwachstum von Haut, Haaren und Nägeln. Daneben wirkt es auch als Co-Enzym bei vielen Stoffwechselreaktionen mit, wie beim Abbau von Fetten und Kohlenhydraten sowie bei der Energiegewinnung. Ein kleiner Teil unseres Bedarfs wird vom Mikrobiom des Darms produziert, aber der wesentliche Anteil kommt aus der Nahrung. Insbesondere Eigelb, Hefe und Leber liefern Biotin, aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Sojabohnen, Pilze und ungeschälter Reis. Zwischen 30 und 60 µg sollte man  ab 15 Jahren täglich zu sich nehmen, damit der Energiestoffwechsel, das Nervensystem, die Psyche und auch das Wachstum von Haar, Haut und Nägeln gut funktionieren. Die tägliche Einnahme ist nötig, da der Körper Biotin nicht speichern kann.

Haare und Nägel leiden
Die Folgen eines Mangels sind neben nervlichen Problemen und Depressionen vor allem trockene Haut, brüchige Nägel oder Haarausfall. Auslöser sind oftmals einseitige Ernährung, zu viel Alkohol oder Nikotin, aber auch chronische Darmerkrankungen, Diabetes, Schwangerschaft und Stillzeit sowie der übermäßige Verzehr roher Eier. Warum macht sich ein Mangel vor allem an Haaren und Nägeln bemerkbar? Beides besteht zum großen Teil aus Keratin, einem speziellen Eiweiß. Um dieses zu bilden ist Biotin nötig. Die Haut braucht es dagegen um Fette und Kollagene zu bilden, ohne die sie weniger widerstandsfähig und geschmeidig ist.

Regenerieren heißt erneuern
Ob Haut, Haar oder Nägel – entscheidend ist die permanente Erneuerung bzw. Zellteilung, die ohne Biotin ins Stocken gerät. Mit Biotin sind sie gesund und regenerationsfähig, ohne das Vitamin dagegen dünn, brüchig, trocken und nur langsam wachsend. Biotin ist deshalb schon lange ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, nicht selten, weil man sich dadurch stärkere und gesündere Haare und Nägel erhofft. Studien haben jedoch gezeigt, dass eine vorbeugende Einnahme von Biotin z. B. als Pulver oder Kapseln wenig Sinn macht und i. d. R. nur bei einem echten Mangel hilft.

Beeinflussung von Laborwerten
Kritisch ist die Extra-Portion Biotin insbesondere im Verlauf einer Chemotherapie, da sie Laborwerte beeinflussen und einen Verlust der Haare kaum verhindern kann. Dies gilt auch für die Bestimmung von Schilddrüsenwerten oder Sexualhormonen. In all diesen Fällen sollten Labor oder Hausarztpraxis über die Einnahme von Biotin im Bilde sein. Auch bei chronischen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis, Rosazea oder Akne hilft zusätzliches Biotin wenig, es sei denn, es liegt ein realer Mangel vor. Genügt also eine gesunde ausgewogene Ernährung? Theoretisch ja, praktisch ist diese im stressigen Alltag kaum gesichert. Besonders bei Haarausfall lässt sich oft ein Mangel an Biotin finden. Auch Medikamente wie Antibiotika, Antiepileptika und Retinoide, die einen Vitamin-A-Mangel beheben sollen, sind für Probleme bei der Biotin-Aufnahme verantwortlich.

Beliebte Kombipräparate
Der aktuelle Biotin-Spiegel wird im Blut gemessen, kann aber je nach Tageszeit und Malzeiten stark schwanken. Typische Haut-Haar-Nägel-Präparate sind oft kombiniert mit Zink, Selen, Keratin oder Kollagen und enthalten deshalb meist nur einen geringen Anteil an Biotin. Aber auch hohe Dosen von 2,5 mg bis zu 12 mg findet man mitunter, Mengen die nur für einen echten Mangel geeignet sind. Deshalb ist es nötig, genau auf die Liste der Inhaltsstoffe zu schauen. Vitamin-B-Komplex-Präparate, die Biotin als Vitamin B7 ausweisen, sind für die präventive langfristige Einnahme besser geeignet. Eine sporadische Einnahme hilft allerdings wenig, erst über einen längeren Zeitraum erreicht man eine entsprechende Wirkung. Petra Klein berät als Fachfrau für Mikronährstoffe gern zum Thema Biotin und Haut.

Eignet sich die Sauna für jeden Hauttyp?

Wenn es draußen kalt wird, zieht es nicht nur Saunafans in die feuchte Schwitzstube. Neben dem positiven Effekt für Abwehrkräfte und Immunsystem, hilft Saunieren dem allgemeinen Wohlbefinden und oftmals auch zu einer gesünderen Haut. Viele schwören auf die Anti-Aging-Wirkung durch starkes Schwitzen, das sanft aber effektiv die Poren reinigt, die Durchblutung anregt und die Zellerneuerung der äußeren Hautschicht aktiviert. Aber fühlt sich wirklich jede Haut nach mehreren Saunagängen wie neu geboren und wie reagiert sensible angegriffene Haut auf die Hitze?

Trockene Haut vorher eincremen
Normale Haut ist nach der Sauna, einem anschließenden milden Peeling und einer abschließenden Hautpflege tiefenentspannt und konserviert dies Gefühl für mehrere Tage. Auch manche professionelle Beauty-Behandlungen machen sich den positiven Effekt des Schwitzens zu Nutze. Trockene Haut dagegen braucht sowohl eine geeignete Vor-, als auch Nachbehandlung. Hier eignet sich eine reichhaltige Gesichtscreme oder ein Öl, die gleichermaßen ein Austrocknen verhindern und die Haut geschmeidig machen. Auf ein Peeling muss man auch bei trockener Haut nicht verzichten. Idealerweise wirkt dies nach dem ersten oder zweiten Saunagang am besten. Nach der Sauna braucht die Haut dann eine intensive Feuchtigkeitspflege. Bei empfindlicher Haut sollte man sich an die geeignete Temperatur herantasten. Dies gilt im Übrigen auch für eine durch Akne belastete Haut. Bei Ekzemen und Entzündungen besser vorher den/die Hautarzt/ärztin um Rat fragen.

Vorsicht bei Entzündungen
Bei Neurodermitis und Psoriasis kann sich die Sauna durchaus positiv auf das Hautbild auswirken, da verhornte Hautschichten aufgeweicht werden und das Schwitzen zur Hauterneuerung beiträgt. Hartnäckige Schuppen lassen sich wie bei trockener Haut leichter entfernen. Bei Neurodermitis kann die Hitze vereinzelt aber auch kontraproduktiv und wie ein Trigger wirken. Wer sich gerade in einem Schub befindet, sollte die Sauna besser meiden und die feuchte Hitze nur bei kurzen Saunagängen oder einer sanften Bio-Sauna ausprobieren und auch nur, wenn die Haut möglichst frei von Entzündungen ist.

Ungeeignet bei erweiterten Äderchen
Für fast alle Hauttypen gilt: die Haut vor der Sauna reinigen, anschließend ausdampfen und mit kaltem Wasser ohne Duschzusätze abduschen. Nach dem letzten Saunagang eine feuchtigkeitsspendende Lotion oder Creme auftragen. Bei einer Couperose oder unter Rosazea leidende Haut eignet sich die heiße Sauna dagegen gar nicht. Hautrötungen, die durch erweiterte Äderchen hervorgerufen werden, vertragen sich nicht mit der extremen Wärme einer Sauna. Die Kapillare bräuchten mehrere Tage um die durch Hitze erfolgte Erweiterung wieder zurückzufahren. Da hilft auch die kalte Dusche zur Abkühlung nicht.

Wie funktioniert Face-Cupping?

Als Facelifting ohne Nadeln – so könnte man es auch bezeichnen. Die Technik nannte man früher Schröpfen oder auch Ansaugen, doch anders als am Körper arbeitet man im Gesicht nicht mit Gläsern und Vakuumpumpe, sondern mit hautfreundlichen Cups aus Silikon, die durch einen leichten Unterdruck an Gesicht oder Hals angesetzt werden. Ähnlich wie mit Jaderoller oder GuaSha Steinen will man so Lymphe und Durchblutung der Haut anregen. Schon seit einiger Zeit demonstrieren Beauty-Fans mit Vorher-Nachher-Videos auf TikTok wie das Gesichtsschröpfen funktioniert. Bewirken soll es eine glattere straffere Haut mit weniger Schwelllungen und Falten. Face-Cupping funktioniert wie ein natürliches Facelifting. .

Vom Körper zum Gesicht
Die Technik des Schröpfens wird seit Jahrhunderten in der chinesischen Medizin aber auch bei den alten Griechen praktiziert. Aktuell beschäftigt sich die Medizin wieder genauer mit den Vorteilen dieser altertümlichen Behandlungsmethode. Vor allem bei verhärteten Muskeln, Rücken- und Nackenschmerzen werden erhitzte Schröpfgläser erfolgreich ein- und angesetzt. Der Unterdruck lockert die Muskulatur und bringt Blut und Lymphe in Bewegung. Ganz ähnlich funktionieren die Silikonkugeln auf der Gesichtshaut, aber ohne Hitze und mit weniger Druck.

Leichtes Gleiten
Man benötigt außer den Schröpfgefäßen ein paar Tropfen gutes Gesichtsöl oder ein Serum damit man diese mit kreisenden Bewegungen von innen nach außen und von oben nach unten über die Haut führen kann. Ein bisschen Übung ist nötig um die Cups für ca. fünf Minuten mit kleinen Strichen oder Kreisen gleiten zu lassen. Je länger man sie an einer Stelle belässt, desto größer ist das Risiko für blaue Flecke. Normal ist dagegen eine leichte Rötung der Haut, die die stärkere Durchblutung anzeigt. Am Hals führt man den Cup von unten nach oben um eine Straffung zu erreichen. Die Cups sollten nach einer gründlichen Reinigung der Haut ganz leicht ohne Ziehen und Zerren geführt werden. Kleine Cups nutzt man für die Augenpartie. Der Ballon wird leicht gedrückt bis sich der Cup an der Haut festsaugt. Mit der freien Hand kann man falls nötig die Haut zum leichteren Weiterführen des Cups etwas straffen.

Regelmäßiges Anti-Aging
Vor allem wenn man schnell positive Ergebnisse sehen möchte, ist Face-Cupping eine geeignete Anti-Aging-Methode. Es unterstützt die Zellreparatur und Elastizität, löst Spannungen und reduziert Stauungen, so dass die Haut danach rosiger und straffer wirkt – ohne Schmerzen und Behandlungsrisiken. Auch die Kollagenbildung wird angeregt und Pflegeprodukte nach der Behandlung besser aufgenommen. Ein- bis zweimal wöchentlich sollten die Face-Cups eingesetzt werden um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen.

Nur für gesunde Haut
Wichtig: das Face-Cupping sollte nur auf gesunder intakter Haut angewendet werden. Neigt man zu blauen Flecken oder nimmt Blutverdünner ein, sollte man besser darauf verzichten. Insbesondere bei Entzündungen, Akne oder allergischen Ausschlägen eignet es sich nicht. Ähnliches gilt bei einer Strahlentherapie-Behandlung sowie für die Einnahme von Cortison-Präparaten. Ist man bei der Führung der Silikon-Cups unsicher, kann man sich anfangs das Face-Cupping vom Kosmetikprofi zeigen lassen. Hier wird auch erklärt, welche Cups für welche Bereiche geeignet sind und wieviel Druck sinnvoll ist.

UV-geschädigte Kopfhaut – was nun?

Der Sommer geht in die letzte Runde, doch für manche beginnen jetzt erst die Urlaubswochen. Die Koffer sind gepackt und auch der UV-Schutz wurde nicht vergessen. Wirklich nicht? Viele denken leider nicht an den Kopf, der unbedingt Schutz braucht – erstens wegen Hitze und zweitens vor Sonnenbrand. Oft glaubt man, die Haare sollten doch als Schutz genügen, aber wenn diese mit den Jahren dünner werden oder man immer den gleichen Scheitel trägt, gelangt leicht zu viel Sonnenlicht an die Kopfhaut. Eine geschädigte Kopfhaut bietet dem gefürchteten Hautkrebs eine ideale Grundlage. Rötungen, schuppige Stellen oder eine raue Oberfläche sind erste Anzeichen einer aktinischen Keratose, eben jener Vorstufe. Knapp 10 Prozent hiervon entwickelt sich später zum Hautkrebs.

Sonnenhut plus UV-Schutz
Wie also sollte man die Kopfhaut am besten schützen? Eine Kopfbedeckung ist ideal und vor allem für Glatzenträger meist selbstverständlich. Aber nicht alle Materialien schützen wirklich. Ein Strohhut sollte sehr dicht gewebt sein und eine breite Krempe haben. Die beliebten Baseballkappen sind wenig geeignet, weil sie nur etwa ein Viertel des Kopfes bedecken und sogar die Ohren frei lassen. Und auch mit Hut sollte man darunter einen UV-Schutz nutzen. Es gibt inzwischen fettfreie Sprays, die das Haar nicht verkleben. Insbesondere für haarlose Köpfe ist ein Schutz mit LSF 50 wichtig. Bei Babys und Kleinkindern ist der UV-Schutz des Kopfes selbstverständlich, als Erwachsener vergisst man ihn all zu gern.

Sonnenbrand ausheilen lassen
Ist es doch passiert und die Kopfhaut ist gerötet, brennt, spannt oder juckt, heißt es, mit einem feuchten Lappen kühlen und, bis der Sonnenbrand abgeheilt ist, die Sonne meiden. Aloe-Vera-Gels, After-Sun-Produkte für Risikohaut (z. B. Sunsimed KA SPF 50+ von Avène) oder eine Hydrokortison-Creme aus der Apotheke unterstützen die Heilung und reduzieren den Juckreiz. Kratzen sollte man unbedingt vermeiden. Ein schattiges Plätzchen genügt leider nicht, da auch hier bis zu 90 Prozent UV-Strahlung an die Haut kommen können. Zum Haarewaschen mildes Shampoo ohne reizende Zusätze benutze, nicht massieren, auf Conditioner verzichten und nur die Haarlängen kämmen. Solange die Kopfhaut entzündet ist, Hitze beim Waschen und Föhnen vermeiden. Und auch ausreichend Trinken nicht vergessen. Ist der Sonnenbrand nach einer Woche noch nicht abgeheilt oder bekommt man nach einigen Wochen auffälligen Haarausfall besser ärztlichen Rat einholen.

Täglicher Sonnenschutz fürs Gesicht?

Der Klimawandel macht sich auch durch die steigende Dosis UV-Strahlung bemerkbar. Dermatologen warnen: nie gab es so viele neue Hautkrebsdiagnosen wie aktuell. Und dabei tauchen die in den letzten Jahren durch Sonnenbrand verursachten Hautveränderungen, die erst viel später zu Krebs führen, heute noch gar nicht auf. Angesichts dieses nicht zu übersehenden Trends sollte man eigentlich auf die Notwendigkeit des täglichen Sonnenschutzes vor allem im Gesicht nicht mehr aufmerksam machen müssen. Das UV- Risiko besteht selbst dann, wenn man mittags nur eine halbe Stunde im Freien verbringt und den restlichen Tag im Büro sitzt. Unterschätzt wird oft auch die UV-Strahlung im Auto, mit dem man häufig 30 bis 60 Minuten pro Tag unterwegs ist.

Verschiedene Texturen
Welcher UV-Schutz ist aber nötig, wenn man sich ohnehin täglich schminkt? Dazu haben sich die Hersteller in den letzten Jahren einige Gedanken gemacht und zahlreiche neue Produkte und Texturen entwickelt, die sich speziell für die Gesichtshaut und als Make-up-Unterlage eignen. Auch so manche Pflegecreme wurde inzwischen mit einem höheren UV-Schutz ausgestattet wie z. B. das Hyalu B5 Aquagel von La Roche-Posay mit einem LSF 30. Für das Gesicht genügt laut Dermatologen/innen in der Regel ein LSF 20 bis 30. Damit schützt man sich nicht nur effektiv vor Hautschäden wie Krebs, sondern auch vor altersbedingter Hautalterung. Somit ist ein konsequenter UV-Schutz die beste tägliche Anti-Aging-Pflege.

Unsichtbarer UV-Schutz
Für einen Tag, den man überwiegend drinnen verbringt oder wenn der Himmel bewölkt ist, genügt meist das einmalige morgendliche Auftragen. Hält man sich aber länger draußen auf, treibt Sport oder ist im Urlaub am Meer oder in der Bergen, dann ist ein echtes Sonnenschutzprodukt nötig, das alle 2 bis 3 Stunden nachgecremt werden sollte. Wer sich mit klassischen Sonnenlotionen nicht anfreunden kann, für den bieten sich die neuen transparenten Sonnenschutzsprays an. Für jeden Hauttyp geeignet – ob fettig oder sensibel, ist z. B. von La Roche-Posay das Anthelios Transparentes Anti-Glanz-Spray mit LSF 50, das sich als Finish einfach über dem Make-up aufsprühen lässt. Als extra mattierender Sonnenschutz ist er schnell zum Bestseller geworden.

Für jeden Hauttypen
UV-Schutz fürs Gesicht entspricht heute mehr den Anforderungen der Verbraucherinnen an eine leichte Textur, die gut zu verteilen ist, schnell einzieht und sich im besten Fall auch als Make-up-Basis eignet. Manche Hersteller bieten auch speziell an den Hauttyp angepasste Gesichtscremes an wie z. B. ISDIN. Mit Oil Controle geht man bei fettiger oder Mischhaut sicher durch den UV-Schutz keine unnötigen Pickel zu riskieren. Ein guter UV-Schutz hinterlässt ohnehin weder einen weißlichen Schleier noch einen aufdringlichen Geruch. Neue Produkte verschmelzen mit der Haut, so dass weder das Eincremen noch das Nachcremen unangenehm oder lästig sein sollte.

Nur aktuelle Tests zählen
Aktuelle Tests haben gezeigt, dass mit neu entwickelten UV-Filtern eine große Bandbreite an UVA+ B-Strahlen blockiert wird und die Textur trotzdem nahezu unsichtbar bleibt. Gut oder sehr gut bewertet wurden dieses Jahr auch einige Produkte von La-Roche-Posay, Avène und Caudalie, die alle bei uns erhältlich sind. Sie kommen teilweise ohne Duftstoffe und Alkohol aus und sind deshalb auch für empfindliche oder allergische Haut gut geeignet. Wir beraten Sie gern zu der inzwischen großen Bandbreite an Produkten. Die Stiftung Warentest, die dieses Jahr wieder Sonnenschutzprodukte unter die Lupe genommen hat, weist diesmal daraufhin, dass man sich nicht auf alte Testergebnisse verlassen sollte. Die meisten Hersteller verändern jährlich ihre Rezepturen, so dass manches Produkt, das bisher gut abgeschnitten hatte, plötzlich als mangelhaft auffällt oder auch umgekehrt.

Gesichtsmassage mit Gua-Sha Steinen!

Der Jaderoller war gestern – heute nimmt man für die Gesichtsmassage den Gua-Sha Stein, nach einer Jahrhunderte alten TCM-Tradition. Der speziell geformte glatte Stein wird aus grüner Jade oder rosa Rosenquarz angeboten. Viele sind herzförmig, andere wirken eher wie ein Fußabdruck mit einer wellenförmigen Kante. In jedem Fall müssen sie gut in der Hand liegen und sich mit den unterschiedlichen Seiten den Gesichtspartien anpassen. Man streicht über die Haut, von innen nach außen oder auch dem Kinn folgend. Das Ausstreichen soll Lymphe und die Durchblutung anregen, Schwellungen reduzieren und sogar Falten entgegenwirken. Gua-Sha verfolgt also mehrere Ansätze, die vielen am Herzen liegen, nämlich Anti-Detox, Anti-Aging und Anti-Stress. Und dabei soll er auch noch die Pflege intensivieren und Unreinheiten beseitigen. Ganz schön viel verlangt von einem kleinen Stein, den man schon für wenige Euros bekommt.

Jade oder Rosenquarz?
Die Frage der Farbe ist Typ-abhängig. Jade steht traditionell für positive Energie und Reinigung. Es soll Entzündungen und Schwellungen der Haut entgegenwirken. Beim Rosenquarz steht die Harmonie im Vordergrund. Spannungen und Stress können sich lösen und dabei auch leichte Hautirritationen lindern. Aufbewahren sollte man den Stein am besten im Kühlschrank. Gekühlt kann er seine volle Wirkung entfalten, falls man beim Aufstehen von geschwollenen Augen überrascht wird. Als Pflege- und Entspannungs-Massage eignet sich der Stein morgens ähnlich gut wie am Abend vorm Schlafengehen. Mit der Abendroutine kann man ihn zum Verteilen des Pflegeserums nutzen. In jedem Fall sollte man nicht zu fest drücken oder über die Haut streichen. Tabu ist eine Stein-Massage bei geschädigter Haut beispielweise durch UV-Strahlung oder durch eine Kortisonbehandlung. Dies gilt auch für akute Entzündungen. Neben Seren sind zum Hauttyp passende natürliche und hochwertige Öle zu empfehlen. Wichtig ist es den Stein regelmäßig zu reinigen, um keine Bakterien zu verteilen.

Hilfe bei Verspannungen
Bei Rosazea kommt es auf die Schwere an. Leichte Rötungen verkraften eine Massage, stark gerötete Partien mit Pusteln oder Pappeln eher nicht. Ebenfalls vorsichtig vorgehen sollte man bei Augenringen. Oft genügt es schon den kühlen Stein am Morgen einfach aufzulegen. Abends kann man durch eine Gua-Sha Massage auch leichte Kopfschmerzen und Verspannungen wegstreichen. Um den Lymphfluss zu unterstützen vom Hals und auch die Stirn aufwärts streichen. Im mittleren Wangen- und Nasenbereich den Stein immer von innen nach außen bewegen. Man sollte ihn beim Streichen leicht angeschrägt halten und am besten entlang des Kiefers zu den Ohren beginnen. Die Kante des Steins immer so anlegen, dass er sich an die Gesichtskonturen anschmiegt. Step-by-Step Anleitungen findet man auch im Netz.

Spät-Akne mit Bedacht behandeln!

Akne ist auch nach der Pubertät keine Seltenheit. Akne tarda, die Spät-Akne trifft etwa 8 Prozent aller Erwachsenen – Frauen häufiger als Männer. Insbesondere, weil neben Stress vor allem Hormonschwankungen eine wichtige Ursache sein können. Etwa in bzw. nach der Schwangerschaft oder auch Stillzeit, nach Absetzen der Anti-Baby-Pille oder in Verbindung mit der Menopause. Wenn also zwischen 25 und 45 plötzlich Pickel und Mitesser sprießen und sich mit einfachen Mitteln nicht in den Griff kriegen lassen, liegt es nahe an eine Spätakne zu denken. In schweren Fällen ist der/die Hautarzt/ärztin gefragt, die zusätzlich zu äußerlichen Mitteln, mit Medikamenten die Talgproduktion und Entzündungen drosseln können. Daneben ist eine zuckerarme vitaminreiche Ernährung mit wenig Fast-Food, dunklem Fleisch, Milchprodukten und Alkohol sinnvoll. Der Rat vom Profi hilft in jedem Fall Narben und langfristige Probleme zu vermeiden.

Nicht T- sondern U-Zone
Anders als im Teenager-Alter verteilen sich die Hautunreinheiten nicht in der üblichen T-Zone, sondern meist U-förmig auf Wangen, Kinn und am seitlichen Unterkiefer. Was die Haut jetzt gar nicht gebrauchen kann, sind stark entfettende Lotionen und Waschgels wie sie oft für Jüngere angeboten werden. Eine sanfte fettfreie Pflege ist dagegen bei der Akne tarda gefragt, mit viel Feuchtigkeit und Inhaltsstoffen, die Entzündungen bremsen oder vorbeugen. Unbedingt vermeiden sollte man es Pickel selbst auszudrücken. Das ist bei der Kosmetikerin besser aufgehoben, um eine Verbreitung und Vermehrung der Bakterien zu vermeiden. Sie kann auch bei der Suche nach der richtigen Pflege helfen und checken, ob neben den Anti-Pickel-Mitteln die gewohnte Anti-Aging-Pflege noch sinnvoll ist. Bei Akne ist ein Überpflegen unbedingt zu vermeiden. Um die nötige Balance und Hautbarriere wiederherzustellen gilt „weniger ist mehr“.

Sanfte Pflege und leichte Tönung
Eine pH-neutrale Reinigung und eine leichte Pflege mit entzündungshemmender Wirkung eignen sich am besten – regelmäßig morgens und abends angewendet. Einige Kosmetikhersteller haben spezielle Produkte gegen die Spätakne entwickelt wie Avène, Dermasence, SkinCeuticals und La Roche-Posay. Hierunter findet man auch hautklärende Seren, die die Talgproduktion aktiv regulieren. Um größere entzündete Pusteln zu behandeln eignen sich Pimple Patches, die durch Salicylsäure und Retinoide die Entzündung reduzieren und verhindern, dass man selbst Hand anlegt. Hydrocolloidpflaster nehmen außerdem überschüssigen Talg auf und fördern den Heilungsprozess. Sanfte entzündungshemmende Gesichtsmasken wie z. B. aus Heilerde wirken Pickeln entgegen. Auch bei Concealern und Foundations auf eine leichte Textur achten, die die Poren nicht verstopft und die Haut nicht am Atmen hindert. Bei Akne als Make-up besonders geeignet sind Mineralpuder, da diese hautverbesserndes Zink und Magnesium enthalten.

Entspannung statt Stress
Auch wenn Pickel und Pusteln psychisch eine Belastung sind und den Stresslevel noch erhöhen, ist es gerade jetzt wichtig sich regelmäßig zu entspannen um den Cortisolpegel zu reduzieren. Ein zu viel an Stresshormonen – hierzu gehören bei Akne vor allem Androgene, sorgt nur für mehr Hautfett und somit neue Pickel. Deshalb sind gerade jetzt ausreichend Schlaf, Achtsamkeits- und Atemübungen, Yoga oder ein Waldspaziergang hilfreich. Gerade bei Akne tarda ist eine ganzheitliche Behandlung, die Psyche, Ernährung und Pflege einschließt, wichtig. Grundsätzlich wirken Tiefenpeelings mit Fruchtsäuren, Vitamin A oder Kräutern wie Green Peel von Dr. Schrammek sowohl Unreinheiten als auch Fältchen und mögliche Narben entgegen. Sie gelten als Multitalente und ideale Better-Aging-Produkte. Lassen Sie sich von unserer KosmetikPraxis Tübingen entsprechend beraten.

Skin-Purging oder wie man Erstverschlimmerung erkennt

Man kauft sich ein neues klärendes Hautpflegeprodukt und nach kurzer Zeit sprießen Pickel und Hautunreinheiten. Dabei hatte man genau das Gegenteil erhofft. Eine wirksame Hautpflege, insbesondere Peelings oder Seren, die in der Tiefe arbeiten und die Haut von Grund auf helfen sich zu erneuern, können im ersten Schritt zu einem Skin Purging führen, einer Erstverschlimmerung. Nicht zu verwechseln mit Unverträglichkeiten oder gar allergischen Reaktionen – auch wenn mitunter ähnliche Symptome auftreten können. In der Regel kommt es bei Unverträglichkeiten eher zu Rötungen, Brennen oder auch Juckreiz. Unerwünschte Unreinheiten bedeuten dagegen, dass die Haut und die Wirkstoffe arbeiten, Verstopfungen, Talg und abgestorbene Hautzellen nach oben befördern und dadurch vorrübergehend neue Pickel und vor allem Mitesser auftreten.

Purging vs. Unverträglichkeit
Bei einer Unverträglichkeit spürt man nach erneutem Auftragen eine Wiederholung der Reizung. Manchmal tritt diese auch erstmals nach einigen Tagen auf, aber garantiert bei erneuter Behandlung. Beim Purging verändert sich die Hautreaktion fortlaufend und ist zeitlich begrenzt. „Klärende“ Unreinheiten treten außerdem meist in den hierfür gewohnten Gesichtsregionen auf. Bleiben die Hautirritationen dagegen über Wochen bestehen, wäre der Gang zum/r Dermatologen/in und ein Allergietest ratsam. In jedem Fall sollte man das Produkt absetzen.

Tiefenwirksame Peelings und Seren
Skin Purging beobachtet man besonders häufig bei bestimmten Wirkstoffen wie AHA (Alpha-Hydroxysäuren), BHA (Beta-Hydroxysäuren, Retinol (eine synthetische Form von Vitamin A) und Vitamin C. Ein BHA-Peeling dringt bei unreiner Haut tief in verstopfte Poren ein und hilft den Talg abzutragen. AHA-Peelings wirken dagegen mehr an der Hautoberfläche und sind auch für trockene und reife Haut geeignet. Retinol-Seren beschleunigen vor allem die Zellerneuerung, unterstützen aber auch die Klärung der Haut. Bei empfindlicher Haut sollte man mit Retinol vorsichtig sein, sie könnte dadurch gereizt werden.

Doch ein hormoneller Akne-Schub?
Schwieriger ist die Abgrenzung zu einem möglichen Akne-Schub. Treten vermehrt Pusteln und Mitesser, aber weniger entzündete Knoten direkt nach der Erstanwendung eines neuen Produktes auf, handelt es sich eher um Skin-Purging. Akne-Schübe sind oftmals hormonell bedingt. Will man diese unerwünschte Überschneidung ausschließen, ist es sinnvoll ein neues Produkt auf den Menstruationszyklus abzustimmen und nicht gerade dann damit zu beginnen, wenn die Talgproduktion hormonell ohnehin angeheizt wird. Eine Akne-Behandlung durch chemische BHA-Peelings mit Salicylsäure oder auch Retinoide ist für Skin Purging prädestiniert. Diese Substanzen haben neben der reinigenden Wirkung auch einen schälenden Effekt. Bei Akne kann es allerdings zusätzlich zu Rötungen oder Brennen kommen, die aber bald zurückgehen sollten. Ein nachhaltig verbessertes Hautbild braucht meist diese anfängliche Durststrecke. Beruhigende pflegende Lotionen mit Panthenol oder Allantoin kann ein unangenehmes Spannungsgefühl reduzieren.

Rund vier Wochen einkalkulieren
Tritt Skin Purging auf, muss man sich oftmals auf eine Dauer von mehreren Wochen einstellen bis die Haut sich vollständig gereinigt und das Hautbild verbessert ist. Die Anregung der Zellerneuerung wirkt nicht nur Unreinheiten, sondern auch zunehmender Faltenbildung entgegen. Der Zyklus der Hauterneuerung ist individuell verschieden, braucht aber durchschnittlich ca. vier Wochen. Ist diese Zeit überstanden, sollte eine Verbesserung erkennbar sein. Nicht jeder hat übrigens diese Phase der Erstverschlimmerung zu überstehen. Warum es die/den eine/n trifft und andere nicht, ist bislang unklar.