Von vergessenen und verschwundenen E-Rezepten

Seit neun Monaten wird das E-Rezept nun verpflichtend für Kassenpatienten in Arztpraxen ausgestellt und von den Apotheken meist über die elektronische Gesundheitskarte ausgelesen. Nach den bekannten Anlaufschwierigkeiten, insbesondere unerwünschten Zeitverzögerungen und Wartezeiten, ist es inzwischen um das E-Rezept ruhiger geworden. Trotz allem bietet es für die Apotheken immer wieder neue Herausforderungen. Wenig hört man beispielsweise über gelöschte Rezepte, die technisch offenbar verschwunden sind, obwohl die behandelnde Praxis sicher ist, sie ausgestellt zu haben. Auch wenn der Unmut dann oft an den Apotheken hängen bleibt, ein neues Rezept kann nur die Praxis ausstellen.
Oft einfach vergessen
Häufig entdeckt man auf den Elektronischen Gesundheitskarten auch längst eingelöste Rezepte, die sich eigentlich 100 Tage nach der Einlösung automatisch selbst löschen sollten. Gravierender als diese sind allerdings Rezepte, die schlicht auf der Karte vergessen wurden und 28 Tage nach Ausstellung ungültig werden. Nicht selten hat der/die Patient/in keinen Überblick, was verordnet wurde oder vergisst einfach, dass auf seiner Karte noch ein nicht eingereichtes Rezept gespeichert ist. Mit dem Card-Link-Verfahren (z. B. von gesund.de) kann man jetzt mit dem Handy seine Gesundheitskarte selbst auslesen und so vergessene Rezepte rechtzeitig entdecken.
Gelöscht ist gelöscht
Will man Rezepte dauerhaft aufbewahren, sollte man die Daten auf der Elektronischen Patientenakte (ePA) speichern, die derzeit aber noch wenig verbreitet ist. Verfügt man nicht über die Card-Link-App, sollte man uns bitten nachzusehen, ob die eG-Karte noch Rezepte enthält, die man einlösen oder löschen möchte. Oft weisen wir aber auch die Kunden/innen auf diese direkt hin und fragen nach. Wird ein Rezept allerdings von Patienten aus Versehen gelöscht, können wir i. d. R. nicht helfen. Dann muss die Praxis ein neues Rezept ausstellen.

Wohl jeder hatte ihn schon und kaum ein Gefühl ist so gefürchtet. Ob mit 16 oder mit 60, Liebeskummer schafft es garantiert uns emotional aus der Bahn zu werfen. Verantwortlich dafür sind im Grunde die Hormone, die in Sachen Liebe verrücktspielen – mal himmelhoch-jauchzend oder eben auch zu-Tode-betrübt. Der typische Trennungsschmerz ist vergleichbar mit einem Verlustschmerz nebst entsprechend notwendiger Trauerarbeit. Aber auch von einer unerwiderten großen Liebe muss man sich entsprechend verabschieden, um wieder positiv nach vorne zu schauen. Das Motto heißt: Loslassen, nicht nur emotional, sondern auch praktisch im Alltag. Sich verabschieden von Vertrautem und Gewohnten sowie oftmals für die Zukunft Geplantem. Das Leben umgestalten oder einen Neustart wagen. Das verunsichert, kann Angst machen und lässt so manchen in eine Depression rutschen. Wenn der Kummer zulange das Gedankenkarussell bestimmt und auch nach Monaten noch kein Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird, ist professionelle therapeutische Hilfe gefragt.

Schnell war klar, dass die Cannabis-Freigabe für den privaten Gebrauch nicht in allen Bereichen ganz einfach umzusetzen ist. Wo liegen gesundheitliche Risiken und wie lassen sie sich umgehen? Selten findet man hier eindeutige Antworten. Nicht zuletzt da sich die Bären-Apotheke seit Langem um Patienten kümmert, die medizinischen Cannabis benötigen – der allerdings anderen Regeln unterliegt, ist uns das Thema wichtig. Wann darf man sich beispielsweise nach dem Cannabis-Konsum wieder ans Steuer eines Fahrzeugs setzen? Aktuelle Tests zeigen, dass dies später als gedacht der Fall ist. Die Grenzwerte sind bekannt, aber wann diese erreicht sind, ist für den Einzelnen schwer einzuschätzen.
Die Koffer sind aufgegeben und man sitzt endlich am rechten Platz im Flieger. Auf Langstreckenflügen gönnt man sich zum Auftakt des Urlaubs gern ein Gläschen Sekt. Eine deutsche Forschungsgruppe hat nun jedoch herausgefunden, dass dieser bei niedrigem Luftdruck in großer Höhe das Herz-Kreislauf-System schlafender Passagiere belastet. Die Sauerstoffsättigung liegt hier ohnehin nur noch bei knapp 90 Prozent und sinkt durch den Alkohol noch weiter. Gleichzeitig geht der Puls hoch, da das Herz dies über die höhere Frequenz auszugleichen versucht. Dies betrifft selbst junge gesunde Menschen. Patienten mit Herz- oder Lungenerkrankungen können durch die Wirkung des Alkohols ernsthafte Probleme bekommen. Herzstillstände sind für 58 Prozent aller Umleitungen von Flugzeugen verantwortlich. Dann doch besser den gerade in luftiger Höhe so beliebten würzigen Tomatensaft trinken, der nebenbei noch das Thromboserisiko senkt.
Noch vor der parlamentarischen Sommerpause wollte Gesundheitsminister Lauterbach die geplante Apothekenreform verabschieden – an Bundestag und Bundesrat vorbei. Dass es dazu Mitte Juli nicht mehr kam, ist vielleicht der zähen Haushaltsplanung für 2025 geschuldet. Sicher ist, dass der Gegenwind aus den Bundesländern und den Apotheker-Verbänden, nachdem der Referentenentwurf des Apotheken-Reformgesetzes publik wurde, heftiger ausfiel als erwartet. Kritik an dem „größten anzunehmenden Unfall“ für deutsche Apotheken kam sogar von einzelnen SPD-Gesundheitsministern der Länder. In Hessen blieben Ende Juni direkt für zwei Tage die Apothekentüren zu. Doch was beinhaltet die Lauterbachsche Vision einer zukunftsfähigen deutschen Apotheke? In seiner Light-Version wären Apotheker*innen nur noch in der Haupt-Apotheke notwendig, Filialen dürften künftig von PTAs geführt und der pharmazeutische Rat falls nötig per Video eingeholt werden.
