Darmkrebs-Screening per Selbsttest und Handy!
Die mitunter lebensrettende Darmkrebsvorsorge wird trotz vieler Prominenten-Aktionen und diverser Werbekampagnen noch immer nicht ausreichend in Anspruch genommen. Aktuell nutzt nur jeder 5. die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen. Allerdings wurden 2024 so viele Darmspiegelungen durchgeführt wie noch nie, auch die Stuhltests zur Früherkennung (FIT) steigen zahlenmäßig. Da hier aber noch viel Luft nach oben ist und um die Hemmschwelle zu reduzieren wurden neue Testverfahren entwickelt, die zuhause gemacht und per Smartphone-App kontrolliert werden können. Heimtests gibt es schon seit längerem in der Apotheke, allerdings war mit dem Kauf immer der Versand und die Stuhlkontrolle im Labor einbezogen. Dies entfällt bei den neuen Schnelltests.
Testkontrolle per Kamera
Ähnlich wie beim Identifizieren von Coronaviren kommt hier eine Testkassette und eine Farbcodierung zum Einsatz. Den letzten Schritt übernimmt allerdings die App per Foto. Das Ergebnis ist abhängig von der Farbintensität des Teststreifens. Die App weist den Nutzer auch auf eine mögliche weitere Behandlung hin, sollte eine ärztliche Untersuchung notwendig sein. Vor dem Kauf eines solchen Tests ist es wichtig sein Handy zu checken, da ältere Modelle technisch dafür oft nicht ausreichen.
Zuverlässig gegenüber Labor
Wie funktional und zuverlässig die neuen Heimtests sind, wurde bereits von Fachmedizinern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in einer Studie geprüft. Dabei wurde der App-gesteuerte Test mit dem herkömmlichen Labor-FIT verglichen. 89 Prozent der Probanden beurteilten die neue Variante als gute Alternative und in der Sicherheit der Ergebnisse lag der Laborgestützte Test nur wenige Prozentpunkte vorne. Falsch positive Ergebnisse gab es kaum. Insgesamt wurde der übers Smartphone gesteuerte Test als gute niederschwellige Alternative bewertet – zumindest für jüngere technikaffine Kandidaten/innen. Der Test ist bei uns erhältlich und die App findet man in den üblichen App-Stores.



erienzeit ist Reisezeit und an so manchem Urlaubsort ist die Trinkwasserqualität mit einem großen Fragezeichen versehen. Während man hierzulande überwiegend sicher sein kann, den Durst auch aus dem Wasserhahn gefahrlos stillen zu können, gilt das nicht für alle europäischen Länder. Der Geruch ist dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Das für manche unangenehme Chloraroma ist eher ein positiver Hinweis darauf, dass hier keine Keime zu finden sind und das Waschen und Zähneputzen unbedenklich ist. Die Trinkwasser-Qualität wird EU-weit durch einheitliche Richtlinien festgelegt. Trinkwasser sollte „genusstauglich und rein“ sein, aber nicht alle europäischen Länder erfüllen diese Kriterien. Und auch in Ländern die offiziell eine gute Wasserqualität haben, sollte man bei Ferienwohnungen auf Färbung, Trübung und Geruch achten, denn auch alte Leitungen und Armaturen können die Wasserqualität negativ beeinflussen. Schließlich gehen noch immer 80 Prozent aller Reiseerkrankungen auf verunreinigtes Trinkwasser zurück.

Rauchentwöhnungskurse werden schon seit einiger Zeit von zahlreichen Krankenkassen erstattet. Für so manchen hartnäckigen Raucher genügt das aber oft nicht und es werden andere Mittel zur Entwöhnung wie z. B. Nikotinpflaster benötigt. Bisher mussten nikotinhaltige Medikamente jedoch selbst gezahlt werden. Dies soll sich nun ändern, so hat es der Gemeinsame Bundesauschuss der gesetzlichen Krankenkassen Mitte Mai beschlossen – zumindest dann, wenn der Arzt bzw. die Ärztin eine schwere Tabakabhängigkeit bescheinigt. Diese liegt vor, wenn man den Fagerströmtest mit mindestens sechs Punkten abschließt oder… ein erhöhtes gesundheitliches Risiko durch COPD, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine Schwangerschaft vorliegt. Insbesondere Medikamente, die Vareniclin als Tabletten oder Nikotin in Form von Mundspray, Pflaster, Kaugummi oder Lutschtabletten enthalten, können bei einer erfolgreichen Entwöhnung helfen und Entzugssymptome lindern. Eigenständig gekaufte Nikotinkaugummis oder -pflaster werden ohne ärztliche Verordnung aber nicht erstattet.
